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Kann mir mal jemand erklären, warum so viele Faltbootfahrer was gegen Boote mit Luftschläuchen in den Seiten haben?
Ahnungslos - Jens
Waldhoschi
15.03.2005, 22:27
Hm. Hab ich noch nicht bemerkt. Wenn, dann denk ich liegt das unter anderem an den Packboats...
http://www.faltboot.de/forum/read.php?f=1&i=32236&t=32236
Hätte auch nicht gedacht dass die schlecht abschneiden...
Gibt aber auch genügend gute Stimmen:
Die PakCanoe’s haben durch die seitlichen Luftkanäle ein zwar ungewöhnliches, aber recht geniales Konzept.
Durch diese "Air Tubes" zwischen Außenhaut und Gestänge ergibt sich eine Art "Stoßdämpfung".
Der Abrieb an der Außenhaut bei eventuellem seitlichen Steinkontakt wird dadurch dort minimiert, wo die Gestängesegmente an der Außenhaut anliegen.
Neben einem einfachen Aufbau des Bootes bieten diese Luftkanäle zudem sehr wirkungsvollen Auftrieb, wenn sich Wasser im Boot befinden sollte.
Da der Auftrieb seitlich und mehr oben angebracht ist, ergibt sich dann eine stabilisierende Wirkung. Schon ein plus an Sicherheit.
Bei Auftrieb der in der Mittelachse des Bootes positioniert ist, ist dies ja nicht der Fall.
Durch den Auftrieb der Air Tubes hält sich auch die erforderliche Schaumstärke der Bodenmatte in Grenzen, was einem kompakten Packmaß zu Gute kommt.
Also insgesamt bin ich persönlich von dem Bootskonzept der PakCanoe's von Pakboats schon überzeugt. Wie es sich jetzt konkret in der Praxis "auf großer Tour" verhält, kann ich Dir dann in ein paar Wochen genauer sagen.
Zu den superleichten "Puffin" Falt-Kajaks kann ich Dir jetzt allerdings nichts sagen, falls Du Dich dafür interessieren solltest.
Gruß
Die Seitlichen Luftschläuche kompensieren denk ich eine mangalhafte Aufspannung durch wenige und schwache Spanten. Dementsprechend haben Booter günstigerer Marken Luftschläuche.
Mein Vater hat ein älteres Klepper Aerius.
Das hat auch Luftschläuche.
Worin der Nachteil besteht kann ich dir ncht sagen, vielleicht, dass sie nach einer Weile die Luft nicht mehr halten?
Auf jeden Fall ist die Außenhülle mit aufgeblasenen Schläuchen um einiges besser gespannt.
Sind die eigentlich auch als Schutz gegen Sinken zu gebrauchen?
Kanem
Waldhoschi
15.03.2005, 22:47
Sind die eigentlich auch als Schutz gegen Sinken zu gebrauchen?
Klar, die Dichtedifferenz von einem schweren Faltboot (unbepackt) ist weit geringer wie der Auftrieb. Das Boot ist praktisch unsinkbar wenn die Schläuche halten.
Hm - hab vor kurzen nen Pac-Boat-Einer gefahren:
Schnell, guter Geradeaus-Lauf, wendig wie nen Ferkel in der Box, man fühlt sich sicher wie in Abrahams Schoß, easy Aufbau, leicht (12 kg)...
Wenn man in der Lage ist, sich wie ein Wanderer im Gepäck zu beschränken, auf sagen wir mal 25 kg, dann kann man damit auch völlig autark eine 3-Wochen-Solotour machen.
Allerdings sollte man ein Doppelpaddel verwenden, ein Kanupaddel ist da ziemlich witzlos.
Fazit: Geiles Solo-Boot für UL-Freaks
Aber das kann's doch nicht sein wg. der Luftschläuche...
Jens
Waldhoschi
15.03.2005, 22:56
Hm. Ich hab gehört, dass die Packboat teilweise verschrie[edit]en sind.
Ich denk dass es wirklcih daran liegt dass Faltler sagen "was ein gutes Boot ist braucht nicht zusätzliche verspannung"
Du meinst verschrien (von "schreien")...
Liegt wahrscheinlich daran, das die Dinger so ultra-einfach sind und trotzdem gut fahren - sowas ist einfach verdächtig.
Waldhoschi
15.03.2005, 23:01
Schon verbessert :)
Hm. Könnte echt daran liegen. Vielleicht auch, dass die nicht aus einer Ostschmiede oder Deutschland sondern aus den USA kommen.
Ich würd so ein Boot auch gerne mal testen. Wir wollten (mein Vater) ein weiteres Boot anschaffen. Vielleicht bekomm ich ihn zu nem Packboat überzeugt:) Ich muss das mal irgendwo herbekommen und testen. Die Preise sind ja unschlagbar!!
Der Einer ist ein echtes K.I.S.S.-Boot. Wir haben es ohne Aufbauanleitung zusammen bekommen, 10 - 15 cm Gepäck unterm Arsch sorgen für ne anständige Haltung. Gut, die Luftschläuche nehmen viel Platz weg, aber man kann ja intelligent packen
Waldhoschi
15.03.2005, 23:11
Das ist genau das was cih mene. Meiner einer ohne Ato und Führerschein kann ssich das Boot mit Ausrüstung auf die Kraxe spannen und da hin laufen/trampen/zugfahren wo ich will. Das geht mi nem steifen Boot nicht. Und wenn man sich das Gewischt von den Packboats anschaut. Unschlagbar. Von keinem Hersteller. Teilweise um die 10 kg... und zwischen 600 und 1200 €... Ich glaub sowas brauch ich ;)
Und wenn man sich das Gewischt von den Packboats anschaut. Unschlagbar. Von keinem Hersteller. Teilweise um die 10 kg...
Doch (http://www.out-trade.de/de/index.php?cat=WG10&product=A000039) :wink:
Is aber ne andere Preisklasse.
Mac
Waldhoschi
16.03.2005, 00:39
Einzelpreis: 2.450,00 € :shock: :shock: :shock:
kann man schon sagen, andere Preisklasse :)
Kann mir mal jemand erklären, warum so viele Faltbootfahrer was gegen Boote mit Luftschläuchen in den Seiten haben?
Leider sind es ja nicht *soviele* Faltbootfahrer, sonst würde man diese augenkrebserzeugenden Gefährte nicht so häufig auf dem Wasser oder in Geschäften oder Katalogen sehen müssen ... :ill:
Hat viel mit Elitedenken (durchaus im positiven Sinn), aber auch ästhetischen und Effizienz-Gründen zu tun.
Asthetik: Luftschlauchboote sehen scheixxe aus. Punkt. Schwammig, luschig, keine harten glatten Formen sondern Badebootformen.
Elitedenken: jeder ernsthafte Faltbootfahrer kommt früher oder später zum luftschlauchlosen Boot, Schlauchboote gelten als Anfängerboote.
Effizienz: die allermeisten Luftschlauchboote sind primär aus Marketing- und Produktionsgründen (größere Toleranzen in der Hautfertigung möglich) mit Luftschläuchen ausgestattet. Die äußere Form wird dadurch in den meisten Fällen hydrodynamisch äußerst ungünstig, das Boot wird spätestens in Wellen spürbar langsamer.
Luftschlauchboote verkaufen sich v.a. durch ein subjektives Gefühl der höheren Sicherheit (kann man genauso durch innen angeordnete Schläuche oder Gepäck in wasserdichten Packsäcken erreichen) sowie durch schnelleren Aufbau (man kann pfuschiger aufbauen, die Haut hat mehr Toleranzen, die Schläuche werdens schon richten).
Cheers,
Mar 'nur ein schlauchloses Boot ist ein echtes Boot' ian ;-)
Waldhoschi
16.03.2005, 09:35
Hi Marian, schön dich zu sehen.
Gegen die Argumente kommt man als Bootslaie wie ich einer bin leider wirklich nicht an. :bg:
Gibt es aber von Gewicht und Preis her eigentlich alternativen?
Hallo,
ich finde diese kleinkarierten Grabenkriege der Schlauch- und Nichtschlauchfraktionen einfach lächerlich. :bash:
Sieht "schei...." aus ist ja wohl reine Geschmackssache. Ich finde meinen Einer Aerius ausgesprochen ästhetisch. :bg:
Und nicht, daß ich keine Vergleichsmöglichkeiten hätte. Habe fast 30 Jahre einen Vagabund besessen, der bekanntlich keine Luftschläuche hatte.
Unterschiede in Geschwindigkeit und Fahrverhalten kann man sich auch einbilden. Und wenn ich auf dem Wasser bin, und das Gleiten durch die Wellen genieße, ist es mit sowas von egal, ob irgendwer mit seinem schlauchlosen Boot 2 Minuten früher am Ziel ist. Die Geschwindigkeitsunterschiede rühren auch mehr vom Schnitt des Bootes her, als von der Tatsache Schlauch oder nicht.
Wenn ich Geschwindigkeitsrekorde aufstellen wollte, hätte ich mir ne Tupperschüssel gekauft oder würde bei Olympia teilnehmen.
@ Jens
Wenn man nicht gerade zur Hardcore-Fraktion zählt, kann die zusätzliche Kippstabilität ganz angenehm sein. Im übrigen kann man immer Dinge die eigentlich positiv sind negativ darstellen. Das Argument, daß Herstellern größere Tolereanzen bei der Hautfertigung ermöglicht werden, wird auch dadurch nicht besser, daß es immer wieder irgendwo abgeschrieben wird.
Entweder, eine Haut sitzt nach dem Aufbau oder nicht. Wenn aber jede Naht exakt über dem entsprechenden Gerüstteil liegt möchte ich wissen wo hier die Toleranzen sind. Die Dinger sind 1a geschnitten. Zumindest was die mir bekannten Boote anbelangt.
Was dagegen nicht gern gesagt wird ist, daß die Spannung der Haut bei einem Schlauchlosen Boot über schiere Kraft erzeugt werden muß, was richtig spaß macht, wenn die Haut so nach 10-15 Jahren etwas geschrumpft ist :bg:
Diese Spannung wird bei Booten mit Schlauch in der Tat beim Aufblasen derselben ohne viel Krafteinsatz erzeugt.
Ich finde Faltbootfahren eine phantastische Freizeitbeschäftigung, ob mit oder ohne Schlauch.
Diese Entscheidung sollte jeder individuell treffen, ohne missionarische Beeinflussung.
Gruß
Roman 8)
Moin
Erstmal : ich bin kein Schlauch-Nichtschlauch Fanatiker, ich fahre lieber meinen festen Seekayak anstelle eines Faltbootes. :lol: Solange es nicht wieder Faltboote wie GESA gibt :P Ich denke also ich kann halbwegs fair sein.
Aber:
Ich bin Klepper und Pouch Einer nacheinander gefahren. Der Pouch ist definitiv schneller.
Und wenn man sich die beiden von vorne anguckt, naja die Schläuche sind schon breit. Und ein Boot mit Schläuchen ist bei gleichen Platzangebot im cockpit immer breiter.
@Cardhu
Das Schläuche größere Toleranzen beim nähen erlauben ist definitiv so. Schau mal bei nem (ordentlich genähten) Boot ohne Schlauch an der Naht zwischen Deck und Unterschiff entlang. Und dann bei nem Aerius. Die Naht verläuft beim Aerius oft in Schlangenlinien. Bei nem Boot ohne Schlauch würde das vielmehr auffallen und richtig Sch.. aussehen.
Gruß
Luki[/quote]
Ich bin Klepper und Pouch Einer nacheinander gefahren. Der Pouch ist definitiv schneller. [/quot]
Streite ich ja gar nicht ab. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, will ich keine Rennen gewinnen, sondern Wasserwandern. Und glaub mir, ich habe auch schon beide Boote gefahren, da liegen wirklich keine Welten dazwischen!
Das Schläuche größere Toleranzen beim nähen erlauben ist definitiv so. Schau mal bei nem (ordentlich genähten) Boot ohne Schlauch an der Naht zwischen Deck und Unterschiff entlang. Und dann bei nem Aerius. Die Naht verläuft beim Aerius oft in Schlangenlinien. Bei nem Boot ohne Schlauch würde das vielmehr auffallen und richtig Sch.. aussehen.
Luki[/quote]
Das stimmt einfach nicht!!
Auch einen Aerius kann man falsch aufbauen, nämlich dann wenn die Luftschläuche nicht sauber in den Taschen stecken. Dies kann man erreichen, indem man beim Aufbau mit "halber" Luft rundum die Schläuche an ihre Position drückt und dann den vollen Druck drauf gibt. Dann verläuft die Naht perfekt!
Dagegen kann es bei einem schlauchlosen Boot ne ganz schöne Fummelei sein, die Naht genau über die Leiste zwischen Ober- und Unterschiff zu bekommen. Ist das nicht der Fall dann sieht das nämlich richtig Sche.... aus. Zumindest war es bei meinem Vagabund so, daß man immer erst sah ob die Naht stimmt, wenn die Haut gespannt war. Oft ragte dann auf der einen Seite die Gummihaut bis aufs Oberschiff, während auf der anderen Seite das Bauwollverdeck 1-2 cm ins Unterschiff ragte, also das Ganze nochmal....
Gruß
Roman
isegrim13
19.03.2005, 14:14
Moin²,
Ich rede jetzt mal nur von den Kanadiern: Luftschläuche, die nicht dran sind können auch nicht kaput gehen! Der Kanadier ansich ist ja so perfekt, weil er sich nicht weiter reduzieren lässt...
Beim Vergleichen von Packboats und Ally sollte man darauf achten die gleichen Grössen zu vergleichen- die Allys sind leichter!!!!
Gruss, Ulf
also, ich muß cardhu recht geben. fahr selber ein folbot greenlander (mit luftschläuchen). bin damit sehr zufrieden. auch für mich zählt nicht die geschwindigkeit. und dass etwas scheixxe aussieht ist reine geschmacksache. leider verkaufen viele leute immer wieder ihre meinung als tatsache.
beide varianten haben sicherlich ihre vor-und nachtteile. jeder muß sich entscheiden, was er lieber will.
liebe grüße, thomas
Fahre auch selber einen Aerius 1, gibt schon ein sehr sicheres Gefühl, mitten auf einem skandinavischen See bei hohm Wellengang und starkem Wind heurmzufahren, und, eingermaßen Paddelerfahrung vorausgesetzt, sich sehr sicher zu fühlen, nicht umzukippen.
Dafür nehme ich dann auch meinen "Breitarsch" in Kauf.
Aufs Meer würde ich mich auch ungern ohne die Luftschläuche trauen. Ist zwar kein vollwertiger Ersatz für Kammern, aber besser als nix oder Auftriebskörper, die mehr Platz wegnehmen, für Tourenfahrten nicht gut.
Zur Geschwindigkeit: man sagt den schlauchlosen Booten höhrere Geschwindigkeiten nach. Kommt aber auf den individuellen Schnitt des Bootsmodells und den Paddler an.
Zugegeben, ein schlauchloses Boot sieht häufig der schlankeren Form wegen eleganter aus.
Träume deshalb auch zuweilen von renovierten T6 oder T9 von Heise - Pouch tue ich mir nicht an, aber das ist eine andere Frontlinie als zwischen "mit-oder-ohne-Luftschlauch"...
Hawe
mahyongg
02.06.2007, 20:02
Hallo,
lustige Diskussion: Luftschläuche oder nicht, wo doch eigentlich inzwischen jedem klar sein sollte, daß Luftschläuche bei gleichem Gewicht wesentlich stabiler sind, insbesondere was Längsstabilität angeht, als vergleichbare Alustangen.. dazu aber wegen der doch möglichen flexibilität (ist ja immer noch luft, also auch kompressibel, oder man bringt ein überdruckventil an!) sicherer sein können..
zugegeben: es existiert bisher meiner ansicht nach noch kein wirklich gutes konzept bezüglich luftschläuchen in booten, wenn man das potential berücksichtigt. Bei Zelten wie dem NEMO Morpho wird das Potential aber schon sichtbar, und irgendwann wird das auch auf Boote übertragen, glaubts mir.. und wenn ich es machen muss :-D
Schläuche sind auch im übrigen nicht der weisheit letzter Schluss, aber da es mittlerweile auch kein problem ist, "Platten" herzustellen (contitech macht das beispielsweise für schlauchboot-böden, gibts dann von zodiac etc..), die mit wenig Druck stabil sind, wird man dies sicher früher oder später irgendwo im Paddelbootbereich sehen, dann sind auch die Würste weg. Mehr wird aber jetzt nicht verraten, ihr müsst euch ja auch noch auf was freuen dürfen. Ach ja, weniger komplex ist doch eigentlich immer angenehmer, wie wärs denn mal mit DEM argument für die lufterei?
:-D
peace,
jan
lustige Diskussion: Luftschläuche oder nicht, wo doch eigentlich inzwischen jedem klar sein sollte, daß Luftschläuche bei gleichem Gewicht wesentlich stabiler sind, insbesondere was Längsstabilität angeht, als vergleichbare Alustangen.. dazu aber wegen der doch möglichen flexibilität (ist ja immer noch luft, also auch kompressibel, oder man bringt ein überdruckventil an!) sicherer sein können..
Kannst du das mit dem stabiler mal genauer erklären, mir ist das nämlich nicht klar.
Mac
ustige Diskussion: Luftschläuche oder nicht, wo doch eigentlich inzwischen jedem klar sein sollte, daß Luftschläuche bei gleichem Gewicht wesentlich stabiler sind, insbesondere was Längsstabilität angeht, als vergleichbare Alustangen.. dazu aber wegen der doch möglichen flexibilität (ist ja immer noch luft, also auch kompressibel, oder man bringt ein überdruckventil an!) sicherer sein können..
das ist Bullshit. Luftschläuche in Faltbooten sind dazu da die Haut ordentlich über das Gerüst zu spannen. Zudem ein Sicherheitsaspekt da die Dinger nicht absaufen können.
Was da gemeint ist sind wohl Schlauchboote.
Aber Schlauchboot und Faltboot mit Seitenluftschläuchen das sind verschiedene Dinge.
Wobei ich die Schlauchboote nicht z.B. wie nen Feathercraft auf dem Meer paddeln wollte. Zu windanfällig, falsche Rumpfform.
Und die Längsstabilität wie bei einem 60 cm breiten und 5,40m langen Boot bekäme man damit gar nicht hin ;-)
M.
Gersprenzfischer
04.06.2007, 08:20
Wir fahren mit Begeisterung und der kompletten Familie samt Hund ein Pak170. Die Luftschläuche dienen primär der Spannung der Bootshülle und als Puffer bei den unvermeidlichen ungewollten Andockmanövern. Zusätlich bleibt das Boot bei Wassereinfall (noch nie gehabt) in einer stabilen Lage. Sie haben also Vorteile.
NAchteilig ist das höhere Gewicht und das wieder ein Teil kaputt gehen kann. Zum Gewicht ist zu sagen, dass unser Familienboot ca. 23 kg wiegt. Ich trage es auf Ebenen Strecken zusammen mit meinem 12-Jährigen ohne Probleme. Bei steilen Portagen hilft dann meine Frau.
Auch wenn das Pk170 mit 23 kg 1-2 kg schwerer ist als ein Ally, es ist leichter als fast alle Kevlarboote, die als das Nonplusultra gelten. Und beim Ally brauch ich massive GEwalt samt Hammer um das Boot aufzubauen. Für mich ist also das (Leicht)Gewicht kein Nachteil.
Zur Kaputtgehwahrscheinlichkeit. Bis heute nach zu wenigen Fahrten gab es kein Durchstoßen durchscheuern oder sonstiges bei den Luftschläuchen. Selbst das unser PRT seine Pfoten drauf abstützt macht nichts. Außerdem sind die LUftschläuche reparierbar und das Boot fährt auch ohne LUftschläuche, wenn Sie wirklich aus irgendeinem Grunde versagen sollten.
Bei der 2006 Serie gab es allerdings ein echtes LUftschlauchproblem, es wurde ein biologisch abbaubares MAterial zur Beschichtung verwendet. Bei uns machte sich dies letztes Jahr garnicht und dieses Jahr durch ein langsames stets unkritisches Drucknachlassen bemerkbar. Der Fehler wurde aber vom Hersteller erkannt und momentan werden alle Luftschläuche unbürokratisch und kostenfrei ausgetauscht. Ich möchte mich hier auch noch für das einfache Vorgehen beim Importeur Outtrade bedanken.
Kurzum, ich würde unser PAkboat jederzeit wieder kaufen, ich halte die gesamtkonzeption inklusive Luftschläuche für eine hervorragende Sache. Das das Boot auch noch zu zweit verdammt schnell läuft und dennoch gut manövrierbar ist kommt noch dazu.
Uwe
michael.kramer
05.06.2007, 00:18
es existiert bisher meiner ansicht nach noch kein wirklich gutes konzept bezüglich luftschläuchen in booten, wenn man das potential berücksichtigt. Bei Zelten wie dem NEMO Morpho wird das Potential aber schon sichtbar, und irgendwann wird das auch auf Boote übertragen, glaubts mir.. und wenn ich es machen muss :-DWenn Du das erste Mal in so einem luft-stabiliserten Miststück gesessen bist, aus dem langsam die Luft entweicht, und Du noch 2 Stunden bis zum Ufer paddeln musst, dann denkst Du über Alu und Holz als tragende Teile ganz anders. Luftschläuche sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für ein Gestänge.
Ich bin seit je her ein überzeugter Luftschlauch-im-Faltboot-Haber (Klepper Aerius II und PakBoat Puffin Kajak). Die Vorteile des beinahe kraftlosen Aufbaus und der Sicherheitsgewinn im Kenterfall sind mir die paar zusätzlichen Gramm Gewicht allemal wert. Nichtsdestotrotz bin ich mit meinem Ally Tramp 15" sehr zufrieden und bestaune die Reisegeschwindigkeit der Pouch-Fahrer sehr. Ob die Luftwürste schick aussehen, liegt im Auge des Betrachters. Zu Rubens Zeiten war man da allgemein anderer Meinung. Mich stören sie in keinem Fall.
Und zu den Eingangs diskutierten Lademöglichkeiten des kleinen Puffin: Ich wollte damit gerade 6 Monate auf Tour gehen, musste aber leider wegen der porösen Luftschläuche (wie bei oben genannten Kanadiern auch) meine Planungen aufgeben. Ich bin mit dem ganzen Gepäck und ca. 20kg Wasser und Lebensmittel zusätzlich schon 14 Tage unterwegs gewesen, bevor die Luft raus war :( Das Boot ist also durchaus ordentlich tragfähig, und auch mit fast leeren Luftschläuchen ausreichend stabil. Wie in diesem Beitrag (klick) (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=290735#290735) gezeigt, geht da schon eine Menge rein in das kleine Bötchen.
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