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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasser im Winter


Amitaba
29.08.2006, 12:35
Hi,

wie macht Ihr das mit Wasser im Winter, so dass es nicht gefriert?
es besteht zwar die Möglichkeit Schnee zu schmelzen, doch das wollte ich nicht, da ich nicht weiß ob es zu dem Zeitpunkt, wo ich wanderen geh, hier in Deutschland schnee liegt.

Funktioniert es, wenn man sein Wasser im Rucksack so packt das es am Rücken ist, ohne das es gefriert?

Flachlandtiroler
29.08.2006, 12:48
Soll Leute geben die die Flasche in der Jackeninnentasche mitschleppen (konnte letztens eine entsprechend geschickt geschnittene Jacke bewundern); sonst kannst Du noch Sachen zusetzen, die den Gefrierpunkt absenken (Alkohol sicherlich :bg:, weiß nicht wie gut das mit Mineraltabs klappt).
Wenn es darauf ankommt halt Thermoskanne mitnehmen. Von den Styropor-Isolationen à là Sigg halte ich nicht viel.

Gruß, Martin

Christine M
29.08.2006, 12:56
Thermosflasche.

Auch die Thermohüllen für die Siggflaschen + Isolation im Rucksack (zwischen Ersatzklamotten stopfen) bringen ein bisschen was. Für manche Trinkbeutel gibt es ebenfalls Thermohüllen (gesehen für den Deuter Streamer 2L). Ob das reicht, hängt halt davon ab, wie lange du unterwegs bist und wie kalt es denn ist.

Christine

Mecoptera
29.08.2006, 15:12
Wenn du einen Rucksack mit Hydropackfach direkt am Rücken hast einfach einen Wassersack mit Neoprenisolierung reinstellen (ohne Trinkschlauch, der friert nähmlich ziehmlich schnell!)

encymon
29.08.2006, 15:21
also ich kann dir infos vom tourengehen sagen.

ich hab eine camelback blase mit isolierung (unbottle) glaub ich heist das teil.
bei -20° ist mir da nix eingefroren. war immer so ca. 8 stunden unterwegs.
hatte meistens eine schorle drin. rucksack war aber größtenteils immer am rücken. nur mal eine halbe stunde runten.
zum alpin fahren nehm ich ihn auch mit, da hat ich auch noch nie probleme.
nur vom trinkschlauch must du die flüssigkeit "zurückblasen" damit alles wieder im isolierten beutel ist. der schlauch ist zwar auch isoliert, aber vermutlich wegen fahrtwind und menge gefrierts darin sehr gern.

vg, bernhard

Mecoptera
29.08.2006, 15:24
Verwende einen Deutersack mit Tube-isolator, der Schlauch friert aber wie oben beschrieben trotzdem ein; rückpusten hilft nichts, die zurückbleibende Feuchtigkeit am Mundstück genügt, und dann sitzt man da bei -40 und muss Minutenlang drauf rumlutschen, bis wieder was kommt...

ekke
29.08.2006, 19:27
weich pe flaschen: mir ist, zumindest bei moderaten minusgraden, noch keine flasche komplet gefroren und bei pe hilft durchkneten um das gefrorene gewinde aufzukriegen.

Nicht übertreiben
29.08.2006, 19:52
Statt Wasser Apfelschorle etc. mitnehmen - das friert später. Und ansonsten Thermoskanne, dafür wurde sie erfunden :wink:

Mecoptera
30.08.2006, 14:23
Statt Wasser Apfelschorle etc. mitnehmen - das friert später.
Ist bloss sehr schwer, wenn man seinen Vorrat für 2 Wochen mit sich rumschleppen muss (obwohl dehydrierte Apfelschorle sicher auch mal einen Versuch Wert wäre ) :P
Thermoskanne funktioniert natürlich auch, ist allerdings kein Leichtgewicht. Die leichtere (und nicht ganz so gute) Alternative ist eine PE-Flasche, die im Rucksack eingewickelt in einem Schlafsack/Daunenjacke transportiert wird (gibt allerdings ein ziehmliches gewurschtel, wenn man trinken will..)

Christine M
30.08.2006, 14:35
Noch ein Tip zur Wasser-/Siggflaschenlösung: Da sich das Eis immer oben bildet, sollte man die Flasche umgedreht in den Rucksack stecken (natürlich nur, wenn sie absolut wasserdicht ist). Dann bildet sich das Eis ggf. am Boden der Flasche und verstopft nicht als Propf den Flaschenhals. Ich habe es allerdings selber noch nicht getestet.

Christine
*Thermosflaschenmitnehmer*

Flachlandtiroler
30.08.2006, 16:22
Die leichtere (und nicht ganz so gute) Alternative ist eine PE-Flasche, die im Rucksack eingewickelt in einem Schlafsack/Daunenjacke transportiert wird (gibt allerdings ein ziehmliches gewurschtel, wenn man trinken will..)
Finde das klingt eher theoretisch.

Wenn auf einer Wintertour der Schlafsack naß wird ist die Tour zu Ende -- bestenfalls :ignore:
Eine Wasserflasche kann platzen (Frostsprengung), kaputtgehen (ich setze mich bei Pausen z.B. immer auf das Schlafsackfach...) oder einfach nur undicht werden. Es kann regnen oder schneien wenn Du was trinken willst.
(...)

Gruß, Martin

Mecoptera
30.08.2006, 16:36
Sicher ist das nicht die Ideallösung; ich selbst verwende meist die oben beschriebene Methode mit dem Wassersack, allerdings habe ich die untere Methode auch schon praktiziert. Sie ist ungeschickt und hat alle erwähnten Nachteile, aber wenn es plötzlich kälter ist als man vorher gedacht hätte, ist dies eine praktikable Notlösung.

Indi
30.08.2006, 16:36
Noch ein Tip zur Wasser-/Siggflaschenlösung: Da sich das Eis immer oben bildet, sollte man die Flasche umgedreht in den Rucksack stecken (natürlich nur, wenn sie absolut wasserdicht ist). Dann bildet sich das Eis ggf. am Boden der Flasche und verstopft nicht als Propf den Flaschenhals.

Imho bildet sich Eis aussen...nicht nur oben.

Ewald
30.08.2006, 17:10
Noch ein Tip zur Wasser-/Siggflaschenlösung: Da sich das Eis immer oben bildet, sollte man die Flasche umgedreht in den Rucksack stecken (natürlich nur, wenn sie absolut wasserdicht ist). Dann bildet sich das Eis ggf. am Boden der Flasche und verstopft nicht als Propf den Flaschenhals. Ich habe es allerdings selber noch nicht getestet.

Christine
*Thermosflaschenmitnehmer*

Keine Ahnung wie Marcus seine Sigg auf der Bärenrunde 03/2006 gelagert hat! Das Ergebnis sah dann so aus:http://img172.imageshack.us/img172/2672/080zo8.jpg (http://imageshack.us)

eWALD (Thermosflaschenverlierer)

Amitaba
30.08.2006, 17:34
Viele Dank schon mal für die guen Antworten. Ich weiß noch nicht so recht welch Version ich nehme. ;)

Hutch
30.08.2006, 17:47
Bei unseren Touren im Winter in Scandinavien hat sich folgende Kombination sehr gut bewährt.

Siggflasche mit Thermohülle für den etwas schnellerern Tagesverbrauch und Thermosflasche für den Rest. Hat sich bestens selbst bei -28°C bewährt. Flaschen im Rucksack zwischen die Klamotten oder in den Schalfsack.
Was wir auch schon mehrfach erfolgreich getestet haben, sind die Ortlieb-Wassersäcke. Die sind so flexibel das selbst wenn eingefroren nix kaputt geht. Und Abends am Lagerfeuer vorsichtig wieder auftauen, kein Problem. Ich glaube das größere Problem ist dann das Lagerfeuer in Deutschland. :wink:

Grüße Hutch