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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaltung einstellen, oder: im Zeichen des Ratterns


Phipus
10.09.2006, 12:25
Hallo zusammen,

seit nunmehr 2 Tagen probiere ich erfolglos, meine Kettenschaltung (24-Gang Shimano LX) nach einem Ritzel- u. Kettenwechsel erneut einzustellen, es ist zum verzweifeln. Mittlerweile habe ich überall rumgeschraubt und dabei alles nur noch schlimmer gemacht. Allerdings muss ich hinzufügen, dass mittels der berüchtigten H und L- Schrauben kein nennenswerter Effekt herbeizuführen war, so dass ich irgendwann damit begann, auch die Spannung der Schaltzüge selbst zu verändern. Dies hatte zur Folge, dass sich nun manche Gänge garnicht mehr beschalten lassen (hinten) und der Schaltzug schlaff ist.

Desweiteren bricht die Kette bei Trittbelastung in den meisten Gängen einfach durch - Kettenlänge ist jedoch korrekt.

Zu gerne würde ich nochmal ganz von vorne anfangen, allerdings weiß ich nicht, welche Position der H und L-Schrauben die Anfangsposition ist und wie ich die Spannung der Schaltzüge korrekt ermitteln kann.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Einstellen einer Kettenschaltung dermaßen kniffelig ist, daher bitte ich um Hilfe! :roll:

Beste Grüße,

Phipus

10.09.2006, 15:27
geh zum fahradhändler deines vertrauens, der auch ne werkstatt besitzt...;)
is die schnellste und vermutlich in dieser lage beste lösung....

gruß ranger

felö
10.09.2006, 18:02
Ganz gute Infos gibt es unter www.mountaibike-magazin.de -> Werkstattserie. Damit bekommt man es ganz gut hin, ich habe manchmal auch das Gefühl, daß sich Kette und Ritzel etwas finden müssen, erst nach einigen Kilometern rund laufen.
Zu den Händlern: Da gibt es einige, die haben einfach einHändchen dafür, schrauben kurz rum und das Ding läuft perfekt und läßt sich super schalten, habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, daß die Schaltung fast schlechter nach der Inspektion war, als vorher, weshalb ich das jetzt selbst erledige (und ordentlich Geld spare).
Ach ja noch ein Tip: Wenn die Züge länger nicht gewechselt wuden, lohnt es, das auch gleich zu machen - kostet nicht viel, der Effekt ist riesig.

Viel Erfolg

Gruß Felö

Phipus
10.09.2006, 20:49
Hallo zusammen,

erstmal besten Dank für die bisherigen Tips.

Ich habe jetzt die letzte Stunde damit verbracht, der wirklich guten Anleitung vom Mountainbike-Magazin zu folgen.

Die Schaltung ließ sich damit gut einstellen, problemlos lassen sich die Gänge im Leerlauf hoch- und runter schalten. Sobald ich mich jedoch selbst auf den Drahtesel schwinge und zutrete, kracht die Kette jämmerlich durch, wobei sich die Trittbelastung von Gang zu Gang unterscheidet.

Ich werde morgen wohl doch zum Händler pilgern und um Rat ersuchen.

@gmr,

deinen Link schau ich mir noch an, danke dafür.

Phipus :)

axel
10.09.2006, 21:00
Hallo Phipus,

wenn ich dich richtig verstanden habe sind Kette und Ritzel nagelneu, dann sollte es eigentlich funzen.
Was noch eine Ursache sein könnte, ist das Kette und Ritzel nicht zusammen passen, sprich 7/8-fach Kette auf 9/10-fach Ritzelpaket oder halt umgekehrt.

Grüße!

Phipus
11.09.2006, 11:39
Hi Axel,

an den Komponenten dürfte es glaube ich weniger liegen, Kette und Ritzel passen - jedenfalls theoretisch - optimal zueinander. Die Anzahl der Kettenglieder ist identisch zur alten Kette und auch die Tests zur Bestimmung der richtigen Kettenlänge (Messung des Winkels (45°) und des Abstandes vom vorderen Kettenblatt) waren einwandfrei.

Wie gesagt, die Schaltung läuft im Leerlauf problemlos, jeder Gang ist schaltbar und auch das Rattern nur noch in den Extremlagen präsent. Vielleicht ist mit dem Schaltauge etwas nicht ganz in Ordnung, dort habe ich ein paar leichte Kratzer entdeckt und bei genauer Betrachtung habe ich sogar den Eindruck, dass es minimal nach innen gebogen ist.

Wie dem auch sei, ich habe nun mit dem Fahrradhändler einen Termin abgemacht - leider wegen Hochsaison erst ende der Woche - und dann kann ich, so der Fahrradgott will, wieder in die Pedale steigen und voll durchtreten. :wink:

Beste Grüße,

Phipus

Crosswind
11.09.2006, 12:45
Hallo Phipus,

hast Du alle Ritzel und Kettenblätter gewechselt?

Mir kommts so vor als würde die Kette durchrutschen, weil Du z.B. die vorderen drei (?) Kettenblätter nicht gewechselt hast un die verstellt sind (weil sie sich der alten, gelängten Kette angepasst haben) und jetzt nicht mehr zur neuen Kette passen.

der Radhändler wirds aber sicher besser wissen, wenn er das Rad sieht...

Gruß
Philip

axel
11.09.2006, 13:55
Genau darauf wollte ich auch hinhaus, für mich hört es sich auch so an als würde die Kette durchrutschen, weil irgendein Verschleißteil nicht getauscht wurde. Da die Kette scheinbar nagelneu ist, kanns eigentlich nur noch an den Ritzeln oder den Kettenblätter liegen. Wobei ich eher auf die Ritzel tippe, da das Durchrutschen in einigen Gängen mehr und in anderen weniger auftritt und der gleichzeitige Verschleiß aller 3 Kettenblätter eher unwarscheinlich ist.

Grüße!

Mattes
11.09.2006, 13:57
Hi!
Vermutlich liegt das Problem wirklich an den abgetretenen Kettenblätter: Wenn die Zähne der Blätter nicht mehr scharf sind, rutscht Kette bei starker Trittbelastung über die Zähne.
Falls das nur durch sehr starkes Treten geschieht, kann man evtl durch Entölen der Kette (d. h. es befindet sich nur noch in den Laschen für die Kettenbolzen Schmiermittel, am besten trocken -> Teflon, Wachs,...) und durch künstliches Erhöhen der Kettenspannung (1 - 2 Glieder rausnehmen oder Reindrehen der Einstellschraube an der Anschlagplatte über der "H"-Schraube) noch etwas ändern.
Falls das, wie in den meisten Fällen nicht funktionieren sollte, bleibt nur der (meist teure) Austausch der Kettenblätter (mit Kurbeln).

Viel Glück
und möge Dir der Fahrradgott hold sein! :D
Mattes

Nopogobiker
11.09.2006, 21:39
Jo, das klingt schwer nach abgenutzten Kettenblättern. Das kann man messen, aber wenn Du Dir die Zähne mal genauer anschaust, solltest Du eigentlich erkennen, ob die platt sind. Man nennt das Haifischzähne, diese erkennst Du daran, dass die Zähne nicht mehr ganz symmetrisch sind, sprich einseitig abgenutzt sind. Musst aber nicht die ganze Kurbel tauschen, bei anständigen Kurbeln sind die einzelnen Kettenblätter einzeln tauschbar. Aber das sollte der Fachmann machen....

Nopogobiker

Phipus
12.09.2006, 20:19
Hallo Leute,

ich denke ihr liegt allesamt goldrichtig. Nach näherer Betrachtung und einer weiteren Testfahrt habe ich festgestellt, dass vor allem das mittlere Kettenblatt des Übels Ursache ist, und gerade auf dem mittleren Blatt fahre ich hauptsächlich. Die angesprochenen Haifischzähne sind - vor allem im Vergleich zu den anderen beiden Blättern - dort sehr gut sichtbar.

Ich habe heute auch schon telefonisch mit dem Händler gesprochen, leider muss ich die gesamte Kurbel austauschen lassen, einzeln scheint das bei meinem Rad nicht möglich zu sein - obwohl es eigentlich ein ordentliches Teil ist (Bergamont).

Nun ja, der Kostenpunkt liegt bei ca. 60 Euro und wenn ich hernach wieder richtig fahren kann, dann soll es mir das auch noch wert sein.

Künftig sollte ich wohl häufiger die Kette wechseln, damit der Verschleiß der Ritzel und Kettenblätter nicht dermaßen groß ist. :roll:

Beste Grüße,

Phipus

Phipus
17.09.2006, 15:23
Hallo nochmal,

mein Rad ist seit Donnerstag in der Werkstatt; soweit ich den Händler verstand, mussten extra Ersatzteile bestellt werden, so dass ich mich bis nächster Woche mit der Reparatur gedulden muss. Außerdem war etwas im Zusammenspiel zwischen Umwerfer und Kettenblätter nicht in Ordnung, so dass die Schaltung nicht optimal funktionieren konnte - insofern lag es also doch nicht allein an mir. :)

Beste Grüße,

Phipus