Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klima, Naturphänomene und Outdoor
mzappafreak
18.07.2006, 10:39
Ein Thema was mir schon länger unter den Nägeln brennt.
Wenn ich so die geläufigen Medien verfolge, tritt das Thema Klimaveränderung immer weiter in den Vordergrund.
Berghänge stürzen ein, Ostflanke Eiger, Rückgang der Gletscher und zwar immer gravierender, Polkappen schmelzen ab, usw., usw.
Auf meinen Touren, vornehmlich Schottland, Lappland, traf ich immer wieder auf dort lebende Menschen, die Veränderungen in ihrer Umwelt bestätigten, ohne es genau zu konkretisieren. Aber immerhin wurde es thematisiert. Ich erinnere mich an einen Fischereiaufseher in der Letterewe 1999.
Wie ist die Meinung der Outdoorgemeinde, bzw. gibt es Erfahrungen, immerhin halten wir uns ja in der Natur auf. Es werden bestimmt auch einige dabei sein die manche Orte im Laufe der Zeit öfters bereist haben. Hatten andere auch Kontakt zu Einheimischen wo das Thema zur
Sprache kam?
Das Thema ist bestimmt nicht gerade sehr positiv, aber wie schon geschrieben es brennt mir schon länger unter den Nägeln es zu thematisieren.
Ich würde mich über einen regen Gedankenaustausch und Diskussion freuen.
Ich will keinen entmutigen, denn Outdoor zu reisen ist für mich nach wie vor die schönste Art zu reisen, im Einklang mit der Natur, aber akzeptiert uns noch die Natur?
Gruß Martin
Ich bin mit 23 Jahren jetzt noch nicht sonderlich alt und lebe im Rheinland jetzt nicht in der exotischsten Gegend aber auch hier laest sich ueber die letzten 15 Jahre fuer mich ein Wandel fest stellen. Vornehmlich macht sich das ganze fuer mich ueber die extreme Bemerkbar. So gab es frueher kalte durchgaengige Winter. Heute sind die immer mal wieder durch Warme Wochen durchsetzt. Es ging halt frueher nicht das ich ende Januar mal eine Woche in Shorts bei lockeren 15 Grad laufen konnte und im April dann nochmal die dicke Winterjacke bei -5 Grad brauchte.
Frueher (bis vor ca. 8 Jahren) war auch jeden Winter zuverlaessig der See hier gefroren und wir waren jeden Winter darauf Schlitschuhlaufen. In den letzten 3-4 Jahren hat sich nur noch selten ueberhaupt eine signifikante Eisschicht gebildet die mal ueber einen Monat hielt. An betretten war aber auch da nicht mehr zu denken.
Wenn ich mir die Bilder aus der Zeit angucke wo mein Alter noch einstellig war habe ich im Winter mit meinem Dad grosse Schneemaenner gebaut. Heutzutage schneit es zwar immer noch aber das reicht wenn man glueck hat mal fuer 2 Tage Rodeln und dann faengt es wieder an zu regnen.
Die Baeche hier und an unserem Schrebergarten bleiben im Gegenzug im Sommer auch immer oeffter leer. Dafuer gibt es im Sommer immer mehr Hochwasser. Wobei Hochwasseer uebertrieben ist aber wenn ein sonst 15cm tiefer Bach bloetzlich ~80cm mehr mitbringt ist das schon viel. Das kann allerdings auch immer mit der Bebauung der Gegend indirekt zusammen haengen. Viele versiegelte Flaechen wo frueher Felder wahren fuehren immer zu starkem Regenwasserablfuss bei staerkerem Regen.
Mein Opa so wie meine Eltern wie auch die von Freunden bestaetigen diese Beobachtung. Es ist noch nicht dramatisch aber deutlich sichtbar.
Besorgnis erregend ist fuer mich in dem Kontext auch das die Fluechtlingswellen aus Afrika immer groesser und staerker werden. Ein sicheres Zeichen dafuer das sich die Situation dort weiter verschlechtert. Wenn man es mal auf die Grundbeduerfnisse runter bricht duerfte das groesste Problem dort Wasser sein. Ich denke die sozialen und politischen Probleme die durch Klimaveraenderungen und sorglosen Umgang mit der Umwelt ausgeloest werden nehmen in den naechsten 20-30 Jahren dramatisch zu.
Die Wasser Probleme sind uebrigens nicht nur in Afrika ein Ausloeser von Konflikten. Die arabischen Gebiete sind davon uebrigens auch betroffen. In dem Kontext laest sich auch ein Teil der israelischen Siedlungspolitik auf die Interessen an Suesswasser zurueck fuehren.
So und was hat das alles nun mit outdoor zu tuen?
Fuer mich sieht es so aus das viele schoene Gebiete wie zB der Hindukutsch durch diese Konflikte die durch den Kampf um Lebensgrundlagen ausgebrochen sind so nicht mehr bereisbar sind. Ausserdem hat das Austrocknen von Quellen, Seen etc. natuerlich auch direkte Auswirkung darauf wie man seine Touren planen kann.
Dazu kommt das Wetterextreme Touren jeglicher Art natuerlich immer unangehmer werden lassen.
Sven
Ich bin entsetzt, wie sich das alles verändert, die Klimaveränderung ist doch nur ein Teilaspekt. Ich kenne Gegenden, da konnte man beim schnorcheln vor zwanzig Jahren noch intakte Umwelt bewundern. Und heute, in nicht mal einer Generation, ist dort makroskopisch tote Landschaft. Sicherlich akzeptiert uns die Natur. Aber nicht, wenn wir unsere Grenzen nicht kennen. Die Erde ist nunmal eine Kugel. Das, was wir anrichten, müssen wir früher oder später hier ausbaden. Also sollten wir uns danach richten und die Resourcen schonend und überlegt verwenden und wenigstens unser beeinflußbares Umfeld entsprechend gestalten. Ich fürchte nur, es wird nichts nützen :cry:
Fernwanderer
20.07.2006, 11:39
No panic!
1. Für die Medien ist nur eine schlechte Meldung eine gute Meldung. Daher bereitet es ihnen große Freude uns überall und immer wieder mit Katastrophenmeldungen zu überhäufen. Man sollte da eine gewisse Distanz waren.
2. Die Erde und die Biosphäre sind kein Museum sondern dynamische Systeme.
Das jede Veränderung plötzlich menschliche Ursachen hat, ist Ausdruck sowohl einer von natürlichen Einflüssen stark abgeschirmten Wohlstandsgesellschaft als auch einer menschlichen Hybris, der vor hundert Jahren entsprechend der Mensch alles konnte und heute angeblich alles falsch macht. So hat es
3. Felsstürze schon immer gegeben, daß diese heute in den Alpen in aller Regel kaum noch in Katastrophen ausarten, ist ein enormer Fortschritt.
4. Klimaschwankungen sind das natürlichste von der Welt. Die Klimatologie hat gerade allererste und nicht sehr valide Hinweise auf eine antropomorphe Veränderung.
Übers Wetter wurde schon immer viel dummes Zeug geschwätzt und seitdem der Begriff Treibhauseffekt auch den letzten erreicht hat, ist der halt an allem Schuld. So deckt sich meine subjektive Erinnerung an den Winter genau mit der von Hoaxter, nur ist meine um 20 Jahre vorverlagert. Damit wissen wir jetzt, daß menschliche Erinnerung bei angenehem empfundenen Ereignissen zur Schönung neigt, über einen (antropomorphen) Klimawandel sagt das aber nichts.
5. Die Gletscher schmelzen und zutage kommen im Mittelalter geräumte Walsersiedlungen. Daß die Walser damals die Siedlunge räumen mußten war für sie eine Katastrophe, daß wir in Zukunft womöglich nicht mehr Skifahren können, ist ein ernstes wirtschaftliches Problem der durch den Tourismus zu Wohlstand gekommenen Gemeinden, eine Katastrophe ist etwas anderes.
6. Die Migrantenströme aus Afrika in letzter Zeit so anschwellen ist wohl vor allem den überall aufflammenden kriegerischen Auseinandersetzungen geschuldet. Bisher fanden diese Migrationsströme vor allem innerhalb Afrikas statt, aber durch die Umleitung nach Europa hat sich der Menschenschmuggel zu einem lukrativen Geschäft für unfähige und korrupte Regime entwickelt.
7. Das ganze Biotope makroskopisch erledigt werden, schafft "Mutter" Natur auch ohne uns, nicht nur gegenüber einer einzelnen Spezies hat sich die Natur immer wieder als elende Rabenmutter erwiesen.
8. Es ist vollkommen natürlich, daß sich eine Spezies auf Kosten anderer ausbreitet, auch der Mensch handelt gemäß diesem Naturgesetz.
9. Wenn wir diese Verdrängung anderer Arten und Auslöschung von Biotopen nicht wollen, dann heißt die Antwort also eben nicht natürlich handeln, sondern die Anwort steckt in der Kultur.
Was einem also Sorgen bereiten sollte ist nicht, daß wir nicht mehr in Laubhütten hausen, sondern das Verplempern von Ressourcen in einer Wohlstandsgesellschaft. Gegen Verschwendung hilft nur kompetentes Wirtschaften. Kompetentes Wirtschaften mit natürlichen Ressourcen ist heute nur möglich wenn ich rechnen kann und um die Natur dieser Ressourcen weiß, also naturwissenschaftliche Kenntnisse habe.
Diese beiden Kulturtechniken haben in Deutschland seit einiger Zeit keine Konjunktur und das zeigt sich in letzter Zeit auch in der Qualität unseres sogenannten Umweltschutzes, staatlich wie privat.
Für den Wanderer, Trekker, Outdoorer heißt das:
Mach Dich kundig. Wer durchs Grün tapert sollte wissen worauf er tritt.
Mach Dich kundig. Überflüssige und ungeeignete Ausrüstung beeinträchtigt nicht nur das Tourerlebnis.
Mach Dich kundig. Wer weiß was er tut, hat mehr von dem was er tut.
Für mehr Genuß an der Tour
Fernwanderer
winnetoux
13.02.2007, 00:27
Dachte mir gerade, mal kucken, was hier so zum "Klimawandel" geschrieben wird - und finde ganz oben ein "Tierquiz" und ein "Pflanzenquiz". Irgendwo mal atmsofair und ansonsten dieser erstaunliche Beitrag
Mach Dich kundig. Wer durchs Grün tapert sollte wissen worauf er tritt.
Mach Dich kundig. Überflüssige und ungeeignete Ausrüstung beeinträchtigt nicht nur das Tourerlebnis.
Mach Dich kundig. Wer weiß was er tut, hat mehr von dem was er tut.
(Punkt 6 und 8 find ich auch bemerkenswert, aber da kommt man schnell wieder vom Thema ab).
Ums kurz zu machen: was meinen denn die billigfliegenden Outdoorfreunde in ihren Schnäppchenjacken für 250 Euro aufwärts so, angesichts schmelzender Gletscher/Eiskappen/Permafrostböden könnte das "Tourerlebnis" doch demnächst mal "beeinträchtigt" sein. Woher soll man noch wissen, welche Ausrüstung "geeignet" ist oder was "überflüssig" sein könnte? Oder versteh ich den Satz bloß nicht?
@ fernwanderer:
Jetzt glaube ich an Seelenverwandtschaft.
Danke
sjusovaren
13.02.2007, 00:52
Dachte mir gerade, mal kucken, was hier so zum "Klimawandel" geschrieben wird - und finde ganz oben ein "Tierquiz" und ein "Pflanzenquiz".
Hör ich da ein klitzekleines Fünkchen Kritik? :wink:
Ich finde, Wertschätzung und Interesse für Lebewesen gehen Hand in Hand. Also warum soll man nicht auf unterhaltsame Weise in Übung bleiben?
(Punkt 6 und 8 find ich auch bemerkenswert, aber da kommt man schnell wieder vom Thema ab).
Ich will hier in keinster Weise fremde Aussagen verteidigen, aber wenn du das schon so ansprichst, solltest du auch konkret werden.
Mach es doch einfach zum Thema! Wenn nicht hier, wo dann?
Muß ja nicht zwangsläufig ins "politische" abrutschen.
Gruß,
quirin1979
13.02.2007, 12:07
Dazu fällt mir nur folgender Witz ein:
Trifft die Erde einen anderen Planeten, und der freute sich:"Hallo Erde, lange nicht gesehen. Wie gehts denn?" "Ach, im Moment nicht besonders, ich hab Homo sapiens." " Och, mach dir keinen Kopf, das geht vorüber."
Schau dir mal die Tepmeraturschwankungen der letzten Jahrtausenden an, da wirste merken,dass dies ein dynamischer Prozess ist (Eiszeiten;Warmzeiten). Ich glaub wir Menschen sollten uns nicht so wichtig nehmen wir sind doch nur ein "Lichtblitz" in dem großen Ganzen.
Fg Quirin
Schau dir mal die Tepmeraturschwankungen der letzten Jahrtausenden an, da wirste merken,dass dies ein dynamischer Prozess ist (Eiszeiten;Warmzeiten).
http://www.spiegel.de/img/0,1020,792460,00.jpg
Ist nicht mehr ganz richtig- wenn man sich diese Grafik aus dem 4. Uno-Klimabericht ansieht. Das ist jedenfalls eine menschengemacht und keine natürliche Schwankung mehr. Was dieser Bericht im ganzen aussagt ist ziemlich grauenhaft. Und hat leider nichts mehr mit Panikmache zu tun- es geht nur noch darum den "worst case" zu verhindern.
http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9MTkwNjQmbnI9Ng_3_3,00.html
Fernwanderer
13.02.2007, 14:11
Schau dir mal die Tepmeraturschwankungen der letzten Jahrtausenden an, da wirste merken,dass dies ein dynamischer Prozess ist (Eiszeiten;Warmzeiten).
http://www.spiegel.de/img/0,1020,792460,00.jpg
Ist nicht mehr ganz richtig- wenn man sich diese Grafik aus dem 4. Uno-Klimabericht ansieht.
Ja, der vierte Klimabericht läßt an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig, uns steht höchstwahrscheinlich eine anthropogene Klimaänderung ins Haus.
Ob aber diese wohl unabwendbare Änderung sich zu einer Katastrophe auswächst steht noch nicht fest.
Dachte mir gerade, mal kucken, was hier so zum "Klimawandel" geschrieben wird - und finde ganz oben ein "Tierquiz" und ein "Pflanzenquiz".
Hör ich da ein klitzekleines Fünkchen Kritik? :wink:
Ich finde, Wertschätzung und Interesse für Lebewesen gehen Hand in Hand.Da kann mich mich Sjusovaren nur anschließen. Man denke nur an die "bärige" Bruno-Hysterie im letzten Sommer, die sich im wesentlichen aus Unkenntnis speiste. Menschen kümmern sich dauerhaft um Dinge die Ihnen am Herzen liegen, am Herzen liegen einem aber nur Dinge die man kennt. Allein mit Verboten ist nichts zu reißen, die reizen nur zum Übertreten.
... und ansonsten dieser erstaunliche Beitrag
Mach Dich kundig. Wer durchs Grün tapert sollte wissen worauf er tritt.
Mach Dich kundig. Überflüssige und ungeeignete Ausrüstung beeinträchtigt nicht nur das Tourerlebnis.
Mach Dich kundig. Wer weiß was er tut, hat mehr von dem was er tut.
(Punkt 6 und 8 find ich auch bemerkenswert, aber da kommt man schnell wieder vom Thema ab).
Ums kurz zu machen: was meinen denn die billigfliegenden Outdoorfreunde in ihren Schnäppchenjacken für 250 Euro aufwärts so, angesichts schmelzender Gletscher/Eiskappen/Permafrostböden könnte das "Tourerlebnis" doch demnächst mal "beeinträchtigt" sein. Woher soll man noch wissen, welche Ausrüstung "geeignet" ist oder was "überflüssig" sein könnte? Oder versteh ich den Satz bloß nicht?
Dafür geht es jetzt wie Dir, ich weiß nicht genau worauf Du hinaus willst. Ich starte mal einen Versuch indem ich das Gegenteil formuliere:
- Wer blind, blöd und unbedarft durch die Landschaft tapert kann nicht sündigen.
- Du bist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein sogenannter "Besserverdiener", zeig das! Und wenn Du auch Dein ganzes Geraffel nicht mehr schleppen kannst spielt das auch keine Rolle, wofür gibt es Sherpas. Außerdem können die doch dankbar sein wenn wir unseren Müll da lassen, schließlich lassen wir da auch unser Geld.
- Denk nicht über Deine Art Urlaub nach, sonst vergeht womöglich der Spaß.
Was ist an diesen Ausführungen richtig? Ich kann nichts finden. Wo also ist das Problem bei den von Dir zitierten Sätzen. Oder liegt es an einer anderen Stelle?
Fernwanderer
quirin1979
13.02.2007, 15:08
Ich glaube ich wurde falsch vestanden. Unser Zutun zum Temperaturanstieg bestreite ich auch gar nicht. Mir ist auch klar, dass dies einiges schneller geschieht als sonstige "normale" Temperaturanstiege. Aber unsere Erfahrung ist einfach zu gering wie die Erde darauf reagieren wird. (z.B. Versiegen des Golfstroms- da wirds hier in Europa ganz schön kalt auf einmal;oder das El Ninio Phänomen) Wir stützen unsere Daten auf einen so kurzen Zeitraum (klar wir können auch vieles erst seit kurzem messen) und leiten daraus unsere Prognosen ab. Meiner Meinung HABEN wir den Punkt schon überschritten wir können nur noch Maßnahmen ergreifen die das Unabdingbare hinauszögern aber ich bezweifel, dass der Prozess den wir in Gang gesetzt haben noch zu stoppen ist.
FG Quirin
sjusovaren
13.02.2007, 16:30
Schau dir mal die Tepmeraturschwankungen der letzten Jahrtausenden an, da wirste merken,dass dies ein dynamischer Prozess ist (Eiszeiten;Warmzeiten). Ich glaub wir Menschen sollten uns nicht so wichtig nehmen wir sind doch nur ein "Lichtblitz" in dem großen Ganzen.
Wenn man das in "geologischen" Zeiträumen sieht, hast du völlig recht.
So wenig CO2 wie heute, war ja quasi noch nie in der Luft, das wissen viele tatsächlich nicht...
http://img243.imageshack.us/img243/8532/co2yr8.jpg
Die anthropogenen Einflüsse sind, verglichen mit dem, was die Erde und ihre Lebewesen da schon alles mitgemacht haben, noch verschwindend gering.
(das Schaubild von Mundil umfaßt einen Bereich von 150ppm, also nur 0,015%).
Aber so ein Standpunkt hilft natürlich bei den konkreten Problemen überhaupt nicht weiter.
Die angestoßenen relativ "schnellen" klimatischen Veränderungen, werden noch ein zusätzliches Artensterben verursachen. Das ist ja eh schon viel zu hoch.
Und auch der Mensch wird drunter leiden, wahrscheinlich gerade in den ärmeren Regionen, wie gehabt.
Schlechte Aussichten.. :(
Aber kein Weltuntergang.
PS, Bild aus: Kull, U. (2000): Grundriss der Allg. Botanik. 2.Aufl. Spektrum, Heidelberg
bin ja absoluter laie bei dem thema - wahrscheinlich ist die abnahme vor einigen 100 mio jahren durch die bildung der fossilen brennstoffe zu dieser zeit begründet, als biomasse unter die erde wanderte??
interessant ist aber für den laien doch, in welchen zetiräumen sich veränderungen abspielen. während die grafik veränderungen in der co2 konzentration in mio. jahren misst, andert sie sich zur zeit durch menschliches zutun ja in zeiträumen zu 10-jahreschritten nachmessbar. ich vermute mal, da ist der hund begraben . die klimaverändrungen durch den menschen gehen einfach zu schnell, als dass sich da der rest der welt (und auch der mensch) großartig evolutionär anpassen könnte.
sjusovaren
13.02.2007, 17:03
Ja genau, wir führen ja kein "neues" CO2 zu, aber setzen das, was über lange Zeiträume dem natürlichen Kreislauf entzogen wurde, recht schnell wieder frei.
Wenn sich dadurch klimatische Bedingungen wie prognostiziert verändern, wird das für viele Arten zu schnell sein. Pflanzen beispielsweise, können ja nicht einfach weiterwandern. Über Generationen hinweg schon, aber wenn sich die Klimazone zu schnell verschiebt...
Oder wenn sich der Meeresspiegel zu schnell ändert..
Insgesamt bedroht das alles "die Natur" trotzdem nicht. Aber das ist natürlich kein Grund, sich zurückzulehnen.
Robiwahn
13.02.2007, 17:11
Moin
Ich denke auch das die Erde nicht untergehen wird, wenn sich mal eben irgendwelche Umweltbedingung stark ändern. Der Natur an sich ist das auch egal, sie wird sich anpassen. Wobei Anpassen auch das Aussterben einzelner Arten oder ganzer Gattungen bedeuten kann.
Aber wir oder bestimmte Pflanzen- und Tierarten könnten sehr stark darunter leiden. Und da wir eigentlich unsere Umwelt gern so erhalten wollen, wie sie momentan ist (ich zumindest und vermutlich ein großer Rest der Menschheit auch) sollte uns dieser menschengemachte Klimawandel meiner Meinung nach eben nicht egal sein.
Grüße, Robert
kann ich robert nur zustimmen. irgendwann wird sich die natur von der existenz der menschheit (am ehensten wahrscheinlich mit einem meteoriteneinschlag vergleichbar) erholt haben. die natur hat den meteoriteneinschlag überstanden - die dinosaurier nicht. trotdem bin ich der meinung, dass es sich schon lohnt, das ganze so lange wie möglich hinauszuzögern - oder es wenigstens zu versuchen.
@robert: was macht die fsc-umfrage?
ökologische grüße
opa
winnetoux
13.02.2007, 18:07
Fernwanderer: erstaunlich fand/finde ich diesen rein biologistischen Ansatz in deinem alten Beitrag ("Naturgesetz", alles "survival of the fittest"), durchgängig abwiegelnd und diese egozentrischen Schlussfolgerungen in drei Sätzen - ich gebe zu, die Auflistung hat mich wohl so geärgert, dass ich dies hier
Was einem also Sorgen bereiten sollte ist nicht, daß wir nicht mehr in Laubhütten hausen, sondern das Verplempern von Ressourcen in einer Wohlstandsgesellschaft. Gegen Verschwendung hilft nur kompetentes Wirtschaften. Kompetentes Wirtschaften mit natürlichen Ressourcen ist heute nur möglich wenn ich rechnen kann und um die Natur dieser Ressourcen weiß, also naturwissenschaftliche Kenntnisse habe.
Diese beiden Kulturtechniken haben in Deutschland seit einiger Zeit keine Konjunktur und das zeigt sich in letzter Zeit auch in der Qualität unseres sogenannten Umweltschutzes, staatlich wie privat.
überlesen habe. Ich würde die Naturwissenschaften mal nicht so überschätzen, bisschen gesunder Menschenverstand sollte genügen, bei Geisteswissenschaftlern ist davon vielleicht sogar mehr vorhanden :D .
Und, eben, die Egozentrik (ich möchte weiter schön mein "Tourerlebnis" haben, natürlich in ""unberührter Wildnis"", kann ich ja auch, wenn ich weiß, worauf ich rumtrampele). Das eigene widersprüchliche Verhalten, könnte man doch mal hinterfragen
Ums kurz zu machen: was meinen denn die billigfliegenden Outdoorfreunde in ihren Schnäppchenjacken für 250 Euro aufwärts so???????????
Stattdessen wird hier bevorzugt ausgiebigst über die "ultimative Ausrüstung für ..." palavert, "Geheimtipps" sind gefragt und der billigste Weg nach ... -
Die Mehrheit ist doch schon längst überausgerüstet für das, was sie so unternimmt, "reine Natur" gibt es doch wirklich nicht mehr, und so langsam müsste es doch jeder merken - zumal diejenigen, die so gerne zwei Wochen "im Einklang mit der Natur" unterwegs sind.
Trotzdem geht dieses Gequatsche unter den Outdoorfreunden ungebremst weiter. Hier wird ein "Zelt" konzipiert - wahrlich ein exklusiver Gegenstand, es gibt ja so wenige Modelle, alles nicht "ideal". Wie wäre es mal mit einem tragbaren Solarkocher? Dingen aus Materialien mit positiver CO2-Bilanz (oder was für einer auch immer). Bisschen was - angeblich - Utopisches könnte man doch ab und an diskutieren - konzipieren.
Aber das führt wieder weg, die Frage ist eigentlich nur s.o. -
die Neugier packte mich, als ich das Titelbild der aktuellen "Outdoor" am Kiosk sah, zum Totlachen, die hübsche Schneelandschaft in den Bayrischen! Alpen (ichweißichweiß, letztes Jahr gabs Schnee). Gewiss, keinem soll der "Spaß" verdorben werden, aber wenn man ernsthaft drüber nachdenkt, komme ich zumindest doch zu dem Schluss, dass ein gewisser VERZICHT angesagt ist. Nicht am Komfort, sondern bei dem, was ich tue bzw. unterlasse.
Fernwanderer
14.02.2007, 11:49
Oh, der Duktus bei meinem ersten Posting hier ist mit Absicht so gewählt, daß er provokant wirken muß.
Die Eingangsfrage hießIch will keinen entmutigen, denn Outdoor zu reisen ist für mich nach wie vor die schönste Art zu reisen, im Einklang mit der Natur, aber akzeptiert uns noch die Natur?
Na und dann hab ich mal im "Einklang mit der Natur", also naturalistisch, die damaligen Schlagzeilen durchdekliniert - liest sich sicher nicht sehr erbaulich, aber das sollte es auch nicht sein, dafür ist das Thema zu ernst.
Der Bruch kommt bei 9. und dem folgenden von Dir gerade zitiertem Absatz.
Den Schluß bildet eine Mach-Dich-kundig-Litanei, deren Egozentrik ich mal in Frage stellen möchte, denn zunächst steht da mehr oder weniger unverholen dreimal platt wiederholt, daß man statt oberflächlich rumzujammern, mal den eigenen Acrsh hochkriegt und nicht nur nachplappert was im Fernsehen kommt.
Das öffentliche Geheule über das Weltklima ist in meinen Augen nur dazu da, daß man seinen eigenen Alltag nicht abzuklopfen braucht und sich gleichzeitig auf die eigene ökologische Schulter klopft. Das funktioniert umso besser da der einzelne nicht die Welt verbessern kann.
Ich kann aber meine Welt verbessern. Das macht Arbeit für die die meisten zu faul sind, aber vielleicht sind ein paar weniger zu faul, wenn sie merken, daß sie dabei etwas gewinnen können - das sind die zweiten Sätze der Litanei.
Der Stil meiner Ausführungen muß im übrigen auch deshalb provokant wirken, weil er diametral dem der sogenannten "öffentlichten Meinung" entgegensteht. Deren Moralpredigten erinnern an Kleriker der ganz alten Schule, die die Schäflein unter der Knute halten wollen. Weshalb ich mich auch Frage ob das nicht häufig genug der eigentliche Antrieb für "Umweltpolitik" ist. So ist es dann für diese Acöehhlrsr (8)) ein leichtes eine CO2-Abgabe für Parlametarierflüge auf Steuerzahlerkosten abzuführen, statt die Dienstwagenverordnung zu überarbeiten.
Fernwanderer
michael.kramer
14.02.2007, 13:10
Man muss grundsätzlich an beiden Fronten kämpfen. "Meine" Welt kann ich recht einfach verbessern, das Überwinden des inneren Schweinehunds ist in der Regel nur ein Motivationsproblem. Anders sieht es aus, wenn der Aufwand die eigenen Fähigkeiten (Geld oder Zeit) übersteigt. Z.B. gibt es an meinem Wohnort nur große Einzelhandelsfillialen und einen überteuerten Naturkostladen. So sehr ich es will, den Naturkostladen kann ich mir nicht leisten, also muss ich den Großkonzern füttern, dessen Bio-Marken nur werbewirksam, aber nicht nachhaltig sind. Eigenanbau fällt aus Mangel an Zeit aus.
Bei der Veränderung "der" Welt, also mein Einfluss auf die vielen "meine Welt" der Anderen, ist noch viel mehr notwendig. Hierbei spielen in meinen Augen weniger Politiker (sie reflektieren in der Regel nur die allgemeine Stimmungslage), sondern mehr Interessensgemeinschaften und somit Mehrheiten eine Rolle. Die Wirtschaft hat es hier leichter, wenige Individuen mit reichlich liquiden Mitteln organisieren sich leichter und setzen sich besser in Szene. Die mit den entgegengesetzten Interessen sind viel schwerer zu organisieren und so zu einer wahrnehmbaren Interessensgemeinschaft zu machen. Diese Interessensgemeinschaften sind es aber, die "die Welt" verändern. An ihnen orientieren wir unser Handeln und Planen.
Auch die Wissenschaften, und damit unsere Lieferanten für Fortschritte, richten sich nach diesen Interessenslagen. Passendes Beispiel: Milliardenförderung für Forschung an großindustriell nutzbaren erneuerbaren Energien. Dabei haben alle Versuche bisher gezeigt: Großindustriell ist unvereinbar mit Nachhaltigkeit. Die Zukunft gehört den verteilten Kleinanlagen. Es gibt aber keine Forschungsmilliarden von einer passend organisierten Interessensgemeinschaft dafür. Stattdessen werden von Idealisten mit viel Eigenengagement gegen äusseren Widerstand (Bau- / Betriebsgenehmigung, Nachbarschaftsbeschwerden, keine Unterstützung durch Forschungseinrichtugnen usw.) Pilotprojekte durchgeführt. Selbst hervorragende Lösungen und zukunftsträchtige Erfindungen kommen ohne große Interessensgemeinschaft im Hintergrund nicht zu einem Bekanntheitsgrad.
fernwanderer:
Ob aber diese wohl unabwendbare Änderung sich zu einer Katastrophe auswächst steht noch nicht fest.
Nun, die Frage ist vielmehr was ist "die Katastrophe"?
Das Aussterben von xxx Arten durch menschliches Zutun, der Anstieg diverser atmosphärenverändernder Gase durch menschliches Zutun oder das Aussterben dieser sehr tätigen Säugetiergattung durch ihr etwas unbedachtes (nicht-) Handeln. Und das viel schneller als gedacht. Ein Anstieg von 4-7? oder 8? Grad in hundert Jahren bedeutet einfach Massensterben.
Warte auf den 2. und letzten Teil des UN- Weltklimaberichtes. Schön wird der nicht ;-)
Die Menschheit hat offenbar nicht einmal mehr 15 Jahre Zeit, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe durch die rasche Einführung effizienter Technologien zu verhindern. Dies geht aus dem Entwurf des dritten Teils des UN-Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen hervor, aus dem die "Financial Times Deutschland" und "Spiegel Online" zitierten. Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht spätestens bis zum Jahr 2020 substanziell abnähme, werde demnach die Erderwärmung unumkehrbare Prozesse wie das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland und die Übersäuerung der Ozeane in Gang setzen.
so siehts aus, aber bekannt ist das eigentlich schon seit über 20 Jahren.
Also-Machts gut und danke für den Fisch.
:ill:
Fernwanderer
23.02.2007, 14:16
fernwanderer:
Ob aber diese wohl unabwendbare Änderung sich zu einer Katastrophe auswächst steht noch nicht fest.
Nun, die Frage ist vielmehr was ist "die Katastrophe"?
Das Aussterben von xxx Arten durch menschliches Zutun, der Anstieg diverser atmosphärenverändernder Gase durch menschliches Zutun oder das Aussterben dieser sehr tätigen Säugetiergattung durch ihr etwas unbedachtes (nicht-) Handeln. Und das viel schneller als gedacht. Ein Anstieg von 4-7? oder 8? Grad in hundert Jahren bedeutet einfach Massensterben.
Wahre Worte keine Frage, ABER:
- das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
Das bedeutet nichts anderes, als das wir Mitteleuropäer nicht diejenigen welchen sind, die die Rechnung bezahlen werden. Oder noch brutaler gesagt wir haben keinen "natürlichen" Grund unser Verhalten zu ändern und werden es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht tun, sondern wie man das sehr gut beobachten kann in Ersatzhandlungen ergehen. Nicht wenige halten z. B. das Treiben von Einrichtungen wie Atmosfair für modernen Ablaßhandel (Zeit (http://www.zeit.de/2007/06/Klima), FAZ (http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E338B6CA1FCEF4224A43C914DC1059D77~ATpl~Ecommon~Scontent.html)).
Die Katastrophe wird mit tödlicher Sicherheit die Länder der sogenannten 3. Welt heimsuchen - weiterhin, denn sie hat schon längst begonnen.
Fernwanderer
Fernwanderer
23.02.2007, 14:16
fernwanderer:
Ob aber diese wohl unabwendbare Änderung sich zu einer Katastrophe auswächst steht noch nicht fest.
Nun, die Frage ist vielmehr was ist "die Katastrophe"?
Das Aussterben von xxx Arten durch menschliches Zutun, der Anstieg diverser atmosphärenverändernder Gase durch menschliches Zutun oder das Aussterben dieser sehr tätigen Säugetiergattung durch ihr etwas unbedachtes (nicht-) Handeln. Und das viel schneller als gedacht. Ein Anstieg von 4-7? oder 8? Grad in hundert Jahren bedeutet einfach Massensterben.
Wahre Worte keine Frage, ABER:
- das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
Das bedeutet nichts anderes, als das wir Mitteleuropäer nicht diejenigen welchen sind, die die Rechnung bezahlen werden. Oder noch brutaler gesagt wir haben keinen "natürlichen" Grund unser Verhalten zu ändern und werden es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht tun, sondern wie man das sehr gut beobachten kann in Ersatzhandlungen ergehen. Nicht wenige halten z. B. das Treiben von Einrichtungen wie Atmosfair für modernen Ablaßhandel (Zeit (http://www.zeit.de/2007/06/Klima), FAZ (http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E338B6CA1FCEF4224A43C914DC1059D77~ATpl~Ecommon~Scontent.html)).
Die Katastrophe wird mit tödlicher Sicherheit die Länder der sogenannten 3. Welt heimsuchen - weiterhin, denn sie hat schon längst begonnen.
Fernwanderer
Fernwanderer
23.02.2007, 14:16
fernwanderer:
Ob aber diese wohl unabwendbare Änderung sich zu einer Katastrophe auswächst steht noch nicht fest.
Nun, die Frage ist vielmehr was ist "die Katastrophe"?
Das Aussterben von xxx Arten durch menschliches Zutun, der Anstieg diverser atmosphärenverändernder Gase durch menschliches Zutun oder das Aussterben dieser sehr tätigen Säugetiergattung durch ihr etwas unbedachtes (nicht-) Handeln. Und das viel schneller als gedacht. Ein Anstieg von 4-7? oder 8? Grad in hundert Jahren bedeutet einfach Massensterben.
Wahre Worte keine Frage, ABER:
- das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
Das bedeutet nichts anderes, als das wir Mitteleuropäer nicht diejenigen welchen sind, die die Rechnung bezahlen werden. Oder noch brutaler gesagt wir haben keinen "natürlichen" Grund unser Verhalten zu ändern und werden es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht tun, sondern wie man das sehr gut beobachten kann in Ersatzhandlungen ergehen. Nicht wenige halten z. B. das Treiben von Einrichtungen wie Atmosfair für modernen Ablaßhandel (Zeit (http://www.zeit.de/2007/06/Klima), FAZ (http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E338B6CA1FCEF4224A43C914DC1059D77~ATpl~Ecommon~Scontent.html)).
Die Katastrophe wird mit tödlicher Sicherheit die Länder der sogenannten 3. Welt heimsuchen - weiterhin, denn sie hat schon längst begonnen.
Fernwanderer
das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
sehe ich noch nicht so- aber das wird dann Thema des 2. Teils der UN- Untersuchungen. Abwarten.
Jedenfalls rührt sich endlich was- und ich würde das Thema nicht auf 1. 2. und 3. Welt verteilen, die Auswirkungen treffen letztendlich alle. Abschotten ist nicht ;-)
M.
das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
sehe ich noch nicht so- aber das wird dann Thema des 2. Teils der UN- Untersuchungen. Abwarten.
Jedenfalls rührt sich endlich was- und ich würde das Thema nicht auf 1. 2. und 3. Welt verteilen, die Auswirkungen treffen letztendlich alle. Abschotten ist nicht ;-)
M.
das Massensterben der Arten hat schon längst begonnen und ist híer in Mitteleuropa pratkisch schon abgeschlossen
- bei uns wird es höchstwahrscheinlich allgemein um ein paar Grad wärmer und der Sommer trockener und der Winter nasser.
sehe ich noch nicht so- aber das wird dann Thema des 2. Teils der UN- Untersuchungen. Abwarten.
Jedenfalls rührt sich endlich was- und ich würde das Thema nicht auf 1. 2. und 3. Welt verteilen, die Auswirkungen treffen letztendlich alle. Abschotten ist nicht ;-)
M.
Nammalakuru
28.02.2007, 17:00
Die bisherigen Ausführungen sind doch sehr einseitig negativ.
Man muss auch andere Seiten sehen: klick (http://www.youtube.com/watch?v=HMliLih1jsY)
Nam
Nammalakuru
28.02.2007, 17:00
Die bisherigen Ausführungen sind doch sehr einseitig negativ.
Man muss auch andere Seiten sehen: klick (http://www.youtube.com/watch?v=HMliLih1jsY)
Nam
Nur vereinzelt Schnee und Frost
Wärmster Winter aller Zeiten in Deutschland
Der derzeitige Winter ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901 in Deutschland. Die Durchschnittstemperatur lag mit 4,3 Grad Celsius deutlich höher als die bisher durchschnittlichen 0,2 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Die Rekordwinter 1974/75 und 1989/90 wurden somit um weitere 0,7 Grad Celsius übertroffen. Als Grund hierfür nannten die Meteorologen die anhaltende Südwest- und Westwetterlage. "Kalte Luftmassen hatten keine Chance in Mitteleuropa die Oberhand zu gewinnen. Anhaltende Frostperioden gab es nicht", erklärte DWD-Präsident Wolfgang Kusch.
Im Dezember war die Durchschnittstemperatur so hoch wie seit 32 Jahren nicht mehr. Der Januar brach alle Rekorde seit 1901 und auch der Februar war viel zu warm. Auf Helgoland war es den Angaben zufolge mit einem Mittel von 7,1 Grad Celsius wärmer, als üblicherweise zur selben Zeit in Marseille an der französischen Mittelmeerküste. Der Rekordwert von 19 Grad Celsius wurde am 8. Dezember im bayeischen Sigmarszell aufgezeichnet. Der warme Winter passe zur vorhergesagten Klima-Erwärmung, sagte ein DWD-Sprecher.
Auch die Niederschlagsmenge war in den Wintermonaten überdurchschnittlich. Im Norden und Osten Deutschlands fiel drei Mal so viel Regen wie sonst. Die Sonnenscheindauer lag ebenfalls mit bundesweit 167 Stunden etwas über dem Soll. Nur im Februar machte sich die Sonne im Durchschnitt etwas rar.
Aus www.tagesschau.de vom 27.02.07
Klimawandel ist keine Religion oder Glaubensache sondern Fakt. Inzwischen besteht bei den Fachleuten auch kein Zweifel mehr, dass der Mensch hier mächtig mitgespielt hat und das der Prozeß unumkehrbar wird. Diskutiert wird nur noch der Zeitpunkt. Besserung oder Einsicht ist nicht in Sicht:
www.tagesschau vom 1.03.07:
Audi-Chef kritisiert Klimaschutzdebatte
"Wir sind keine Sozialhilfestation"
Rupert Stadler (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Neuer Audi-Chef: Rupert Stadler]
Mit scharfen Worten hat der neue Audi-Chef Rupert Stadler die Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an den deutschen Automobilherstellern zurückgewiesen. Dieser hatte der deutschen Autoindustrie Versäumnisse beim Klimaschutz vorgeworfen.
"Wir sind keine Sozialhilfestation, wir sind ein Wirtschaftsunternehmen," sagte Stadler. Die deutschen Autobauer lebten insbesondere von der Produktion großer, sportlicher Fahrzeuge. Das von der EU-Kommission vorgegebene Ziel von 120 Gramm Kohlendioxid je Kilometer im Flottendurchschnitt sei für einen Hersteller wie Audi schon rein physikalisch nicht machbar. Tonnen schwere Oberklassefahrzeuge könnten auf diese Weise nicht angetrieben werden.
Braucht man, so glaube ich, hier nicht weiter zu kommentieren.
Viel wichtiger ist allerdings wohl eher die Frage, wer ist bereit freiwillig auf seine geliebten Gewohnheiten und Annehmlichkeiten zu verzichten? Ich glaube hier sieht es im Großen wie im Kleinen schlecht aus. Wenn jeder ehrlich zu sich selbst ist, umweltunschädlich will niemand mehr leben.
Das wir die Rechnung hier in Mitteleuropa nicht bezahlen müssen... Naja, ein durch ein Sturm abgedecktes Dach kann ganz schön teuer sein...
Nur mal so, zum nachdenken.
Liebe Grüße
Balu
Fernwanderer
01.03.2007, 10:56
Das wir die Rechnung hier in Mitteleuropa nicht bezahlen müssen... Naja, ein durch ein Sturm abgedecktes Dach kann ganz schön teuer sein...
Für den Betroffenen eine bittere und teure Erfahrung keine Frage.
Es sind aber eben keine Mitteleuropäer die wöchentlich zu Dutzenden im Mittelmeer und vor den Kanaren ersaufen.
Die Niederländer werden weitere Milliarden in den Küstenschutz investieren, aber in Bangladesch werden sie zu Tausenden ersaufen.
Wir hier haben eine bessere Zucchiniernte im Garten habe während in Teilen Afrikas die Leute nach häufigeren Mißernten auf Todestrecks wie die Fliegen verrecken werden.
Natürlich wird uns der Klimawandel auch treffen, aber er wird höchst wahrscheinlich nicht zu einer existentiellen Bedrohung.
Mit unseren Leidensmienen werden wir niemanden in der (2., 3. oder 4.) Welt beeindrucken.
Fernwanderer
@Fernwanderer
wohl wahr, wird interessant, wenn die Menschen dort feststellen, dass es sich bei uns besser leben läßt und sich dann auf den Weg machen. :bash:
Es liegen "spannende" Zeiten vor uns. Ob das Gemüse wirklich noch so toll ausschaut, wenn eine Windhose durch den Garten gefegt ist.....
LG Balu
Fernwanderer
02.03.2007, 11:20
wird interessant, wenn die Menschen dort feststellen, dass es sich bei uns besser leben läßt und sich dann auf den Weg machen.
Sie sind bereits auf dem Weg.
Heute ist in der FAZ fast der komplette Feuilleton dem Thema Klimawandel gewidmet, durchaus lesenswert.
Ums kurz zu machen: was meinen denn die billigfliegenden Outdoorfreunde in ihren Schnäppchenjacken für 250 Euro aufwärts so, angesichts schmelzender Gletscher/Eiskappen/Permafrostböden?
In der FAZ würde dann diese Frage lauten: Wie lebt es sich als Kater Paul (http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E2BD9FFC0CC334C7A9ECE98AC00B0EDA4~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)?
Grüße
Fernwanderer
arippich
03.05.2007, 13:00
Der These eine Klimakatasrophe würde vor allem Dingen die Ärmsten treffen, kann ich mich nicht anschließen.
Ich persönlich halte unsere hochtechnisierte, extrem arbeitsteilige Gesellschaft für viel anfälliger.
Gruß,
Andrej
Ich denke, die Klimaveränderung wird weltweit große Veränderungen mit sich bringen. Vor allem wird es einen Kampf um Wasser geben, auf absehbare Zeit wird Wasser zu einer der teuersten Ressourcen werden.
Dadurch, dass sich Ökosysteme durch den Klimawandel verändern, werden sich wohl auch Veränderungen bei unserer Ernährung ergeben. Ich glaube nicht, dass unsere auf Massenproduktion ausgerichtete Nahrungsmittelindustrie da schnell genug reagieren kann. Es wird vermehrt Dürren geben, Missernten. Und die werden wir hier auch zu spüren bekommen. Der Kilopreis für Tomaten beispielsweise hat hier fast den Goldpreis eingeholt, weil die Bewässerung so teuer ist, schätze ich.
Ein Beispiel dafür, was kleine Veränderungen im Ökosystem bewirken können, ist hier zu lesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,480748,00.html
Ich finde den Artikel interessant. Es wird eindrucksvoll geschildert, was durch das Verschwinden so kleiner Viecher passieren kann. Vielleicht steht uns so etwas bei weiterem Klimawandel und Ökosystemveränderng auch ins Haus.
Lilly
Fernwanderer
24.05.2007, 15:14
Ein lesenswerter Artikel in der FAZ (http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~ED421D53332C54D2FB87B491508ECD811~ATpl~Ecommon~Scontent.html).
Interessant, weil er eine Gegenposition zur Klimakatastrophe formuliert.
Echt schöner Artikel...!
Der Mann hat da schon recht. Wenn alleine wir nur was für die Umwelt tun, bringt das nicht sehr viel und Klimakatastrophen/Klimaschwankungen hat es ja anscheinend schon immer mal gegeben. Ich denke die Natur muss eben ab und an mal ihr Gleichgewicht wieder herstellen...!
Das wir das [/b]Ungleichgewicht beschleunigen[b] ist klar, ob wir das jetzt noch aufhalten können, ich bin zwar eigentlich optimistisch, aber dazu wird mir im Moment noch viel zu wenig getan. Vor allem da die "kleinen" Nationen sich eher Gedanken machen als diese, die es wirklich nötig hätten mal über die Umwelt nachzudenken und die den meistens Schlunz in die Atmosphäre pusten !
Grüßli Hexe
Der Mann hat da schon recht. Wenn alleine wir nur was für die Umwelt tun, bringt das nicht sehr viel und Klimakatastrophen/Klimaschwankungen hat es ja anscheinend schon immer mal gegeben. Ich denke die Natur muss eben ab und an mal ihr Gleichgewicht wieder herstellen...!
Das tut die Natur mit Sicherheit, nur haben wir dann nix mehr von ;-)
Weil dnach weg- gleichgewichtet.
Dieser Joseph H. Reichdingens ist ein übler Populist der sich zu gerne kaufen lässt um dann mit seinem Professorentitel Eindruck zu schinden.
Altbekannt.
Leider sieht es wohl noch schlimmer aus als es bisher veröffentlicht wurde.
Die wissentschaftlichen Berichte wurden ja schon politisch gleichgerichtet- oder geschaltet.
Aber die Tendenz den Kopf in den Sand zu stecken scheint sich durchzusetzen. Na dann-
Frohes Kriege führen und Verhungern :bg:
M.
Der Mann hat da schon recht. Wenn alleine wir nur was für die Umwelt tun, bringt das nicht sehr viel und Klimakatastrophen/Klimaschwankungen hat es ja anscheinend schon immer mal gegeben. Ich denke die Natur muss eben ab und an mal ihr Gleichgewicht wieder herstellen...!
Das tut die Natur mit Sicherheit, nur haben wir dann nix mehr von ;-)
Weil dnach weg- gleichgewichtet.
Dieser Joseph H. Reichdingens ist ein übler Populist der sich zu gerne kaufen lässt um dann mit seinem Professorentitel Eindruck zu schinden.
Altbekannt.
Leider sieht es wohl noch schlimmer aus als es bisher veröffentlicht wurde.
Die wissentschaftlichen Berichte wurden ja schon politisch gleichgerichtet- oder geschaltet.
Aber die Tendenz den Kopf in den Sand zu stecken scheint sich durchzusetzen. Na dann-
Frohes Kriege führen und Verhungern :bg:
M.
Ja leider stecken da immer noch zuuu viele den Kopf in den Sand vor allem Länder wie Amerika, China...etc...pp...! Aber die Natur wird sich schon rächen :ignore: :wink: ! Da habe ich auch keinen Zweifel mehr :bg:
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