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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrraddiebstahl - Erfahrungsaustausch


Phipus
14.09.2006, 02:08
Hallo zusammen,

zur Zeit überlege ich mir, wie ich mein Rad - das mir mittlerweile doch etwas ans Herz gewachsen ist - noch besser vor Diebstahl schützen könnte.

Bislang wurde mir erst ein Rad geklaut, damals hatte ich es aber dummerweise für einige Stunden abgestellt und dabei nicht fest abgeschlossen, so dass der Dieb leichtes Spiel hatte. Seither versuche ich nach Möglichkeit immer einen befestigten Ständer, Straßenlaterne/-schild oder etwas ähnliches zu finden und dann den Rahmen daran abzuschließen.

Obwohl ich die letzten Jahre eigentlich ein ziemlich einfaches Kabelschloss verwendete, wurde mir kein Rad mehr geklaut. Trotzdem habe ich oft ein etwas mulmiges Gefühl, gerade wenn ich mein Rad spätabends für einige Stunden oder gar die ganze Nacht in der Stadt abstelle. Zu erwähnen wäre noch, dass ich kein superteures Rad fahre, aber verglichen mit den meisten Stadträdern wäre es - so meine Meinung - sicherlich ein lohnenswertes Diebesgut.

Nun würden mich eure Erfahrungen mit Fahrraddiebstahl interessieren und auch, wie ihr eure tretbaren Untersätze am geschicktesten vor der Klauerei bewahrt.

Ich selbst habe mir nun ein Bügelschloss von ABUS zugelegt und werde dies künftig ergänzend mit einem Kabelschloss verwenden. So hoffe ich, dass diese Securitybombe einigermaßen abschreckend wirkt.

Oder bringt das am Ende vielleicht garnichts? Ist es womöglich trotz aller Schlösser doch eher ein Glücksspiel, ob und wann mir wieder ein Rad entwendet wird?

Beste Grüße,

Phipus

Crosswind
14.09.2006, 10:01
Hallo!

Meine Meinung:

es gibt zwei Arten von Fahrraddieben: Diejenigen, die es auf Komponenten abgesehen haben und dafür sogar (nachts) Deinen Rahmen durchsägen würden...die Gefahr bsteht wohl nicht, wenn Dein Rad eine bessere Stadtgurke ist. Bei einem richtig teuren Rad hilft da m.E. auch nur ein gutes Schloss in Verbindung mit einer Versicherung und einem guten Auge - über Nacht würde ich mein gutes Rad nirgends im Freien angeschlossen lassen.

Die andere Art ist dann wohl einfach derjenigen der keinen Bock auf Nachhauselaufen hat udn sich deshalb ein Rad klaut. Ein Bügelschloss von Abus sollte ihn davon abhalten gerade Dein Rad mitzunehmen.

Ganz fies finde ich natürlich solche Leute (ist das jetzt die dritte Art?), die sehen dass sie Dein Rad nicht kriegen können und einfach alles kaputt treten. Hab ich auch schon gesehen.

Zu den Kabelschlössern: Ein Kumpel von mir hatte so ein Aldi-Kabelschloss an seinem Rad auf der letzten Tour dabei. Er hatte das Rad abgeschlossen, da wurde ihm die Gürteltasche inkl. Schlüssel gestohlen. Er war ziemlich sauer und wir mussten zur Polizei fahren, da hat er zweimal mit echter Wut an dem Kabelschloss gerissen, und schon wars offen. Einfach am Verschluss aufgegangen!

Also, Vorsicht!

Philip

Phipus
14.09.2006, 13:12
Hallo Philipp,

ich fahre ein Rad von Bergamont (Alu Vagonda Elite), das damals glaube ich (vor 2 Jahren) neu ca. 700 Euro gekostet hat. Nun habe ich in den letzten Wochen das Rad für 300 Euro renoviert und ein paar Kleinigkeiten (besserer Sattel (Bontrager), vernünftiger Lenker, verstärkte Hinterradfelge, besserer Ständer) ausgetauscht.

Es geht mir nicht nur darum, dass das Rad mir jetzt materiell zu viel wert ist, sondern gleichfalls finde ich bedeutend, dass ich es nun individuell auf meine Bedürfnisse ausgerichtet habe und nicht scharf darauf bin, dass die ganze Mühe einfach weggeklaut wird.

Ich habe auch darüber nachgedacht, ob eine gute Diebstahlsicherung nicht letztlich ein Anziehungspunkt für Vandalismus - wie Du auch erwähntest - darstellt. Nach dem Motto: "Was ich nicht bekommen kann, das soll auch niemand anders haben."

Mir wurde vor längerem einmal der Rahmen meines alten Rades zerkratzt und die Getränkehalter total verbogen. Damals vermutete ich schon, da ich mein Rad mit zwei guten Schlössern fest abgesichert hatte, dass da ein frustrierter Dieb am Werk gewesen sein könnte.

Da hilft wohl nur, wenn man das Rad möglichst öffentlich abstellt und nicht in Hinterhöfen oder dunklen Winkeln parkt. Ich sehe auch regelmäßig total demontierte Rahmenreste oder zerstörte Räder an Zäunen oder Ständern baumeln, die Überreste lassen aber meist erkennen, dass es sich dabei eher um ein altes Rad handelte, was evtl. vom Besitzer vergessen wurde und dann im laufe von Wochen bis Monaten - weil herrenlos - der Zerstörung anheim fiel.

Beste Grüße,

Phipus

sjusovaren
14.09.2006, 15:53
Ich selbst habe mir nun ein Bügelschloss von ABUS zugelegt
So eins benutze ich auch (Abus Granit futura, in der langen Version).
Ketten und Kabel sind zwar flexibler beim Anschließen, aber laut Tests weniger stabil. Außerdem kann man ein Bügelschloß gut am Rahmen befestigen. Aber wohin mit ner schweren Panzerkette?
Das Schließsystem selbst sollte zumindest dem normalen Dieb widerstehen.
Dazu hab ich noch die Schnellspanner gegen Fünfkant-Inbus ausgetauscht. Die kann man weder mit ner Zange von außen, noch mit nem Schraubenzieher von innen zu fassen kriegen :bg:
Letztlich kann man einen Diebstahl aber leider immer nur verlangsamen.

JonasB
14.09.2006, 22:49
hab ja mal in Bremen in einem Bikeshop gearbeitet- ihr glaubt gar nicht was man da alles mit bekommt....!

Meiner Meinung nach der beste Schutz wenn es wirklich solche ien Radel für belebte Gebieten sein muß:

Fahrrad extrem hässlich machen.
Matt schwarzer Lack oder Unterbodenschutz tun da schon sehr viel.
ausserdem alles Markenschriftzüge verschwinden lassen

Dazu kommt natürlich der passive Schutz;
Bike immer an belebten, beleuchteten Orten ANschließen.
Schnellspanner gegen sicherungen (nicht die überteuren Pitlock) austauschen oder mit einem extra Kabel sichern.
keine unnötigen Teile am Rad anbauen....

mein Stadtbike hat Singe-Speed. keine Schutzbleche und keinen Gepäckträger, dazu ist es mattschwarz angesprüht und der Lack platzt teilweise ab.
Das Bike kann ich überall hinstellen obwohl es nicht wirklich günstig ausgestattet ist!

Dekkert
14.09.2006, 23:38
Man kann das Rad auch noch registrieren lassen. Das schränkt wenigstens die Wiederverkaufsmöglichkeit des Diebes e, und erhöht die Möglichkeit für die Polizei ein geklautes Rad an den Eigentümer zurückzuführen.
Hier sind noch einige Tips:
http://radschlag.de/pages/sicher.html
http://radschlag.de/pages/fahrradkodierung.html
Ich habe mein Rad durch anmalen individualisiert, macht das Rad für den Dieb unattraktiver.
Benutze 2 Schlösser mit unterschiedlichem Schlüsselsystem
1. U-Schloß schwerstes unterhalb der Motorradgrenze.
Eigentlich wollte ich ne Kette, die mir sicherer aussah (weicht aus, ist nicht so steif). Aber 2 Nachteile: schwerer und klimpert.
2. Ummanteltes Kabel.
U-Schloß immer für vorderad, Rahmen und Laternenpfahl, das Andere für das Hinterrad.
Gruß

zoika
14.09.2006, 23:58
ich habe mir überlegt, daß ich wahrscheinlich mindestens 150euro für schlösser ausgeben müßte. richtigen profis ist das aber auch egal, und so wäre irgendwann nicht nur das rad weg, sondern auch die schlösser kaputt.

deshalb habe ich mir aus resten ein schön häßliches stadtrad aufgebaut, ohne schaltung und mit billigen, aber funktionalen teilen, das mit einem normalen billigen kabelschloß gesichert wird: gegen die verlegenheitsdiebe, die profis machen eh einen bogen um die qietschbunte möhre.

ansonsten, wie schon alle sagten. häßlich machen, alle markennamen überpinseln oder abkratzen. keine schnellspanner, lite axles reichen auch und sind billig.

ein rad, das dir wirklich am herzen liegt, sei es aus pekuniären oder nostalgischen gründen: nie allein lassen! für das geld, das du an schlössern sparst, gibt es in der bucht jederzeit brauchbare stadtgurken!

Nopogobiker
15.09.2006, 14:52
Bike immer an belebten, beleuchteten Orten ANschließen.
Das hilft leider auch nicht immer. Ich hatte mal den Schlüssel meines eigenen Rads vergessen und musste es abgeschlossen heim tragen. Einmal quer durch die Frankfurter Innenstadt und keiner hat mich angesprochen.
Zur Not zieht sich der Dieb einen Blaumann an, schreibt hinten Bike Service drauf und flext das Schloss auf - da sperrt die Polizei vermutlich sogar die Straße wegen dem Funkenflug :shock:

Ansonsten wurde es ja schon geschrieben: Rad möglichst hässlich machen, mein Stadtrad ist auch mein Schlechtwetter Trainingsrad und so sieht es auch aus - wird nie geputzt, alte Teile dran montiert, Schnellspanner gegen Gelegenheitsdiebe mit dicken Kabelbindern gesichert, Heißkleber in alle Inbus Schrauben und dann och eine Diebstahlversicherung. Mehr geht glaub ich net... Und die guten Räder stehen alle in der Wohnung und werden garantiert nicht allein stehen gelassen.

Nopogobiker

Onkel Tom
15.09.2006, 16:51
Hi,
mir und meiner Frau wurden vor ca. vier Jahren die Bikes aus dem verschlossenen Keller( zu dem eigentlich nur die Mieter Zutritt haben sollten) geklaut. Zuerst das Vorhängeschloß an der Tür zu unserem Kellerabteil aufgezwickt, dann die die Bikes Seelenruhig quer übern Hof an einem Rentnerehepaar vorbei geschoben, um dann mit den Bikes im Nirvana zu verschwinden... Die folgende Anzeige bei der Polizei war für'n Arsch, 'n Bekannter von mir ist Polizist, der sagte mir die Chancen die Bikes wieder zu bekommen gehen richtung Null - und er hatte recht... Ärgerlich war dann auch noch, daß die Bikes damals noch nicht versichert waren, da wir erst kurz vorher zusammengezogen waren und noch keine Hausratversicherung bestand.... :bash: Seitdem stehen die Bikes abgeschlossen in der Wohnung...
Gruß
TOM

fotograf
16.09.2006, 13:14
Für die Stadt habe ich ein Schrottrad von Baumarktqualität. Das schließe ich mit einem Kabelschloß für 10 Euro an. So ein Rad wird nie geklaut. Komponenten sind uralt. Die blau-scharze Effektlackierung ist sehr häßlich. Teilweise bildet sich Rost.

Meine besseren Räder kriegen teurere Kabelschlösser, weil ich für Bügleschlösser am Rahmen kein Platz hab wegen der Trinkflaschen. Ich schließe alle Räder an Zäunen oder Bäumen an und n icht nur so an sich selber. Dann könnte es der Dieb wegtragen. Eine Versicherung habe ich nicht, weil es sich nicht lohnt für die Räder. Ich habe sie alle gebrauhct gekauft, keines teurer als 400 euro.

Phipus
17.09.2006, 15:37
Hallo,

danke für die zahlreichen Beiträge.

Ein Schrottrad kommt für mich nicht in Frage, da ich mich nicht der Dieberei beugen und auf einen angemessenen Fahrkomfort verzichten möchte. So nach dem Motto: "Ätsch ihr Diebe, schaut doch mal, auf was für einer Mühle ich durch die Gegend eiere, da lohnt sich der Klau ja garnicht!"

Desweiteren werde ich garantiert nicht mein Rad versauen - sei es durch hässlich machen oder dem Anbau von uralten Komponenten. Auch in diesem Falle würde ich mich der bloßen Diebesgefahr beugen.

Ich denke für mich kommt die polizeiliche Registrierung meines Rades in Betracht, das werde ich sobald als möglich durchführen lassen. Außerdem achte ich darauf, dass ich das Rad künftig mit zwei guten Schlössern (Panzerkabel+Bügel von ABUS) fest abschließe und an belebten Orten - und zwar nicht über Nacht und nicht zu lange - abstelle.

Eine absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, aber wenn jemand meinen Drahtesel klauen möchte, dann wird er sich sein Brötchen so hart als möglich verdienen müssen. Und: wenn er es denn tatsächlich schaffen sollte, dann hat er es sich verdient! :wink:

Beste Grüße,

Phipus

-wf-
17.09.2006, 15:51
Schnellspanner würde ich an deiner Stelle aber auf jeden Fall gegen mit Werkzeug zu montierende Spanner austauschen. Mir hat jemand den Schnellspanner einer Deore Hinterradnabe geklaut, vielleicht wäre mir auch das komplette Rad abhanden gekommen, wenn der Dieb nicht gestört worden wäre. An diesem Laternenpfahl im Hinterhof postiere ich mein Rad nicht mehr. Jetzt steht es in aller Öffentlichkeit auf dem Fußweg an einem Pfahl.

Meine Fahrräder sind nicht besonders häßlich gemacht. Teilweise sind jedoch alte Teile dran, weil die Räder eben schon so alt sind, daß Acera oder Altus Schaltungen Stand der Dinge waren. Für sehr diebstahlgefährdete oder zerstörungsgefährliche Orte habe ich allerdinsg ein extra Rad. Da beuge ich mich eben der Diebstahlgefahr und verzichte gern auf Komfort, hauptsache ich finde das Rad nach dem Fußballspiel wieder und muß nicht heim laufen.

derMac
17.09.2006, 17:21
IMHO gibt es 2 Hauptkategorien von Fahraddibstahl: Das gezielte Suchen von hochwertigen (höherwertigen) Fahrrädern in Gegenden, wo öfter hochwertige Fahrräder rumstehen. Dagegen hilft wahrscheinlich auch kein Schloss, da ist es einfach Pech. Du kannst nur versuchen, dein Rad nicht in solchen Gegenden abzustellen. Dann gibt es noch den Gelegenheitsdiebstahl, wo der Dieb meist nicht das entsprechende Werkzeug mit hat oder kein Profi ist. Da hilft ein gutes Schloss schon, am besten den Rahmen irgendwo mit einem Bügelschloss festschließen. Für leicht abmontierbare Teile dann noch Pitlock.

Hab mein Rad übrigens gerade quer durch Mitteleuropa gefahren und dabei nur ca. 5 Mal abgeschlossen. Trotzdem wollte es keine haben. :bg:

Mac

Snuffy
17.09.2006, 20:26
Mir wurden schon 2 Räder geklaut. Das letzte war ein 300DM Fahrrad. Mattschwarz, Aufkleber abgerubbelt, und verdammt verdreckt und rostig. Als Schloss hatte ich ein Bügelschloss von ABUS. Nich das billgste, sicher Stufe 2 oder 3 aus ihrem Sortiment. Dennoch muss es ganz einfach gewesen sein, das Ding aufzubekommen.
Hatte es eine Nacht an der FH abgestellt. Massive Fahrradständer, bis zur Rahmenhöhe. Da sind sie dann wohl einfach mit einer großen Brechstange zwischen und habe das Schloss "aufgewickelt".

Soviel dazu von mir.


Snuffy

hal9000
18.09.2006, 12:50
Hallo,

folgende Tipps kann ich Dir aus jahrelanger Erfahrung geben:

- Kauf Dir ein teures (!) Buegelschloss - am besten ein Cryptonite New York

- Tausche Schnellspanner gegen Pitlocks aus

- Inbus-Schrauben am Vorbau und a-head mit "Pattex Repair Express Power-Knete" zukleben. Diese Schrauben wirst Du zu lebzeiten hoechstahrscheinlich nicht brauchen und wenn doch kannst Du sie einfach wieder aufbohren. Das schuetzt vor Diebstahl Deiner Gabel und Vorderrad. Wenn Du das nicht machst, ist es sehr eionfach innerhalb von 1-2 Min Dein komplettes Vorderrad auszubauen!

- Nimm Dein Rad Abends mit in die Wohnung (Balkon, eigener Keller)

- Schließ Dein Rad immer an einer fest einbetonierten Stange an

Wenn Du genau das machst, wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deinem Leben das Rad nicht geklaut werden. Gegen Vandalismus kann man sich natuerlich kaum schuetzen.

Gruss, Marc

Phipus
18.09.2006, 16:29
Hi Marc,

danke für den Tipp mit den Pitlocks, habe mir gerade ein Set bestellt - Vorder- u. Hinterrad sowie Sattelstütze. Zwar ist das mit ca. 50 Euro nicht eben billig, aber dafür habe ich mein Sicherheitsbedürfnis befriedigt und womöglich sogar auch faktisch einen eventuellen Teileklau etwas erschwert.

Ein ordentliches Bügelschloss habe ich neuerdings und die restlichen Hinweise gehören auch bereits zu meinem Anti-Dieb Programm. So hoffe ich nur, dass sich nicht am Ende ein Profi-Klauer von meinem "Al Catraz" Fahrrad herausgefordert fühlt und genötigt sieht, seine Diebesehre daran unter Beweis zu stellen. :roll:

Beste Grüße,

Phipus

Rajiv
18.09.2006, 16:43
Zum Thema Fahrradkennzeichnung durch die Polizei:
Hatten wir vor ein paar Jahren probiert, aber die Mobile Polizeiwache(mit dem Gerät) hielt sich nicht an den Tourenplan, nach dem dritten Reinfall hatten wir die Schnauze voll und haben es (damals) gelassen. Der Grund war folgende Überlegung: Das Rad wird mittels Code gekennzeichnet, aus diesem Code kann aber kein "Normalsterblicher" den legitimen Besitzer erkennen. Lediglich die Polizei(meinetwegen auch noch jemand von der Stadtverwaltung, der die Nummern der Straßen in der Stadt kennt) kann dem Code einen Namen/Adresse zuordnen. Im Ernstfall fährt der Dieb seelenruhig mit meinem Fahrrad, welches gekennzeichnet ist, durch die Botanik.
Also hat mein Bruder sich selber so 'nen Hobby-Graviergerät gekauft und dann wurden die Rahmen selber mit 'ner Gravur(Familienname{ist bei uns kein "Allerweltsname"}, Stadt) versehen. Nachteil der Methode: Gerät ist nur für gerade Flächen(und nicht für Rohre) konstruiert worden, deswegen etwas mühsam.
Mittlerweile halte ich es für die beste Variante, wenn man das Fahrrad von der Polizei mit dem eingravierten Code versehen läßt und daß mein Fahrrad mit der selbsteingefrästen Gravur versehen ist. Über optische Aspekte kann man selbstverständlich endlos streiten.

Rajiv, mit 'nem "German Cycler"-Schloß(muß 'mal nachsehen, was genau auf dem Schloß steht; wird leider schon seit etlichen Jahren nicht mehr vertrieben) am Fahrrad, das ist 'ne aufrollbare Kette

Flachlandtiroler
18.09.2006, 17:29
Mir ist ein Händler-kodiertes Rad gestohlen worden (ok., hätte auch kein Abschreckungseffekt erwartet :bg:). Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, der protokollierende Polizeibeamte hätte mit dem Code was anfangen können, ich durfte alle Personalangaben nochmal vorbeten die ja eigentlich per Klick hätten verfügbar sein sollen. Aufgefunden wurde das Rad leider auch in den letzten fünf Jahren nicht :cry: , kann also zur Wirksamkeit leider nichts Gutes sagen.

Finde den Code allerdings schon selbsterklärend; mal abgesehen von der Straßennummer sind doch AFAIK Initialen und Ort (oder auch Hausnummer?) enthalten, es wäre also schon ein ziemlicher Zufall wenn der Dieb oder Hehler-Käufer da kompatibel wäre. Andererseits habe ich solche Kontrollen noch nie erlebt und ich schätze auch, mit der Ausrede "Ist von meinem Freund geliehen" oder "Bin umgezogen" gibt sich eh' jeder zufrieden und für den Streifenbeamten online verfügbar scheint der Code ohnehin nicht zu sein; schon garnicht außerhalb der Stadtgrenzen.

Gruß, Martin

Rajiv
18.09.2006, 17:41
Genau das meinte ich, es wird einfach nicht kontrolliert(zumindest habe ich im Großraum DD es selber noch nicht erlebt und auch von niemandem gehört, daß es schon mal vorgekommen sein soll).
Ansonsten ist gerade das Ansehen der Polizei durch deine Schilderung bei mir persönlich gerade wieder so etwas von gestiegen, geradezu atemberaubend. :bg:

Wenn einem ein codiertes Rad geklaut wird, dann muß man sich wirklich veralbert vorkommen. Muß mal meine Fahrrad-Süchtigen fragen, ob denen auch schon mal 'nen codiertes Fahrrad geklaut wurde. Erinnere mich im Moment nicht an so eine Sache hier bei uns.

Rajiv

utor
27.09.2006, 15:27
naja pitlock kriegt man auch mit ner zange locker aufgedreht,
also wenn man auf nen halbwegs profi trifft, hilft das auch nix.

meiner meinung nach nen richtig gutes schloss um das rad
für ein zwei stündchen allein zu lassen ist das specialized wedlock
relativ leicht, stabil und halbwes sicher, mit nem ordentlichen
radius.

http://www.bike-sport.de/SCHLOSS_WEDLOCK.htm

ansonsten hab ich an meinem rad alle marken mit soner
schwarzen klebefolie abgeklebt, manche schrauben mit
kaugummi zugemacht (kubel) oder mit nem dezenten
kabelbinder gesichert (sattelklemme, lichthalterung)

naja und über nacht würd ich mein rad nie draussen lassen,
da würd ich richtig schlecht schlafen, glaubich.

http://utor.de/battlekram/bike.gif


bis denne
utor

derMac
27.09.2006, 16:46
naja pitlock kriegt man auch mit ner zange locker aufgedreht
... während man für Kabelbinder und Kaugummis richtiges Profiwerkzeug braucht. :wink:
So ganz trivial ist das Öffen bei meinen irgendwie auch nicht, aber ein richtig gutes Schloss ist natürlich sicherer. Aber auch viel schwerer und unpraktischer.

Mac

hrrh
01.10.2006, 23:19
der beste diebstahlschutz:
fahrrad irgendwo parken wo bessere/teurere fahrraeder mit schlechteren schloessern stehen :wink:


zu den schloessern:
im zweifelsfall bekommt man die schloesser damit (http://stihl.de/isapi/default.asp?contenturl=/katalog/produkt/42230112810/TS_400.html) sehr schnell auf. :bg:

Phipus
02.10.2006, 18:39
Hallo nochmal,

ich habe mich übrigens doch gegen Pitlocks entschieden, da mir diese einfach zu teuer sind. Fast 60 Euro für einige Schräubchen - Spezialanfertigung hin oder her - müssen nicht sein. Stattdessen sichere ich beide Laufräder (mittels Panzerkabel + Bügelschloss) an den Rahmen und den Rahmen an was richtig festes (Fahrradständer, Laterne o.ä.).

Den Sattel habe ich mit einem kleinen Kabelschloss separat gesichert, das sollte zumindest ausreichend vor Gelegenheitsdiebstahl schützen. Nachts kommt das Rad ins Haus und tagsüber an öffentliche Fahrradständer, da dort der unauffällige Einsatz von Flex etc. zumindest erschwert sein dürfte. :wink:

Beste Grüße,

Phipus

sjusovaren
02.10.2006, 18:50
ich habe mich übrigens doch gegen Pitlocks entschieden, da mir diese einfach zu teuer sind. Fast 60 Euro für einige Schräubchen - Spezialanfertigung hin oder her - müssen nicht sein.

Dachte ich mir auch!! Die sind doch nicht aus Gold :ill:
Deshalb verwende ich die erwähnten Fünf(!)kant-Inbus.
Durch die Asymmetrie fassen normale Schlüssel oder Schraubenzieher bei denen nicht.
Das zweite Schloß laß ich seither daheim.

utor
04.10.2006, 14:10
naja pitlock kriegt man auch mit ner zange locker aufgedreht
... während man für Kabelbinder und Kaugummis richtiges Profiwerkzeug braucht. :wink:

naja, aber für so gelegenheitsdiebe, die vielleicht nur
nen tool dabeihaben, bzw ma schnell den schnellspanner
aufmachen wollen, um den sattel zu zocken, taugt auch
kaugummi und kabelbinder.

die 50 euro fürs pitlock steck ich lieber in was anderes
am fahrrad, zb in richtig gute tourenreifen. (http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/fahrrad/themen/reifen/city/travelcontact/travelcontact_de.html)

schön gruß
utor

derMac
04.10.2006, 15:55
Ja, Pitlocks sind schon irgendwie Luxus, aber IMHO sicherer als alle anderen Lösungen (außer einem guten separaten Schloss). Man gönnt sich ja sonst nix, außer...

die 50 euro fürs pitlock steck ich lieber in was anderes
am fahrrad, zb in richtig gute tourenreifen. (http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/fahrrad/themen/reifen/city/travelcontact/travelcontact_de.html)
Die hab ich auch, sehen nach über 3000 km noch fast wie neu aus. :D

Mac

utor
01.11.2006, 20:27
ach, was mir noch eingefallen ist: wenn man sein rad
ma kurz vorm kiosk abstellen will, aber keine lust auf
die ganze an- und abschliesserei hat, einfach im stand
die gänge leichtschalten. dann fliegt die kette beim
gelegenheitsdieb garantiert vom kranz. man muss nur
dann beim losfahren auch selbst dran denken wieder
hochzuschalten.

:)
utor

Onkel Tom
01.11.2006, 22:36
:o ? Ich hab' gelesen(glaub' in der Bike oder Mountain Bike) einen hohen Gang einlegen da hat der (Gelegenheits)-Dieb schon mal erste ernstzunehmende Schwierigkeiten überhaupt von der Stelle zu kommen. Ist aber auch nur zu empfehlen wenn man sich in der Nähe des Bikes aufhält...
Gruß
TOM

utor
01.11.2006, 23:29
naja also ich bin immer im hohen gang, halt noch
vom fahren. dann stell ich das rad ab und schalte runter,
alle gänge in einem. wennde dann reintritts fällt die
kette runter.

wennde aber innem schweren gang mit dem bisschen
anlauf losfährst, dann geht das auf jeden fall, also
zumindest bei meinem rad. das mach ich an der ampel
oft wenn ich vergessen hab runterzuschalten.

aber wie gesagt, der tip ist wirklich nur für die minute im laden.

:)
utor

Phipus
02.11.2006, 01:54
Hallo Tom,

ich würde auch die Variante von utor - Kette vom Kranz - vorziehen, wenn jemand richtig Schmackes in den Beinen hat, dann ist der nach zwei bis drei Pedaltritten für den hohen Gang sicherlich nicht undankbar. :wink:

Ich schließe mein Rad oft nicht ab, wenn ich in Sichtweite und nächster Nähe mich aufhalte - z.B. Bankautomat. Dann halte ich mein Rad aber ständig im Blick und sollte jemand meinem Goldesel auch nur irgendwie zwiedeutig zublinzeln, so mutiere ich unter fünfjähriger Ortliebgarantie zur Adrenalindrüse höchstselbst; die Frage aber bleibt, ob es nicht bedeutend stressfreier für beide Parteien gewesen wäre - Gelegenheitsdieb sowie meine Person - das Rad einfach kurz abzuschließen und dafür 5 Sekunden kostbarer Zeit auf der Straße zu lassen. :roll:

Beste Grüße,

Phipus

Alpenkönig
02.11.2006, 07:34
Hier in Ffm hat letzte Woche einer einen dicken Baum durchgesägt und das daran mit Stahlbügel angebrachte MTB geklaut. Die Nachbarn die Sägegeräusche gehört haben, dachten es sind Gärtner an der Arbeit! :bg:

Christian J.
02.11.2006, 11:18
Ich schließe mein Rad oft nicht ab, wenn ich in Sichtweite und nächster Nähe mich aufhalte - z.B. Bankautomat.

Da nehm ich mein Baby idR mit rein. Gibt zwar komische Blicke, aber gesagt hat noch nie jemand was. :bg:

barkas1980
04.11.2006, 23:27
Hi,
mir ist gottseidank noch nie eines meiner Fahrräder geklaut worden. Ich schliesse meine Räder zwar immer irgendwo an(ein gutes Bügelschloss von Abus tut da gute Dienste), aber das schützt ja bekanntlich nicht vor Materialklau.
Ergo - ich lasse meine Räder verdrecken. Das bezieht sich hauptsächlich auf Rahmen Felgen - also die Teile, denen ein bissl Dreck eh nix ausmachen. Die Kette wird immer schön geölt, manchmal auch n bissl zu viel - das zieht zwar den Dreck an, und mann muss es mal sauber machen, aber so n paar Öl-Kettenschmiere-Spritzer auf dem Rahmen sind doch recht dekorativ.
Bei meinen Rädern werden Defekte Sachen auch immer nur notdürfig repariert - vor allem Schutzbleche vibrieren mir permanent ab. Das kann man effektiv mit Gewebeklebeband reparieren - sogar Radreisen steckt so ne Klebestelle locker weg.
Und vor allem - je hässlicher, desto unattraktiver. Wenn ich dann immer bei Trainingsrunden in unserem Naherholungsgebiet die ganzen Snobs mit den hochglanzpolierten Fahrrädern seh, und mit meinem Schrottbock der Lärmt und Klappert vorbeifahre, dann zaubert das so n hämisches Grinsen ins Gesicht.
Für meine Freundin haben wir mal so ein Schrottfahrrad in hässlich gelb-violett gestrichen, Slicks drauf gezogen, und neue Antriebseinheiten dran geschraubt. Seit dem kommt sie immer wieder heim, und erzählt, wen sie heute wieder mit ihrem Schrottbock versägt hat.

Und für den Fall, dass uns unsere hässlichen Räder doch mal gestolen werden sollten weiss ich, dass der Dieb kein Spass damit haben wird, weil alles auf billig gemacht ist...

Mein Bruder hat seine Magura HS-33 und die Rohloff Nabe einfach mit Gelb-Orange-Giftgrün Lack aus dem Baumarkt getüpfelt. Sieht ultrahässlich aus, die Farbe frisst sich nach einiger Zeit am Untergrund fest, so dass man sie abschleiffen muss. Das schützt effektiv vor Materialklau - zumindest kann man die Teile nicht mehr bei Ebay verzocken...

Onkel Tom
05.11.2006, 00:24
Hallo Tom,

ich würde auch die Variante von utor - Kette vom Kranz - vorziehen, wenn jemand richtig Schmackes in den Beinen hat, dann ist der nach zwei bis drei Pedaltritten für den hohen Gang sicherlich nicht undankbar. :wink:

http://www.mountainbike-magazin.de/diebstahlschutz.92627.htm , dort hatte ichs gelesen - unter Punkt 10. Ob's wirklich hilft weiß' ich leider auch nicht... :bg: Nicht jeder Fahrraddieb hat die Oberschenkelmuskulatur, bzw. die Sprinterqualitäten von Erik Zabel :bg:
Gruß
TOM

barkas1980
09.11.2006, 19:13
Da fällt mir noch ein,
hab schon mal, als mein Schloss sich im Winter nicht öffnen lies - war zugefrohren - einfach die Bremsen ausgehängt, und den vorderen Schnellspanner aufgemacht.
Den bösen Buben grätscht es dann sicher an der nächsten Ecke auf die Strasse.
So ein lockeres Vorderrad fährt sich nicht so besonders toll - hab das schon erlebt, als mir mal jemand "zum SPASS" den Schnellspanner locker gemacht hat. Wenn man dann noch nicht bremsen kann...

barkas1980
09.11.2006, 19:13
Da fällt mir noch ein,
hab schon mal, als mein Schloss sich im Winter nicht öffnen lies - war zugefrohren - einfach die Bremsen ausgehängt, und den vorderen Schnellspanner aufgemacht.
Den bösen Buben grätscht es dann sicher an der nächsten Ecke auf die Strasse.
So ein lockeres Vorderrad fährt sich nicht so besonders toll - hab das schon erlebt, als mir mal jemand "zum SPASS" den Schnellspanner locker gemacht hat. Wenn man dann noch nicht bremsen kann...

Phipus
09.11.2006, 21:54
Hi Barkas,

mir hat auch schonmal jemand den Schnellspanner vorne aufgemacht, ich habe es zum Glück sehr schnell bemerkt.

Die Methode als Diebstahlschutz einzusetzen ist zwar sicherlich ein hübscher Denkzettel für den bösen Dieb, aber leider auch für das Rad - ein paar Schrammen dürften wohl das Mindeste sein.

ps. gegen eingefrorene, rostige und schwergängige Schlösser kann ich das ABUS Pflegespray PS88 empfehlen, aber etwas Öl hilft meist auch schon ganz gut. :wink:

Beste Grüße,

Phipus

Phipus
09.11.2006, 21:54
Hi Barkas,

mir hat auch schonmal jemand den Schnellspanner vorne aufgemacht, ich habe es zum Glück sehr schnell bemerkt.

Die Methode als Diebstahlschutz einzusetzen ist zwar sicherlich ein hübscher Denkzettel für den bösen Dieb, aber leider auch für das Rad - ein paar Schrammen dürften wohl das Mindeste sein.

ps. gegen eingefrorene, rostige und schwergängige Schlösser kann ich das ABUS Pflegespray PS88 empfehlen, aber etwas Öl hilft meist auch schon ganz gut. :wink:

Beste Grüße,

Phipus

barkas1980
10.11.2006, 20:34
Jo klar - ohne Kratzer oder vielleicht sogar ne gebrochene Gabel geht das natürlich nicht ab. Aber der möchtegern Langfinger hat dann hoffentlich auch n paar Schrammen - die kann er sich dann direkt bei mir in der Notaufnahme von mir persönlich nähen lassen - mach dass dann ausnahmsweise auch ohne Betäubung ;-)

Der Schlossmechanismus selbst war damals vielleicht auch angefroren - allersdings hat mein Abus so n Regen-Schloss-Deckel-Schieber, der war damals zugefroren...

barkas1980
10.11.2006, 20:34
Jo klar - ohne Kratzer oder vielleicht sogar ne gebrochene Gabel geht das natürlich nicht ab. Aber der möchtegern Langfinger hat dann hoffentlich auch n paar Schrammen - die kann er sich dann direkt bei mir in der Notaufnahme von mir persönlich nähen lassen - mach dass dann ausnahmsweise auch ohne Betäubung ;-)

Der Schlossmechanismus selbst war damals vielleicht auch angefroren - allersdings hat mein Abus so n Regen-Schloss-Deckel-Schieber, der war damals zugefroren...

Phipus
22.11.2006, 01:14
Hallo zusammen,

ich möchte kurz einige Überlegungen zum Thema anfügen, die ich in letzter Zeit angestellt habe - auch auf Grund von Gesprächen mit z.B. Radhändlern.

Die meisten Räder werden von Gelegenheitsdieben geklaut. Diese sind eigentlich überall, da leider erschreckend viele Menschen bei passender Gelegenheit stehlen. Gelegenheitsdiebe stehlen logischerweise dann nicht, wenn die Gelegenheit nicht gegeben ist, also folglich das Rad mit ordentlichem Schloss fest verschlossen ist. Dann ist kein Wegtragen möglich und das Schloss kann nicht einfach mit brachialer Gewalt geöffnet werden - wie z.B. bei Billigschlössern der Fall.

Professionelle Fahrraddiebe gibt es vergleichsweise wenige. Diese klauen vor allem (bzw. ausschließlich) Räder mit interessanten (weil hochwertigen) Komponenten. Profis können nahezu jedes Schloss in relativ kurzer Zeit gewaltlos öffnen. Vor Profis kann man sein in der Öffentlichkeit alleingelassenes Rad also kaum bis garnicht schützen.

Einen sicheren Schutz bietet im Grunde nur die eigene Wohnung, bzw. die Präsenz des Fahrradeigners. Keller sind ganz schlecht, denn dort sind die Räder allein und somit hat der Dieb alle Zeit der Welt zum Öffnen sämtlicher Schließvorrichtungen. Keller und Fahrradboxen vermitteln eine trügerische Sicherheit, denn gerade dort werden hochwertige Räder von profesionellen Dieben erwartet und gesucht.

Auch das Unkenntlichmachen von hochwertigen Komponenten bringt eigentlich nichts, da Profidiebe keine Schriftzüge benötigen um zu erkennen, dass das Teil ein lohnendes Objekt ist. Gelegenheitsdiebe interessieren sich zumeist garnicht für einzelne Teile, sie klauen auch Räder die zwar schlecht/billig sind, aber teuer aussehen - z.B. neues Bauhausrad.

Fazit: Verwendet man keine hochwertigen Teile für sein Citybike und schließt es ausreichend ab (z.B. an festen Gegenstand mit gutem Bügelschloss nebst Sicherung beider Laufräder durch Kabelschloss), so sollte man vor Gelegenheitsdiebstahl in der Regel geschützt sein. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Profidieb für ein Rad mittlerer bis geringer Wertigkeit interessiert, relativ gering.

Soweit sind meine Überlegungen bisher gediehen, gegenüber Ergänzungen und Kritiken bin ich jederzeit offen. :wink:

Beste Grüße,

Phipus

chrisu
06.01.2007, 15:48
Deshalb verwende ich die erwähnten Fünf(!)kant-Inbus...
finde die nirgends :grrr: kann mir jemand sagen wo ich die kaufen kann?

hrrh
06.01.2007, 18:53
Deshalb verwende ich die erwähnten Fünf(!)kant-Inbus...
finde die nirgends :grrr: kann mir jemand sagen wo ich die kaufen kann?
die gibtsda (http://www.kalker.de/), allerdings nur ein set fuer vorderrad, hinterrad und sattel

Moltebaer
06.01.2007, 20:47
Hab mir vor ein paar Tagen für 15 EUR so ein Set bei meinem local dealer geholt. Einfach mal fragen, falls bei dir in der Nähe ein Laden ist.

chrisu
06.01.2007, 21:51
werden die unter der Produktbezeichnung Fünfkant-Inbus-Nabensicherung verkauft oder wie heißen die Dinger?

hrrh
06.01.2007, 22:49
werden die unter der Produktbezeichnung Fünfkant-Inbus-Nabensicherung verkauft oder wie heißen die Dinger?frag nach einem diebstahlsicheren ersatz fuer schnellspanner.

sjusovaren
07.01.2007, 03:12
Deshalb verwende ich die erwähnten Fünf(!)kant-Inbus...
finde die nirgends :grrr: kann mir jemand sagen wo ich die kaufen kann?
Ich meinte dieses (http://www.radplan-delta.de/bin/schnellspanner/diebstahlschutz_5kant.html) Set. Habs damals aber vor Ort gekauft.
Weiß nicht, ob sowas auch einzeln angeboten wird.
Hoffe, die kommen nicht zu sehr in Mode, sonst hat bald jeder Dieb den passenden Schlüssel einstecken :shock:


Gruß

Moltebaer
07.01.2007, 03:25
Genau dasselbe Produkt hab ich auch, die Marke heißt "Tranz X Components".
Der im Laden meinte, sie würden die Dinger bei 95% ihrer verkauften Räder auf Kundenwunsch dranmontieren (höherwertige Bikes).

Ich geh mal davon aus, daß Profis generell passendes Werkzeug haben oder zur Not einfach die Laterne abflexen an die ich angeschlossen habe. Vor denen kann ich mich nicht schützen.
Leute, die sich ebenfalls solche 5-Kantdinger zur Sicherung ihres Rades geholt haben, sind hoffentlich auf meiner moralischen Wellenlänge und klauen anderen Bikern keine Parts/Bikes.
Wogegen die Dinger jedoch gut schützen ist die große Masse an verblödeten Arschlöchern, die aus Spaß, Faulheit, "Coolness" klauen oder sabotieren.

chrisu
07.01.2007, 09:07
für diebstahlsicher halte ich die nicht, nur diebstahlhemmend :-? Bei mir sollen sie Gelegenheits(teile)diebe abhalten.

Klar, gegen solche Typen :kotz: nutzen sie leider gar nix...http://youtube.com/watch?v=5TNTq3nhuh0