PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biken bei Regenwetter als Brillenträger


woodswitch
21.08.2006, 19:44
Hallo in die Runde,

bis vor kurzem habe ich Kontaktlinsen getragen und mußte jetzt auf Brille umsteigen :cry:
Aus "aktuellem Wetteranlass" mal folgende Frage an die Brillenträger:
wie schützt ihr eure Brille beim Biken vor dem Regen?
Scheibenwischer? Skibrille für Brillenträger?
Ich finde das total ätzend und hinderlich, diese nassen Brillengläser, außerdem sehe ich dann fast nichts.....
Habt ihr Tipps parat? Dankbar wäre das blinde Huhn aus OS :bg:

ich
21.08.2006, 20:02
Tja du blinde Kuh :bg:
Leider gibt es da nicht soviel. Ist einfach problematisch bei Regen. Deshalb fahren ja soviele Brillenträger mit Kontaktlinsen; wieso kannst du denn keine mehr tragen?

Gruß
Bene

woodswitch
21.08.2006, 20:09
Tja du blinde Kuh :bg:
Leider gibt es da nicht soviel. Ist einfach problematisch bei Regen. Deshalb fahren ja soviele Brillenträger mit Kontaktlinsen; wieso kannst du denn keine mehr tragen?

Gruß
Bene

Ich habe ne Hornhautverkrümmung und brauchte immer so spezielle formastabile Linsen. In den letzten Monaten waren aber meine Augen so gereizt, dass der Doc gesagt, iss nich mehr.... :cry:
Und jetzt kann ich nicht mehr vernünftig Radeln. Hat sich noch niemand was ganz tolles einfallen lassen? Dann bleibt ja nur noch auswandern :bg:
Gruß Blindfisch

Christine M
21.08.2006, 20:11
Willkommen im Club. :bg:

Das Nervige ist ja weniger der Regen von außen als das Beschlagen. Nach meiner Erfahrung ist das einzige, was man da machen kann, versuchen, die Brille so gut wie möglich zu belüften. Diverse Anti-Beschlag-Mittel haben bei mir bisher versagt. Ein Fahrradhelm mit so einem "Visier" hilft ein bisschen gegen den Regen.

Du kannst dich übrigens schon mal freuen. Bei tiefen Temperaturen im Winter geht der Schlamassel erst so richtig los.

Christine

Onkel Tom
21.08.2006, 20:13
Hi,
bin selbst 'ne "blinde Kuh" :bg: , deshalb hab' ich beim Mountainbiken immer Kontaktlinsen drin. Dazu noch 'ne Fahrradbrille mit Wechselgläsern, und ich bin für alle eventuallitäten gerüstet... :bg:

Gruß

TOM

woodswitch
21.08.2006, 20:16
Du kannst dich übrigens schon mal freuen. Bei tiefen Temperaturen im Winter geht der Schlamassel erst so richtig los.
Christine

Grrrrrrrrrrrr, hat jemand Erfahrungen mit Lasik???

derMac
21.08.2006, 20:48
Gegen Beschlagen hilft eventuell eine Fahrradbrille mit optischem Einsatz (gute Fahrradbrillen beschlagen zumindest beim Fahren kaum - viele normale Brillen allerdings auch nicht). Außerdem bieten Fahrradbrillen auch sonst besseren Schutz. Für Regen gibts allerdings definitiv keine Alternative zu Kontaktlinsen oder Laserbehandlung.

Mac

Christine M
21.08.2006, 22:47
at Woodswitch: Wäre es denn für dich möglich, so ab und zu mal Kontaktlinsen zu tragen? Ich trage seit Jahren eine Brille (zum Glück mit nicht allzu starker Korrektur) und habe mich vor einem halben Jahr dazu durchgerungen, einen zweiten Anlauf mit Kontaktlinsen zu starten, dieses mal mit Tageslinsen. Die macht man morgens bei Bedarf rein und abends raus und wirft sie weg [ja ich weiß, "Wegwerfgesellschaft" - aber dieser Müll ist wirklich winzig]. D. h. du könntest sie nur ganz gezielt rein machen, wenn es sinnvoll ist und die übrige Zeit könnten sich die Augen beim Brilletragen erholen. Im Alltag trage ich weiter die Brille, da ich insbesondere in Räumen bei längerem Tragen Probleme mit den Linsen bekäme (zu trockene Augen etc.). Aber auf Touren mit schlechtem Wetter oder im Winter ist es eine wahre Erlösung... Den Ausschlag gab eine Etappe am GR 20 letztes Jahr mit immer wieder leichter Kletterei um den Grat, die ich schließlich mit zusammengekniffenen Augen ohne Brille zurücklegte, da es einfach keinen Sinn mehr machte, sie aufzulassen.

Christine

woodswitch
22.08.2006, 08:07
at Woodswitch: Wäre es denn für dich möglich, so ab und zu mal Kontaktlinsen zu tragen?


Wie der Doc sagt erst mal nicht. Aber das ist ja noch kein endgültiger Stand. Ich muß vielleicht erst mal eine Weile Geduld haben und dann versuche ich es nochmals. Ist ja nicht nur beim Radfahren hinderlich.
Da ich ja ausschliesslich Kontaktlinsen getragen habe, trifft mich die ungewohnte Brille besonders hart. Aber vielleicht war das nun auch genau der Grund warum im Moment mit KL gar nix geht.
Gruß Ute

RoJo
22.08.2006, 09:02
Laut meinem Optiker gibt es in der Zwischenzeit auch weiche Linsen die zumindest bis zu einem gewissen grad Hornhautverkrümmungen ausgleichen können. Ich weiß natürlich nicht, ob die für Dich anwendbar sind aber frag nochmal bei einem Optiker nach, die sind was das "technisch machbare" angeht besser informiert als die Ärtze.

Monika
22.08.2006, 09:47
Hallo,

damit die Brille nur bedingt nass wird hilft zu über 90 Prozent eine einfach Schirmmütze (alternativ auch so eine komische Hartplastikschüssel mit Sonnenschutz).

(Bei Sonne gibt es übrigens auch Radbrillen mit wechselbaren Gläsern auch welche, wo man Korrekturgläser hinter den wechselbaren Gläsern einklipsen kann. )

Gruß Monika

Fernwanderer
22.08.2006, 16:14
Bei entsprechend hochwertig beschichteten Gläsern hält sich das Problem in Grenzen. Meine Brille bekommt z. B. kein Trockentuch zu fühlen, das Wasser läuft praktisch restlos ab.
Vielleicht finde ich noch die Rechnung und kann Dir was zum Namen so einer (teuren) Beschichtung sagen.

Fernwanderer

woodswitch
22.08.2006, 16:23
Bei entsprechend hochwertig beschichteten Gläsern hält sich das Problem in Grenzen. Meine Brille bekommt z. B. kein Trockentuch zu fühlen, das Wasser läuft praktisch restlos ab.
Vielleicht finde ich noch die Rechnung und kann Dir was zum Namen so einer (teuren) Beschichtung sagen.
Fernwanderer

Joau, das wäre super. Lasik ist mit Sicherheit teurer..... Und: Angst essen Seele auf :bg:

Radtourist
22.08.2006, 17:28
Eine Lösung wurde ja bereits genannt (Helm, dann aber auch darauf achten, daß der Helm vorn einen Schirm hat). Ansonsten: Schirmmütze unter der Kapuze. Es gibt auch Jacken, bei denen solch ein Schirm bereits in die Kapuze eingenäht ist, in so einem Fall erübrigt sich das Tragen einer Schirmmütze natürlich.

Gruß,

Oliver

derMac
22.08.2006, 19:04
Bei starkem Regen hilft das alles nicht (außer den von Fernwanderer erwähnten Spezialbeschichtungen, die kenn ich nicht, kann ich also nix zu sagen), da wird die Fahrt trotz Schirm zum Blindflug und somit lebensgefährlich. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und direkt an der Brille kondensierendem Wasser ist es das gleiche Problem.

Mac

Fernwanderer
23.08.2006, 11:08
Sodele, die Beschichtung heißt Crizal Super und ich durfte für die Gläser insgesamt 250€ löhnen.

Beschlagen ist bei diesen Gläsern übrigens auch nahezu Geschichte.
Bei starkem Regen werden aber natürlich auch hierbei die Grenzen der Technik sichtbar. Die Tropfen müssen nunmal erst ablaufen und wenn der Nachschub schneller ist, ist im Ergebnis die Sicht dann auch stark eingeschränkt, aber die Blindflugerfahrung von früher habe ich heute nicht mehr.

Noch ein Tip: Silbo Antibeschlag intensiv und Dauersauber intensiv liefern im Vergleich zu anderen Produkten wirklich überzeugende Ergebnisse. Einziger Nachteil ist die schwierige Dosierung, man hat zunächst eigentlich immer zuviel von dem Zeug auf den Gläsern und die Mittel lassen sich erstmal nicht schlierenfrei auftragen. Das nervt, läßt sich aber durch nachpolieren weitestgehend korrigieren. Den Griff zu einem großen Gebinde würde ich mir dreimal überlegen, beide Mittel sind trotz der beschriebenen Überdosierung sehr ergiebig.

Fernwanderer

woodswitch
23.08.2006, 12:14
Sodele, die Beschichtung heißt Crizal Super und ich durfte für die Gläser insgesamt 250€ löhnen.

Ja super, danke. Werde mich bei meinem Optiker mal danach erkundigen.
Wobei mir grade einfällt, dass meine Gläser schon ohne diese Beschichtung um die 200 Euros gekostet haben...

Noch ein Tip: Silbo Antibeschlag intensiv und Dauersauber intensiv liefern im Vergleich zu anderen Produkten wirklich überzeugende Ergebnisse.

Wenn ich das richtig verstehe, sind das Mittelchen, die auch auf Gläser ohne obig genannte Beschichtung aufgetragen werden und in etwa den gleichen Effekt erzielen sollen? Noch nie was von gehört, aber auch danach werde ich mich erkundigen und erst mal einen Test auf meinen derzeitigen Gläsern machen.
Das sintflutartiger Regen nicht abgehalten werden kann, leuchtet ja ein. Da fahre ich aber auch nicht unbedingt Rad, es sei denn es erwischt mich unterwegs. Aber wenn ich eine deutliche Besserung bei Niesel oder mittleren Regenfällen erreichen kann, nicht nur beim Biken, werdeich schon zufrieden sein. Danke für die Infos.
Ute

hrrh
24.08.2006, 23:39
eigene erfahrungen:
1. brillen beschlagen nicht von aussen, sondern wenn man an der ampel wartet an der dem auge zugewanten seite.
abhilfe schafft ein tropfen spuelmittel auf die innenseite der glaeser aufgetragen und nach dem trocknen mit einem weichen, sauberen tuch (sonst ist die brille kaputt) poliert.
2. regentropfen auf der brille fuehren dazu, dass man nichtr mehr klar sieht, man erkennte die anderen verkehrsteilnehmer jedochnoch. fahren ist eingeschraenkt (normale geschwindigkeit) moeglich
3. bei schnee: man siet schnell nichts mehr (ist zu erwarten), den schnee kann man mit einer handbewegung "wegraeumen". schnell kann man sowiso nicht fahren, weil man sonst wegen schnee auf die fr**** fliegt (egal ob mit oder ohne bille)

anderer vorschlag: brille absetzen, ohne kann man doch genausogut fahren :bg:

beelzebub
20.11.2006, 16:01
Du kannst dich übrigens schon mal freuen. Bei tiefen Temperaturen im Winter geht der Schlamassel erst so richtig los.
Christine

Grrrrrrrrrrrr, hat jemand Erfahrungen mit Lasik???

Ja, ich! Und zwar in Istanbul. War am 05. August 05 in Istanbul Surgery Hospital und hab mir meine Kurzsichtigkeit mit Hilfe der LASIK Methode behandeln lassen.

Schau doch mal hier rein:
http://augenlaser.operationauge.de/

Die meisten Leute schwärmen für Frau Dr. Kandur. Ich persönlich war bei Frau Dr. Buket Aygolu. Letzten Oktober habe ich meine Augen wieder untersuchen lassen und hatte dabei Visus 120% auf beiden Augen.

woodswitch
20.11.2006, 16:46
Hi!

Und?? Tat das weh? Von der Klinik in Istanbul habe ich schon viel gehört. Auch im TV kam da mal was drüber. Sollen wirklich gute Arbeit machen und im Jahr einige Tausend Leute mehr behandeln als eine gute Klinik in Deutschland, was sich dann wieder positiv auf die Erfahrung auswirkt.
Aber ich bin ein feiges Aas :( Mir tut schon alles weh wenn ich nur dran denke.... Und dann ist da ja noch die Sache mit der fehlenden Langzeitauswirkung. Meine Horrorvision hierzu: ich sehe die nächsten 10 Jahre vielleicht wie ein Adler und dann löst sich meine Hornhaut ab oder irgend sowas und ich bin dann blind..... Uah, lieber doch Brille? Ich kann mich noch nicht entscheiden.
Ww

ich
20.11.2006, 17:19
Ich bin ja auch n Schisser! Hab da auch mal drüber nachgedacht, aber ein Freund von mir (Augenarzt) hatte mir das so erklärt: wenn man kurz-/weitsichtig ist, hat man zwar keine volle Sehleistung aber trotzdem ein HEILES Auge/Organ. Durch den Eingriff wird das Auge defenitiv beschädigt...

woodswitch
20.11.2006, 17:45
Durch den Eingriff wird das Auge defenitiv beschädigt...

Danke, das reicht schon..... :( Abgesehen von anderen Horrorberichten, man weiß es eben nicht vorher - dummerweise

derMac
20.11.2006, 20:01
Uah, lieber doch Brille? Ich kann mich noch nicht entscheiden.
Ich hab mal ein Interview mit einem maßgeblichen Mitentwickler einer Korrekturmethode gesehen (hab vergessen welche). Seine Aussage war: Wer mit einer Brille klar kommt, soll dabei bleiben, wer nicht, soll Kontaktlinsen probieren. Wer damit auch nicht klar kommt, kann über Operationen nachdenken. Bei mir ist seit der Verwendung von Kontaktlinsen der Leidensdruck so schwach, dass ich nur ca. 1 Mal pro Jahr gaaanz kurz übers Operieren nachdenke.

Mac

beelzebub
20.11.2006, 21:06
Weh tut es eigentlich nicht, aber ein bisschen unangenehm ist es.
Das Einzige was später problematisch sein könnte wären wohl trockene Augen. Bei großer Dioptrienzahl könnte sich auch die Nachtsicht verschlechtern.

Wenn du Angst vor Spätfolgen hast, würde ich LASEK empfehlen, dort wird die obere Hornhautschicht nicht mit dem Messer abgetrennt, sondern mit Alkohol gelöst, was diese Technik vor allem für Leute mit geringerer Hornhautdicke(weniger als 500 µm) und auch Kontaktsportler wie bspweise. Boxer empfehlenswert macht. Bei der LASIK wird ein Epithel mit 130-160 µm Dicke, der sogenannte Flap geschnitten, und hochgeklappt, und nach dem Laserprozeß wieder zurück. Dieser hält dann durch adhesive Kräfte. Darum sollte man die ersten Stunden nach der OP nie die Augen reiben, um den Flap nicht zu verschieben.

In den Anfangsjahren der Laseroperationen wurde oft der Fehler gemacht, dass teilweise die komplette Hornhaut abgetragen wurde, und somit der Augapfel instabil wurde. Heutzutage lässt man normalerweise 250 µm der Hornhaut unangetastet.

Wer Angst vor beschädigung des Auges hat, sollte wohl auch Kontaktlinsen meiden.

Dr. Leyla Kandur war auch mal bei Frontal 21 zu sehen.

stella
07.12.2006, 23:20
hey,
dann fahre ich lieber mit brille....,
kontaktlinsen vertrage ichj nicht (wegen der pflegemittel), ich benutze auch nur einfaches spülmittel für die gläser (kein kunststoff)und dann perlt das einigermaßen ab. schirmmütze ist auch o.k.

und ich werde weiter stehen bleiben brille putzen oder absetzen und langsamer fahren, aber bestimmt nicht irgentjemanden an meinen augen rumschnippeln lassen.

mut ist mangel an phantasie.


stella

barkas1980
08.12.2006, 19:34
[quote=Christine M]

Grrrrrrrrrrrr, hat jemand Erfahrungen mit Lasik???


Hi, kann dir nur Abraten davon - wenn das schief geht, kannste mit Blindenstock Radfahren - so mein Augenarzt.
Lasik wird von der Industrie als ziemlich harmlos hingestellt - isses aber nicht, und die Erfolgsraten sind auch eher geschönt...
Hab da aus Interesse einige Papers drüber gelesen und war nicht begeistert. Und es ist immerhin ein Eingriff wie Schönheitschirurgie und Co.
(Nicht zwingend nötig - freiwillig...)

woodswitch
08.12.2006, 20:11
kann dir nur Abraten davon - wenn das schief geht, kannste mit Blindenstock Radfahren - so mein Augenarzt.

Hat sich eh erledigt weil:

1. SCHISS
2. an Brille gewöhnt
3. so wie so noch nicht überzeugt von Lasik wegen unerforschter Langzeitauswirkung.

Also fahre ich lieber mit beschlagener Brille Rad als gar nicht :bg:

beelzebub
09.12.2006, 15:48
[quote=woodswitch]
Hi, kann dir nur Abraten davon - wenn das schief geht, kannste mit Blindenstock Radfahren - so mein Augenarzt.


Dein Augenarzt muss sich ja ziemlich gut damit auskennen
:roll:

Das man davon blind werden kann, ist totaler Schwachsinn, absolut!!!!
Der Laser arbeitet nämlich nur an der Hornhaut, und kommt an die hintere Netzhaut wo die Sehnerven sitzen gar nicht ran.

Das schlimmste was heutzutage passieren kann IMHO sind Doppelbilder und vermindertes Kontrastsehen.

Und: je geringer die Dioptrienzahl, desto größer die Erfolgsaussichten.

Erst informieren, und dann posten: http://www.operationauge.de/
Dort gibt's sogar einen Simulator für Sehbeeinträchtigung. Dann kann sich jeder selber ausmalen was schlimmstenfalls auf ihn zukommen könnte.

Ob ihr euch operieren wollt oder nicht, ist mir egal, aber vergrault die Leute doch nicht mit solchen Märchen, vom Blind werden oder so.

Moltebaer
09.12.2006, 15:59
Hab mich noch nicht wirklich über das Thema schlau gemacht, nur hin&wieder mal etwas aufgeschnappt, obwohl es für mich wirklich sehr interessant wäre...http://www.dotnetnuke.com/Portals/25/ForumSmiley/_thumbs/glasses.gif

ABER:
Habe davon gehört, daß die Hornhaut mittels eines eingesetzten Plastikbogens derart gekrümmt werden kann, daß die Fehlsichtigkeit ausgeglichen wird.
Dafür wird ein kleiner Kanal in die Hornhaut geschnitten, in welchen das Plastikteil reingeschoben wird.
Falls irgendetwas nicht stimmt oder man lieber wieder Brille tragen will, wird das Plastikteil rausgezogen und ggf. ersetzt.

Muß mal zum Augenarzt gehen und ihn deswegen anhauen (und ob die Kasse sowas zahlt...)

barkas1980
09.12.2006, 17:09
[quote=woodswitch]
Hi, kann dir nur Abraten davon - wenn das schief geht, kannste mit Blindenstock Radfahren - so mein Augenarzt.


Dein Augenarzt muss sich ja ziemlich gut damit auskennen
:roll:

Das man davon blind werden kann, ist totaler Schwachsinn, absolut!!!!
Der Laser arbeitet nämlich nur an der Hornhaut, und kommt an die hintere Netzhaut wo die Sehnerven sitzen gar nicht ran.

Das schlimmste was heutzutage passieren kann IMHO sind Doppelbilder und vermindertes Kontrastsehen.

Und: je geringer die Dioptrienzahl, desto größer die Erfolgsaussichten.

Erst informieren, und dann posten: http://www.operationauge.de/
Dort gibt's sogar einen Simulator für Sehbeeinträchtigung. Dann kann sich jeder selber ausmalen was schlimmstenfalls auf ihn zukommen könnte.

Ob ihr euch operieren wollt oder nicht, ist mir egal, aber vergrault die Leute doch nicht mit solchen Märchen, vom Blind werden oder so.


Ich würde dir mal raten, wirkliche Fachliteratur, die über Pubmed oder sonstige Wissenschaftsportale publiziert werden zu lesen, dann änderst du deine Meinung.

Natürlich wird da nix an der Retina rumgeschnitzt.
Aber schon mal was von Hornhautperforation, Hornhautulcus, Hornhautnarben usw. gehört? Alles nette Dinge, die man sich dabei einfangen kann. Und wenn dir die Kornea perforiert mit anschließender Retinaablösung, dann ist die Kacke am dampfen...
UND DANN WIRST DU BLIND!!! Wenn nix gemacht wird...

Und auch klar, dass die Industrie ihre Verfahren so harmlos wie möglich hinstellt - würd ich auch machen, wenn ich was verkaufen will.

Ach ja - diese Infos kommen nicht nur von meinem Augenarzt, sondern auch von der Uni-Augenklinik Leipzig und mir selbst - hatte nämlich auch vor, mir das machen zu lassen...

Erst richtig informieren, dann Posten und wenn du dann noch Zeit hast, dann schau doch mal bei deiner tollen Augenoperationsseite in die Satzung rein - da ließt du folgendes:
§ 2 Vereinszweck

1. Der Verein verfolgt die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege durch:

a. Prävention: Personen, die beabsichtigen, sich einer refraktiven Operation zu unterziehen, sollen die Möglichkeit erhalten, sich ein fundiertes Bild über die Chancen und Risiken / Komplikationen eines solchen Eingriffs zu machen.

b. Rehabilitation: Personen mit Komplikationen nach refraktiver Chirurgie soll Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden. Der Verein möchte hierbei medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung vermitteln.

beelzebub
09.12.2006, 21:49
Erst richtig informieren, dann Posten und wenn du dann noch Zeit hast, dann schau doch mal bei deiner tollen Augenoperationsseite in die Satzung rein - da ließt du folgendes:
§ 2 Vereinszweck

1. Der Verein verfolgt die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege durch:

a. Prävention: Personen, die beabsichtigen, sich einer refraktiven Operation zu unterziehen, sollen die Möglichkeit erhalten, sich ein fundiertes Bild über die Chancen und Risiken / Komplikationen eines solchen Eingriffs zu machen.

b. Rehabilitation: Personen mit Komplikationen nach refraktiver Chirurgie soll Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden. Der Verein möchte hierbei medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung vermitteln.

Tja, und genau deswegen hab ich den Link auch eingefügt. Sonst hätte ich genausogut auch auf eine Website von einer Augenklinik verlinken können.

beelzebub
09.12.2006, 21:55
Und wenn dir die Kornea perforiert mit anschließender Retinaablösung, dann ist die Kacke am dampfen...
UND DANN WIRST DU BLIND!!! Wenn nix gemacht wird...


Darum lässt man ja auch heutzutage 250 µm unagetastet. Außerdem gibt es das Problem der Netzhautablösung auch bei Fehlsichtigen, wegen des zu langen oder zu kurzen Augapfels. Daran kann die Augenop nichts ändern. Leider!

barkas1980
09.12.2006, 22:45
Richtig!
- trotzdem passiert es, auch wenn man die letzten 250µm unangetastet lässt, dass sich bei Infektion ein Ulcus bilden kann, was sich dann durch die Retina frisst, und letztendlich zur Perforation führt, was u.a. zur Retinaablation führen kann. Und auch überschießende Narbenbildung kann zur starken Sehbeeinträchtigung führen.

Ich rede hier nicht davon, dass sich die Retina beim Myopen ablösen kann - das ist so und darum geht es hier nicht - hier geht es um den Oben bezeichneten Eingriff!!!

Ist jetzt zwar kleinkariert, das hier so durchzukauen - aber die Dinge müssen so hingestellt werden wie sie sind - und nicht, wie man sie sich gern wünscht!!!
Nicht umsonst gibt es Aufklärungsbögen, in denen Komplikationen genannt werden müssen - auch wenns nur 1:1Mio. sind - der Betroffene hat die Arschkarte gezogen...

Markus K.
14.12.2006, 10:27
kann dir nur Abraten davon - wenn das schief geht, kannste mit Blindenstock Radfahren - so mein Augenarzt.

Hat sich eh erledigt weil:

1. SCHISS
2. an Brille gewöhnt
3. so wie so noch nicht überzeugt von Lasik wegen unerforschter Langzeitauswirkung.

Also fahre ich lieber mit beschlagener Brille Rad als gar nicht :bg:

@woodswitch

Fullack. Ich (beide Augen -6 dpt) mache es folgendermassen, während der
Fahrt nehme ich die Brille kurz ab und wische mit den Fingern drüber. Das geht dann einigermassen. Am Zielort wird dann die Brille richtig geputzt.
Weniger gute Erfahrungen habe ich damit gemacht eine Sportbrille über meine Brille drüber zu schieben. In der Regel beschlagen dann innerhalb kurzer Zeit beide, so dass ich anhalten muss um beide Brillen abzuwischen.

Gruss Markus

mahyongg
31.12.2006, 16:05
Hat schon mal jemand diese schwedischen Anti-Schnee-Tunnel ausprobiert? sieht lustig aus, ist ein klares plastikteil, welches über den kopf gezogen wird und durch den staudruck der luft beim radfahren verhindert, daß schneeflocken (obs mit regen auch geht? keine ahnung..) in die Röhre (also in die augen...) fliegen. Ich hab sowas mal auf einem Flohmarkt gesehen, soll in Schweden alltäglich sein... k.A. ob das stimmt, aber wenn kennen sich hier bestimmt ein paar Leute zumindest aus Beobachtungen damit aus.

Lasik, ich selber bin zwar ein Adlerauge, aber eine gute Freundin von mir ist Optikermeisterin.. und da sie mir eh nix verkaufen kann denke ich wird sie mir auch keinen Scheiss erzählen (sowieso nicht, aber das könt Ihr ja nicht beurteilen.. also nur mal so..). jedenfalls stimmt Ihre Meinung dazu ziemlich genau mit der von Barkas1980 überein.. hat schon ein paar Kunden, die Lasik "probiert" haben und nachher schlechtere Werte hatten als vorher, nicht unbedingt krasse Auswirkungen wie Blindheit durch Ablösungen etc. aber einfach schlechtere Dipotrie-Werte... teilweise auch in der anderen Richtung, wenn ich das noch recht erinnere. Wenns erfolgreich ist sicher eine tolle Sache! Ein Restrisiko bleibt halt immer... ist ja auch nix anderes als ne 8000er Besteigung, was!? (Und wieviele hier wollen sowas ernsthaft mal machen!?)