Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In der Nacht vorm Zelt ...
Hallo,
Ich hab ein @grosses@ Problem. Wenn ich wild campe, dann immer so, dass ich noch vor Sonnenuntergang Kochen, Hygiene usw. erledigt habe, damit ich im Finsteren nicht mehr vor's Zelt muss.
Klingt bloed, ist aber so: wenn es finster ist, ist mir die Umgebung einfach zu ungeheuerlich und ich fuerchte mich... .
Das passiert mir sogar, wenn ich zu zweit unterwegs bin.
Frage: Wie kann ich mir diese Angst abgewoehen?
hmm - wird wohl schwer werden...
mal daran gedacht dir einen hund zuzulegen?
oder einen für deine trips auszuleihen?
Hier gibts dazu schon was:
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=38993
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=113739
sjusovaren
04.10.2006, 23:50
Hallo,
Ich hab ein @grosses@ Problem. Wenn ich wild campe, dann immer so, dass ich noch vor Sonnenuntergang Kochen, Hygiene usw. erledigt habe, damit ich im Finsteren nicht mehr vor's Zelt muss.
Klingt bloed, ist aber so: wenn es finster ist, ist mir die Umgebung einfach zu ungeheuerlich und ich fuerchte mich... .
Das passiert mir sogar, wenn ich zu zweit unterwegs bin.
Frage: Wie kann ich mir diese Angst abgewoehen?
Wenn du konkret Angst vor einem Überfall oder so etwas hast. Nimm ein Pfefferspray mit.
Wenn es die Dunkelheit an sich ist...
Nimm ne gute Taschenlampe mit. Bei Bedarf hast du so immer die Hand am Lichtschalter. Das sollte Sicherheit geben.
Oder, bleib bewußt draußen, bis es dunkel ist. Während der Dämmerungsphase hast du so Zeit, dich schrittweise an das veränderte Aussehen der Umgebung zu gewöhnen, ohne die "Orientierung zu verlieren".
Deine Augen stellen sich so auch besser auf die neuen Lichtverhältnisse um, und alles erscheint schon dadurch heller.
Und guck dir wenns noch hell ist, alles ganz genau an!!! Wenn du weißt, was wo ist, kannst du später jeden Schatten zuordnen. Man fürchtet sich ja nur vor dem Unbekannten.
Nur so ein paar Ideen..
Liebe Grüße
Moltebaer
04.10.2006, 23:54
Dich in vertrauter, sicherer Umgebung an die Dunkelheit gewöhnen. Wenn es nicht mehr taghell ist, mußt du einfach mit den übrigen Sinnen gut zurechtkommen können. Ein bißchen Resthelligkeit ist nicht zu verachten, die Augen brauchen etwas Gewöhnungszeit, Mond und Sterne lieferen auch etwas Licht. Außerdem kannst du in der Dunkelheit prima deine Fähigkeit bemerken/erweitern, dich durchs Gehör zu orientieren.
Ich selber laufe nachts zB auch ohne Licht durch die Wohnung. Wenn ich nur schnell in die Küche/Toilette will muß ich ja nicht auf dem Weg alle Lampen anmachen :wink:
Einfach üben, üben, üben, mit der Zeit entwickelst du ein gewisses Gespür, merkst anhand der akustischen Reflektionen, ob ein Gegenstand im Weg ist usw.
jackknife
05.10.2006, 00:10
Zusätzlich vielleicht noch einen SV Kurs mitmachen, das bringt Selbstvertrauen.
Zusätzlich vielleicht noch einen SV Kurs mitmachen, das bringt Selbstvertrauen.
Und wähnt einen in der trügerischen Sicherheit mit dem erworbenen Wissen und Können irgend etwas anfangen zu können ...
Faustregel: Einen direkten Kampf wirst Du immer verlieren, allein schon aus dem Grund, dass Du im Zweifel mehr zu verlieren hast als derjenige, der Dich in die Situation erst gebracht hat.
Nein. Allein das Vertrautwerden mit der konkreten Umgebung auch in der Dunkelheit hilft hier weiter.
-chinoook
wenn es finster ist, ist mir die Umgebung einfach zu ungeheuerlich und ich fuerchte mich... .
Das Problem sind eher Schatten als Überfälle, richtig? Dann ...
Keine Horrorfilme mehr schauen.
Selbstgespräche führen (oder laut singen, je nachdem :wink: um die Stille auszuschalten).
Andere Einstellung entwickeln: Nicht alle Geister 8) /nächtlichen Besucher sind böse.
Noch eine zweite andere Einstellung entwickeln: Schatten sind lächerlich.
Taschenlampe wurde schon genannt.
Auch außerhalb der Zeiten in denen man zeltet mal spät abends in den Wald/über den Friedhof gehen und sich dort still hinsetzen und die Gegend beobachten. Optische Einordnung der Schatten erzwingen.
Musik auf den Ohren hilft auch kurzfristig gegen diese Art Angst.
jackknife
05.10.2006, 10:03
Zusätzlich vielleicht noch einen SV Kurs mitmachen, das bringt Selbstvertrauen.
Und wähnt einen in der trügerischen Sicherheit mit dem erworbenen Wissen und Können irgend etwas anfangen zu können ...
Faustregel: Einen direkten Kampf wirst Du immer verlieren, allein schon aus dem Grund, dass Du im Zweifel mehr zu verlieren hast als derjenige, der Dich in die Situation erst gebracht hat.
Nein. Allein das Vertrautwerden mit der konkreten Umgebung auch in der Dunkelheit hilft hier weiter.
-chinoook
Was das denn schon wieder fürn Bockmist? Dreht sich nicht darum Meister in einer Kampfkunst zu werden, sondern Selbstvertrauen zu finden.
( Ich glaube so schwer war mein Satz nicht).
Manchmal glaube ich, die Leute hier haben Lanzen im Kopp :bash:
Versuche deinen Urlaub im Juli in Lappland zu machen. Da ist es kaum dunkel. Vielleicht hilft das ja.
Wenn du dich im Dunkeln fuerchtest, musst du da hinfahren, wo es nicht dunkel wird.
Was anderes weiss ich nicht
Gruss Erny
Leipziger
05.10.2006, 10:31
vielleicht reicht ja schon ne taschenlampe :)
Ich fand als Kind immer die nächtlichen Geräusche am beängstigendsten. Aber man gewöhnt sich daran, dass einige Tiere eben nachtaktiv sind.
Sag Dir einfach, dass so ziemlich alles, was Du im Wald triffst noch viel mehr Angst vor Dir hat.
Einfach üben, üben, üben, mit der Zeit entwickelst du ein gewisses Gespür, merkst anhand der akustischen Reflektionen, ob ein Gegenstand im Weg ist usw.
Cool, stößt Du nachts auf dem Weg zum Kühlschrank dann immer kurze Kreischlaute aus? :bg:
Was das denn schon wieder fürn Bockmist? Dreht sich nicht darum Meister in einer Kampfkunst zu werden, sondern Selbstvertrauen zu finden.
( Ich glaube so schwer war mein Satz nicht).
Manchmal glaube ich, die Leute hier haben Lanzen im Kopp :bash:
Ich bin halt der Ansicht, dass ein Kurs in was für auch immer einer Kampfkunst das falsche Selbstvertrauen vermittelt. War das so schwer aus meinen Zeilen zu lesen?
-chinoook
Moltebaer
05.10.2006, 12:55
Einfach üben, üben, üben, mit der Zeit entwickelst du ein gewisses Gespür, merkst anhand der akustischen Reflektionen, ob ein Gegenstand im Weg ist usw.
Cool, stößt Du nachts auf dem Weg zum Kühlschrank dann immer kurze Kreischlaute aus? :bg:Muahaha, selten so gelacht :-?
Irgendwie spürt man eben, wo die Wand ist oder sonstwas, auch wenn man die Gegenstände noch nicht berührt hat. Probiert's halt selber aus.
jackknife
05.10.2006, 12:57
Was ist den ''richtiges Selbstvertrauen''?
Wenn du ängstlich bist und wenig Selbstvertrauen hast, ist jedes bißchen Dazugewonnenes doch wohl gut, oder ?
Über welchen Weg, ist dann doch egal. Gebe mit einem Freund zusammen Kurse in SV. Gerade viele Frauen die bei uns sind, blühen förmlich auf und man sieht, wie sich ihre Köpfe heben.
Bestimmt kann man auch mehr Selbstvertrauen in einer Häkelgruppe bekommen, nur ist dieser Prozess etwas langwieriger glaube ich.
Laiseka fühlt sich bedroht und geängstigt nachts im Wald. Wenn er/sie aber das Gefühl bekommt, selbst der Wolf, also wehrhaft zu sein, wird sich vielleicht etwas ändern.
Laiseka, lade Dich hiermit zu einem Kursus im November bei mir ein!
Näheres über PN
Hallo,
...
Klingt bloed, ist aber so: wenn es finster ist, ist mir die Umgebung einfach zu ungeheuerlich und ich fuerchte mich... .
Das passiert mir sogar, wenn ich zu zweit unterwegs bin...
Jetzt kamen hier schon einige gute tipps...
aber vor was genau hast du denn angst?
vor den tieren im wald, dass du überfallen wirst, oder einfach nur vor der dunkelheit?
ich glaube das sollten wir erst genau wissen, bevor wir dir richtig weiterhelfen können...
Liebe Grüße
=Dani=
(die ne riesenangst vor wildsäuen hat sich aber mit hund sicherer fühlt *g*)
Hallo
Vielleicht willst du das Problem radikal lösen? Mit Selbstvertrauen, dass du dir antrainieren kannst:
1. Du fängst an, dich kalt zu duschen, dann kannst du dir aussuchen, ob du mehr Angst vor der Dunkelheit oder vorm Duschengehen hast.
2. Du schläfst jeden 2. Tag auf der dünnsten Schaumstoffisomatte, die du finden kannst im Garten, ohne Licht. Du kannst dich steigern, indem du in den Wald gehst.
3. Fang an, dich so oft es geht, zu schinden, dich zu quälen. Egal wo.
4. Nachdem du das 2-3 Wochen lang gemacht hast, versuchst du die Geräusche im Wald zu verstehen, und redest dir ein, dass diese Geräusche natürlich sind (was sie auch sicher sind). Außerdem ist die Nacht das Gleiche, wie ein Tag, nur ohne Licht.
Nachdem du das alles durchgemacht hast, ist es dir sicher ziemlich egal, ob es hell oder dunkel ist. :bg:
Wenn auch das nichts hilft, dann ist es besser du bleibst auf einem Campingplatz.
Nimm einfach nur einen Teil ernst!
Gruß Max
Ich denke du solltest dir eine Art Schockbehandlung antun.
Geh in den Wald.. ohne Zelt. So kannst du nicht ins Zelt gehen und mußt lernen/üben mit deinen Ängsten umzugehen. Klar..wird nicht angenehm. Aber beim nächsten mal ist es schon etwas "normaler".
Du solltest dich nicht ablenken in dem du dich z.B. zusammenkauerst und den MP3 Player auf volle Lautstärke drehst.
Gewöhn dich an diese natürlichen Geräusche, Schatten usw. Mach dir klar dass du deine Angst unbegründet ist. Das knaxen eben war ein kleines süßers Tierchen dass nur einen Platz zum gemütlichen schlafen sucht. Das fauchen da war nur ein Tierchen dass ein anderes von seinem Schlafplatz vertrieben hat.
Vestehst du wie ich mein?
Versuchs. Aber versuchs nicht zu weit weg von deinem zuhause bzw. einer anlaufstelle an der du keine Angst mehr hast. Aber auch nicht zu nah.
Tschhaakkaaa!!!
Indi
sjusovaren
06.10.2006, 00:44
Ich denke du solltest dir eine Art Schockbehandlung antun.
Geh in den Wald.. ohne Zelt. So kannst du nicht ins Zelt gehen und mußt lernen/üben mit deinen Ängsten umzugehen. Klar..wird nicht angenehm. Aber beim nächsten mal ist es schon etwas "normaler".
Du solltest dich nicht ablenken in dem du dich z.B. zusammenkauerst und den MP3 Player auf volle Lautstärke drehst.
Gewöhn dich an diese natürlichen Geräusche, Schatten usw. Mach dir klar dass du deine Angst unbegründet ist. Das knaxen eben war ein kleines süßers Tierchen dass nur einen Platz zum gemütlichen schlafen sucht. Das fauchen da war nur ein Tierchen dass ein anderes von seinem Schlafplatz vertrieben hat.
Vestehst du wie ich mein?
Versuchs. Aber versuchs nicht zu weit weg von deinem zuhause bzw. einer anlaufstelle an der du keine Angst mehr hast. Aber auch nicht zu nah.
Tschhaakkaaa!!!
Indi
Hmm. Die Idee find ich nicht so gut.
Das kann leicht nach hinten losgehen.
Wenn sie es nicht schafft, weil die Angst sie überwältigt, frißt sich die Panik nur noch mehr rein.
Natürlich muß sie sich der ängstigenden Situation stellen, damit sie lernt, daß ihr nichts passiert. Aber IMO besser schrittweise. So gibt es kleine Erfolgserlebnisse.
Man braucht erreichbare Ziele, um Erfolge haben zu können.
Wenn sie eine Nacht ohne Zelt draußen verbringen könnte, würde sie hier nicht schreiben. Will ja kein Pessimist sein, aber wahrscheinlich würde sie abbrechen, also ihrer Angst nachgeben, und das kann nicht gut sein. Die Erfahrung hat sie schon zu oft gemacht. Das ist ja das Problem.
Na ja, wir sind in der Hinsicht halt alle keine Experten.
Meine Ideen hab ich ja oben schon beschrieben.
Wäre schön, wenn Laiseka Zeit findet, sich mal wieder zu melden. Im Gespräch bringt das sicher mehr, als wenn jeder ins Blaue hinein postet.
Hey, hab da irgendwann mal was drüber gelesen. Ging um Ängste wo sich Leute Teils nicht mehr ausm Haus wagten. Wie es da stand, ist der einzige sinnvolle Weg die Angst zu besiegen sich ihr auszusetzen, zu üben. Tabletten einschmeißen (gut wird wohl hier niemand machen), Situationen meiden oder Kopfhörer aufsetzen und aufdrehen, stellen eine Flucht vor der Angst da und helfen nicht die Angst zu besiegen, so der Artikel. Man muss sich einer Situation aussetzen wo man die Angst gerade noch im Griff hat, sie auf sich wirken lassen und nach einiger Zeit verschwindet sie dann. Das macht man dann nen paar Mal, bis man ne Stufe weiter geht. Wie man langsam gelernt hat Angst zu haben (durch Ältern, Gesellschaft oder Erfahrungen) muss man es halt auch langsam wieder verlernen, überstürzen hilft nix.
Meine Erfahrungen bestätigen diesen Umstand, man gewöhnt sich an alles (leider).
Ach so falls es wen interessiert Studien haben ergeben das Frauen ängstlicher als Männer sind (OK hat wohl jeder erwartet) aber auch das kleine Leute ängstlicher als Große sind. Kinder von gebildeten Ältern werden zu dem zu den mutigeren Erwachsenen. Zudem ist ängstlich oder mutig Teils genetisch bedingt Erzieung ist aber wichtiger.
Experimente an Mäusen ergaben, dass die mutigen die weniger intelligenten sind (zum Glück nicht übertragbar)
Ich komm vom Thema ab….
Gruß
Viele gute Tipps.
Das wichtigste ist aber (wie schon gesagt wurde) dir erstmal darüber klar zu werden vor was du Angst hast (oder um etwas tiefer zu gehen warum du vor dem Angst hast ). Erst wenn das klar ist lassen sich die Feinheiten in Bezug auf Angstabbau finden....
Jimmilukulukuhua
09.10.2006, 18:29
Alsso ich kann nur sagen dass die Schocktherapie bei mir Wunder gewirkt hat. Viel Spaß! Ist nicht halb so schlimm wie man denkt.
Denk an was, was anderen Angst macht, womit DU aber kein Problem hast.
Zivilcourage, Präsentationen, Bühne, Insekten, Spinnen, Höhe, Auto fahren, fliegen, alleine sein, Fremde ansprechen, Horrorfilme, Blut, Waffen, Mäuse, Fledermäuse, Hunde, Katzen, Wasser, Höhlen, Zukunft.
ich bin mir sicher, dass Du nicht vor all dem Angst hast, sondern einiges dabei ist, was Du leicht bewältigst. Stell Dir andere vor, die davor Angst haben, und wie Du Ihnen die Angst nehmn würdest.
Auch das Nachts im Wald Geräusche hören und übersteigern gehört zu dieser Aufzählung.
Es ist normal. Die Geräusche. Sie sind da, wenn Du nicht da bist, sie sind auch im anderen Wald, sie sind überall, weltweit. Oft denkt man so, dass man sich vorstellt, die Geräusche würden es nur auf die eigene Person abgesehen haben. Tatsächlich leben die Tierchen und der Wind jede Nacht im Wald. Du bist in ihrem Lebensraum, doch Du bist dort gern gesehener Gast, kein Feind.
Das beste ist aber immer noch ein Lagerfeuer, Gesellschaft und ein bisschen was zu trinken. Unter der Voraussetzung, dass man den Umgang mit Feuer sehr gut beherrrscht.
Oder Du stellst Dir Deinen Schutzengel vor, der Böses abhalten wird.
Je öfter man die Erfahrung macht, dass wieder nix passiert ist, desto weniger nimmt man die Geräusche aktiv war. Desto mehr Geräusche lernt man auch kennen und kennt Ihre Muster. Wenn mal wirklich was wäre, etwa ein tollwütiges Tier, würde das stark aus dem Muster fallen.
Und Deine Wahrnehmung würde sofort Alarm schlagen.
Also geh oft in den Wald, machs Dir gemütlich und lerne im Schlaf die Angst besiegen.
Erstmals, vielen Dank fuer eure hilfreichen Tipps. Wovor ich genau Angst habe, kann ich nicht sagen. Weniger vor Tieren, als vor Menschen, irgendwelche Horrorfilme in der Kindheit muessen es wohl gewesen sein ... .
In der vergangen Woche war ich im Oulanka Nat.park unterwegs und habe mit u.a. euren Tipps versucht, meine Angst zu ueberwinden. Habe Fortschritte gemacht!
Ausserdem, umso oefter ich wild campe, umso mehr nimmt die Angst ab. Wenn ich zu zweit unterwegs bin od. in der Naehe von Haeusern campe, habe ich gar keine Angst. :)
Ich bin des weiteren zu der festen Ueberzeugung gelangt, dass unsere Aengste zu 99,99% @ansozialisiert@ werden. Also nicht in unseren Genen liegen, sondern uns @antrainiert@ werden. Z.B. Kindheitserzaehlungen (die primaere Sozialisation ist schliesslich die wichtigste) ueber den @dunklen Wald@ oder div. Bilder, welche in div. Filmen transportiert werden.
Schliesslich ist die reale Gefahr, welche z. B. von Autos ausgeht wesentlich hoeher, als jene die @vom Wald@ ausgeht. Nur werden Autos in unserer Welt ausschliesslich positiv kommuniziert (z.B. der neue Kinofilm @Cars@).
In diesem Sinne: Fuerchtet Euch Nicht ;)
Freut mich wenn du fortschritte machst ;-)
Wie bist du denn nun vorgegsangen? Schocktherapie?
LG, Indi
Kurz noch zur Taschenlampe. Eine 3 Watt Stirn LED ist sicher elegant aber eine 6 Mono Zellen MagL. gibt mir persönlich noch mehr "selbstvertrauen". Auf die Schulter gelegt braucht man nach dem Blenden nur noch den Arm runterziehen und beim Gegenüber bleibts auch tagsüber dunkel.
Für den Rucksack zu schwer...
Waldhoschi
15.10.2006, 07:46
Moinsen.
Ich halte überhaupt nichts von einer "Schocktherapie". Sie ist vielmehr die Lösung von Angehörigen, die mit der Situation überfordert sind. Häufig gräbt sichdieser Schock so schwer ein, dass der betreffende eine solche Situation lange Zeit oder nie mehr bewältigen kann.
Geht es doch langsam an. Lernt mit der Angst umzugehen, Ursprünge für Angst zu suchen. Häufig ist es nicht so etwas lapidares wie ein Horrorfilm in der Kindheit. Vielmehr ist eine solche angst manchmal ausdruck nicht verarbeiteter Situationen, Unsicherheit etc.
Es geht nicht um Furcht, es geht um Angst. Und um diese zu bewältigen baucht man Zeit, manchmal viel Zeit und Gedult.
Christian J.
15.10.2006, 09:14
Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg. So habe ich mir jedenfalls als Kind die Angst vor dem nächtlichen Wald abgewöhnt: Ich habe mir klargemacht, dass es unwahrscheinlich ist, dass ein Räuber/Mörder/.... mitten im Wald sein Opfer sucht, wo er doch in der Statd alle 30 Meter jemanden treffen könnte. Außerdem wäre es einfach total unwahrscheinlich, dass er mich findet. Damit lässt sich dann gut schlafen.
Viele Grüße!
Christian
Naja Christian, aber irgendwo müssen die Opfer aus der Stadt ja auch verscharrt werden. http://www.world-of-smilies.com/wos_teufel/evil_smilie2.gif
Christian J.
15.10.2006, 12:55
also ich vergrab meine immer im Garten. Da wachsen auch die Tomaten besser! :ignore:
Wild zelten und Angst im Dunkeln haben, passt einfach prima zusammen... :wink:
Waldhoschi
18.10.2006, 18:26
Wild zelten und Angst im Dunkeln haben, passt einfach prima zusammen...
Ach, warum nicht. Ich denke, jeder ist Steigerungsfähig.
Grüße Joe
Wild zelten und Angst im Dunkeln haben, passt einfach prima zusammen...
Ach, warum nicht. Ich denke, jeder ist Steigerungsfähig.
Grüße Joe
okay, da geb ich dir Recht. Er wirds schon schaffen...
Sie wirds schon schaffen ;-)
Ok, ich geb's zu. Mein eigentliches Anliegen war:
Wenn ich am Campingplatz bin und es ist Tag, dann ueberkommt mich immer so ein Gefuehl von Angst.
Was kann ich dagegen tun?
:wink: :wink:
Hallo,
ich glaube diese Angst hatte jeder von uns am Anfang mehr oder weniger. Ich erinnere mich noch immer an die erste Nacht im Zelt auf einer Lichtung - das Tier was neben dem Zelt im Laub raschelte war mindesten ein Wildschwein (realistischerweise im nachhinein höchstens ein Igel!).
Das erste mal ohne Zelt hat man dann Angst, die Mäuse und Ratten laufen einem übers Gesicht. (Neulich hatten wir sogar wirklich morgens ein Tier in der Schutzhütte: ein Vogel)
Komischerweise gewöhnt man sich nach und nach daran.
Wenn es wie jetzt früh dunkel wird, habe ich meist eine Kerzenlaterne um etwas gemütliches Licht zu verbreiten - ist dann fast wie ein "Minilagerfeuer"
Gruß Monika
Moltebaer
19.10.2006, 14:46
Hihi joah, wir haben mit 15 Jahren oder so mal auf nem privaten Waldgrundstück mit nem kleinen Teich und Wasserzufluß gepennt. Das andauernde Geplätscher hat uns erst gestört, also haben wir den Wasserfluß mit ein paar Rohren und Brettern stummgeschaltet.
In den folgenden Nächten haben wir dafür alle anderen ungewohnten Geräusche im Wald gehört, das war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Zumal wir damit rechnen mußten, daß sich unser Onkel nachts anschleicht um uns zum Radlertrinken zu animieren. :bg:
Habe Fortschritte gemacht!
Ausserdem, umso oefter ich wild campe, umso mehr nimmt die Angst ab. Wenn ich zu zweit unterwegs bin od. in der Naehe von Haeusern campe, habe ich gar keine Angst. :)
Sehen sie! Hyposensibilisierung heisst das Zauberwort.
Weiterhin viel Spaß wünscht:
Dirk
Sensibilisieren bzw. Sensitivierung.. es geht imho nicht um Heuschnupfen oder ne anere Allergie.. *besserwiß*
Ich würde weiterhin auch auf technische Unterstützung bauen. Ein schönes Nachtsichtgerät z.B.. :D Was zum "Festhalten" hilft auch dem Kopf.
wenn ich so auf meine Beiträge schaue => prost
Sensibilisieren bzw. Sensitivierung.. es geht imho nicht um Heuschnupfen oder ne anere Allergie.. *besserwiß*
Langsam und stetig die Dosis des, die "Reaktion auslösenden Stoffes" zuführen und erhöhen, wird einen "Gewöhnungseffekt" herbeiführen und die "Reaktion" abschwächen oder verschwinden lassen, du INDIaner!
Kennst du das nicht vom Biertrinken? :bg:
Dirk
jackknife
21.10.2006, 15:08
ot.:Indi hat jetzt krass bösen Blick, hat dem rasiert Auge mit Flex
ot.:Indi hat jetzt krass bösen Blick, hat dem rasiert Auge mit Flex
Nope, das sind Augenbrauen von Adidas! :wink:
eWALD
Standárd kann jeder...
Wer zur Quelle will muß gegen den Strom schwimmen :wink:
jackknife
22.10.2006, 11:24
Selbstfindung mit Adidas
blue_balu
18.11.2006, 01:36
Hallo,
Ich hab ein @grosses@ Problem. Wenn ich wild campe, dann immer so, dass ich noch vor Sonnenuntergang Kochen, Hygiene usw. erledigt habe, damit ich im Finsteren nicht mehr vor's Zelt muss.
Klingt bloed, ist aber so: wenn es finster ist, ist mir die Umgebung einfach zu ungeheuerlich und ich fuerchte mich... .
Das passiert mir sogar, wenn ich zu zweit unterwegs bin.
Frage: Wie kann ich mir diese Angst abgewoehen?
Wenn du konkret Angst vor einem Überfall oder so etwas hast. Nimm ein Pfefferspray mit.
...
Nur so ein paar Ideen..
Liebe Grüße :) , Göran
Nimm lieber Pfefferschaum !
Erhältlich in Läden f. Vetrenärbedarf, Jagdbereich u.ä. hat er eine Reichweite von 2 - 5 Meter und treibt dir bei der falschen Windrichtung nicht selbst die Tränen in die Augen. :wink:
Gruß Sven
Ich finde das hat viel mit Routine zu tun. Ich weiß noch genau als ich das erste Mal mitten im Wald gepennt habe.
Ich bin so früh wie möglich in den Schlafsack rein und hab ihn zugemacht, daß nur noch die Nasespitze rausschaute. Und dann fing irgendwo an ein Käuzschen zu schreien. Das erinnerte mich schlagartig an dutzende, schlechte Filme und ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan. Dauernd habe ich irgendwas gehört (meistens war es pure Einbildung).
Aber mit der Zeit ging es dann irgendwie. Man gewöhnt sich an die Geräusche und weiß, daß man sich vieles nur einbildet. Und ganz ehrlich, heute finde ich es irgendwie sogar beruhigend wenn ich in Schlafsack liege und irgendwo schreit ein Käuzschen.
sjusovaren
18.11.2006, 12:41
Und ganz ehrlich, heute finde ich es irgendwie sogar beruhigend wenn ich in Schlafsack liege und irgendwo schreit ein Käuzschen.
Geht mir auch so !!
Liegt aber wohl daran, daß es mich an die Kindheit erinnert.
Da war oft eines Nachts zu hören, bzw. ein Pärchen. Sie klingt ja sowieso viel unheimlicher :wink:
Thunderbird
18.11.2006, 22:50
Die einzigen Dinge vor denen ich wirklich Angst habe beim Zelten sind:
- Jugendliche halbstarke, die mein Zelt kaputt machen
- Die Ordnungshüter in grün, die mein Zelt beschlagnahmen wollen
so what?!?! Dennis
Wenn einer ein wirksames Mittel gegen die weiß, sowas wie Insektenschutz nur für die von mir genannten Plagegeister, dann postet es ;)
Jimmilukulukuhua
20.11.2006, 19:15
Entferne Dich soweit wie möglich von der Zivilisation. Dén genannten Plagegeistern fehlt glaub ich die Muße dort rumzukrauchen.
Ich glaube wenn man Nachts im Zelt liegt oder davor sitzt und ein Feuer lodert dann werden jegliche wilden Tiere das Gebiet nach kurzer Zeit räumen und in dieser Nacht wohl auch meiden.
Tiere begeben sich nur ungern in Situationen wo sie sich evtl. verteidigen müssen.
backslash
21.11.2006, 15:58
Da helfen alle Diskussionen und Ratschläge nichts. Es gibt einfach
Dinge, mit denen muss jeder selbst fertigwerden.
Man muss sich seinen Dämonen stellen, oder mit der Angst leben.
Gruss backslash
Entferne Dich soweit wie möglich von der Zivilisation. Dén genannten Plagegeistern fehlt glaub ich die Muße dort rumzukrauchen.
Sehe ich genauso. Da wo ich in der Regel zelte, traut sich nachts eh kein jugendlicher Halbstarker hin... :bg:
Ich führe zum diesem Thema mit meinen Leuten Trainings durch. Vielleicht könnte Dir die Methode helfen:
Wir üben in Gruppen von 2 bis 4 Leuten im Wald auf einem Weg, der durch Wanderungen am Tag bekannt ist. Wir suchen zusammen einen Punkt des Weges auf, der bereits ein gutes Stück im Wald liegt. Es folgt ein Uhrenvergleich, und dann geht´s los.
Das erste Team-Mitglied geht los, den Waldweg entlang ca. 5 Minuten und bleibt dann stehen. Zwei Minuten nach seinem Start läuft das nächste Team-Mitglied los, solange bis es auf seinen wartenden Vorgänger trifft. So geschieht es, bis alle wieder beisammen sind.
Dann erfolgt ein Wechsel, bei dem ein anderes Teammitglied den Starter macht. Das Procedere wird wiederholt. Irgendwann war dann jeder des Teams mal der Starter und auch das Schlußlicht.
Die Erfahrungen bei solcher Übung sind vielfältig: Es ist eine Sache, der zweite Läufer zu sein, eine andere, als Starter loszugehen. Es gibt interessante Unterschiede in den Situationen des Folgens, des Wartens, des Abschließens.
Diese Übung kann natürlich in allen denkbaren Variationen ausgeführt werden. Vielleicht findest Du Leute, mit den Du üben kannst.
Gruß aus Berlin
Jimmilukulukuhua
22.11.2006, 13:40
Nicht schlecht. Kann mir vorstellen, daß diese Methode schon einen gewissen Gewöhnungseffekt zur Folge hat. Vor allen Dingen weil man in der Dunkelheit nie genau weiß wann man auf den Vorgänger trifft.
Daraus entsteht denke ich eine Erwartungshaltung die ich Anfangs in der Dunkelheit ständig hatte wenn ich zum pinkeln ins Gebüsch ging. Ich dachte immer gleich springt mich irgendwas an.
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