PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zelten bei Schnee


EDI
14.11.2007, 19:24
Tachschen zusammen.

Ich hätt da mal ´ne Frage zum zelten bei schnee.
Also ich hab vor so um Weihnachten/Silverster in den Harz zu fahren und dort einpaar tage zu verringen.
Da es gerade schneit bin ich drauf gekommen....

Muss ich was bestimmtes beachten, wenn ich bei schnee im zelt übernachten möchte? (z.B. Zeltfläche freischaufeln o.ä.)

Das passt zwar jetzt leider nimmer so rein: Könnt ihr mir eine Karte fürn Harz empfehlen?

EDI

Loup
14.11.2007, 19:40
ich würd die zeltfläche schon freischauffeln wei du dich sonst langsam aber sicher in den schnee rein schmilzt.
ansonsten must du halt aufpassen das du wenn du ins zelt kriechst keinen oder zumindest nicht allzu viel schnee mitbringen solltes...es wird sonst feucht.

und zelte nicht unter bäumen auf denen viel schnee liegt..bei tauwetter ist das getropfe nervig.

mfg, loup

Rio
14.11.2007, 19:47
die fläche wo ich das zelt im schnee aufstelle verdichte (platttrampeln) ich meistens mit meinen schneeschuhen :grins:.
schneeheringe sind auch sehr brauchbar, da normale meist nicht richtig halten.

Christine M
14.11.2007, 20:08
Den Kocher auf ein Brett o. ä. stellen (z. B. Sperrholzplatte), Sonst steht er nach dem ersten Betrieb einen halben Meter tiefer (je nach Schneehöhe). ;-)

Christine

EDI
14.11.2007, 20:21
Ja, danke schon mal für die Tipps.
Die Erfahrung mit absinkenden Kocher hab ich schon gemacht... und daraus gelernt.

Schneeschuhe werd ich keine dabeihaben. Aber ich glaub die stiefel tuns auch...
Also ich hab so felsnägel (easton) und v-profilheringe. wenn ich mich bis zum boden runtergrabe und die versenke dürfte das auch halten, oder?

Rio
14.11.2007, 20:28
guck mal hier klick (http://www.fjaellwanderung.de/winter/ausruestung/zelt.html)




hatte eben den völlig falschen link eingefügt :baetsch:

Järven
14.11.2007, 20:35
guck mal hier: klick
Haaa Harrr... Pulverschnee, 1,5 Meter und dann viel Spass mit dem Verdichten :bg:
Anleitungen sind immer nett, aber am besten ist: Try & Error....

Fernwanderer
14.11.2007, 20:38
...und komprimiert ihn so, bis er irgendwann Eis ist (soweit sollte man allerdings nicht gehen, sonst wird der Platz zum Schlafen recht hart...
...
Allgemein sind Tunnelzelte für den Winter ungeeignet. Gaaaanz schlau. :b3ss8l3r:


Fernwanderer

Järven
14.11.2007, 20:40
Es gibt eben Tips im Netz... das Internet ist ideal um Fehlinformationen zu verbreiten.
Welcome George O.
:grins:

Roene
14.11.2007, 20:42
Zitat von alpinisten.info
...und komprimiert ihn so, bis er irgendwann Eis ist (soweit sollte man allerdings nicht gehen, sonst wird der Platz zum Schlafen recht hart...
...
Allgemein sind Tunnelzelte für den Winter ungeeignet.
Gaaaanz schlau. :b3ss8l3r:


Fernwanderer

Die Alpinisten wieder...von nix ne Ahnung :bg: ...die sollten das mal den Pol-Gängern (z.B. Herrn Ousland) erzählen, nicht dass noch was passiert...

Rio
14.11.2007, 20:51
guck mal hier klick (http://www.fjaellwanderung.de/winter/ausruestung/zelt.html)




hatte eben den völlig falschen link eingefügt :baetsch::bg::grins::roll:

Rio
14.11.2007, 20:54
aber wie schnell darauf geantwortet wurde...:motz::bg:

Järven
14.11.2007, 20:58
Die junge Frau weiss wovon sie spricht, das stimmt...

Das perfekte Winterzelt
Das perfekte Winterzelt ist groß, hat eine (oder sogar zwei) große Apsis und zwei Eingänge, das Innenzelt ist an jeder Stelle sitzhoch, es lässt sich einfachst von einer Person aufbauen, wiegt weniger als 2kg, benutzt ultraleichtes hochreissfestes Material, ist sehr klein zusammenpackbar und existiert leider nicht.

EDI
14.11.2007, 21:05
Allgemein sind Tunnelzelte für den Winter ungeeignet

Ich hab eine Giebeltunnelzelt (exped venus 2), und nu?
Das wird schon passen. Schließlich bin ich ja im Harz unterwegs. In Deutschland. Da kann einem nichts passieren!

Also ich fasse nochmal zusammen: Geeignete Plätze sind: Lichtungen, wo der schnee etwas fester ist und nix von den Bäumen tropft.
Vor dem Aufbau, den Schnee verdichten.

Sonst noch was?

Järven
14.11.2007, 21:14
Ich hab eine Giebeltunnelzelt (exped venus 2), und nu?
Das wird schon passen. Schließlich bin ich ja im Harz unterwegs. In Deutschland. Da kann einem nichts passieren!
....

Sonst noch was?

Sonst nichts...
Schneeheringe.
Ansonsten müssten doch genug Harz- Wintercamper dasein die Tips geben können ...?
Und im gemeingefährlichen Harz kann es härter sein als im wildesten Lappland!
Täusch dich da nicht.

:D

EDI
14.11.2007, 21:21
Meinste wirklich? Nicht dass ich von den Wildschweinen gefressen werde:grins:
Schneeheringe? Das sind so ganz breite, gell? - Kann ich da nicht was improvisieren?

Järven
14.11.2007, 21:29
Improvisieren:
Abwasserrohre, dünne, halbieren (mit Trennscheibe...), daraus 30-50 cm lange Schneeheringe basteln.
Oder einfach aus Holz. Sperrholz, oder normales- ist besser... ca 6 mm dick, min. 5cm breit, gleiche Länge.
Machen im Norden viele...
Noch was- Abspannpunkte am Zelt verändern.
Ich habs bei meinem Tunnelzelt so gemacht dass es notfalls mit 2 Skiern aufzustellen ist.
Wie hier:
http://www.svetoutdooru.cz/Images/Clanky/Svalbard005425.JPG

EDI
14.11.2007, 21:50
Das mit den Abspannpunkten ist eine gute Idee!
Ich kann doch einfach auch Stöcke als Heringe vergraben und dann schön drauf rumtrampeln...

Järven
14.11.2007, 21:57
Du kannst auch auf den Stöcken rumtrampeln- ich würde die aber schonender behandeln. Gegen übermässige Krafteinwirkung im Querschnitt sind die empfindlicher...
Und 4 Holzlatten zurechtsägen ist recht einfach.

asmeisne
14.11.2007, 22:17
Mit Stöcken abspannen hat bei mir ganz gut geklappt (und im Vordergrund wurde auch die Schneeschaufel verwendet):

http://bilder.meisner.org/jungfrau07/images/IMGP0717.jpg (http://outdoor.meisner.org/Jungfrau07Zelt.htm)

Hatte nur einen entscheidenen Fehler gemacht: Das Zelt war im wesentlichen nur über die Leinen abgespannt, nicht aber am Boden. Die Schneelast hat auf diese Weise das Außenzelt gegen das Innenzelt gedrück und dann wurde es recht feucht innen.:bang:

Järven
14.11.2007, 22:23
Verlänger die Abspannpunkte am Boden (mit Schnüren) um die zusammen mit den oberen Abspannpunkten zu befestigen. Dann geht das auch.

RSous
15.11.2007, 07:43
Gute Tips, aber vor allem schöne Bilder! Wat freu Isch misch op der Winter!!!
Raoul

derklaus
16.11.2007, 13:16
Dies Klarten sind nicht so schlecht: Wandern im Harz (http://www.harz-urlaub.de/harzshop.htm).
Wenn dir 1:50000 nicht reicht gibt es vom LVA auch noch die üblichen 1:25000er.
Zu Bestellen in jedem Buchladen.

Gruß
KLaus

@asmeise: schickes Iglu

asmeisne
16.11.2007, 14:05
@asmeise: schickes Iglu

und so sah es auch, nach dem ich von innen den Schnee weggekloppft hatte, um heraus zu kommen... :)

derMac
16.11.2007, 14:22
Mit Stöcken abspannen hat bei mir ganz gut geklappt (und im Vordergrund wurde auch die Schneeschaufel verwendet):
Die Schaufel würde ich nicht zum Abspannen verwenden. Die braucht man im Notfall zum schaufeln.

Hatte nur einen entscheidenen Fehler gemacht: Das Zelt war im wesentlichen nur über die Leinen abgespannt, nicht aber am Boden. Die Schneelast hat auf diese Weise das Außenzelt gegen das Innenzelt gedrück und dann wurde es recht feucht innen.:bang:
Den Zusammenhang versteh ich gerade nicht.

Mac

asmeisne
16.11.2007, 14:29
Den Zusammenhang versteh ich gerade nicht.

wie erklär ich das jetzt :confused: ? Das Außenzelt wurde durch die Schneelast komplett auf's Innenzelt gedrückt. Insbesondere auch am Boden, weil wir dort keine Häringe hatten. Die Leinen haben nicht mehr ausgereicht um die Spannung zu halten. Dadurch konnte das Kondenswasser nicht mehr durch's Innenzelt hindurch auf der Innenseite des Außenzelts ablaufen. Stattdessen ist das ganze Wasser im Innenzelt heruntergelaufen. Und durch das zusammengedrückte Zelt waren unsere Schlafsäcke am Rand gegen das Innenzelt gedrückt worden... Ist jetzt klarer??? ;-)

derMac
16.11.2007, 18:50
wie erklär ich das jetzt :confused: ? Das Außenzelt wurde durch die Schneelast komplett auf's Innenzelt gedrückt.
Ok, bis dahin versteh ich das. :D

Insbesondere auch am Boden, weil wir dort keine Häringe hatten.
Damit meinst du den unteren Teil des Außenzeltes? An der Schräge ist das normal, an den Seiten bin ich mir nicht sicher, ob man das mit zusätzlichen Heringen hätte vermeiden können.

Die Leinen haben nicht mehr ausgereicht um die Spannung zu halten. Dadurch konnte das Kondenswasser nicht mehr durch's Innenzelt hindurch auf der Innenseite des Außenzelts ablaufen. Stattdessen ist das ganze Wasser im Innenzelt heruntergelaufen.
Du meinst durchs Innenzelt verdunsten und dann außen ablaufen? Ok, wenn sich Innen- und Außenzelt berühren wird es innen nass. Ist bei mir aber bisher nur am schrägen "Fußteil" passiert, war dann meist nicht so tragisch.

Ist jetzt klarer???
Ja, denke schon. Aber mir ist noch nicht ganz klar was die zusätzlichen Heringe da retten sollen. Die Heringe am Boden (außer denen an der Schräge) bringen normalerweise kaum Spannung.

Mac

Enja
16.11.2007, 19:52
Mit den unteren Heringen würde man doch das Innenzelt eher weiter nach außen als nach innen ziehen?

Grüße Enja

Freak
16.11.2007, 20:26
Ich denke er meint die unteren Heringe am Außenzelt, um dieses auf Spannung zu halten, damit es nicht am Innenzelt klebt.
Also Außenzelt weiter nach außen ziehen, sodas im entstehenden Zwischenraum zwischen AZ und IZ die Luft zirkulieren kann.

Zumindest verstehe ich das so und es würde in meinen Augen auch Sinn machen. :grins:

Pico
08.01.2008, 09:12
Genau so hab ichs auch verstanden.

mimose
08.01.2008, 10:30
Moin,
Snowflaps sind schon nicht schlecht, es geht aber auch ohne, wenn man den Schnee rund ums Zelt gegen die Aussenhaut schaufelt.
Ich empfehle so viele Abspannmöglichkeiten, wie nur geht.
http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=2176931185&size=l
http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=2176931445&size=l&context=photostream

Gruß

Nicht übertreiben
08.01.2008, 19:19
Hmm, wo auch immer das war - Du hast mit dem schlimmsten gerechnet :bg:

Ich persönlich würde ja versuchen Abspannleinen zusammen zu fassen um weniger Heringe mit schleppen zu müssen, bzw. um die wirklich guten (z.B. Ski) optimal zu nutzen.

Der Waldläufer
08.01.2008, 19:45
Ich habs bei meinem Tunnelzelt so gemacht dass es notfalls mit 2 Skiern aufzustellen ist.
Wie hier:
http://www.svetoutdooru.cz/Images/Clanky/Svalbard005425.JPG

Das mit den Abspannpunkten ist eine gute Idee!

Geht natürlich aber nur, wenn das Zelt einen Seiteneingang hat. Das sollte man auf jeden Fall in der Planung berücksichtigen.
;-)

mimose
08.01.2008, 20:33
Hmm, wo auch immer das war - Du hast mit dem schlimmsten gerechnet :bg:



Ok, die Leinen waren noch von Grönlandtrip dran, da hat es schon mächtig gepfiffen.

Järven
08.01.2008, 20:42
Geht natürlich aber nur, wenn das Zelt einen Seiteneingang hat. Das sollte man auf jeden Fall in der Planung berücksichtigen.

Logisch... also für Zelte mit sog. GT- Apside ;-)

Philipp
09.01.2008, 10:09
Schau, daß Du Im Harz nicht im Nationalpark zeltest. Gerade weil es da verlockende Ecken gibt, wird dort durchaus auch kontrolliert. Lieber in "gewöhnlicher" Umgebung bleiben.

Ach ja, Winterzelten, lechz, sabber, seufz...:roll:

Gruß
Philipp

DocViper
09.01.2008, 10:32
ahja ein Beitrag zum gegebenen Anlass :bg:

Letzten Samstag auf meinen "Hausberg" den Schieferstein zum Wintercamping mit Gunther gewesen ...
Zeltplatz liegt auf etwa 1000 Höhenmeter. Dank Fön-Wetterlage hatte es nur etwa 0 °C Außentemperatur (+3°C im Zelt) gehabt.
http://www.docviper.net/jugend/gallery/picKLE-cache/Wintercamping/Wintercamp_09_512.jpg
Auch wenn es hier sehr schief ausschaut - die Liegefläche haben ordentlich ebengepreßt mit den Stiefeln.

http://www.docviper.net/jugend/gallery/picKLE-cache/Wintercamping/Wintercamp_05_512.jpg

http://www.docviper.net/jugend/gallery/picKLE-cache/Wintercamping/Wintercamp_12_512.jpg

Hatte 5 Snowfishes dabei und die Basispunkte mit eingegrabenen Stöcken fixiert. Hat ganz ordentlich funktioniert.

Am nächsten Tag noch auf den Gipfel bei Sonnenschein. Perfect Day ! :D