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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reicht Ajungilak Kompakt für Schweden?


kleinhirsch
12.10.2006, 16:20
Hallo,

ich möchte nächstes Jahr im August/September den Sarek oder Padjelantaleden erwandern. Meine Frage an die Leute, die schon dort waren:
Ich habe im Moment als Schlafsack den Ajungilak Kompakt 215 (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=aj_22061&k_id=0505&hot=0). Reicht der für die Jahreszeit aus oder empfehlt ihr schon einen Daunenschlafsack für die Region?

Und wenn ja, welchen Temperaturbereich sollte ich wählen?!? Wenn ihr noch mehr Details braucht, fülle ich den Frageboden aus. Schonmal vorweg: Ich bin 1,94 groß und 85 kg, also "normal".

Danke,
Uli

Loon
12.10.2006, 17:06
Naja, ob Daunenschlafsack oder nicht ist eine Glaubensfrage. Es gibt auch Kufas mit entsprechenden Temperaturleistungen.
Ich persönlich würde lieber einen mit etwas mehr Komfortgrad nehmen, sozusagen als Puffer. Ansonsten könntest du auch versuchen ihn etwas zu "pimpen"...
Gruß Loon

stefanJ
12.10.2006, 17:18
Der langt schon, wenn er hält was er verspricht, auch wenn ich lieber Daune nehmen würde (wie gesagt Glaubensfrage, aber für 50 Euro mehr gibt es da auch schon gute Daune für den Zweck). Wichtig ist dass Du den Schlafsack nicht rein nach der Temperaturangabe nimmst. Er sollte schon passen. Wenn Du noch bißchen Luft hast, kannst Du im Notfall ja auch noch Thermounterwäsche anziehen.

Warum sind eigentlich nie Tests über Kufas hier im Forum? Corton?

GRuss

Stefan

Doctor D.
12.10.2006, 20:54
Ich war Mitte/Ende August mit nem' Ajungilak Kompakt auf dem Padjelantaleden und es hat locker gereicht, aber die Bedingungen waren auch gut. Du kannst auch wie bereits erwähnt evtl. ein (Fleece-) Inlett nehmen und so noch ein paar Grad rausholen.
Und die Frage ob Kunstfaser oder Daune hat ja nicht primär mit der Wärmeleistung zu tun (es gibt Daunenschlafsäcke mit +10 und KuFa-Säcke mit -20 Grad Komforttemperatur), sondern eher mit Wärme/Gewicht-Verhältnis, Nässeempfindlichkeit und Preis etc. Wurde hier aber sicher schon oft diskutiert :-)


hth
Doctor D.

Nicht übertreiben
12.10.2006, 21:02
Ich würde um die Zeit mit den ersten Nachtfrösten bis ~-5°C rechnen, wenn´s dir auf´s Gewicht ankommt, nimmst du einen Schlafsack, der das bringt und ziehst in Extremfällen mehr Kleidung an, ansonsten ist fürs Fjell ein Schlafsack mit einer Komforttemp. von -10°C ziemlich passend. Ob dein Ajungilak da passt, musst du selber wissen, Komforttemperaturen sind sehr verschieden ;)

Fjaellraev
12.10.2006, 22:06
Bei mir war im August/Anfang September 2004 wie auf allen veorhergehenden Touren mein damals schon 9 Jahre alter Ajungiljak Kompakt dabei und ich hab nicht gefroren.
Mir würde er also sicher reichen, auch wenn der 215er für mich natürlich zu lang wäre :wink: .
Spar einfach nicht an der Isomatte, die macht nämlich einen rechten teil aus...

Gruss
Henning

kleinhirsch
12.10.2006, 22:51
ansonsten ist fürs Fjell ein Schlafsack mit einer Komforttemp. von -10°C ziemlich passend

Ich war Mitte/Ende August mit nem' Ajungilak Kompakt auf dem Padjelantaleden und es hat locker gereicht, aber die Bedingungen waren auch gut. Du kannst auch wie bereits erwähnt evtl. ein (Fleece-) Inlett nehmen und so noch ein paar Grad rausholen.

Bei mir war im August/Anfang September 2004 wie auf allen veorhergehenden Touren mein damals schon 9 Jahre alter Ajungiljak Kompakt dabei und ich hab nicht gefroren.

also: zwei Leute meinen, der Kompakt reicht (bzw. hat bei ihnen gereicht). mit einer Komforttemperatur von +1°C liegt er aber 11°C über den -10°C, die "Nicht übertreiben" mir empfohlen hat. ich tendiere ja dann dazu, mir das geld für einen neuen erstmal zu sparen und lieber ein inlett mitzunehmen. ist zwar wahrscheinlich mehr gewicht als eine wärmere daune... aber erstmal ok. oder wäre ein daunenschlafsack für eine trekkingtour schon empfehlenswert? oder kann eine wärmere daunentüte dann viel zu warm sein?!?

uli

derklaus
13.10.2006, 10:29
der nächste der seinen senf dazugibt:

hi,
nein, spare an FAST allem deiner ausrüstung (bitte nicht zu wörtlich nehmen), aber nicht am schlasa.
das ist mit den schuhen und dem rucksack m.e. der wichtigste ausrüstungsgegendstand, weil eine tour ohne erholsamen schlaf schnell keinen spaß mehr macht.
kenne die gegend zu der zeit nicht, aber wenn man mit -5°C nachts rechnen muss, dann lass deine tüte zu hause und kauf dir eine neue.
du wirst auch keinen spaß haben einen 1kg schweren fleece mit dir rumzuschleppen (ganz abgesehen von dem verschwendeten platz).

wenn du im moment nicht flüssig genug bist, um dir einen ordentlichen sack zu kaufen, dann leih dir einen, aber versau nicht deine tour.

gruß
klaus

Rookie
13.10.2006, 10:50
Hallo,

bei mir hat der Kompakt letztes Jahr zur fast gleichen Zeit auch locker gereicht. Anstelle eines Inletts würde ich aber eher in lange Unterwäsche (Ullfrotte, Icebreaker, Smartwool etc.) investieren. Gute Isolation von unten ist auch nicht zu vernachlässigen…



Gruß
Mark

Waldwichtel
14.10.2006, 13:14
Ich war schon oft im September in Lappland, auch im Sarek, und habe stets meinen Kompakt benutzt. Sofern du im Zelt pennst und nicht unterm Tarp oder freiem Himmel, reicht ein Kompakt allemal aus.

derMac
14.10.2006, 13:22
Zumindest Ende September können es dort schon mal -8 °C werden. Dafür reicht der Kompakt nur für die ganz harten.

Mac

Moltebaer
22.10.2006, 19:54
Ist zwar nicht das exakt gleiche Modell, aber mit nem Ajungilak Tundra hab ich mich auch bei -8°C im Winter ohne lange Unterwäsche wohl gefühlt. Dieses Jahr im Sommer auf dem Nordkalottleden war's darin wirklich gemütlich (Anfang August, nachts 0°C bis 10°C), nur ab 18°C aufwärts fängt die Einmannsauna an...

Psei
30.10.2006, 12:20
Also, ich war vor 5 Jahren mit dem Ajungilak Kompakt 3-Seasons im Sarek. Es war Ende August/Anfang September. Wetter weiss ich nicht mehr so genau, aber die ersten Tage war es (am Staudamm) rund -1 bis -3 Grad C kalt (Nachts), in "der Mitte" auf rund 1500 (?) meter neben ner Schneefläche -5 °C (Nachts) (nahe dem Satellitentelefon) und am Ende (nahe Kwikjok) wieder 12 Grad plus (Tageshöchsttemperatur). Meiner Meinung nach war der dort ideal für mich (1,80m, 75 Kg). Gerade in Kombination mit ner guten Isomatte (ich hab neTherm-a-rest Ultra (4 cm dick) heisst jetzt FL Pro Lite 4).

Je nach Temperatur (Höhenlage, Wassernähe, Schneenähe, Breitengrad, körperlicher Zustand) hab ich dann die Kleidung angepasst (Fleeceunterwäsche, Wollsocken etc). Gefroren hab ich nie.

Vom Preis/Leistungsverhältnis sind die Ajoungilak meiner Meinung nach sehr gut (bzw vor 5 Jahren gewesen).

Aus Erfahrung würde ich auch dazu raten, nicht zu sehr auf Herstellerangaben zu setzen was den Temperaturbereich angeht. Freunde von mir haben damit nicht so gute Erfahrungen gemacht. Es gibt da zu viele Faktoren, die mit reinspielen.

Daune ist schön warm und gemütlich. Da gibt es aber andere Threads. Ich persönlich mag Daune nicht (Milbenkot, Idealismus, Pflege). Andere schwören drauf.