Werner Hohn
14.02.2007, 15:15
Hersteller: Deuter Sport
Modell: Trekkingrucksack ACT Lite 40 + 10
Größe: 40 Liter + 10 Liter über ausziehbares Deckelfach
Konstruktion: Innengestellrucksack mit gekreuzten Aluschienen, die Schultergurte sind mehrfach höhenverstellbar, der Boden ist verstärkt
Material: Ripstop-Nylon und Mesh-Gewebe
Aufteilung: großes Haupt- und Schlafsackfach (kann durch Öffnen des Reißverschlusses zu einem durchgehenden Fach erweitert werden. Der höhenverstellbare Deckel ist in zwei Deckelfächer (ca. 2 Ltr.und 0,5 Ltr.) unterteilt. Ein so genanntes Wertsacheninnenfach auf der Innenseite des Deckels. An beiden Seiten eine Netztasche. Kleine Handy/Kamera/Geldtasche auf der Flosse des rechten Beckengurts.
Besonderheit: Der Rucksack ist für ein Trinksystem vorbereitet (Schlauchdurchführung). Auf der Innenseite des Deckels ist eine Erläuterung des Alpinen Notsignals.
Gewicht lt. Hersteller: 1.670 Gramm
Gewicht lt. Küchenwaage: 1.740 Gramm
Preis: ca. 125,00 Euro
Link zum Hersteller: www.deuter.com
Wie wurde getestet? Auf Mehrtagestouren (längste Tour 3 Tage, mit ungefähr 140 km Länge) in den Mittelgebirgen über insgesamt 310 Kilometer.
Längste Tagesetappe: ca. 60 km, dabei wurde der Rucksack 11 Stunden getragen.
http://img222.imageshack.us/img222/2261/deuteract1qt2.jpg
Schlaufen und Befestigungen für Eispickel wurden entfernt
Verarbeitung: Bis heute sind keine Mängel oder Verarbeitungsfehler aufgetreten. Weder geht eine Naht auf, noch ist unter Belastung etwas gerissen. Das leichte Gewebe zeigt keine Verschleißerscheinung, ebenso sind die Reißverschlüsse leichtgängig. Wasserdicht ist auch dieser Rucksack nicht. Schon relativ kurze Regengüsse finden den Weg ins Innere.
Innengestell: Die in X-Form angebrachten Aluschienen enden hinter dem unteren Ende der weichen Rückenpolster. Durch Verbiegen können die Schienen an die Anatomie angepasst werden.
Achtung! Die Schienen lassen sich mit etwas Gewalt relativ leicht verbiegen. Zum Beispiel wenn der nicht ganz volle Rucksack in ein Gepäcknetz oder einen Kofferraum gepresst wird. Wenn die Schienen dabei weit vom Rücken weg gebogen werden (Bogenform), drücken die unteren Enden auf den Beckenrand, oder auf die am Becken verlaufenden Nerven. Aus diesem Grund sollte von einem weiten Durchbiegen, um eventuell die Luftzirkulation zu verbessern, abgesehen werden.
http://img222.imageshack.us/img222/7325/deuteract2at1.jpg
Tragesystem: Es sind alle Einstellmöglichkeiten die an einem Trekkingrucksack erwartet werden vorhanden: höhenverstellbare Schultergurte, Lageverstellriemen, Kompressionsgurte, über zusätzliche Gurte lässt sich die Beweglichkeit des Beckengurts regulieren.
Das sehr große Hauptfach (ich habe noch nie einen so großen 40-Liter Rucksack gesehen) verführt zum Überladen. Das sollte tunlichst vermieden werden. Bei zu viel Gewicht kapituliert das Tragesystem.
Tragekomfort: Die dünnen, aber harten Flossen des Beckengurts übertragen die Last ohne Probleme aufs Becken. Druckstellen oder wund gescheuerte Hüftknochen sind bei mir noch nicht aufgetreten (175m, 65 kg) Der weiche Schaumstoff der beiden Rückenpolster wird schon bei einem leicht gepackten Rucksack zusammengedrückt, besonders da wo die beiden Aluschienen enden! Deshalb sollte der Rucksack nicht überladen werden. Optimal sind nach meiner Meinung max. 10 bis 12 Kilo. Über kürzere Entfernungen sind auch 15 Kilo möglich. Da kommt der dünne und harte Beckengurt an seine Grenzen. Die sehr breiten Schultergurte (Innenseite Mesh-Gewebe) könnten ein gutes Stück schmaler sein. Als Folge würde man etwas weniger darunter schwitzen.
Wenn der Rucksack richtig und in den obigen Grenzen gepackt wird, dann hat man eine sehr guten Begleiter für lange Touren. Mehrtägiges Gehen über lange Distanzen ohne Schmerzen sind mittlerweile bei mir selbstverständlich.
Verbesserungswürdig: Die beiden Rückenpolster sollten im Bereich des Beckens etwas dicker aufgepolstert sein, alternativ sollte ein härterer Schaumstoff verwendet werden. Die unteren seitlichen Kompressionsriemen laufen über den oberen Rad der Netztaschen. Nur 2 cm höher angebracht, und schon wären die Netztaschen ohne Verrenkungen oder Einschränkungen zu nutzen.
Fazit: Wenn der Rucksack nicht überladen wird, ist es ein vollwertiger Trekkingrucksack, auch für längere Touren. Das hellgraue Gewebe des Tragesystems und an der dem Rücken zugewandten Rucksackseite, verhindern ein unnötiges Aufheizen bei starker Sonneneinstrahlung. Auf eine sorgfältige Vorbiegung der Aluschienen muss unbedingt geachtet werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen der überzogenen Vorbiegung der Aluschienen, ist das mein bester Rucksack für die meisten meiner Touren mit reduziertem Gepäck.
Nachtrag: Der Hersteller bietet diesen Rucksack als Hochtourenrucksack an. Bei mir kam der ACT Lite nur als Wanderrucksack zum Einsatz. Über einen sinnvollen Einsatz als Hochtourenrucksack steht mehr in diesem Thread. (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=266592#266592)
Modell: Trekkingrucksack ACT Lite 40 + 10
Größe: 40 Liter + 10 Liter über ausziehbares Deckelfach
Konstruktion: Innengestellrucksack mit gekreuzten Aluschienen, die Schultergurte sind mehrfach höhenverstellbar, der Boden ist verstärkt
Material: Ripstop-Nylon und Mesh-Gewebe
Aufteilung: großes Haupt- und Schlafsackfach (kann durch Öffnen des Reißverschlusses zu einem durchgehenden Fach erweitert werden. Der höhenverstellbare Deckel ist in zwei Deckelfächer (ca. 2 Ltr.und 0,5 Ltr.) unterteilt. Ein so genanntes Wertsacheninnenfach auf der Innenseite des Deckels. An beiden Seiten eine Netztasche. Kleine Handy/Kamera/Geldtasche auf der Flosse des rechten Beckengurts.
Besonderheit: Der Rucksack ist für ein Trinksystem vorbereitet (Schlauchdurchführung). Auf der Innenseite des Deckels ist eine Erläuterung des Alpinen Notsignals.
Gewicht lt. Hersteller: 1.670 Gramm
Gewicht lt. Küchenwaage: 1.740 Gramm
Preis: ca. 125,00 Euro
Link zum Hersteller: www.deuter.com
Wie wurde getestet? Auf Mehrtagestouren (längste Tour 3 Tage, mit ungefähr 140 km Länge) in den Mittelgebirgen über insgesamt 310 Kilometer.
Längste Tagesetappe: ca. 60 km, dabei wurde der Rucksack 11 Stunden getragen.
http://img222.imageshack.us/img222/2261/deuteract1qt2.jpg
Schlaufen und Befestigungen für Eispickel wurden entfernt
Verarbeitung: Bis heute sind keine Mängel oder Verarbeitungsfehler aufgetreten. Weder geht eine Naht auf, noch ist unter Belastung etwas gerissen. Das leichte Gewebe zeigt keine Verschleißerscheinung, ebenso sind die Reißverschlüsse leichtgängig. Wasserdicht ist auch dieser Rucksack nicht. Schon relativ kurze Regengüsse finden den Weg ins Innere.
Innengestell: Die in X-Form angebrachten Aluschienen enden hinter dem unteren Ende der weichen Rückenpolster. Durch Verbiegen können die Schienen an die Anatomie angepasst werden.
Achtung! Die Schienen lassen sich mit etwas Gewalt relativ leicht verbiegen. Zum Beispiel wenn der nicht ganz volle Rucksack in ein Gepäcknetz oder einen Kofferraum gepresst wird. Wenn die Schienen dabei weit vom Rücken weg gebogen werden (Bogenform), drücken die unteren Enden auf den Beckenrand, oder auf die am Becken verlaufenden Nerven. Aus diesem Grund sollte von einem weiten Durchbiegen, um eventuell die Luftzirkulation zu verbessern, abgesehen werden.
http://img222.imageshack.us/img222/7325/deuteract2at1.jpg
Tragesystem: Es sind alle Einstellmöglichkeiten die an einem Trekkingrucksack erwartet werden vorhanden: höhenverstellbare Schultergurte, Lageverstellriemen, Kompressionsgurte, über zusätzliche Gurte lässt sich die Beweglichkeit des Beckengurts regulieren.
Das sehr große Hauptfach (ich habe noch nie einen so großen 40-Liter Rucksack gesehen) verführt zum Überladen. Das sollte tunlichst vermieden werden. Bei zu viel Gewicht kapituliert das Tragesystem.
Tragekomfort: Die dünnen, aber harten Flossen des Beckengurts übertragen die Last ohne Probleme aufs Becken. Druckstellen oder wund gescheuerte Hüftknochen sind bei mir noch nicht aufgetreten (175m, 65 kg) Der weiche Schaumstoff der beiden Rückenpolster wird schon bei einem leicht gepackten Rucksack zusammengedrückt, besonders da wo die beiden Aluschienen enden! Deshalb sollte der Rucksack nicht überladen werden. Optimal sind nach meiner Meinung max. 10 bis 12 Kilo. Über kürzere Entfernungen sind auch 15 Kilo möglich. Da kommt der dünne und harte Beckengurt an seine Grenzen. Die sehr breiten Schultergurte (Innenseite Mesh-Gewebe) könnten ein gutes Stück schmaler sein. Als Folge würde man etwas weniger darunter schwitzen.
Wenn der Rucksack richtig und in den obigen Grenzen gepackt wird, dann hat man eine sehr guten Begleiter für lange Touren. Mehrtägiges Gehen über lange Distanzen ohne Schmerzen sind mittlerweile bei mir selbstverständlich.
Verbesserungswürdig: Die beiden Rückenpolster sollten im Bereich des Beckens etwas dicker aufgepolstert sein, alternativ sollte ein härterer Schaumstoff verwendet werden. Die unteren seitlichen Kompressionsriemen laufen über den oberen Rad der Netztaschen. Nur 2 cm höher angebracht, und schon wären die Netztaschen ohne Verrenkungen oder Einschränkungen zu nutzen.
Fazit: Wenn der Rucksack nicht überladen wird, ist es ein vollwertiger Trekkingrucksack, auch für längere Touren. Das hellgraue Gewebe des Tragesystems und an der dem Rücken zugewandten Rucksackseite, verhindern ein unnötiges Aufheizen bei starker Sonneneinstrahlung. Auf eine sorgfältige Vorbiegung der Aluschienen muss unbedingt geachtet werden.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen der überzogenen Vorbiegung der Aluschienen, ist das mein bester Rucksack für die meisten meiner Touren mit reduziertem Gepäck.
Nachtrag: Der Hersteller bietet diesen Rucksack als Hochtourenrucksack an. Bei mir kam der ACT Lite nur als Wanderrucksack zum Einsatz. Über einen sinnvollen Einsatz als Hochtourenrucksack steht mehr in diesem Thread. (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=266592#266592)