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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweres Gepäck, sind wir Weicheier?


Loki
30.06.2003, 17:05
Da Sal von seinem Schwarzwaldtrip mit Leichtgepäck berichtet hat, wollte ich kurz etwas gegenüberstellen. Vor ein paar Tagen kam ein Bericht über die KRK richtig: KSK im Fernsehen. Zur Vorbereitung auf einen Ernstfall sind die natürlich ständig im Training und krauchen durch heimische Wälder - auch mehrere Tage am Stück. Ihre Rucksäcke einschließlich Inhalt wiegen bis zu 60 Kg! Dabei ist noch nicht eingerechnet, was sie am Mann tragen, also Bekeidung, kleine Ausrüstungsgegenstände, Waffen etc. Und das allerbeste ist: die sind dabei noch kampffähig.

Das wirft natürlich einige Fragen auf, wie z. B.
- Was haben die alles eingepackt?
- Ist militärische Ausrüstung wirklich so viel schwerer?
- Warum kaufen die nicht im Outdoor-Shop?
- Sind Soldaten die besseren Outdoorer?
- Sind wir Weicheier, weil wir bei 30 Kg anfangen zu stöhnen?

schmunzelnderweise cheers,

Loki.

Christian J.
30.06.2003, 17:11
Naja, so ein Panzer im Rucksack wiegt schon ein paar Gramm... :bg:

Dani
30.06.2003, 17:29
KRK ???

kenn ich nicht komme von der alp enet der grenze ....

aber wenn ich mich so zurückerinnere an den ganzen scheiss den wir im militär so rumschleppen mussten, naja, ein vergnügen wars nicht, aber den atomkrieg hätte die ausrüstung wohl spielend überlebt ....

Flachlandtiroler
30.06.2003, 17:32
- Ist militärische Ausrüstung wirklich so viel schwerer?
- Warum kaufen die nicht im Outdoor-Shop?
- Sind Soldaten die besseren Outdoorer?
- Sind wir Weicheier, weil wir bei 30 Kg anfangen zu stöhnen?
Nein. Nein. Nein. Ja ;-)
Die haben natürlich eigene Lieferanten, aber gleiche Hersteller; die nicht-zivile Version wiegt genausowenig (ohne die Panzerung jedenfalls ;-))
Die KRK (Krisenreaktionskräfte?) machen es ja nicht zum Spaß.

Martin

Menelaos
30.06.2003, 20:32
Also ich mein 60KG!, das bezweifle ich wirklich. Die latschen damit bestimmt net paar Tage durch die Pampa, nein wirklich, das schafft niemand, imho.
Vielleicht 60 KG wenn sie schon am Ziel angekommen sind, also "Geiselnahme" oder weiss was ich.

Zudem, kann es sein, dass Du KSK meinst??

Finn
30.06.2003, 21:01
Denke auch eher, dass er das KSK (KommandoSpezialKräfte) meint.

Die Militärbekleidung wiegt aber wirklich etwas mehr. Wenn ich schon an den BW-Pullover denke :roll: Der ist um einiges schwerer, als ein Fleecepullover, der sicherlich auch noch viel mehr Wärmeisolation besitzt, als das Pullöverchen von der BW. Jedoch ist Fleece anfälliger gegen Schmutz und Feuer.
Wegen der Hose... Keine Ahnung. Die sind auch schwerer, schlechter zu trocknen, aber die sind fester im Material.
Aber nehmen wir einfach mal grob geschätzt an, dass jeder Ausrüstungsgegenstand rund 100g schwerer ist. So sind es bei 10 Sachen schon 1 Kg! Da kommt schnell etwas zusammen. Das mit den 60 Kg glaube ich jedoch auch nicht so ganz...

Ob Soldaten die besseren Outdoorer sind? Denke jein. Die sind eben in einem anderen Bereich tätig. Wir genießen die Natur, die müssen im Zweifelsfalle kämpfen. Sind also im Zweifelsfalle auch auf "survival" angewiesen, wenn sie z.B. mal ihren Rucksack zurück lassen müssen etc.

Ob wir Weicheier sind? Jepp, davon bin ich überzeugt ;).
Ne, mal im Ernst. Weicheier sind wir sicherlich nicht, aber laufen auch nicht jeden zweiten Tag zig Kilometer mit unserem Rucksack und kompletter Ausrüstung, oder? Die sind eben um einiges fitter und können somit auch mehr schleppen als wir.

Gruß
Finn

Flachlandtiroler
30.06.2003, 21:11
An die KSK hab' ich natürlich auch erst gedacht; nochmal gelesen -- da stand KRK. Ok., die trainieren Demos auflösen und sowas, wird wohl die KSK - elitetruppe gemeint gewesen sein.

Martin

Finn
30.06.2003, 21:18
Ne, das KSK wird bestimmt keine Demos auflösen :). Dafür sind die sich eigentlich zu schade. Sind eher echte Männchen ;)

Gruß
Finn

jasper
30.06.2003, 21:24
Hi,

Die KSK ist zur Zeit ien bischen in Afgahnistan unterwegs und spielt Verstecken mit dem vermeindlichen Bin Laden. Ist schon klar, dass die ihr Gepäck alles tragen müssen, die springen ja irgendwo in der Pampa mit dem Heli ab und schlagen dann ihr Basicamp auf. Bis dahin muss ja alles mit, ob es jetzt Zelt, Nahrung, Funkgerät oder Waffen sind. Bei Gefächtseinsätzen ist das ja mit 60 kg totaler Schmarrn!
Allerdings haben die ja so tolle Ausrüstung, die sich unserereins nicht leisten könnte. Nicht so wie der BW-Dreck, den man in der Grundausbildung bekommt.

MfG,

Jasper

gi
30.06.2003, 21:40
Also: Es tragen bestimmt nicht alle 60 kg, dass ist bei denen auch aufgeteilt. Die MG-Schützen oder was weiß ich wer trägt halt 60 k, das sind halt auch 2 Meter große Bären ;)

- Was haben die alles eingepackt?
Handgranaten, Munition, Pflegesets, usw.

- Ist militärische Ausrüstung wirklich so viel schwerer?
Ja, siehe Feldflasche.

- Warum kaufen die nicht im Outdoor-Shop?
Der Staat hat kein Geld.

- Sind Soldaten die besseren Outdoorer?
Nein, bestimmt nicht. Oder ja, es kommt drauf an. Bestimmt besser als ich. Aber wie überall gibt es Spezialisten. Zumindest lernen sie es, wir müssen durch Erfahrung lernen.

- Sind wir Weicheier, weil wir bei 30 Kg anfangen zu stöhnen?
Wieso 30? Ich trag meine 10 ;)

Liebe Grüsse
-- gi

jasper
30.06.2003, 21:47
Hi,
Warum kaufen die nicht im Outdoor-Shop?
Der Staat hat kein Geld.

Für die KSK schon!

MfG,

Jasper

Scotlandfan
30.06.2003, 21:54
So unrealistisch ist das mit den 60 kg glaub ich gar nicht.
Hab mal in Schottland auf dem West Highland Way Soldaten aus Holland (oder so?) getroffen, die sind den Weg (gute 150 km) in 3 Tagen gelaufen. Die Rucksäcke konnten sie sich nicht selber aufsetzen, dann sind sie nämlich entweder umgefallen oder konnten gar nicht erst aufstehen, also mussten das für jeden Soldaten 2 seiner Kumpels erledigen.
Fand ich schon respekteinflößend!!!

gi
30.06.2003, 21:55
Na, ehrlichgesagt finde ich das "taktisch unklug". wenn ich nicht mal meinen rucksack aufsetzen kann, kann ich schon zweimal nicht kämpfen!

flying-man
30.06.2003, 22:00
naja weil der staat kein geld hat stimmt nur bedingt.
zu meiner zeit wars so dass es bestimmte lieferverträge mit deutschen unternehmen gab die nicht gerade die billigsten und auf dem weltmarkt besten produkte an die bw vercheckt haben.

und ja das miltär zeugs ist sch.... schwer. wumme, muni, granaten, .... da kommt so manches zusammen was der outdoorer nicht rumschleppt. + den ganzen bw scheiss....

ich habs gehasst.

flying-man

Scotlandfan
30.06.2003, 22:04
Na, ehrlichgesagt finde ich das "taktisch unklug". wenn ich nicht mal meinen rucksack aufsetzen kann, kann ich schon zweimal nicht kämpfen!

Ganz deiner Meinung! :D Die spinnen, die Holländer(?) !
Aber sehenswert wars schon.

Flachlandtiroler
30.06.2003, 22:59
Also das (normale, nix Elite) CH-Bundesheer hab' ich zweimal im Simplongebiet üben sehen... der reinste Betriebsausflug, mit Ständchen auf dem Gipfel, Gletscherausbildung wie in einem Eiskurs (und ich hab gedacht die hätten das schon mit dem ersten Stück Käse aufgenommen ;-) ). Ziviles (taugliches) Schuhwerk, rosa Eisgeräte, ...
war sehr interessant.

Martin

Becks
01.07.2003, 09:00
Nicht BW Deutschland mit der Schweiz vergleichen. Die Burschen in CH bekommen jetzt anstelle der BW-eigenen STiefel einen Einkaufsgutschein und können damit Stiefel ihrer Wahl kaufen.

Ansonsten mögen 60 kg ja ganz nett klingen, aber ich will damit nicht rumlaufen. Weichei hin, Weihei her, dann lieber Memme und weniger Probs mit dem Gepäck. Bei 60 kg könnte ich ja nen ganzen Satz Eisbeile mitnehmen, inklusive 100 Exen, 200 m Seil, n Dutzend Friends und 5 Sätze Keile und hätte sicher noch Platz für 5 l Wein...
Ne Danke, in der Ebene reichen mir 30 kg vollauf, auf Korsika auch und in den Alpen will ich deutlich unter 20 kg bleiben.

Alex

Flachlandtiroler
01.07.2003, 09:08
becks schrieb
und in den Alpen will ich deutlich unter 20 kg bleiben
Frommer Wunsch :bg:

Gruß, Martin

Becks
01.07.2003, 09:10
Ich weiß, ich weiß. Solang ich nur das 08/15-Hüttenmaterial einpacke kann ich fast auf den Rucksack verzichten, so wenig ist das. Aber dann liest man wieder in der Tourenbeschreibung "Eis 30°, Fels III" und schon kommen Seil, Beil, Schrauben usw. usw. rein. Und man schleppt doch wieder.

Aber der Wein muß mit :)

Alex

Loki
01.07.2003, 09:14
Stimmt, hab mich vertan, es waren die KSK (KommandoSpezialKräfte). Aber wie auch immer, das mit den 60 Kg stimmt, die schleppen die wirklich durch die Wälder. Die Jungs sind mit hochaufgetürmten Rucksäcken (müssen ca 70 l gewesen sein) im dichten Wald eine Böschung hochgestiegen. Und die 60 Kg waren keine Geisel und auch keine geraubte Truhe mit Gold sondern wirklich Ausrüstung für unterwegs. Da wird natürlich neben der normalen Outdoorausrüstung noch jede Menge militärischer Kram dabei sein, Munition, Ersatzteile, Funkgerät, Haftminen, Sprengladungen, weiß der Geier was noch alles.
Fand ich schon ziemlich beeindruckend, auch wenn sie nicht immer so viel dabei haben, aber manchmal eben schon.

Cheers,

Loki.

P. S. Bin im Übrigen auch ein Weichei und hab keine Lust 60 Kg durch die Gegend zu schleppen ;-)

jasper
01.07.2003, 09:15
Hi

@ all: Geht das euch nicht auch immer so, dass ihr eueren Rucksack immer bis ca. 20 kg auffüllt, egal wohin es geht? Da nimmt man halt noch das mit und jenes und ruck zuck sind auch für ein we 20 kg im Rucksack verschwunden.

MfG,

Jasper (der wahrscheinlich viel zu impulsiv den Rucksack packt)

Flachlandtiroler
01.07.2003, 09:22
siehe den Nachbarthread (in dem Du auch postest): http://forum.saloon12yrd.de/viewtopic.php/p.29714/#29714

Gruß, Martin

gi
01.07.2003, 13:12
Ja, die Schweizer nehmen das alles mit viel Humor und etwas lockerer würde ich mal sagen (und befürworten). Deshalb heißt die Spezialgruppe der Polizei auch nicht "GSG-9" und auch nicht "Cobra 11", sondern "Kommando Edelweiß"!

Scotlandfan
01.07.2003, 13:15
@ all: Geht das euch nicht auch immer so, dass ihr eueren Rucksack immer bis ca. 20 kg auffüllt, egal wohin es geht? Da nimmt man halt noch das mit und jenes und ruck zuck sind auch für ein we 20 kg im Rucksack verschwunden.

Kommt drauf an. Wenn ich einfach nicht mehr brauch, dann nicht. Aber wenn's nur kurz weggeht, dann nehm ich schon noch das eine oder andere mit, was ich normal daheim gelassen hätte, z.B. was zum lesen oder so (hab ich nicht auf jeder Tour dabei).

Menelaos
01.07.2003, 15:50
Pah, 20 KG. Das hat imho alles nix mit Heldentum oder Memerei zu tun. Die Idioten, die sich den Ranzen bis auf 20-30 KG vollpacken und dann irgendwann abschwächeln, sind doch selber schuld.
Ich nehm so wenig wie möglich, eigentlich immer zwischen 12-18 KG. Ich hab dann alles dabei, ausser "Luxusgütern" wie Kocher, Thermoflasche usw .

Warum soll ich mich auf Tour mit 30 KG rumschlagen? Wäre doch blöd, ich will laufen und was erleben und net "wer-ist-der-stärkste" spielen. :bash:

Flachlandtiroler
01.07.2003, 16:07
Die Idioten, die sich den Ranzen bis auf 20-30 KG vollpacken und dann irgendwann abschwächeln, sind doch selber schuld. [...] Warum soll ich mich auf Tour mit 30 KG rumschlagen? Wäre doch blöd, ich will laufen und was erleben und net "wer-ist-der-stärkste" spielen.

Den Schuh ziehe ich mir nicht an (Schon garnicht mit solchen Verbalinjurien).
Die "20kg-Fraktion" hat doch schon ausreichend begründet, daß
- manchmal eben so viel Gepäck zusammenkommt (alpine Ausrüstung, Winterklamotten, Proviant)
- man zusätzlichen "Luxus" mitschleppt, weil es (unterm Strich) mehr Spaß macht, das also die Mühsal mehr zu schleppen aufgewogen wird.
Abgesehen davon scheint hier doch (fast) jeder zu wissen, wieviel Kilo er schleppen kann ohne "abzuschwächeln". Die armen Soldaten die sich das nicht aussuchen können (die mit den 60kg) scheinst Du ja nicht im Sinne gehabt zu haben, oder doch?

Martin
PS.: Thermosflasche und Kocher sind durchaus nicht immer Luxus.

gi
01.07.2003, 17:54
Oscar Wilde sagte einmal:
"Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendige kann ich verzichten."

Im Gegensatz dazu sagte Friedrich Schiller:
"Einfachheit ist das Resultat der Reife".

Es ist also nicht immer einfach Luxus, Sicherheit und "das Notwendige" zu unterscheiden.

@menelaos
Ich denke, bei euch "da unten" braucht man keinen Thermosflasche und keinen Kocher, bei uns "hier oben" ist es aber sinnvoll / wichtig.

Saloon12yrd
01.07.2003, 19:26
@menelaos
Ich denke, bei euch "da unten" braucht man keinen Thermosflasche und keinen Kocher, bei uns "hier oben" ist es aber sinnvoll / wichtig.

Och... in Esslingen kann's schon saukalt werden :bg:

Sal-

gi
01.07.2003, 20:06
@Sal
Wo ist bei dir "unten"? Bei mir Richtung Süden ;)

Saloon12yrd
01.07.2003, 20:09
*Bahnhof

Um das mal abzukürzen: Menelaos ist wieder in Esslingen. Und da kann's kalt werden :)

Sal-

gi
01.07.2003, 20:10
Ah! Jetzt kappiert!

Menelaos
01.07.2003, 22:15
Also zum Thema Kocher:
Hab mich schon mit träuma da gestritten was das Zeugs hält. ;-)
Ich bin definitiv der Meinung, dass man für die Ziele, die von den Leuten hier angesteuert werden, nicht "ums" Verrecken einen Kocher braucht. Ich saß auch in Norwegen eine Nacht mit Sommerausrüstung aufm Gletscher und draussen hat der Wind gepfiffen. Klaro, da wär was Warmes schon was Leckeres, aber halt Luxus! Ich leb immernoch und hatte bis jetzt auf keinen meiner Touren einen Kocher dabei. Achja, Martin, und warum ist ein Kocher kein Luxus?
Weisst Du, dass es Menschen gibt, die seit sie leben nur kalte Speisen essen? Die leben auch noch ...

In den Pyrenäen wars auf 2800 auch lecker kalt nachts, so um die 4 Grad, ok, und ich muss zugeben, es war schön, was warmes zu essen. Aber notwendig? Niemals ... notwendig wäre es imho dann, wenn man die warmen Speisen aufnehmen muss, um den Energiehaushalt des Körpers zu schonen ... siehe Arktis etc ...
Sollte ich nicht lieber >1 Kg Gewicht wegen des Kochers einsparen?

Ok, streiten zwecklos, das is echt Geschmackssache, aber Martin, ich kann Dir versichern, dass bestimmt nicht jeder hier in diesem Forum weiss, wieviel er tragen kann und wieviel er sich zutraut!

Und ja, in Esslingen kanns "dirty" kalt werden und übrigens ist "Idiot" kein Schimpfwort in dem Sinne, sondern gehört laut Duden zum deutschen Wortschatz dazu! :lol: :bg: :bg:

Saloon12yrd
01.07.2003, 22:22
In den Pyrenäen wars auf 2800 auch lecker kalt nachts, so um die 4 Grad, ok, und ich muss zugeben, es war schön, was warmes zu essen.

*räusper*
4°C ist warm. Bei -5°C laufe ich auf der Höhe noch im T-Shirt rum. Wohlgemerkt: Laufen. Stillstehen ist nicht.

Davon ab ist warmes Frühstück was Feines :).

Sal-

Corton
02.07.2003, 02:30
Und ja, in Esslingen kanns "dirty" kalt werden
Kann ich nicht wirklich bestätigen. Wer schon mal für ein paar Wochen bei Daimler in Mettingen gearbeitet hat, weiß, dass es da NIE wirklich kalt wird... :wink:

Flachlandtiroler
02.07.2003, 08:28
Ich bin definitiv der Meinung, dass man für die Ziele, die von den Leuten hier angesteuert werden, nicht "ums" Verrecken einen Kocher braucht.

Für mich gibt es zwischen "Luxus" und "Verrecken" noch eine Zwischenstufe, sagen wir "wichtig, aber u.U. verzichtbar". Ich bin NICHT auf Survivaltrip. Luxus ist ein Kocher nicht. Unverzichtbar wird er m.E. wenn Du Schnee schmelzen mußt -- oder gehst Du im Winter nicht auf Tour?!

ich kann Dir versichern, dass bestimmt nicht jeder hier in diesem Forum weiss, wieviel er tragen kann und wieviel er sich zutraut!
ACK. Ich schrieb ja auch "(fast) jeder" eingedenk der Diskussion mit Hock. ;-)


übrigens ist "Idiot" kein Schimpfwort in dem Sinne, sondern gehört laut Duden zum deutschen Wortschatz dazu!
Kein Problem. 8) Wie geschrieben, da ich mich nicht zu denen rechne die mit 20kg abschwächeln, kannste Deinen Idioten dem geben, der sich diesen Schuh anzieht.

Gruß, Martin

alaskawolf1980
02.07.2003, 11:34
@Melenanolos (kaum hab ihc den Namen gelsen weiß ich schon nicht mehr genau die Buchstaben in der Mitte... :D )

jaja aber du darfst nicht vergessen, dass diese Leute eben schon das gesamte Leben kaltes Essen essen, also sind sie es gewöhnt.

Wir sind es nicht gewöhnt und der Körper braucht eben etwas warmes.

Wir in Deutschland können auch viel besser Pflaumen, Birnen und Äpfel verdauen als Südfrüchte. Wir sind Südfrüchte einfach nicht so gewöhnt. (Kam in einer Wissenschaftssendung).

Und wieso nur am kalten Brot kabbern wenns mit ein paar Gramm mehr auch nen heissen Tee und ne warme Suppe geben kann.

Man soll keinen Luxus haben aber man soll auch nicht wie ne Kirchenmaus draußen das Dasein fristen.

LuNAtiC
02.07.2003, 12:04
60kg sind wirklich nicht zu unüblich

ich kann mich an meine bundeswhrzeit erinnern, da war ich in unserem zug der einziege, der panzerfaust schießen konnte. und deswegen mußte
ich als belohnung nicht nur mein gepäck mit gewehr schleppen sondern noch zusätzlich die panzerfaust... und das ding ist ja echt ein brummer
nach paar kilometern laufen mit dem ding an die schulter gehähngt dachte ich, daß mir jeden moment die schulter abbricht.
zu guter letzt mußte ich mit dem zeug durch den schlamm roppen
und in der stellung angekommen hab ich nur noch gezittert vor überanstrengung, und dadurch hab ich natürlich das bewegliche ziel verfehlt und wurd dann gleich mal vonn allen anderen angefaucht
:ill:

das leben ist nicht fair
:bg:

p.s.: munnition wiegt extrem viel, und ich glaube nicht, daß die spezialeinheiten mit nur 20schuss ins land schicken, wo die mg die 20schuss in ner sekunde rausrotzt

Dani
02.07.2003, 12:13
...panzerfaust...

12.8 kg :lol: :lol: :lol:

Corton
02.07.2003, 12:15
Komplett OT

Nur noch mal kurz zur Erläuterung meines letzten Postings:
In Esslingen-Mettingen befindet sich u.a. die GIESSEREI von Daimler Chrysler. Ein angenehm kühler Ort - wenn man im Sommer bei 30°C Außentemperatur das Gebäude verlässt, empfindet man das als angenehme Erfrischung. :-?
Trotzdem sind die Jobs dort bei Schülern und Studenten HEISS begehrt. Warum wohl?

Corton, Mitglied der 20kg-Fraktion uns somit Idiot

P.S. Danke für die Altels Bilder!

Flachlandtiroler
02.07.2003, 13:32
Um zum Ursprungsthema zurückzukommen:
Ich kann mir schon vorstellen, daß ein spitzenmäßig trainierter Athlet mit 60kg unterwegs (und dabei auch noch aktionsfähig) ist. Das skaliert natürlich mit der Körpergröße.

Bekanntermaßen schaffen z.B. die nepalischen Träger ja Lasten größer als ihr Körpergewicht weg und überholen dabei sogar noch die dickbäuchigen Trekker mit ihren Tagesrucksäckchen... Das sind am Maßstab eines wohlgenährten Europäers Hänflinge, aber mit sagenhaft definierter Muskulatur (und der nackten Not im Nacken :( ).

Von daher müssen wir uns wohl zu den Weicheiern hinzuzählen, ganz gleich ob wir schon mal frieren / auf Luxus verzichten, oder ob wir 20kg "schleppen".

Gruß, Martin

Ingo
02.07.2003, 15:19
Ehrlich gesagt, bin ich gerne ein Weichei und finde es unlustig, mehr als 25 Kg zu schleppen. Alles darüber kommt sowieso raus.

@Menelaos: Die Kochergeschichte hat mir zu denken gegeben. Meistens gibt es ja auch 'ne Glegenheit, ein Feuer zu machen. Hab ich früher immer so gemacht. Und wenn nicht, kalte Küche. Du hast recht, geht im Sommer überall in Old Europe.

Hm, mal schauen.

jasper
02.07.2003, 20:53
@ Ingo: Kalt essen geht nicht nur in Old Europe. Das hab ich in Kanada auch schon gemacht. Da lag das daran, dass ich mir für zwei Tage nen Kocher ausleihen wollte, aber dann doch keiner zum Ausleihen da war. Aber ein wirklicher Genuß ist es keiner. Außerdem gibts halt leider noch genug Sachen, die man nicht einfach so kalt essen kann. Z.b. die Nudeln in kalten Wasser oder der Reis.

MfG,

Jasper

Ingo
03.07.2003, 08:06
Yes , aber in Canada kannst du ja wirklich überall ein Feuer machen, außer am Chilkoot oder WTC. Zumindest wo ich bisher wa.
Ingo

jasper
03.07.2003, 09:11
@ Ingo: Ähh, meinst du WTC oder WCT. *grübel*

Am WCT darf man übrigens soviel Feuer am Strand machen wie man will, vorausgesetzt man findet trockenens Holz. Übrigens darf man am Mt. Robson auch kein Feuer machen!
Allerding bringen mich keine zehn Pferde dazu, meine schönen Töpfe in oder auf ein Feuer zu stellen. Da sollte man ja dann schon fast einen Email-Topf mit schließendem Deckel mitnehmen. Am besten auch noch Henkel zum Aufhängen. Das macht dann richtig Spaß.

MfG, Jasper

alaskawolf1980
03.07.2003, 10:24
wie sollte ich mit 68 bis 70 kg in der Lage sein 60 kg zu schleppen. Fast unmöglich. Nur auf kurze Distanz.

Das müssen also absolute Hühnen sein die sowas bewerkstelligen können.

Flachlandtiroler
03.07.2003, 10:33
wie sollte ich mit 68 bis 70 kg in der Lage sein 60 kg zu schleppen. Fast unmöglich. Nur auf kurze Distanz.
Genau. Die Nepali-Träger gehen mit Ihren Lastenkörben auch nur kurze Strecken in zügigem Tempo, dann wird das ganze auf einem T-förmigen Stock abgesetzt und gerastet. Gleichmäßiges Gehen bringt bei dieser Zuladung keine Vorteile.
Bemerkenswert ist noch, daß statt Schulter- und Hüftgurten ein Stirngurt verwendet wird. Würde sich unsereiner sogleich das Genick brechen mit... :ill:

Gruß, Martin

alaskawolf1980
03.07.2003, 10:59
ein Stirngurt ist nur Gewöhnungssache: Damit trägt man als Einzelperson auch wunderbar Feststoffkanadier bei Portagen. SOll ungemein nützlich sein so ein Gurt. Aber man sollte sich langsam steigern damit man keine bösen Verletzungen bekommt.

Die Sherpa allgemein können Lasten tragen, da schlackere ich nur mit den Ohren. Ich habe da mal Bilder gesehen...mein Gott....da haben die eine Last auf dem Rücken gehabt die war 4 Mal so groß wie die in der Ausdehnung

Flachlandtiroler
03.07.2003, 11:43
Die Sherpa allgemein können Lasten tragen, da schlackere ich nur mit den Ohren. Ich habe da mal Bilder gesehen...mein Gott....da haben die eine Last auf dem Rücken gehabt die war 4 Mal so groß wie die in der Ausdehnung

Meinste das hier?
http://www.yetizone.com/Everest/Eimages/NewRucksac.jpg

Menelaos
03.07.2003, 15:43
@Saloon
Ich weiss, ich weiss, mein Bester, bin nicht so der Winterfreak und von 42 Grad in der Sonne auf 4 Grad runter ... das war halt mal was schönes.

@Corton
Du sprichst mir aus der Seele, bin gerade dabei meine erste Woche Frühschicht abzupressen. Bin in der Härterei in Hedelfingen (is genau neben Meetingen) und steh nun 8 Stunden am Stück neben nem Ofen, der auf 1000 Grad läuft ... also erzähl mir nix ... ;-) :P

@Martin
Lassen wirs, gibt nur Stress und kommt sowieso nix Gutes bei raus. Können wir ja beim Forumtreffen bei nem gemütlichen Biersche ausdiskutieren ... :bg:

Flachlandtiroler
03.07.2003, 15:48
@Martin
Lassen wirs, gibt nur Stress und kommt sowieso nix Gutes bei raus. Können wir ja beim Forumtreffen bei nem gemütlichen Biersche ausdiskutieren ...
Das müssen wir dann wohl auf ein anderes Jahr verschieben... danke für die Einladung. :D

Gruß, Martin

Thorsten
03.07.2003, 22:45
Nochmal zum eigentlichen Thema:
Die Ausrüstung, die der normale Bundeswehrsoldat im Gelände mitschleppt, wiegt ca. 45kg.
Davon entfallen ungefähr 15kg auf Rucksack/Schlafsack, der Rest auf
Bekleidung, Helm, Gerödel, Waffe.

Das ist nicht wenig!

Über die angeblichen Rucksackgewichte von Spezialeinheiten wurde schon
in anderen Foren diskutiert, mit dem Ergebnis, dass Rückenlasten von über 40kg höchst unglaubwürdig sind.

Selbst wenn beim KSK 110-130l Rucksäcke verschiedener bekannter Hersteller verwendet werden, ist eine derartig schwere Beladung innerhalb des zur Verfügung stehenden Volumens schwer nachzuvollziehen.
Als Anhalt kann man sich mal die nötige Ausrüstung für eine mehrwöchige Sarektour vorstellen, die einen normal großen Rucksack proppenvoll werden lässt.
Bleiben noch ca. 30l übrig, die man mit sonstigem milit. Gerät füllen könnte.

Die Jungs sind zwar extrem fit aber keine Supermänner.
Wer als Mitteleuropäer mit Rucksack und sonstigem Gerödel fast 100% seines Körpergewichtes durch die Gegend bückelt, wird sich unweigerlich früher oder später Schädigungen zuziehen.
Und dafür gibt keine Armee dieser Welt vorher hunderttausende Euros für
die Ausbildung aus.

Ich glaube das erst, wenn ich mal einen solchen Rucksack gewogen habe.

ICEMAN_1230
04.07.2003, 08:31
Hi!

Ich weiss nicht wie es bei der Bundeswehr ist aber als ich beim Österr. Bundesheer war hatten wir ein Rückengepäck mit ca. 35-40kg + was am Mann war (Kleidung, Stiefel, Helm, Waffe) und ich hatte das vergnügen das ganze 2X auf einen 40km Marsch duch die Landschaft zu wuchten :ill:
Das hat mir auf jeden Fall gereicht, mit 60kg wär ich wahrscheinlich Tot umgefallen (ich bin mit den 40 schon fast gestorben :bg: :bg: :bg: )

Im Rucksack war eigentlich nur die Ausrüstung und wechselkleidung, die Verpflegung wurde uns an Raststellen ausgegeben (wurde mit LKW Trasportiert) oder per Gulaschkanone an ort und stelle gekocht :P (wie ich beim Heer war hat es keine EPA´s oder MRE´s gegeben wie heute).

Gruß
Sven

K.B.
04.07.2003, 15:40
Das mit den 60kg halte ich aber schon für realistisch.

Ich hab mal gelesen, dass die britischen Soldaten im Falklandkrieg auch ca. 60 kg, wenn nicht sogar mehr, dabeihatten (und dann zu Fuß quer über Ostfalkland).
Allerdings stand da auch, dass der erste schon nach 400m zusammengeklappt ist. :bg: :bg:

Kristof

Dani
04.07.2003, 15:59
und um das mass voll zu machen: der schweizer soldat trägt gemäss reglement mit gefechts-packung "gross" inkl. gewehr, munition etc ca. 44kg rum. wie weit er damit zu marschiern hat, geht aus dem reglement leider nicht hervor! :ill:

Maico Schulz
04.07.2003, 17:50
Hihø!

Und den Ultra Leichtgewichts-Jünger erkennt man beim Militär daran, daß er aus seinen Patronen zwecks Gewichtsersparnis das Pulver rausmacht... :bg: :bg: :bg:

scnr

so weit
Maico

BigKahuna
06.07.2003, 01:06
Es ist auf jeden Fall möglich diese Gewichte zu schleppen. Auch wir haben uns gelegentlich gegenseitig beim Aufstehen mit Rucksack helfen müssen. Ich will nicht behaupten, daß allein unsere Rucksäcke (Berghaus Vulcan, 100l) 60 kg gewogen hätten - halte ich sowieso für Medienübertreibung - aber mit allem Geraffel erreicht man dieses Gewicht (und auch mehr) schneller als man denkt. Außerdem würde ich den Inhalt eines Militärrucksacks in solchen Extremfällen nicht mit dem für eine Sarektour o.ä. vergleichen. Das läuft erfahrungsgemäß anders herum - erst wird alles zusammengepackt, was der Auftrag erfordert und dann schaut man, was man sich an persönlicher Ausrüstung (Kleidung, Schlafsack) noch erlauben kann (Bsp. 2 Mann/1 Schlafsack).
Übrigens kann ich bestätigen, daß es oft nicht unbedingt die kräftigsten Erscheinungen sind, die mit solchen Gewichten am besten klar kommen.
Eine andere Frage ist dann wieder, wozu man noch so in der Lage ist, wenn man erstmal so ein Gewicht mit sich rumschleppt. Nicht umsonst hat man alles Essentielle am Mann resp. an der Frau. Sollte es zu unerwarteten Zwischenfällen kommen, fliegt der Rucksack zuerst weg.
Und eins ist sicher: Fitness hin oder her, solche Aktionen zehren auf lange Sicht an der Gesundheit. Bei solchen Promo - Sendungen im Fernsehen wird man kaum Herren mit deutlich über dreißig Lenzen sehen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Rücken und Knie (mindestens) melden sich früher oder später bei jedem.
Ich vermisse diese Schlepperei jedenfalls nicht und bin froh, daß ich mir bei meinen Touren selber aussuchen kann, was ich mitnehme. :D

BigKahuna

PS: Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich war nicht beim KSK 8)
Auch anderswo kann man in die Verlegenheit kommen,solche
Gewichte schleppen zu müssen.

Bundesbär
19.01.2004, 04:26
Zum Punkt 60kg, realistisch oder nicht, kann ich mir nur meinen Vorrednern anschließen: Realistisch ist das auf jeden Fall.
Wenn man mal bedenkt, dass allein der Helm, die Waffe, die Splitterschutzweste und die ABC-Schutzausrüstung schonmal so 10kg wiegen und die Kinderchen dann noch Restlichtverstärker, Laserzielmarkierungsgeräte, Pioniersprengstoff, Zünder, Munition, Doppelfernglas und was weiß ich noch alles mit sich rumschleppen, dann kommt man da schon hin. Braucht man nur die Einzelgewichte mal addieren, ich hab jetzt keine Lust, das alles rauszusuchen.

Allerdings ist das dann die Ausrüstung, mit der ein Raum dann genommen und gesichert werden soll, einschließlich Einrichtung von Langstreckenfunkverbindung und allem pipapo...es gibt sogar Stromgeneratoren zum mitschleppen. Wochenlang rummarschieren soll man damit natürlich nicht. So ein paar Stunden vielleicht ist das alles völlig machbar. Abspringen, sammeln, stürmen, fertig. So ungefähr.

Den Marschrucksack packen die KSKler auch nicht anders als andere Soldaten auch (nehm ich mal schwer an), der wiegt dann so etwa 20kg. Dazu kommt dann noch das "Geraffel", also das, was nicht im Rucksack, sondern am Koppel getragen wird: Kochgeschirr und Kocher,Klappspaten, ABC-Schutzausrüstung (Maske und Poncho), Munition für die Hauptwaffe, ggf. Feldflasche. Dazu dann noch Helm, Splitterschutz und Waffe, damit sind wir dann eben auch ganz locker über 30kg insgesamt, aber das ist einfach nunmal so.
Von den Situationen, in denen man noch den Rucksack eines erschöpften Kameraden übernimmt oder gar Verwundete transportieren muss, rede ich jetzt mal gar nicht. Dem Soldaten ist das selbstverständlich, ich kenn keinen, der sich nicht rasch daran gewöhnt hat.


Die Frage ist nur: Ist es wirklich nötig, darüber zu diskutieren?

Man nimmt mit, was notwendig ist und notwendig ist das, was man auch bereit ist zu schleppen.

Wenn einer meiner Rekruten der Meinung ist, sein 17zölliger dutch oven ist zur Zubereitung seiner Marschverpflegung unbedingt notwendig, dann werde ich ihn nicht vom Schleppen abhalten. Vielmehr werde ich ihn im Gelände fragen, ob er mir das Ding mal ausborgen kann.

Bin ich nun das größere Weichei, weil ich nicht bereit bin, auf mein morgendliches warmes Gertänk zu verzichten, oder bin ich ein Weichei, weil ich keinen 30kg-Rucksack schleppen kann/will?

Sorry für den OT-Ausflug, aber was ein Soldat schleppt oder nicht schleppt, kann jemandem, der seine Freizeit genießen will, doch völlig schnurzpiepe sein.

Mein persönliche Erfahrung ist, dass man meistens hinterher viel viel mehr schleppen kann, als man sich beim ersten Aufsetzen des Rucksacks zugetraut hätte, demzufolge gönne ich mir auch immer eher etwas mehr Luxus, aber letzten Endes muss das jeder selber wissen.

azrael
19.01.2004, 15:48
Zum Punkt 60kg, realistisch oder nicht, kann ich mir nur meinen Vorrednern anschließen: Realistisch ist das auf jeden Fall.
Wenn man mal bedenkt, dass allein der Helm, die Waffe...

hier war aber nicht die rede vom Gesamtgewicht sondern vom Rucksack, also ohne Helm, Waffe ... Und 60kg Rucksack sind einfach nicht lange möglich, zummindestens nicht wen dann eben noch der andere Kram hinzukommt.

Nicht übertreiben
19.01.2004, 17:49
Mir ist das eigentlich ziemlich egal was die in ihren Rucksäcken haben, der kleine aber feine Unterschied ist schließlich, dass die dafür bezahlt werden, dass sie den Rucksack schleppen, ich muss dafür bezahlen, dass ich den Rucksack schleppen darf...(ok, dafür können die sich ihr Ziel nicht aussuchen :shock:)

Ich stell mir das gerade vor: Bei uns heißt es immer: Sollen wir noch was essen, dann wird der Rucksack leichter...

Bei denen: Na, sollen wir noch einen erschießen, dann brauchen wir nicht mehr soviel zu schleppen :bash:

Thorben *der dann eben ein Weichei ist*

MaMa
19.01.2004, 18:15
Ich stell mir das gerade vor: Bei uns heißt es immer: Sollen wir noch was essen, dann wird der Rucksack leichter...

Bei denen: Na, sollen wir noch einen erschießen, dann brauchen wir nicht mehr soviel zu schleppen :bash:



*grins*

Bundesbär
19.01.2004, 18:41
Und 60kg Rucksack sind einfach nicht lange möglich, zummindestens nicht wen dann eben noch der andere Kram hinzukommt.

Gibts überhaupt Rucksäcke, die das packen? Also, ich habs noch nicht ausprobiert, was passiert, wenn ich 60 kg in den Bw-Rusa packe. Aber ich nehm mal schwer an, dass der das nicht aushält.

Joern
19.01.2004, 19:03
Also den 130 Liter Rucksäcken von Bergans und Konsorten trau ich das schon zu, die basieren ja zumeist auf Kraxen aus Metallrohren.

Gruss

Jörn

gi
19.01.2004, 19:34
@Bundesbär
Weißt du zufällig, was so ein Hochgebirgszug schleppt?!
Kann mir klettern mit 40 Kilo oder seiens 30 Kilo nicht ganz vorstellen..

Snuffy
19.01.2004, 20:58
Das mit den 60kg kann is mir höchstens zur Ausbildung vorstellen, und das nur selten oder sogar nur einmalig. Für den Einsatz ist man damit völlig untauglich da man sich kaum bewegen kann und gesund ist es auf keinen Fall.
Es macht auch keinen Sinn wenn jeder Soldat alles mitschleppt. Immerhin gibt ja entsprechenden Klassen, die für spezielle Waffenklassen zuständig sind.

http://www.aos-blaesius.de/bundeswehr-auswahl/bundeswehr-taktische-ausruestu/bundeswehr-taktische-ausruestu.html
Auf dem 4. Bild seht einen Soldaten mit Kampfausrüstung dazu kommt noch ein kleiner Rucksack.
(Man beachte vom Weg die Koppeltragegestelle hergestestellt werden, ohne den Verkauf anzuregen oder abzuschrecken).
Dann noch Waffe und vll ABC-Zeugs.
Dann kommt man bestimmt auf >20kg wobei es angehmer verteilt ist als bei einem reinem Rucksack System.
4 Tage sollte man damit auch unter normalen europäischen Wetter auskommen.
Sicher der der das MG oder die Panzerfaust trägt hat sicherlich mehr zu schleppen aber es gibt dann ja auch nen 2. und 3. MGschützen die z.B. extra Munition tragen.

Falls es stimmen sollte kann es nur als einmaliger Marsch gedacht sein, denn auf dauert hält das ja kein Knie aus und beweglich ist man dann ja auch nicht.

blabla
Snuffy

Thorsten
19.01.2004, 21:21
Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie man 60 kg sinnvoller Ausrüstung selbst in einen 125l Norröna Recon unterbringen könnte.

Selbst wenn ich mal die Mitnahme großer Wassermengen, Funkgeräte oder Kampfmittel voraussetze.

Denn von den angenommenen 125l werden bestimmt 80l von Schlafsack, Bekleidung usw. also von den Sachen, die der normale Outdoorer für längere Zeit in der Natur mit sich führt, eingenommen.
Gehe ich davon aus, daß man damit auf vielleicht 25kg kommt, frage ich mich wie man die restlichen 20-25kg in rund 40l Rucksackrestvolumen unterbringen will.

Welche, meinetwegen auch militärische, 60 Kilo Ausrüstung passt in einen 100l+ Rucksack rein?

Streicher
19.01.2004, 21:36
Übrigens haben sie auch den Berghaus-Rucksack, der ganz prall gefüllt ist und wo oben die Isomatte befestigt ist.

Decius
19.01.2004, 21:37
hier war aber nicht die rede vom Gesamtgewicht sondern vom Rucksack, also ohne Helm, Waffe ... Und 60kg Rucksack sind einfach nicht lange möglich, zummindestens nicht wen dann eben noch der andere Kram hinzukommt.

50 kg KazIII-Rucksack durfte bei uns (Jäger, österreichisches Bundesheer) 7 km weit getragen werden, und das nicht nur einmal. Erweiteres KazII hatte knapp 35kg, das KazII (was man halt so an einem normalen Tag mithatte) 20 kg. Dazu kam halt noch das ganze Gerödl das man so mithatte (inkl. Stahlhelm!). Das Tragesystem des Rucksackes ist übergens eines der grausamsten das ich kenne. Ergonomie absolut 0.

Jens
19.01.2004, 22:10
Also, für all die Neidhammel, die nicht wissen, was man alles in den Rucksack stopfen soll, damit er irgendwann mal 60 kg wiegt, all denen sei von Andy McNab das Buch Die Männer von Bravo Two Zero (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423205156/qid=1074542773/sr=1-1/ref=sr_1_10_1/028-1536597-2777351) empfohlen.

Ich persönlich finde jedoch, dass sich in vielen Fällen das Rucksackgewicht umgekehrt proportional zum Hirnvolumen verhält.

Grashalm
19.01.2004, 22:19
Ich persönlich finde jedoch, dass sich in vielen Fällen das Rucksackgewicht umgekehrt proportional zum Hirnvolumen verhält.
Endlich bringts mal einer auf den Punkt! :bg:

Thorsten
19.01.2004, 22:33
Nun ja, Andy McNab brauchte auch noch etwas Platz für die gefüllten Fäkalienbeutel im Rucksack..;-)

Wenn ich mich richtig erinnere, ist schon ´ne Weile her, war dort sogar von 80kg die Rede...naa ja.

Ich glaube es erst, wenn jemand vor meinen Augen Ausrüstung mit derartigem Gesamtgewicht in so einen Rucksack hineinbekommt.

Snuffy
19.01.2004, 23:10
Vll kram ich nochma mein Login zum BW-Forum usnd frag da mal nach was die da so reinpacken in ihre 60L Rucksäcke( So groß sind die doch oder?).

@Jens
Hmm ,naja somit kommen also alle doch auf's selbe Gewicht ; -) 8) :roll:


Snuffy

Matchbox
19.01.2004, 23:23
in die kleinen bw rucksäcke hab ich in etwa immer reinbekommen:

natorolle, nässeschutzhose, nässeschutzjacke, parka, kälteschutzjacke, brotbeutel mit inhalt, laufschuhe, schuhputzzeug, nähzeug, waffenreinigungsgerät, mehrzweckunterlage, dackelgarage, schlafsack (oben drauf).

noch was? keine ahnung. ich weiß auch nicht wieviel liter der "daypack" hat, gewicht: 12 kg würde ich schätzen. für so wenig zeug reichlich viel wie ich finde. vor allen dingen wenn man bedenkt was man noch am koppeltragegestell hatte und am mann trug.
rund 5 kg für waffe, ca. 3 kg für gummimuschi, 1,5 kg klappspaten, helm 1 kg....

also selbst mit dem kleinen rucksack kommt man schon insgesamt auf rund 25 kg ausrüstung.

Thorsten
20.01.2004, 00:17
@matchbox: Bei dem Gesamtgewicht incl. Helm, Gerödel, Waffe, ABC usw. waren wir schon am Anfang des Threads.;-)

Im Moment wundern wir uns eher über die teilweise horrenden Rucksackgewichte.(40, 50kg aufwärts)

Matchbox
20.01.2004, 00:20
ups...sorry, hab mir nicht die mühe gemacht mir alles komplett durch zu lesen.

Bundesbär
20.01.2004, 03:52
@Bundesbär
Weißt du zufällig, was so ein Hochgebirgszug schleppt?!
Kann mir klettern mit 40 Kilo oder seiens 30 Kilo nicht ganz vorstellen..

Deshalb ist man beim Bund ja auch nie allein. *ggg* Klettern, vorher das Gepäck unten lassen, hinterher das Gepäck unten anseilen lassen und raufzerren. Macht man doch zivil auch nicht anders...?

Für das etwas wegsamere Gelände haben die Gebirgsjäger auch noch Mulis für die schwere Ausrüstung. Die sind allemal geländegängiger als ein Fahrzeug, hab ich mir sagen lassen.

Aber ich kenn persönlich keinen Gebirgsjäger und hab mit denen auch noch nie was zu tun gehabt. Genaueres müsste man mal bei denen erfragen.

50 kg KazIII-Rucksack durfte bei uns (Jäger, österreichisches Bundesheer) 7 km weit getragen werden

Genau darum gehts. Das können auch mal 20 oder 30km werden, aber dann ist auch Feierabend. Niemand redet davon, tagelang damit rumzulaufen, dafür ist das Standardmarschgepäck (welches ich und andere hier schon ausführlich beschrieben haben) da.

Und es geht hier auch nicht um eine Survivalsituation. Ein Soldat, der in eine solche Situation kommt, wird vermutlich zuallererst seine sperrige Ausrüstung verbuddeln und dann mit dem, was er wirklich dringend braucht (dürfte wieder auf das Standardmarschgepäck rauslaufen, vielleicht sogar noch etwas weniger), schleunigst verduften.


Kann man sich aber eigentlich auch alles mit ein bißchen gesundem Menschenverstand zusammenreimen. Ich war ja darauf gefasst, dass ihr Outdoorsportler uns Soldaten für ein bißchen blöde haltet, aber gleich für so blöde? :bash:

Thorsten
20.01.2004, 09:06
Ach watt :wink: Hier gibt es dafür wohl auch zu viele ehemalige Soldaten, als daß Bundis wegen ihrer Ausrüstung für blöde gehalten werden.
(Was nicht zwangsläufig für die Ausrüstung selbst gilt)

Auslöser der Diskussion dürfte eher die verstärkte Medienpräsenz der Supersonderspezialeinheiten sein.
In diesem Zusammenhang ist dann regelmäßig von mörderischen Rucksackgewichten die Rede.


Daß es dabei nicht um den normalen Artilleristen geht, erklärt sich wohl schon anhand der Größe des BW Standartrucksackes aus Segeltuch(ca.35l)
Den Flecktarn-Kampfrucksack, 80l, bekommt auch nicht jeder, oft nur für den Auslandseinsatz.

Um dienstlich einen schwerlasttauglichen Rucksack zu erhalten muss man schon mindestens zur DSO gehen, die den Berghaus Atlas oder Vulcan haben(100l).
Von KSK usw. rede ich lieber gar nicht..

Die Gebirgsjäger haben ausser Bergschuhen und Gamaschen die ganz normale BW pers.Ausrüstung.(aber zumindestens den Kampfrucksack).

Den Berghaus Vulcan wird man trotzdem relativ häufig beim Bund sehen, weil die Leute ihn sich privat kaufen(ab 220 Eur)

Dani
20.01.2004, 13:59
Ich persönlich finde jedoch, dass sich in vielen Fällen das Rucksackgewicht umgekehrt proportional zum Hirnvolumen verhält.

genau: "let's break the five pound barrier" :D :D :wink: :wink:

Bundesbär
20.01.2004, 13:59
Den 80l Rucksack hat zumindest von den Zeitsoldaten eigentlich schon jeder, und wenn man ihn erstmal hat, dann wird er auf wundersame Weise auch jedesmal voll. :ill:

Was vielleicht zu dieser Rucksackgewichtsdiskussion geführt hat, ist die Tatsache, dass zum Aufnahmetest beim KSK ein

"7 km Geländelauf (Feldanzug, 20 kg Gepäck) in max. 52 min"

gehört.
Aber erstens sind 20 kg nicht wirklich viel und 7 km in 52 min auch nicht wirklich schnell. Macht etwa eine Geschwindigkeit von 8 km/h. Wer den Leistungsmarsch in 3 1/2 oder 4 Stunden packt, der packt das auch. Und wenn ich sehe, wer alles das Leistungsabzeichen an seiner Plautze kleben hat, dann ist das jetzt nicht DIE Anforderung. Insofern kein Grund hysterisch zu werden.

Jürgen
27.01.2004, 19:47
Hallo Loki und guten Tag allerseits,

Armeeklamotten sind meiner Erfahrung nach schon eher schwerer als Outdoor-Spezialzeugs, weil viele Soldaten auf kurzen Strecken schnell unterwegs sein müssen und dann auf Nachschub und weitere Befehle warten müssen - sofern sie dann noch leben :-?

Die Frage, ob wir Weicheier sind, würde ich mit einem klaren Ja beantworten. Wenn ich mir ansehe, welche Entwicklung es in den letzten Jahren im Materialbereich gegeben hat, dann sieht man ja, das alles hochwertiger, funktionaler und vor allem leichter geworden ist. Dagegen ist ja grundsätzlich nichts zu sagen, aber es macht einen nicht wirklich härter. Wenn ich bedenke, daß mein Vater früher mit Baumwollzelten losgezogen ist, die sich bei Regen natürlich total vollgesogen haben und höllenschwer waren, dann sind wir heutzutage mit den ultraleichten Materialien total verwöhnt. Manchmal habe ich sogar den Verdacht, daß sich manch einer eher an den high-end Qualitäten seiner Ausrüstung hochzieht und nicht tatsächlich oder nur sehr sehr selten die Materialen wirklich ausreizt. Wenn man sich die gestiegenen Umsätze im Outdoor Bereich ansieht, dann müßte ganz Deutschland - ob Sommer oder Winter - überflutet sein mit Outdoorern. . . . ja, wo laufen sie denn?
Und noch was: insbesondere im Bereich Bekleidung wird ziemlich viel umgesetzt und da gibt es - neben den neuen Materialien - ja auch immer Trendfarben und modische Spielereien. Was soll man eigentlich mit einer hellbeigen Hose im Busch, außer ca. fünf Minuten lang akurat und top modisch aussehen? Nach fünf Minuten ist die nämlich vollkommen verdreckt! Es soll Leute geben, die sich mit ihrer superteuren und hochfunktionalen Bekleidung gar nicht in den Busch trauen, weil ja alles so wertvoll und so teuer ist.
Also: Back to the roots! Und: Mehr ist nicht weniger sondern mehr! :wink:
Jürgen


Geh Wege, die noch niemand ging,
damit Du Spuren hinterläßt.

Dani
28.01.2004, 12:45
... damit Du Spuren hinterläßt...

ich hoffe, du meinst das nicht in bezug auf deine outdoor-aktivitäten!

und zum rest: wieso hast du überhaupt einen computer? von hand lettern in steinplatten meisseln wär doch besser und vor allem schwerer...

:lol: :lol: :lol:

Jürgen
28.01.2004, 13:23
Hi Dani,

ich denke, die Ironie Deines Kommentars läßt Rückschlüsse auf Deine light-weight Gewohnheiten zu. Fühlst Dich wohl ertappt, oder täusche ich mich da . . . :)

Übrigens kenne ich immer mehr Leute, die retromäßig in den Busch gehen, sprich so, wie vor 30 oder 40 Jahren oder sogar wie um die Jahrhundertwende. Den Trend find ich klasse, vor allem, weil er ziemlcih preiswert ist.

Ich selbst halte mir allerdings beide Optionen offen.
Und: Bevor ich mir 60kg auf den Rücken schnalle, nehme ich lieber ein Maultier mit.

Jürgen

Dani
28.01.2004, 14:14
naja, ich gehe natürlich auch nicht in den busch. schweizer jura und alpen sind mehr mein ding.

meine überlegung ist sehr einfach: warum mehr rumtragen wenn es auch mit weniger geht. gilt sowohl für die anzahl dinge wie auch für deren gewicht.

Nicht übertreiben
28.01.2004, 14:19
Ich denk schon, dass die Leute früher "härter" waren. Durch die moderne Ausrüstung wird aber das Limit nicht mehr so sehr durchs Gewicht sondern mehr durch die körperlichen Fähigkeiten gesetzt. Wer konnte schon vor sagen wir 30 Jahren einfach mal so eine Wintertour machen? Da mußte man körperlich schon absolut fit sein und eine Menge Erfahrung haben. Heute kann jeder (sogar ich :) der bereit ist das nötige Geld zu investieren dieses Erlebnis haben.
Man kann es mit dem Leichtgewicht auch übertreiben, aber im allgemeinen finde ich es schön mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein.
Allein durch mein Körpergewicht sind mir sonst irgendwann Grenzen gesetzt!
Thorben

Aoraki
28.01.2004, 14:31
Ich denk schon, dass die Leute früher "härter" waren. Durch die moderne Ausrüstung wird aber das Limit nicht mehr so sehr durchs Gewicht sondern mehr durch die körperlichen Fähigkeiten gesetzt. Wer konnte schon vor sagen wir 30 Jahren einfach mal so eine Wintertour machen? Da mußte man körperlich schon absolut fit sein und eine Menge Erfahrung haben. Heute kann jeder (sogar ich :) der bereit ist das nötige Geld zu investieren dieses Erlebnis haben.
Man kann es mit dem Leichtgewicht auch übertreiben, aber im allgemeinen finde ich es schön mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein.
Allein durch mein Körpergewicht sind mir sonst irgendwann Grenzen gesetzt!
Thorben

Full ACK.

Man muß sich nur mal anschauen, wer heute alles auf den Mount Everst steigt... Und trotzdem ist es immer noch eine körperliche Höchstleistung. Und auch für Wandertouren gilt: Laufen muß ich immer noch alleine, egal was für ein Hightech-Material ich habe. Auch die besten Schuhe lassen mich nicht schweben.

Und die Leute vor dreißig Jahren haben ja nicht deshalb Baumwollzelte mitgenommen, weil sie die so toll fanden, sondern weil es nix anderes gab. Aber diese Diskussion hatten wir ja schon zur Genüge.

Schöne Grüße,

Sylvia

Dani
28.01.2004, 14:46
... die Leute früher "härter" waren...

der mensch war gezwungen härter zu sein, weil es nichts anderes gab. wenn er gekonnt hätte, hätte er sich wohl auch für was angenehmeres entschieden. was sich ja eben gerade dadurch belegen lässt, dass wir heute eben all diese angenehmen dinge haben. wären der mensch damit glücklich gewesen früher, hätte er ja wohl keinen bedarf gehabt etwas neues zu erfinden oder entwickeln!!!

Nicht übertreiben
28.01.2004, 15:23
wären der mensch damit glücklich gewesen früher, hätte er ja wohl keinen bedarf gehabt etwas neues zu erfinden oder entwickeln!!!

Da kann ich nicht ganz zustimmen, ich habe jede Menge Sachen mit denen ich zufrieden und glücklich bin, aber trotzdem bin ich neugierig auf andere Sachen. Gerade das zeichnet uns Menschen imo aus.

Ansonsten hast Du mit Sicherheit recht, auch damals wäre niemand bereit gewesen 3kg mehr mitzuschleppen wenn er die Wahl gehabt hätte! Interessanterweise gibt es anscheinend heutzutage immer mehr Leute die das machen, aus welchen Gründen auch immer!

Jürgen
28.01.2004, 16:42
Hallöchen,

also ich hab da so Teekesselchen, 25 Jahre alt und völlig verrußt . . . aber eben längst nicht mehr up to date und vermutlich ein einziges Sicherheitsrisiko. Das würd´ ich aber niemals gegen ein anderes austauschen. Das geht mir mit meinem Brenner, meinem Dreibein, meiner Tasse, meinem Messer und meinem WW-Paddel genauso. Könnte da noch einiges aufzählen. Bin ich nun hoffnungslos rückständig oder nur etwas romantisch? An manchen Dingen hängen so viele Erinnerungen, da schleppe ich gerne mal ein paar Gramm mehr.

Und ob im Breitensport Bereich unbedingt das letzte Quentchen an Technik, Sicherheit und Gewicht notwendig sind, bezweifel ich. Häufig gibt es ja auch Fehlentwicklungen, oder völlige Novizen meinen, mit einer Top-Ausrüstung "bewaffnet" (z.B. GPS) könne ihnen nichts mehr passieren. Das halte ich eigentlich für gefährlich. Der Everest Tourismus geht für mich in eine ähnliche, sehr bedenkliche und z.T. Lebensgefährliche Richtung.

Jürgen

Daniel R.
28.01.2004, 17:48
Vielleicht kommt das schwere Gewicht davon, dass die KSK-Soldaten jede Menge Munition, Granaten, Waffen, Ferngläser, Nachtsichtgeräte, Funkgeräte, Stative usw. mitnehmen müssen.
Bei längeren Einsätzen müssen die ja noch Wasser und Trockennahrung mitnehmen. Wenn ich an die Klappspaten denke, die auch noch was wiegen... da kommt scho was zusammen. :o :roll:

Daniel R.
28.01.2004, 17:51
Von den Rucksäcken weiß ich nur, das sie riesige olive Rucksäcke mitnehmen, wo die Isomatte noch drauf ist.
Sonst haben die noch die KSK-Einsatzweste mit sauvielen Taschen.

Nyyrikki
03.06.2004, 13:47
Hallo..

zum Thema.. hab den Bergans Alpinist 1 mit 130L Fassungsvermögen und mit dem schon wochenlange Touren mit ca. 50kg Gepäck unternommen..

Ist ehrlich gesagt kein Problem sofern man sich im Voraus ausreichend vorbereitet.. bin zwar mit 1,78m kein Bär aber dank jahrelangem Krafttraining behaupte ich mal dass ich mir schon ziemliche Rückenmuskeln (auch die Schultern, Übungen wie Kreuzheben, mit Latissimusstange (hinterm Rücken sowie vor Brust) ständig schwerere Gewichte immer öfters ziehen etc.. und schon kommt man in Form) antrainiert habe die mir den Umgang mit so schwerem Gepäck ziemlich erleichtern.. dazu noch ne ordentliche Kondition aufbauen und fertig..


daher kann ich mir das schon gut vorstellen dass die vom KSK ständig ihre 60kg Teile mit rumschleppen..

Buschtrommler
03.06.2004, 18:33
wegen den beeindruckenden bauchmuskeln (oder ist das nur das letzte mittagessen, das da vorsteht) und meinem stahlharten rücken (alles knochen) bin ich stolz nied mehr als 15 kg mit mir rumzuschleppen... bin doch kein ackergaul. 10 kg ausrüstung, 0 - 5 kg proviant. :bg: :bg:
geht natürlich nicht wenn man in die berge geht, aber auf normalen touren wüsste ich nicht wozu ich 50 kg mitnehmen sollte. normale sachen wie zelt, kocher, schlafsack etc hab ich dabei... weiß wirklich nicht wie ihr (jetzt nicht beim militär) dieses gewicht zusammenbringt... das macht doch keinen spaß... :roll: :shock:

Nyyrikki
03.06.2004, 21:35
Nun ja..

den Großteil der 50kg machten in meinem Fall bisher immer die Nahrungsvorräte (neben anderem) aus.. :)

kennt man ja.. man packt sicherheitshalber immer mehr ein als man dann letztendlich doch braucht..
und wenn man wiede rzuhause ist findet man noch die halbe Nahrung im Rucksack :lol:

bei der bevorstehenden Alpenüberquerung (im August) werd ich aber eh mit deutlich weniger auskommen müssen..
3 Wochen lang 50kg bei im Schnitt 2500 m Höhe tragen sind reiner Selbstmord :ill:



Mfg,
DPf

Markus~sukraM
03.06.2004, 21:39
hmm, ich hab den Anfang des treads gelesen und einige Beiträge am Ende. Das die KSK Einheiten gegebenenfalls sehr schwer bepackt unterwegs sind stimmt schon, das allerdings alleine der Rucksack 60 KG wiegen soll halte ich für ein Gerücht. Die gesamte Ausrüstung dagegen kann locker 60-100 KG wiegen, inkl. Waffen. Dabei Handelt es sich um die operative Ausrüstung und nicht etwa die Gefechtsausrüstung. Die Gefechtsausrüstung ist in der Operativen Ausrüstung enthalten. Als kleinen Vergleich nehme man den Fallschirmspringer, reguläres Gepäck und oder Gefechtsausrüstung + Fallschirm = operative Ausrüstung, da der Fallschirm nach gebraucht entfällt reduziert sich somit auch das Gewicht der Ausrüstung. Genauso verhält es sich bei den Kampftauchern, die Sauerstoffflaschen etc. werden nur dann getragen wenn es innerhalb des Einsatzes sinnvoll ist. Im Gefecht wird alles was behindert schnellstens abgelegt und nach dem Gefecht, sofern möglich oder nötig, wieder zusammengesucht. Die Soldaten der KSK sind speziell ausgesucht, Körperlich topfitt und im Umgang mit einer solch schweren Ausrüstung geübt. Ich denke mal das jeder der schonmal längere Zeit mit einem großen und schweren Rucksack auf Tour war sich auch nach und nach an das Gewicht gewöhnt hat.
Naja wie dem auch sei, mit 30 Kg isses für mich kein Urlaub mehr...ächtz :o