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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gefährlich sind Wildschweine?


PomPoco
02.03.2003, 19:59
hi ho!

Heute haben wir einen Wildschwein gesehen!! Gut, nichts besonders..denken die meisten wohl..aber ich bin seit fast 10 Jahren in Deutschland...und das ist das erste Mal gewesen!! WOW!

Ich frage mich allerdings, ob es schlau ist, mit einem Kleinkind durchs Wald zu trampeln (ja, ich weiß, da sei nicht sonderlich Umweltfreundlich..wir gehen auch nicht tief rein).

Coyotes (wie schreibt man das hier??????) schauen zu, folgen einem vielleicht eine Weile..und weg sind sie. Vor einem Braunbär habe ich auch keine Angst (höchstens wenn da Kleintiere im Schlepptau sind :) , oder ich esse gerade was ganz leckeres )...aber Wildschweine kenne ich nicht. Haben wir eben Glück gehabt, oder sind sie halt unaggressiv? Wann ist die Brutzeit (April??????????)
Für eine Antwort wäre ich dankbar, denn ich will meinen kleinen nicht gefährden, bzw. Tiere verletzen (da hätte ich aber wohl keine Chance)!

Birgit
02.03.2003, 20:26
Hallo Pompoco,

... das kommt drauf an:

- wenn du sie in gut bemenschten Gegenden triffst, dann machen sie nix, gucken bloß mal und trotten dann weg (so bei unseren Berliner Rüsseln, Mauersyndrom :P oder weil wir so nett sind?) Jedenfalls haben wir hier eine Menge davon und begegnen ihnen sogar im viel zertrampelten Grunewald mitten in der Stadt!

- wenn sie Frischlinge haben (also jetzt zur Zeit), dann können sie auch schon mal giftig werden - du solltest dann Krach machen (laut singen - wie Troubadix o.ä.) und Ferseneuro geben...

- in eher einsameren Gegenden siehe Tipp 2

Frohe Begegnung!

Birgit

Becks
02.03.2003, 20:49
Sollte Tipp 2 nicht funzen hilft Tipp 3:

Steig einen Baum hoch so schnell Du kannst. Meine Eltern saßen auch schon mit einer Wandergruppe in irgendwelchen Tannen rum. Mit Wildschweinen spaßt man nicht, die Dinger können (vor allem wenn se Frischlinge dabei haben) ziemlich unangenehm bis gefährlich werden.

Alex

Atron
02.03.2003, 21:15
Die sind nicht zu unterschätzen - vorallem wenn mit Frischlingen zu rechnen ist (Wurf im März-April, gesäugt oft sogar bis August - korrigier mich ein Jäger ders besser weiss?) - Wir hatten beim Heer auf manchen Truppenübungsplätzen sogar Schießerlaubnis auf angreifende Wildschweine - sonst kann ich mich den Tipps von Birgit & Becks nur anschließen.

In bekannt gefährlichen Bereichen hilft (wie bei den Bären) ein kleines hellklingendes Glöckchen an bewegeten Teilen der Ausrüstung (Schuhe, Hose, etc. ) um Panikbegegnungen zu vermeiden - natürlich nicht immer mit Glocke und nicht übertreiben - es soll keiner nach den weidenden Kühen ausschau halten weil einer mit einer Kuhglocke am Fuß herumstapft - mit "Hausverstand" unnötigen Lärm vermeiden!

Jan
03.03.2003, 17:13
Die Rauschzeit ist von Dezember bis Januar und nach drei Monaten und drei Wochen gibt es dann den Nachwuchs. Es Fängt also jetzt langsam an!
Da die Lebensbedingungen für Wildschweine aber z.Z. ideal sind, muss man ganzjährig mit Frischlingen rechnen.
Tiere die alleine sind, sind in der Regel männlich und wenn sie sich nicht bedroht fühlen ungefährlich. Bachen mit Frischlingen, wie schon andere weiter oben festgestellt haben, sind hingegen nicht zu unterschätzen.

Von sich aus greifen sie aber eigentlich nicht an, auch nicht kleine Kinder (obwohl Wildschweine auch mal gerne Fleisch essen)!

alfi
03.03.2003, 20:57
Wenn du dich vor Bären nicht fürchtest, werden dir auch Wildschweine nichts tun. Vor einigen Jahren waren wir - ausgerechnet am Wochenende vor Labour-Day - auf der Suchen nach einem Zeltplatz östlich des Yosemite. Alles war hoffnungslos überfüllt. Bei der Fahrt durch einen Zeltplatz mit hunderten Stellplätzen waren ein paar Leute unerklärlicherweise beim Abbau ihrer Zelte. Wir nahmen den Platz sofort in Beschlag und waren froh einen Platz bekommen zu haben, ärgerten uns aber ein bisschen, weil der ganze Platz mit Essensresten versaut war.
Am Abend wurden wir dann von "netten" Nachbarn über das Wunder aufgeklärt: In der vorausgegangenen Nacht hatte ein Bär diesen Stellplatz verwüstet, mitten in einem voll belegten Campground! Die hatten wohl zu viel gutes Futter, an den Resten war vor allem Salat und Obst erkennbar. Obwohl wir alles Essbare, alle Kosmetika, einfach alles außer ein paar Kleidungsstücken im Kofferraum des Autos versperrten, konnte ich diese Nacht nicht mehr schlafen. Blöd - ich weiß, aber tu was dagegen.
Fact ist, dass allein im Raum Yosemite jedes Jahr dutzende Autos von Bären auf der Suche nach Futter aufgebrochen und schwer beschädigt werden. Fact ist, dass in den USA jährlich etliche Menschen von Berglöwen angegriffen und mitunter auch getötet werden.
Beides ist mir von Wildschweinen nicht bekannt (vielleicht, wenn man über eines drüberstolpert).
Kojoten sind in jedem Fall von wesentlich ungefährlicherem Kaliber.

mfg

PomPoco
03.03.2003, 22:30
Ich danke euch!

Also so lange ich mit Kleinkind unterwegs bin, werde ich mich wohl vor Wildschweinen hütten.

Da wir aber sehr lautstark sind, werden sie sich aber eher vor uns hütten :bg:

Jaja, manche wohlen nicht hören, bzw. lesen (das sind GROßE Schilde in Naturparks)...wo Bären sind, Futter möglichst Luftdicht verpacken (die haben vielleicht GUTE Nasen); UND KEIN Müll!

Allerdings haben sie bereits gelernt, dass es bei uns leckeres gibt. Egal wie vorsichtig man ist streifen die Bären in Churchill, Kanada oft durch die Strassen.

Akela
04.03.2003, 19:28
Hi

abropo "Bärenklöckchen" ich habe letztes Jahr in Kanada sogar mauschlen hören: Die Bären wären schon auf "Touri-Klöckchen" koditioniert (sch... wie schreibt man das richtig). Ganz nach dem Motto:

"Bimelim" hier gibts was!!! :bg:

.. und werden deshalb auch nicht mehr so empfohlen!!!

Eaglespirit
04.03.2003, 22:08
Ich habe schon einige Male von Leuten gehört, dass Wildschweine gefährlich sein können.

Erfahren habe ich es jedoch noch nie. Obwohl ich schon dutzenden begegnet bin. Und auch schon mit Jungen. Gut, das war in gutem Abstand. Wäre ich näher dran gewesen und dich Bache??? Egal, die Mutter erschreckt hätte.... wer weiss....

Aber hab ich ned :lol:

Ich muss sagen, vor Bären habe ich jetzt viel, viel mehr Angst als vor Wildschweinen. Vorallem, wenn ich einmal einem dunkeln/schwarzen Braunbären begegne und ihn ausversehen mit einem Schwarzbären verwechsle...
Nicht so gesund, wenn man ihn dann mit Lärm vertreiben will, wie man es bei Schwarzbären machen kann....
Oder, wenn man einen Schwarzbären mit einem Braunbären verwechselt, und auf den Baum flüchtet.... :ill:

Na ja, hoffe das passiert mir nie...

grüsse

Eaglespirit

-CaRsTeN-
05.03.2003, 00:06
Ich habe auch schon öfter gehört, das man sich vor den Wildschweinen in Acht nehmen sollte. Meine einzige Begegnung mit einem Wildschein habe allerdings ich gewonnen, denn mein Kotflügel war irgendwie stärker ;) Und die Rostbeule war dann auch weg ...


Gruß
carsten

Becks
05.03.2003, 11:09
Was für n Auto hast Du denn ? n Leo II ? Ich hab mal nen LKW gesehn dem auf der Autobahn n Wildschwein vor den Kühler lief. Sah schlichtweg nach Totalschaden aus, mit meinem Corsa wär sowas echt übel gewesen.

Alex

navyseal
05.03.2003, 23:13
letzteres ist wohl eher eine Frage der Geschwindigkeit :bg:

manche Rotte hat aber auf der Autobahn schon zu schweren Unfällen geführt! Auf Landstraßen hingegen ist das Risiko geringer, eben wegen niedriger Geschwindigkeit und meinem Rammschutz ist das auch egal :wink:

so nun aber zum eigentlichen Thema und da gings ja eher weniger um Gefahren durch Wildschweine im Straßenverkehr.
Die Chancen auf Wildschweine im Wald zu stoßen (ähm rechnen muss man mit denen da schon, die sind dort quasi zu hause 8) ) nimmt ständig zu. Zum einen hat das damit zu tun, dass die letzten Jahre für die Schweine sogenannte "Mastjahre" waren, also im Winter Eicheln, Buchekkern etc. zu Hauf zur Verfügung standen. Es ist mit 350-400% Zuwachs pro Jahr zu rechnen. Dieser Zuwachs will abgeschöpft werden, da aufgrund von Überpopulation Krankheiten, wie z.B. die Schweinepest, ausbrechen können. In dieser Hinsicht geht auch die größte Gefahr von den Wildschweinen aus, weil sie eben Krankheitserreger auf unsere Hausschweine übertragen. Nun kann man zu Jägern eine geteilte Meinung haben, aber bei diesen Zuwachsraten braucht es einfach einiger Maßnahmen, um die Bestände zu reduzieren.
Die Jäger sind an der Überpopulation nicht ganz unschuldig, da sie durch regelmäißige Fütterungen das Nahrungsangebot künstlich verfälscht haben. Zusätzlich wurden häufig die Leitbachen von Rotten erlegt, was dann ein kaputtes Sozialsystem innerhalb der Rotte zur Folge hat. Die Leitbache gibt mit dem Beginn IHRER Rauschzeit den anderen Bachen in der Rotte ein Zeichen für DEREN Rauschzeit - - keine Leitbache ist gleichzusetzen mit keiner Regelrauschzeit. Manchmal frischen Bachen neuerdings auch zweimal pro Jahr (jeweils bis zu 8 Frischlinge).
Richtig angesprochen wurde die Regelrauschezeit zwischen Ende Oktober (bzw. oben mit Dezember angesprochen) bis Mitte Januar und eine mittlere Tragzeit von 120 Tagen.
Keiler sind ganzjährig paarungsbereit!

Allgemein lässt sich sagen, dass unser Schwarzwild großteils zum Nachtwild geworden ist, da unsere Zivilisationsgrenzen ihre Gebiete immer mehr beschneiden. Nachtaktives Wild ist viel schwerer zu bejagen als solches, das tagaktiv ist. Wegen den angesprochenen Überpopulationen breiten sich die Sauen langsam aus und besiedeln ihnen eher artfremde Gebiete: Städte, Vorgärten, Niederwildreviere (kein Wald, große weite offene Flächen) - mit der Zeit verlieren sie ihre Scheu, welche eigentlich recht groß ist.
Tagsüber leben sie meistens in dichten Wäldern (bevorzugt sind Windbrüche und Fichtendickungen) und dort sollte man, auch aus Rücksicht auf andere Tiere, nur in Ausnahmefällen Erholung suchen.

Die Sauen werden also versuchen den menschlichen Kontakt wenn irgend möglich zu vermeiden, können also nicht als aggressiv gelten! Dabei hilft ihnen ihr vorzügliches Gehör und ihre gut funktionierende Nase. Äugen ist hingegen nicht ihr Spezialgebiet und das kann man sich zu nutze machen. Wenn man nah herangekommen ist, dann verhindert häufig irgendwas ihre anderen Sinneswahrnehmungen und mit langsamen Bewegungen kann man sich ungesehen wieder verdünnisieren.
Die Bereitschaft sich zu wehren nimmt, wie ebenfalls schon richtig angesprochen, rapide zu, wenn Frischlinge im Rottenverband sind! Allerdings steigt die Gefahr mit der Bedrängung der Sauen. Hunde können sie z.B. sehr reizen und wenn sie keinen Ausweg mehr sehen, kann es böse ausgehen. Besonders wendig sind Sauen aber nicht gerade und deshalb kann man sie durch Umrunden eines Baumes ziemlich durcheinander bringen. Wenn es allerdings soweit ist, dann hilft auch das erwähnte Klettern und Aussitzen :ill:

Diese Fälle werden eher seltener auftreten und sind relativ einfach zu lösen. Ebenfalls sehr selten, aber schwieriger zu lösen, wird es sein, wenn man auf eine verletzte Sau trifft (-> Autounfall, angeschossene Bache etc.). Es ist unglaublich, welchen Überlebenswillen die Tiere entwickeln und welche Intelligenz dabei zu Tage kommt. Die schlagen in der Tat Haken auf ihrer eigenen Fährte, als ob sie merken würden, dass sie verfolgt werden (was bei angeschossenen Stücken meist durch eine Nachsuche der Fall ist, häufig auch bei Unfällen) und greifen dann quasi von hinten an... Bachen beißen und Keiler schlagen bzw. hauen. Beides kann als schmerzhaft angesehen werden. - die Waffen des Keilers sind mit Dolchen vergleichbar und bis zu 150Kg Kampfgewicht sind auch nicht zu verachten. Wehren mit Messer hilft so gut wie nichts (so ein Messer wäre in allen anderen Outdoor-situationen eher hinderlich) und Laufen ist das einzige was angebracht ist. Wenn ein Angriff bereits im Gange ist schnell und hoffen - Sauen können recht schnell sein, geben aber auch auf - oder wenn noch kein Angriff zu erkennen ist = langsamer Rückzug.


Nicht den Fehler machen und den "Schoßhund" von der Leine lassen, bekommt denen manchmal nicht gut. :roll:
Achso wenn man zufällig eine Saufeder dabei hat, das ist ein altertümliches Jagdgerät, ähnlich einer Lanze, dann kann man sich hinhocken und lässt die angreifende Sau auflaufen. Dazu braucht man einiges an Nerven 8)

so ich hoffe damit ein wenig geholfen zu haben ... Fernhalten ist die Devise für beide Parteien (sowohl Mensch, als auch Tier)

mfG navy
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Balu
07.03.2003, 00:32
Hi Navyseal,

zufälliger Weise habe ich eine Saufeder immer in der Tasche :P

Davon abgesehen, ist so etwas immer noch käuflich erhältlich. Dafür bekommt man aber eine komplette Outdoorausrüstung vom Feinsten.

Gruß

Balu

alaskawolf1980
08.03.2003, 12:07
mit den Kleinkind durch den Wald ist nicht umweltfreundlich?? wieso?

PomPoco
08.03.2003, 13:05
@Alaskawolf: "mit den Kleinkind durch den Wald ist nicht umweltfreundlich?? wieso?"

Stimmt, habe ich nicht erklärt...sorry!
AUF den Wegen im Wald zu bleiben ist völlig o.k. DURCH den Wald würde ich nicht empfehlen (sollte man ja auch nicht, sind einige Naturschutzgebiete hier). Der Wald hier ist erstens stark durch dem Flughaven sehr klein geworden. Dazu gibt es auch viele(zu viele) Wanderwege, die einen Gebiet noch mehr einschränkt. Die Tiere haben also kaum Platz. Wenn auch noch das bisschen Platz durch Menschen gestört wird (vielleicht auch noch mit Hund), wo sollen die Tiere noch hin???
Bei Kindern wird die Lage noch verschlimmert. Ameisenhügel, Vogelneste, leere Baumstämme undundund werden gerne angeschaut.

Tief in den Wald hinein gehen wir nicht. Wir sollen natürlich auf dem Wanderweg bleiben (wohl besser wenn die Jungtiere schon da sind)! Allerdings ist da schon einiges zu sehen, was vom Weg nicht zu sehen ist (Pilze, Pflanzenarten, etc).

Wir sind sehr vorsichtig, das er nichts zerstört. Er wird es aber irgendwann. Vielleicht die Spinnen die Bein abziehen, einen Strauch im Sommer ein Paar Zweige abreißen, wer weiß was. So wie ich als Kind(Vogeleier angefasst, später ausgebrüttet als die Mütter sie hinausstoßten, gefüttert und begraben). Da ich aber in ständigen Kontakt mit der Natur war, ging das mir nah. Würde er wenig von der Natur erfahren, wäre das nur ein Paar Zweige, eine hässliche Spinne, eine dumme Vogelmutter. Was einem unbekannt ist, lässt ihm kalt oder jagt ihm Angst ein.
Ich denke gerade an eine Person, die ich begenete als ich als Geldantreiberin für Greenpeace gearbeitet habe. Als ich erzählte, wieviele Haie durch Grundnetze(ich glaube, die heißen so hier) sterben...war seine Antwort "Gut so, ich hasse Haie. Das sind gemeine, gefährliche Biester" .

-CaRsTeN-
08.03.2003, 13:30
Was für n Auto hast Du denn ? n Leo II ? Ich hab mal nen LKW gesehn dem auf der Autobahn n Wildschwein vor den Kühler lief. Sah schlichtweg nach Totalschaden aus, mit meinem Corsa wär sowas echt übel gewesen.

Alex

Ich hatte damals auch einen Corsa II. Bei dem "Kontakt" mit dem Wildschwein hatte ich allerdings fast gestanden und das Vieh ist dann in mein Auto reingerannt. Ich möchte wirklich nicht mit 80 km/h oder noch schneller ein Wildschwein treffen, das könnte übel werden :-?

Gruß

Carsten

Andrea1
10.03.2003, 20:13
Also vor zwei Jahren wurde bei uns in der Nähe ein Schäferhund buchstäblich aufgeschlitzt (íst aus keinem schlechten Horrorfilm)-der Tierarzt konnte nicht mehr viel tun und nur einen Tag später kam ein Jäger mit seinem verletzten Wauzi in die Praxis.
Das Wildschwein (ein Keiler) wurde daraufhin erschossen.

Die Baumvariante ist gut, aber ich könnte meinen Hund nicht alleine mit einem Widlschwein lassen.
Aber so ein Beispiel wie von mir genannt, ist, denke ich mal, selten---hoffentlich.

Christian J.
10.03.2003, 20:19
Die Baumvariante ist gut, aber ich könnte meinen Hund nicht alleine mit einem Widlschwein lassen.


dann kauf dir doch einen Windhund. Der ist schneller als jedes Wildschwein. :bg: :bg:

Ne, im Ernst: Im Zweifelsfall ist es sicher das beste den Hund laufen zu lassen (in der Hoffnung das er dem Wildschwein entkommt und dass du ihn jemals wiederfindest) als sich selbst mit dem Tierchen anzulegen.

Also, Leine ab (damit er nicht im Unterholz hängen bleibt), Hund laufen lassen und selbst auf den Baum- und das alles so schnell wie möglich

Christian

Jan
11.03.2003, 19:32
Das Problem ist nur, dass Hunde Wildschweine eher anfallen (es wenigstens versuchen) als wegzulaufen!

Felix Wolfes
25.03.2003, 10:01
Also ich finde das Thema Wildschweine nur Panikmacherrei!
Ich selbst wohne in einem kleinem Kaff ziemlich nahe am Wald. Da die Wildschweine dort das ganze Jahr zu fressen haben, haben sie auch das ganze ja über Frischlinge.

Mir sind die Wildschweine schon oft im Wald begegnet und sie haben mir nichts getan, obwohl sie Frischlinge hatten und ich nur 3 m vor ihnen stand.

Wildschweine sind meiner Ansicht nach harmlos!

Aufpassen sollte man nur wenn man sie in die Enge treibt. Schneidest du ihnen de Fluchtweg ab und es bleibt ihnen nur der Angriff um zu "überleben", werden sie das auch tun.

navyseal
09.04.2003, 17:38
in der neuen Wild und Hund (Heft 7/2003) ist ein Bericht drin: "Wie aggressiv sind Bachen?"

mfG navy
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Loki
19.04.2003, 16:26
Wie gefährlich sind sie denn nun? Kennt irgendjemand einen verlässlichen Bericht darüber dass ein MENSCH von einem Wildschwein angegriffen wurde?

Ich behaupte ja, dass ein Wildschwein unter normalen Umständen niemals einen Menschen angreifen würde. Warum? Wildschweine sind zwar Allesfresser aber der Mensch passt nicht in ihr Beuteschema. Ausserdem ist der Mensch deutlich grösser (=höher) als ein Wildschwein und Tiere haben Respekt vor grösseren Tieren - solange sie nicht gelernt haben, dass diese grösseren Tiere (hier: Menschen) im Grunde völlig harmlos sind (Wie es zum Beispiel bei vielen Stadtwaldtieren der Fall ist). Der Mensch ist (in den Augen der Schweine) auch kein Nahrungskonkurrent (oder kriecht von euch jemand über den Waldboden und frisst rohe Eicheln und Ähnliches?). Paarungskämpfe zwischen Mensch und Wildschwein kommen meiner Beobachtung nach auch eher selten vor ;-) Jetzt könnte man noch meinen, dass Bachen ihre Frischlinge verteidigen würden - tun sie bestimmt auch - wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Aber mal ehrlich, in den allermeisten Fällen gibt es vier Himmelsrichtungen und ihr blockiert gerade mal eine davon. Wenn ihr nicht selbst (oder euer Hund) die Schweine angreift, dann werden sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen und abdrehen (hab ich schon ein paarmal erlebt - auch mit Frischlingen). Das einzige Risiko geht wohl tatsächlich von tollwütigen oder verletzten Tieren aus und die Chance auf solche zu treffen ist wohl recht gering - mir sind zumindest noch keine begegnet.

Also nochmal, wer hat schon aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass ein Mensch von einem Wildschwein angegriffen wurde und wie kam es zu diesem Angriff?

Cheers,

Loki.

Loki
19.04.2003, 20:32
Noch ein kleiner Anhang zum Thema Bären, welches hier ja auch schon angesprochen wurde:

Weil in letzter Zeit die Begegnung mit Grizzly Bären und Touristen drastisch zugenommen hat, gibt das Tourismus-Büro von Alaska folgende Warnung an Wanderer, Fischer und jeden, der in der Wildnis herumstreift, heraus: Wir raten allen, kleine, laute Glöckchen an der Kleidung zu tragen, damit Bären nicht aufgeschreckt werden, wenn man sich ihnen nähert. Wir raten weiter, eine Pfefferspray-Dose mit sich zu tragen, um Bären ggf. damit abzuwehren. Vor allem sollte man immer nach Bärenaktivitäten Ausschau halten. Dazu ist es wichtig, dass man den Kot von ungefährlichen Schwarzbären und den der ausserordentlich gefährlichen Grizzly-Bären unterscheiden kann.
Schwarzbären-Kot ist kleiner und es befinden sich viele Beeren und Eichhörnchenfell darin.
Grizzly-Kot ist grösser, enthält kleine Glöckchen und riecht nach Pfeffer.

Nur für den Fall, dass ihr den noch nicht kanntet ;-)

Cheers,

Loki.

navyseal
20.04.2003, 12:16
sicherlich sollte man nichts überbewerten, aber möglich ist es ...

wie oben geschrieben sind Sauen verletzt am gefährlichsten - da kenne ich auch mehrere Beispiele für, wo Jäger oder Jagdhund von Sauen angenommen worden sind. In meinem persönlichen Bekanntenkreis ist noch nichts passiert, aber einschlägige Jagdzeitungen bringen ab und an mal einen Bericht, wo es eben nicht ganz so sauber abgelaufen ist.

Mich selbst hat auf einer Drückjagd mal eine angenommen, aber die ist gleich weiter (ich Stand im Weg und als dies nicht mehr der Fall war, konnte sie flüchten)

Grüße navy
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Loki
20.04.2003, 14:37
Sicherlich können verletzte Tiere gefährlich werden. Aber die hab ich in meinem vorigen Beitrag absichtlich nur am Rande erwähnt, weil das eben keine "normale" Situation ist. Als Normalsterblicher wird man kaum auf verletzte Tiere treffen. Wenn man aber als Jäger einem verletzten Tier begenet, dann hat man (oder ein Jagdkamerad) wohl was falsch gemacht ;-) Ist aber wie gesagt eine Ausnahmesituation, die man auch noch selbst herbeigeführt hat. Immerhin ist man ja selbst derjenige, der die Tiere angreift, da muss man sich nicht wundern, wenn sie sich wehren.
Navyseal, dein Beitrag unterstüzt also meine Behauptung. Es waren in den Jagdzeitschriften immer Angriffe auf die Schweine, bei denen sie sich nur zur Wehr gesetzt haben. Selbst bei dem von dir erlebten Fall auf der Drückjagd wollte das Schwein nur weg - obwohl es gehetzt wurde.

Ach ja, bitte nicht nicht falsch verstehen: ich habe nichts gegen Jäger, im Gegenteil, ich bin unter Jägern großgeworden.

Cheers,

Loki.

Brinjian
18.08.2004, 11:23
Ich lese gerade, das Wildschweine in Großbritannien und Skandinavien ausgerottet wurde..
Ich dachte eigentlich das gerade in Skandinavien der Bestand wegen dem großen, zur Verfügung stehenden Lebensraum, noch recht hoch ist.

Ich habe schon recht häufig von Hunden gehört, die von Wildschweinen "angegriffen" wurden, das sind aber meist Jagdhunde die die Wildschweine aus ihrem Bau raustreiben sollen oder einfach freilaufende Hunde die den Schweinen nachjagen...
Vor Menschen rennen sie normalerweise weg, wenn sie ihnen überhaupt übern Weg laufen, was zumindest hier in der Gegend nicht allzu Wahrscheinlich ist.

Jan
18.08.2004, 21:48
Dänemark hat aus Angst vor Schweinepest alle Wildschweine getötet!

Ansonsten besteht immer Gefahr, wenn Wildschweine verletzt sind, z.B. duch einen Autounfall oder vielleicht sogar durch Jäger. (Geschichten von Jägern, die von Wildschweinen bei der Nachsuche angegangen werden, gibt es genügende.) Ansonsten werde sie immer den Menschen meiden! (Außer vielleicht in berlin, wo sie angeblich ja schon handzahm sind! :wink:

Brinjian
19.08.2004, 09:53
und wie siehts in Schweden und Norwegen mit dem Bestand aus ? Auch Ausrottung wegen Schweinepest ?

Odin
02.09.2004, 07:53
Hallo

Wildschweine galten in Schweden lang als ausgerottet, sind aber
in den letzten Jahrzehnten im Süden und in Mittelschweden wieder
heimisch und sogar häufig. Der jetzige Wildschweinbestand stammt
von Ausreissern aus Gehegen ab, also nicht von einem früheren
wilden Bestand. Hier in der Region Nyköping gibt es viele Wild-
schweine (auch auf vier Beinen). Also wer auf eine Keilerei aus
ist ......

Grun .... äh Gruss

Odin
Nyköping
"Har Jägarexamen"

Eisbär
29.11.2004, 01:41
Also ich finde das Thema Wildschweine nur Panikmacherrei!
Ich selbst wohne in einem kleinem Kaff ziemlich nahe am Wald. Da die Wildschweine dort das ganze Jahr zu fressen haben, haben sie auch das ganze ja über Frischlinge.

Mir sind die Wildschweine schon oft im Wald begegnet und sie haben mir nichts getan, obwohl sie Frischlinge hatten und ich nur 3 m vor ihnen stand.

Wildschweine sind meiner Ansicht nach harmlos!

Aufpassen sollte man nur wenn man sie in die Enge treibt. Schneidest du ihnen de Fluchtweg ab und es bleibt ihnen nur der Angriff um zu "überleben", werden sie das auch tun.

Vielleicht werden sie oftmals zu übertrieben dargestellt aber man sollte den wahrscheinlich eher harmlosen Schweinen mal nicht zuviel vertrauen ...

Ich habe zumindest viel Respekt vor ihnen.
Vorallem in einem Gebiet wo sie höchst selten mal einem Menschen begegnen und wenn Frischlinge in der Nähe sind.

Und auf gewissen Höhen ist genau das der Fall.
Denn Wald ist nicht gleich Wald.

Felix Wolfes
29.11.2004, 12:20
Ich will es ja auch nicht verharmlosen, aber Wildschweine sind nun mal Fluchttiere. Und ich hatte schon zig Begegnungen und noch nie ist mir etwas passiert. Wenn jemand von Wildschweinen grundlos schonmal angegriffen worden ist, der melde sich bitte mal!

Felix

Eisbär
29.11.2004, 17:16
Ich war am Samstag z.B auf einem Pass unterwegs und ich stand teilweise bis zu den Waden im Schnee.
Auf dem max. 3 Meter breiten Pass waren extrem viele Schweinspuren was mich vermuten liess das selbst die Schweine nur einen vernünftigen Weg in dieser Gegend hatten und ausgerechnet den selben wie ich auch ...

Wenn sie aber den Pass zurückgekommen wären mir entgegen frage ich mich wie sie wohl reagiert hätten.
Wären sie weggelaufen oder hätten sie sich bedrängt gefühlt und wären auf mich los? Ich weiss es nicht,zum Glück kams nicht dazu.

Ich habe mich auf jeden Fall nicht sonderlich wohl gefühlt dort langzulaufen denn auch weglaufen war bei dem Schnee und der Umgebung da oben ziemlich unmöglich gewesen.

Auf jeden Fall wars mal eine Erfahrung wert denn soviele Spuren habe ich noch nie aufeinmal gesehen.
Das sah aus als wäre da eine ganze Familie umgesiedelt habe auch weiter zuvor noch einen Unterschlupf gesehen usw..

Bananenquark
29.11.2004, 19:37
Hehe, dazu ne Story von letzten Samstag:
"Treibjagd", die Jäger haben alle Hochsitze und Kanzeln besetzt. Einer der erfahrenen Jägern und Treibern schießt eine Bache an. Bache liegt. Jäger läuft hin... Jäger wird ins Krankenhaus eingeliefert. :bash:

Wurd mal von ner Bache "umgerannt", so dass ich bei ner Abfahrt vom Schlitten fiel. Hat sie aber sicher nicht mit Absicht gemacht, da war die ganze Sippe dabei.

Ich halt sie aber schon für liebe Tierchen.

Bim
29.11.2004, 20:07
So jetzt will ich auch meine Wildschweinstories loswerden:

Vor ca. 3-4 Jahren war ich das erste Mal auf einer Treib/Drückjagd dabei. Werden über Funk zu einer Senke gerufen, in welcher sich ein großer Busch befindet. Ich laufe in den Busch rein und auf einmal laufen 3 Schweine (groß) auf mich zu. Bin dann weggerannt und muss dann einen Baumhochgesprungen sein (war in Panik) (wurde mirvon einem Jäger, der das beobachtet hat, erzählt) Die Wildschweine hatten aber keine Angst und sind in ihrem Busch geblieben, was ihnen auch das Leben gerettet hat, da sich kein anderer Treiber da reingewagt hat.

letzten Februar habe ich in der Dämmerung beim joggen (querfeldein durch den Wald als training für den Ironscout) zwei Schweinchen aufgestöbert, die hatten aber mehr Respekt vor mir als ich vor ihnen und sind sofort durch den Wald ab.

Im Prinzip kann ich nur von einem verletzten Hund berichten, denn unser Nachbarshund (was kleines) hat mal gemeint einen Frischling fangen zu müssen und das fand eben die führende Bache nicht lustig und hat den Hund ziemlich böse zugerichtet, so dass er eingeschläfert werden musste.

Gruß,
Tim

waterfriend
29.11.2004, 23:56
Bin ganz Deiner Meinung Felix.
Es gibt wirklich keinen Grund eine Wildsau zum Berserker zu machen. Das Wildschwein weiß, dass es mehr Grund hat dem Menschen aus dem Weg zu gehen als umgekehrt. Gebt den Tieren die Möglichkeit Euch von Ferne zu bemerken und gebt der Sau genügend Raum und Zeit zu verschwinden, dann wird mit ihren Frischlingen ganz von alleine davontrotten. Wird sie jedoch in die Enge getrieben oder bedrängt man ihre Jungen, bleibt der Sau, wie jedem Tier, keine andere Wahl als die verzweifelte Flucht nach vorne und das bedeutet bei wehrhaften Tieren Angriff. Alle anderen Schweinemärchen sind Panikmacherei oder resultieren aus falschem Verhalten der Menschen.
Ebenso verständlich ist es, dass sich ein Wildschwein, wenn es angegriffen wird, gegen einen Hund wehrt. Auch hier stellt sich das Schwein nur dann, wenn es sich selbst oder seine Jungen in großer Gefahr sieht. Würde ich auch tun wenn ich Schwein wäre. Also bringt die Hunde nicht in Gefahr und lasst sie nicht frei im Wald laufen, wenn Ihr sie nicht im Griff habt. Gegen ein Schwein in Todesangst hat ein einzelner Hund wenig Chancen.
Eine Stunde deutsche Autobahn ist jedenfalls weitaus gefährlicher als vier Wochen im Wald bei den Säuen.
Klaus

Felix Wolfes
01.12.2004, 15:56
Danke waterfiend!

@Bim, Bananenquark und Eisbär.

Bei euren Geschichten haben die Wildsäue aber nicht grundlos angegriffen! Sie waren in Gefahr und haben sich oder ihre "Kleinen" verteidigt. Das machen aber wie waterfriend schon gesagt hat alle Tiere. Auch ne Maus beist zu wenn sie sich bedroht fühlt.

Felix

flying-man
01.12.2004, 16:29
hier in zürich gibts nen wildgehege mit begehbarem wildscheingehege.
wenn das irgendwelche monster wären würde es sicher kein begehbares gehege geben....

flying-man

Bim
01.12.2004, 17:13
@Bim, Bananenquark und Eisbär.

Bei euren Geschichten haben die Wildsäue aber nicht grundlos angegriffen! Sie waren in Gefahr und haben sich oder ihre "Kleinen" verteidigt.[..]

ich glaube du hast mich missverstanden. Habe vielleicht nicht ganz deutlich gemacht, dass an Wildschweinen IMHO außer ihrer Größe und ihrem Gewicht nichts bedrohliches ist!

papajoe
01.12.2004, 19:17
gestern beim nachtbiken sind uns auch welche begegnet. da is sogar noch ein junges als letztes vor uns über den weg gehoppelt, die ham aber trotzdem nichts gemacht, zu meine erleichterung... :roll:

JMarwede
01.12.2004, 21:43
Moin,

also bei uns am Harzrand kommt es öfter mal des Nachts zu treffen mit Wildschweinen. Gerade auch beim Nachtbiken. Das letze Mal hat sich das arme Wildschwein geirrt und ist statt von mir weg parallel zu mir gelaufen. Ich hab mich ziemlich erschreckt! :ill:

Das Wildschwein sich aber auch!


mfg jan

skua
12.12.2004, 01:23
Hier im Odenwald/südliche Bergstraße laufen Wildschweine inzwischen unter dem Begriff "Plage", zerwühlte Wege und Wiesen (Die Skipiste :( ) sind die Folge und im letzten Jahr wurden in zwei großen Drückjagden immer so 50 Stück erlegt.
Entsprechend sieht man sie beim Joggen häufig. Ich hatte auch schon eine Bache mit Frischlingen hinter einer Biegung direkt auf dem Weg in 10m Abstand vielleicht. Alle Beteiligten sind saumäßig erschrocken und die Wildsau mit Nachwuchs ist halsüberkopf und grunzend im Wald verschwunden. Es ging so schnell, dass bei mir nur der Pulsmesser reagieren konnte.

Einen ernsten Zwischenfall gab es allerdings: Ein Schwein hat sich am hellichten Nachmittag ins Dorf verirrt und in panischer Flucht auf dem zentralen Platz durch eine Hecke brechend eine ältere Dame umgerannt: erhebliche Verletzungen und Krankenhaus.
Die Sau wurde später tot am Waldrand gefunden: Herzinfarkt.

Diese Anekdoten bestätigen jedenfalls das bisher gesagte ja weitgehend und am gefährlichsten sind sie im Dorf.

Eisbär
12.12.2004, 15:44
Hier auf dem Dorf laufen genug Schweine rum,da fällt ne Sau garnicht erst auf. :bg:

Christian J.
12.12.2004, 19:40
...eine ältere Dame umgerannt....Die Sau wurde später tot am Waldrand gefunden: Herzinfarkt.


Dann möchte ich der Dame aber auch nicht im Dunkeln begegnen. :bg:

AskeT
12.12.2004, 19:46
Wildschweine sind völlig ungefährlich. Ich verstehe nicht, wie man vor so kleinen, putzigen Tierchen Angst haben kann. Wir haben auch welche im Keller.




http://www.xplus-web.de/bilder/wildschwein.jpg
Wildschwein

Fabian Mayer
10.06.2005, 17:51
Ein Kumpel hat mir vor ca. 3 Wochen eine heftige Jagdgeschichte erzählt.. Ein Wildschwein ist mit einem guten Schuss noch einige Kilometer weiter gelaufen. Sie haben es mit einem Hund nachgesucht und als der Hund ein bißchen ins Gebüsch ging, flog er gleich wieder tot durch die Luft mit einem riesen Loch im Brustkorb. Der ca. 150 kg Keiler fiel erst nach 4 Schüssen um.
Wildschweine sind ziemlich schusshart (und schwierig zu bejagen)!
Habe im Fernsehen irgendwo in Europa gesehen, wie ein Wildschwein 5m neben einem starken Bären auf einer Wiese im Wald nach Fraß gesucht hat. Früher bei den Germanen war die Wildschweinjagd eine gefährliche Sache.

Was die für einen Schaden im Feld anrichten können ist gigantisch. In Brandenbrug haben die Bauern zum Teil riesen Zäune um die Felder!

Hoffe, daß auch ich bald eine wilde Wutz im Keller habe.
MfG, Fabi

benedikt j.
10.06.2005, 22:42
Hoffe, daß auch ich bald eine wilde Wutz im Keller habe.
Wozu bitte das?? :confused:

mfg bene

Equip
31.08.2008, 15:36
Sorry das ich so einen alten Thread wieder raus hole, aber war auch auf Suche nach Infos. Und das alte Raab in Gefahr Video bringt mich zum Nachdenken.

http://tvtotal.prosieben.de/components/videoplayer/0244/0244-00-07-rm_lowband.html?mode=

Ich weis nicht wie authentisch das Video ist. Schauts euch einfach mal an.

Obwohl die Mutter auf die Fänger losgeht ergreift Sie trotzdem die Flucht.

meisterJäger
01.09.2008, 12:16
Sie haut aber auch erst ab, nachdem das Kleine schon weg war und somit keine Gefahr mehr für den Nachwuchs bestand?!

Equip
01.09.2008, 12:43
Ja hat aber auch lange gedauert bis Sie angegriffen hat, die hatten das kleine lange in der Mangel. Es hat gequiekt wie Hölle. Wann passiert das wenn man im Wald wandert. Also ich hab bis jetzt keine Angst mehr.

meisterJäger
01.09.2008, 13:01
Naja zudem muss man sage, ist das alles noch Fernsehen, vorallem gehts beim Raab nur um Entertainment und nicht um Dokumentation und ich geh auch nicht davon aus, dass das richtige wilde Wildschweine waren.
Wird wohl eher eine Art Gehege sein, in der der Nehberg solche "Kurse" führt.
Schließlich hebt man solch eine große Grube auch nicht mal eben aus. Daher kann man davon ausgehen, das die Tiere den Kontakt zu Menschen gewohnt sind und vielleicht auch so eine Situation, in der sie zu Showzwecken gefangen werden nicht unbekannt sind.

Hexe
01.09.2008, 14:20
Sorry das ich so einen alten Thread wieder raus hole, aber war auch auf Suche nach Infos. Und das alte Raab in Gefahr Video bringt mich zum Nachdenken.

http://tvtotal.prosieben.de/components/videoplayer/0244/0244-00-07-rm_lowband.html?mode=

Ich weis nicht wie authentisch das Video ist. Schauts euch einfach mal an.

Obwohl die Mutter auf die Fänger losgeht ergreift Sie trotzdem die Flucht.

Der Raab und der Nehberg waren da in einem Wildschweinpark bzw. Gehege...! Das war ja alles nur Show. Wildschweine können gefährlich werden, mein Papa hatte mal einen Begegnung mit einer Mutter und ihren Kleinen im Wald (nicht in einem Wildscheingehege) er hatte Glück, die Sau hat nichts gemacht aber auch nur weil er reglos da stand und keinen Mucks von sich gegeben hat. Jedes Tier kann Gefährlich werden, wenn du es provozierst, in die Nähe des Nachwuchses kommst oder sonstiges....! Deshalb immer schön Respekt haben vor den Tieren;-)

Da Mo
12.09.2008, 19:26
Ja ich hatte auch schon diverse Begegnungen mit den wildschweinen. Besser gesagt etliche male.
Dass mir eine Rotte, oft auch mit Frischlingen, über den Weg läuft,...(hmm OK ich bleibe selten auf dem Weg:p) ist mitlwerweile fast Routine.
liegt wohl an meinem lautlosen bewegen, denn wenn ich mit mehreren unterwegs war hab ich fast nie welche gesehen.

Einmal lief ein Frischling auch direkt auf mich zu, stand so dass ich es hätte anfassen können. Von der Mutter war gottseidank weit und breit nichts zu sehen, aber ganz geheuer war mir dabei nicht.

Laufen musste ich nur einmal und dass seltsamerweise nicht bei einer Mutter, sondern bei einem wütenden Keiler.
Es zugegebenermaßen schon cool aus wie der riesiege Keiler auf der Hügelkuppe stand und sich langsam und dann immer schneller auf mich zubegwet. :D

Jedenfalls wäre ich in eineer Fichten Monokultur wohl tot gewesen. Zum Glück standen aber einige knorrige Eichen dort herum :p

Naja unterschätzen sollte man die Viecher jedenfalls nicht.

Mutabor
28.10.2008, 22:13
Hallo,

Interessant was man das so alles liest.............

Ich schlafe öfters mal unter freiem Himmel. Bis jetzt habe ich nur Tagsüber in Wäldern die Tierchen gesehen. Ich würde mal gerne wissen wie sie reagieren wenn die mich tief träument mitten in der Nacht antreffen und vorallem wie ich reagieren sollte wenn es mal dazu kommt.

Vielleicht kann mir jemand n Tip geben........

Vielen Dank,

Mutabor

Maitomies
20.11.2008, 08:47
Ich denke nicht, dass von Wildschweinen bei richtigem Verhalten eine Gefahr ausgeht. Wie die meisten Tiere, verteidigt sich auch ein Wildschwein, wenn es (oder der Wurf) in die Enge getrieben wird. In Suedfrankreich (nähe Carcassonne) bin ich beim allmorgendlichen Waldlauf ueber eine Bache mit Frischlingen gestolpert, die Gute schien schon ihre Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben und ihr Fluchtweg sollte ueber mich ueberweg fuehren, konnte noch auf einen Baum ausweichen. Aggressiv war ihr Verhalten aber trotzdem nicht (weh getan hätte es mir trotzdem .-))
Die Unfälle (meistens Jagd, kenne Geschichten von totem Jagdhund und Jäger (mehrere in Frankreich)) sind aber meistens auf Fehler oder Fehlverhalten des Menschen zurueckzufuehren.

Grashalm
16.12.2008, 12:36
Ich denke vor Wildschweinen sollte man eine angemessene Portion Respekt haben.
Sie vermehren sich gerade sehr stark in Deutschland.
Besonders bei Bachen mit Frischlingen sollte man aufpassen. Diese können schnell aggressiv werden, besonders wenn man Hunde dabei hat.
Wenn sie wirklich angreifen, hast du kaum eine Chance.
Meistens meiden sie aber eh den Kontakt und suchen das Weite. Tagsüber ruhen sie sowieso. Wildschweine sind meist nacht- bzw dämmerungsaktiv.

Aufpassen sollte man auch, wenn man auf der Landstraße eins angefahren hat. Bloß nicht aussteigen.

Ich kenne einige Jäger. Wildschweine sind das einzige, wovor sie Angst haben.

Torres
16.12.2008, 12:47
Richtig. Mit Wildschweinen ist nicht zu spaßen und es gibt tatsächlich immer mehr davon. Besser, wenn man keins trifft, weder zu Fuß noch mit dem Auto.

Torres

Mr.Sunrise
16.12.2008, 13:02
Also wenn man nicht gerade versucht so ein Vieh zu fangen oder versucht sich in so eine schöne Dickung zu schlagen, wo die Schweine gerade eine Rast machen, dann muß man sich eigentlich keine Sorgen machen. In der Eifel sind mir schon oft genug ganze Rotte mehr oder weniger über die Füße gelaufen und die haben sich nicht im geringsten an mir gestört.
Ich denke das Thema wird zu sehr übertrieben. Die Wildschweine haben mehr Angst vor Menschen, als man Angst vor ihnen haben muß.

Gruß,
Daniel

Dörner
16.12.2008, 13:06
Wenn man so den Thread liest und dann nachts durch die Wälder streift und rivalisierende Schweine hört ( die ja nachts noch viel deutlicher zu hören sind:bg:) könnte die falschen Schlüsse ziehen. Wildschweine sind nicht agressiv (aus in der Paarungszeit (In Mitteleuropa von November bis Februar)) und ich freue mich immer wenn ich welche sehe.

Grashalm
16.12.2008, 13:35
Schmecken tun sie auch gut. Letztes Weihnachten gab es bei uns Wildschwein.
Schmeckt gar nicht stark nach Wild. Sehr köstlich.

http://p3.focus.de/img/gen/d/i/HBdiu0Go_Pxgen_r_220xA.jpg
Bitte an Urheberrecht denken ;-) Habe deswegen Bild in Link verwandelt.

Hmm... "Schwein gehabt", ... oder "Wie man sich nicht bei Wildschweinen verhält"

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_4135190