Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rennrad - was sind eigentlich die Vorteile???
woodswitch
03.07.2006, 18:44
Hallo!
Zum Fithalten fahre ich sehr gerne Rad. Es ist meiner Meinung nach, das beste Konditionstraining was es gibt, ohne die Belastung der Gelenke wie z. Bsp. beim Joggen.
Ich fahre täglich mindestens 25km (im Sommer) und 3x die Woche so zw. 40 und 50. Als teutoburger Waldhexe habe ich so ein Crossbike, damit ich auch mal die Waldwege nehmen kann. Fahre aber auch sehr oft die Landstrassen. Nun bin ich am Überlegen, ob ich mir für die Langstrecken auf Straßen ein Rennrad zulegen sollte. Der Auslöser ist eigentlich, dass ich ständig überholt werde von diesen Rennmaschinchen. (das kann ich nicht leiden ;-))
Also ich finde das absolut g... was die so für Tempo machen. Sicher, ich kann auch meine Runden weiterhin auf meinem Cross drehn, aber ich gönn mir ja sonst nix weiter.... ;-)
Meine Frage ist nun: welche Vor- bzw. Nachteile hat das Rennradfahren eurer Meinung nach? Sollte ich etwas bestimmtes beachten bzw. irgendwelche wichtigen Überlegungen in meine Rennradentscheidung mit einbeziehen? Ich bin bislang nie Rennrad gefahren und möchte nicht über 1000 Euros auf den Tisch blättern, nur um festzustellen dass das gar nichts für mich ist. Fit bleiben kann ich schliesslich mit jedem Rad.
Danke für eure Meinung, Gruß Ute
Meine Frage ist nun: welche Vor- bzw. Nachteile hat das Rennradfahren eurer Meinung nach?
Vorteile:
- zwei ergonomische Handpositonen am Lenker (oben nah an der Lenksäule und unten, an den Griffen) verbunden mit zwei grundsätzlich anderen Haltungen. Einmal aufrecht und entspannt mit grossem Windwiderstand (das ist übrigends die "normale" Griffposition), einmal tief und windschnittig mit erheblicher Körperspannung, um z.b. als Aussreisser vorzupreschen oder schnell am Berg zu sein
- einfaches Radkonzept ohne Firlefanz wie Lichtanlage, Schutzbleche, Gepäckträger
- in aller Regel _sehr_ leicht
- entspricht nicht der Hype der vollgefederten Pseudo-Mountainbikes aus dem Baumarkt, bei dem man auf dem Weg zum Supermarkt sich wie ein echter Outdoorer fühlen kann
- objektiv höhere Geschwindigkeiten erreichbar, in aller Regel feiner gestaffelte Gangschaltung, damit hohe Konstanz der Trittfrequenz (diese Aspekte sind allerdings fast nur im Rennbetrieb oder im Training dafür relevant und das auch nur für speziell Trainierte), extrem leichte und dünne Reifen/Felgen (wichtig für hohe Beschleunigungen)
Nachteile
- Nicht Nacht- (Lichtanlage), Regen-(Schutzbleche), Waldweg- (Reifen!) oder Einkaufstauglich (Gepäckträger). Reines Sportgerät also, zum Reisen nicht geeignet
- Reifenpannen (Schlauchreifen) nicht trivial behebbar
- oft sehr teuer
- niedrige Griffposition schränkt die Umgebungswahrnehmung stark ein (Landschaft geniessen ...)
Ich benutze mein Rad auch um fit zu bleiben (ca. 10.000km im Jahr), aber auch als Transportgerät (Weg zur Arbeit mit Tasche) und zum Einkaufen. Dabei gibt es viele Feld- und Waldwege. Ich kann daher mit einem Rennrad nichts anfangen. Und fit bin ich mit meinem auch so. Mein Rad ist vollgefedert (ob das Sinn macht weiss ich bis heute nicht) und auch mit Rennradtechnik ausgestattet (Gangschaltung, Naben, Lager). Es war auch nicht billig (1600 EUR), aber aufgrund der hohen Nutzung wollte ich ein sehr gutes Rad haben. Heute würde ich mir wohl ein halb so teures kaufen, ich find all die Unterschiede nicht so wichtig.Wenngleich mir die bunten Papageien in Jan-Ullrich-Montur auch davonfahren. Aber oft sehe ich die dann nach langer Zeit wieder ...
Gruss
-chinoook
chrysostomos
03.07.2006, 19:18
Hallo Ute
Gründe für ein gutes Rennrad:
- geringerer Rollwiderstand der Räder = ökonomischer/schneller Fahren
- idR. kleinerer Cw-Wert (aerodynamischer) = schneller
- leichter = schneller den Berg hoch
- Training für den "runden Tritt" (Souplesse, Koordination)
- bessere Kontrolle der Trainingsintensität (Grundlagenausdauer...)
- sexy, schöne Beine (♀♂) kurbeln zu sehen
- Freude an der Technik
- über die Landstrassen fliegen... :D
Grüsse aus dem Süden
Marc
chrysostomos
03.07.2006, 19:21
Ich benutze mein Rad auch um fit zu bleiben (ca. 10.000km im Jahr)... Wenngleich mir die bunten Papageien in Jan-Ullrich-Montur auch davonfahren. Aber oft sehe ich die dann nach langer Zeit wieder ...
Ui - congrats zu Deinem Radlpensum. Dann werden Dir aber nicht viele "Gümmeler" (CH-Ausdruck für am "Hinterradkleber") enteilen!!
Grüsse, Marc
- Reifenpannen (Schlauchreifen) nicht trivial behebbar
Welcher Breitensportler fährt denn heutzutage noch Schlauchreifen?
Ich benutze mein Rad auch um fit zu bleiben (ca. 10.000km im Jahr)... Wenngleich mir die bunten Papageien in Jan-Ullrich-Montur auch davonfahren. Aber oft sehe ich die dann nach langer Zeit wieder ...
Ui - congrats zu Deinem Radlpensum. Dann werden Dir aber nicht viele "Gümmeler" (CH-Ausdruck für am "Hinterradkleber") enteilen!!
Trotz Offtopic-Gefahr, weil es für den Thread vielleicht doch nicht _ganz_ unpassend ist. Ich habe wegen des Radfahrens mein Auto verkauft. Ich mache meinen Arbeitsweg (35km/Tag bei 500 Höhenmetern) jetzt mit dem Rad. Das dauert zwar länger, aber die "Totzeit" im Auto fällt auch weg. Der Umstieg aufs Rad war der grösste Sprung an Lebensqualität in den letzten 10 Jahren. An Fitness bin ich das ganze Jahr über auf sehr hohem Niveau und das im Ausdauerbereich, der einzige, der mich Interessiert. Ich könnte für mich sicher auch ein Rennrad (Wochenende usw.) rechtfertigen, aber ich halte das nicht für nötig (Topic). Ich halte den Fetischismus bei den Radkomponenten für übertrieben. Vielleicht hätte ich mit "einfachereren Komponenten ein Prozent mehr an Geschwindigkeit oder "reach", aber so habe ich eben ein Prozent mehr an Training. Wenn ich mir noch ein Rad kaufe, dann eins von diesen superkleinen Falträdern (Birdy etc.), dann aber mit Rohloff-Schaltung :).
Was für mich entscheidend war: der komplette Umstieg eben weg vom Auto.
Nochmal zur Fitness: durch den hohen durchschnittlichen Trainingszustand bin ich in der Lage aus dem Stand im Sommer Touren von bis zu 300km in Mittelgebirgigem Gelände zu machen.
Nochwas :). Vor drei Jahren habe ich angefangen zu laufen. Weil ich eine sehr lange Wanderung plane ... . Nach ca. 5 Wochen regelmässigem Laufen, das für mich konditionell nicht besonders herausfordernd war (sic!) begann ich, an beiden Knien starke Schmerzen zu bekommen. Auch noch zwei Wochen nach Aussetzen des Lauftrainings waren die da. Ich bin dann schleunigst zum Sportarzt gegangen, der - was ich besonders fies fand - meinen "durch Einseitige Beanspruchung stark hypertrophierten Quadrizeps" diagnostizierte. Therapie: Weiterlaufen damit eine muskuläre Balance entsteht ...
Gruss
-chinoook
- Reifenpannen (Schlauchreifen) nicht trivial behebbar
Welcher Breitensportler fährt denn heutzutage noch Schlauchreifen?
Weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass ich, als ich das erste Mal von diesen gehört habe, dass das nix für mich is. Es kann sein, dass ich da ein falsches Restbild habe, also habe ich wohl in diesem Punkt gefehlt.
-chinoook
woodswitch
03.07.2006, 19:54
Also wenn ich das richtig verstehe: ein reines just for fun Sportgerät und für Liebhaber des etwas schnelleren Radelns - in etwa vergleichbar mit Ferraribesitzern, die Freude an der Geschwindigkeit haben, ihr Auto aber ansonsten nicht unbedingt für alles nutzen können und aus diesem Grund noch einen Jeep Suzuki oder so in der Garage haben.
Aber ich müßte doch meinen Aktionsradius erweitern können ohne bedeutend mehr Kraft bzw. Zeit einzusetzen?
Das ist doch schon mal was. Schneller am Berg finde ich auch gut. Hier im südl. Osnabrücker Landkreis ist es ganz schön bergig (die Alpenbewohner werden lächeln) und da werde ich ganz schön langsam. Für Waldwege, zum Einkaufen oder Ausflug mit Oma habe ich ja dann noch mein anderes Fahrrad.
Also ist die Entscheidung fast schon gefallen, ich wollte nur sichergehen, nicht irgendwelche Negativfaktoren ausser Acht gelassen zu haben, die mir in meiner Ahnungslosigkeit gar nicht bewußt sind. Welches Pedalsystem ist egentlich zu empfehlen? Dieses SPD oder so?
Ute
PS: ich habe übrigens (aus Prinzip) auch kein Auto! Ich mache fast alles mit dem Fahrrad. Zum Einkaufen kommt der Rucksack zum Einsatz und was eben nicht geht, wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht.
Das Rennrad finde ich als schöne Alternative mit etwas sportlicherer Komponente zum täglichen Radeln.
Also wenn ich das richtig verstehe: ein reines just for fun Sportgerät und für Liebhaber des etwas schnelleren Radelns - in etwa vergleichbar mit Ferraribesitzern, die Freude an der Geschwindigkeit haben, ihr Auto aber ansonsten nicht unbedingt für alles nutzen können und aus diesem Grund noch einen Jeep Suzuki oder so in der Garage haben.
Das entspricht meiner Meinung, wenngleich ich beim Rennrad nicht diese negativen Assoziationen habe.
Aber ich müßte doch meinen Aktionsradius erweitern können ohne bedeutend mehr Kraft bzw. Zeit einzusetzen?
Nur unwesentlich bis unmerkbar. Wenn das Rad sonst passt und gut ist, ist der Radius in etwa gleich, es sei denn, Du hast vor, auf Vereinssportsebene zu trainieren. Da mag das dann etwas anders werden.
Das ist doch schon mal was. Schneller am Berg finde ich auch gut. Hier im südl. Osnabrücker Landkreis ist es ganz schön bergig (die Alpenbewohner werden lächeln) und da werde ich ganz schön langsam.
Wenn Du nicht super-viel Trainieren wirst ist das wohl ein Irrtum. Erwarte keinen Sprung in der "Leichtigkeit" vom Rennrad, wenn Du nicht _erheblich_ investierst. Du brauchst eher viele Gänge mit grossen Entfaltungunterschieden und die haben Rennräder typischerweise nicht. (Wenngleich es auch Fahrräder gibt, die wie Rennräder aussehen und sehrwohl mehr dem Typus "Reiserad" entsprechen. Es gibt ja fast alle Übergangsformen.
Ich bin im Harz, Solling, Teutoburger Wald und Weserbergland unterwegs. Dafür ist (für mich) mein Rad perfekt bis leicht überdimensioniert. Vielleicht hilft Dir das ja bei der Einschätzung.
Also ist die Entscheidung fast schon gefallen, ich wollte nur sichergehen, nicht irgendwelche Negativfaktoren ausser Acht gelassen zu haben, die mir in meiner Ahnungslosigkeit gar nicht bewußt sind. Welches Pedalsystem ist egentlich zu empfehlen? Dieses SPD oder so?
Ich hab irgendein Klicksystem. Aber derartig, dass ich die Pedale auch normal benutzen kann. Etwas anderes käme für mich nicht in Frage. Ob das SPD ist? Ich glaub, das gehört auch zu den Bereichen, in denen man leicht die Urteilskraft einbüssen kann ....
Ich hab den Verdacht, Du bist auf dem Weg zu einer Fehlentscheidung.
Gruss
-chinoook
Alpenkönig
03.07.2006, 20:06
- Reifenpannen (Schlauchreifen) nicht trivial behebbar
Welcher Breitensportler fährt denn heutzutage noch Schlauchreifen?
Ich! Bei meinem Radhändler/Mechaniker gelte ich als oldie von Vorgestern! Aber in Punkto Fahrkomfort und Geschmeidigkeit geht nix über meine Vittoria Corsa CX.
Hoppla mein 777 Beitrag! Gibts da eine goldene Rolex? :wink:
chrysostomos
03.07.2006, 20:11
Meine Dolcinea hat das Rennradeln auch für sich entdeckt und fährt mir nächstens um die Ohren! Mittlerweile gehen die Ladies bereits gemeinsam - aber ohne die Männer - zur Ausfahrt!
aus der Ferne darf ich sagen: Lieber SPD als PDS! Falls Du bereits Klickies an Deinem everyday-Rad hast, dann das gleiche System. Sonst ist SPD weit verbreitet und die cleats stören weniger beim Laufen.
Für den Spass am Rennradfahren unbedingt berücksichtigen:
- Nur ein auf Deine Grösse angepasstes Radl kaufen. Verschiedene Damensättel ausprobieren. Sattel muss mindestens waagrecht, wenn nicht leicht nach vorne geneigt sein
- immer (!) mit Getränk, Riegel, Geld, Ersatzschlauch/Pumpe und Handy ausfahren!
- Radlerhose anziehen (ohne Slip)
Viiiiiiil Spass!!!
Grüsse aus den Bergen
marc
woodswitch
03.07.2006, 21:41
Tja, dann danke ich erst mal für die vielen Denkanstösse.
Ich werde mit Sicherheit keine übereilte Entscheidung treffen, sondern mir das alles noch reichlich überlegen. Ich weiß um meinen Fehler, mir in der ersten Begeisterung vieles (zu) schön zu reden.
Hier in OS gibt es in den guten Fachgeschäften die Möglichkeit der Probefahrten. Wobei das dann nur ein paar Kilometer sind und ich nicht den richtigen Eindruck bekommen werde.
Mein jetziges Rad ist eins von der "Stange" aber kein Billigteil aus dem Baumarkt. (hat 97 1400 DM gekostet). Vielleicht sollte ich nur einzelne Komponenten austauschen....??
Wie gesagt, ich werde noch einige Nächte drüber schlafen :bg:
Gruß Ute
Mein jetziges Rad ist eins von der "Stange" aber kein Billigteil aus dem Baumarkt. (hat 97 1400 DM gekostet). Vielleicht sollte ich nur einzelne Komponenten austauschen....??
Was ist denn das für ein Rad Typ? Das klingt doch schon nach was wirklich gutem. Ich glaube, Du suchst die Ursache, dass Dich andere überholen an der falschen Stelle ...
Komponenten austauschen? Nur weil auf der Gangschaltung ein anderes Fabrikat oder eine andere Produktlinie steht, fährt sich das Rad ja nicht unbedingt auch nur einen Hauch besser ...
-chinoook
chrysostomos
03.07.2006, 21:50
Am vernünftigsten wär's, wenn Du Dir vor dem Kauf mal für ein paar Tage ein Rennrad ausleihen würdest - nur um zu sehen, wie sich das so fährt.
Volle Zustimmung! Beim Rest krieg ich Stirnrunzeln...
Was soll die Dame mit einer 7.5 kg CC-Rennfeile, nur damit sie gleichschnell wie mit einem 8.5 Kg-Rennrad die Berge hochkommt? Dreifach-Kurbelgarnituren am Rennrad sind standart - aber was soll sie mit einer MTB-mässigen Übersetzung von 22 x 34 auf der Strasse?
Man/frau kann wieder mal mit dem "kreuzotter-speedrechner (http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm)" spielen. Die Unterschiede zeigen sich sicher erst mit höherer Geschwindigkeit und zunehmender Streckenlänge. Nicht messbar ist aber der Spass, mal mit einem leichten, agilen Rennrad Tempo zu machen!
Als Motivationsspritze: Meine Dolcinea hat im Frühjahr für ein Weekend ein wirklich feines Rennrad gemietet. Wir sind dann von Zürich aus durch das Wutachtal an den Schluchsee (Schwarzwald) gefahren (ca. 80 km) und haben dort übernachtet. Die Gegend ist "etwas" hügelig... Am andern Tag wieder zurück. Danach stand der Entscheid meiner Bella fest und sie zog schon ein paar Wochen später mit einem eigenen Rad in die Radlferien nach Italien!
Grüsse aus dem Süden
Marc
(mit MTB & Rennrad, z.Z. ohne Auto)
Jetzt muss ich auch noch einen Senf dazu geben. :D
Also auf dem RR ist man nicht zwingend gleich schneller und wenn überhaupt, dann nur in einer aerodynamischen Haltung, die erst mal antrainiert werden muss. Überhaupt ist die Haltung auf dem Rad etwas anders und somit gewöhnungsbedürftig. Auch kann man auf einem "normalen" Rad genau so gut Kondition trainieren und ist noch vielseitiger in der Anwendung. Man(n) und auch Frau braucht also eigentlich kein Rennrad, wirklich nicht. :wink:
Aber: Rennradfahren ist geil. :bg: Wenn es ein waschechtes Rennrad ist, ist das ganze Fahrgefühl einfach anders. Man muss das mögen, aber wenn man es mag, dann ist es einfach nur genial. Eine besondere Häufung von Platten hab ich bisher auch nicht feststellen können, aber das Rennrad ist auch nur für (gute) Straßen gedacht. Dort kann sich aber so ein Gefühl des "über den Asphalt Schwebens" einstellen.
Ach ja, ich fahre an allen Fahrrädern SPD-Mountainbike-Pedale, da ich mir nicht zig Paar verschiedene Schuhe kaufen will.
Mac
pfadfinder
03.07.2006, 22:51
Ach ja, ich fahre an allen Fahrrädern SPD-Mountainbike-Pedale, da ich mir nicht zig Paar verschiedene Schuhe kaufen will.
Apropos:
Schuhe sinnvoll oder nicht???-Was bringt es wirklich,die Pedale hochziehen zu können??
MfG
Apropo:
Schuhe sinnvoll oder nicht???-Was bringt es wirklich,die Pedale hochziehen zu können??
Apropos ;)
Subjektiv massiv. Erstens (vielleicht ist das der entscheidende Punkt) sind die Füsse immer in der richtigen Position. Das macht bei einer 10h dauernden Fahrt _extrem_ viel aus. Zweitens kann man viel mehr Kraft umsetzen. Ich fahre viel in hügeligem Gelände. Sicher, das würd ich auch so schaffen, aber es ist einfach ein Riesenerleichterung. Drittens: Man belastet viel mehr Muskeln als ohne. Das merkste spätestens nach der ersten anspruchsvollen Tour _mit_ Klickpedalen. Ich würde viel leicht wieder hergeben: die Super-Gangschaltung, den leichten Rahmen, die hochwertigen Lager usw. Aber nicht die Klickpedale.
-chinoook
Moin Ute,
dein altes Rad mit neuen Komponenten aufzumotzen um mit den RR mithalten zu können halte ich für Quatsch-die neusten Teile und das leichteste Rad nützen wenig bis nix wenn´s in den Beinen nicht stimmt. Als bekennender Oldtimer-Fahrer kann ich nur sagen, daß ich mit meinen 25 und 30 Jahre alten RR Möhren und entsprechend alter Technik nur unwesentlich langsamer unterwegs bin als mit meinem 1 1/2 Jahre altem RR.
Das einzige was merklich mehr Geschwindigkeit bringen dürfte und nicht die Welt kostet, sind schmale RR-Reifen mit ordentlich Luftdruck.
Falls du aber doch zu sehr infiziert bist, macht es durchaus Sinn nach einem guten Gebrauchten Ausschau zu halten. Solide, brauchbare und gepflegte Rennräder, gehen bei Ebay oder im örtlichen Anzeigenblatt oft schon zwischen 200 und 300 Krachern über den Tisch.
Grüße!
Waldschreck
04.07.2006, 07:16
Die Rahmengeometrie ist noch eine entscheidende Komponente.
Ein MTB Rahmen wird oft eher zu klein angepasst, der Agilität zuliebe.
Das ist dann halt nichts um Strecke zu machen. Oft muß man dann mit einem überlangen Vorbau die Sitzposition einigermaßen bequem machen. Ein langer Radstand ist auf Strecke angenehmer zu fahren. Laufräder
möglichst mit großen Durchmesser wählen. Ein ungefedertes Rennrad
kann bei falscher zu undynamischer Sitzposition und Lenkerhaltung
(permanente Stöße auf die Handgelenke) schon anstrengend werden
und man muß je nach Straßenzustand sehr vorausschauend fahren.
Aufgrund der wesentlich entspannteren Sitzposition nehme ich für lange
Strecken daher gerne mein Liegerad. Da tut einem nach 200 km absolut
nichts weh und man kann aufgrund der Sitzposition unverkrampft die
Landschaft genießen. Auch sind die Teile sehr schnell und bei Gegenwind
sehr kraftsparend zu bewegen.
Jochen
woodswitch
04.07.2006, 08:29
Was ist denn das für ein Rad Typ? Das klingt doch schon nach was wirklich gutem. Ich glaube, Du suchst die Ursache, dass Dich andere überholen an der falschen Stelle ...
Komponenten austauschen? Nur weil auf der Gangschaltung ein anderes Fabrikat oder eine andere Produktlinie steht, fährt sich das Rad ja nicht unbedingt auch nur einen Hauch besser ...
-chinoook
UF, jetzt muss ich erst mal was klarstellen: das mit dem Überholen war scherzhaft gemeint! Es stört mich natürlich nicht sonderlich. Ich finde es nur faszinierend, wie die da so an mir vorbeipreschen.
Deshalb, weil ich es eben geil finde, wie andere ja offenbar auch, der Gedanke an ein Rennrad.
Mein Fahrrad ist ein Crossbike von Bull. Komponenten austauschen möchte ich nicht, weil ich schneller sein will (obwohl ich das als angenehmen Nebeneffekt begrüßen würde), sondern weil vieles einfach auf ist. Ich habe geschrieben, dass ich fast jeden Tag mindestens 25km fahre (also ganz lahm bin ich eh nicht). Auch habe ich kein Auto, ich mache alles per Rad. Da kommt über die Jahre einiges zusammen. Z. Bsp. ist es jetzt so, dass es bei bergauftrampeln im Tretelager knackt, als wolle es mir bald um die Ohren fliegen. Da muß ja irgend etwas sein. Aber so was läßt sich doch austauschen, deshalb brauche ich ja nicht unbedingt ein neues Rad.
Im Prinzip muß ich sagen, dass ich dieses Rennradfahren irgendwie schön und toll finde. Aber bei näherem Hinsehen und Überlegen für mich eigentlich schon sagen kann, dass es reinster Luxus wäre. Ich lebe im TT Wald und crosse auch gerne da durch. Wenn ich lange Strecken fahre und müde bin, nutze ich meinen Heimvorteil und fahre die abkürzenden Schleichwege über Felder und durch Wald zurück. Das kann ich mit einem Rennrad nicht. Da müßte ich also konsequent auf den Strassen bleiben, und ich bin mir gar nicht sicher ob ich das auf Dauer möchte. Nichtsdestotrotz, finde ich es geil. Aber ich finde auch andere Sachen geil, ohne sie mir gleich zuzulegen.
Gestern hatte ich den superdicken Bike-Katalog von Rose im Kasten. Der hat so einige Begierden geweckt.
Und beim näheren Hingucken gibt es da ja so einiges an Rädern, die für meine Bedürfnisse viel mehr Sinn machen.
Aber das wäre schon ein neues Thema; denn ich müßte jetzt fragen: Warum gibt es so verwirrend viele Radtypen, worin unterscheiden die sich wirklich und zu was Federsattelstützen, Federgabeln oder Scheibenbremsen?
Seid ihr bereit? :bg:
Ute
Waldschreck
04.07.2006, 08:44
Begierde wecken, dies ist das Schlüsselwort.
Es müssen also Kaufreize geweckt werden. Ob ein mit anfälliger Technik
überladenes Fahrrad dann noch Freude macht, sei dahingestellt.
Gerade Gewichtsoptimierung durch Titanteile geht so richtig ins Geld.
Als Altagsesel soll das Teil überschaubar sein und auch möglich selbst zu warten. So Luxusteile werden auch gerne mal entwendet.
Weltumradler machen Ihre oft hochwertige Räder bewußt "hässlich" um
keinen Neid oder Interesse von Langfinger zu wecken.
Wenn Du nach den unzähligen Angeboten gehst, hast Du immer ein Rad
von gestern. Es kommen immer neue Inovationen auf den Markt.
Nur trampeln muß man noch selbst.
Jochen
woodswitch
04.07.2006, 09:10
Begierde wecken, dies ist das Schlüsselwort.
Wenn Du nach den unzähligen Angeboten gehst, hast Du immer ein Rad
von gestern. Es kommen immer neue Inovationen auf den Markt.
Jau! ist wie mit meinem Computer :bg:
Flachlandtiroler
04.07.2006, 09:18
Würde schon über ein RR nachdenken, aber erstmal probefahren / leihen und ggf. ein günstiges / gebrauchtes kaufen. Übriges Geld lieber in das Alltagsrad stecken, denn das wirst Du immer brauchen.
Man sollte sich da ruhig mal was gönnen, im Zweifel einfach an die Spritkosten eines Berufspendlers denken :bg:
Vorteile eines zusätzlichen RRs: Abwechslung ;); zus. Muskeln werden trainiert (Klickpedale -> Zugbelastung); Backup wenn mal eins der Räder defekt; im Autoverkehr mitschwimmen können.
Gruß, Martin
Gestern hatte ich den superdicken Bike-Katalog von Rose im Kasten. Der hat so einige Begierden geweckt.
Und beim näheren Hingucken gibt es da ja so einiges an Rädern, die für meine Bedürfnisse viel mehr Sinn machen.
Also die meisten Radtypen haben für einen speziellen Einsatzzweck schon einen Sinn. Geometrieunterschiede von wenigen cm ergeben ein völlig anderes Fahrgefühl. Das perfekte Universalrad gibt es einfach nicht. Das vielseitigste Rad überhaupt ist wahrscheinlich ein nicht "mittelwendiges" MTB mit Straßenausstattung. Aber der Trend geht klar zum Drittrad (Tandem und Liegerad nicht mitgerechnet 8) )
Mac
Es kann sein, dass ich da ein falsches Restbild habe
Eigentlich fahren heute auch im Rennradbereich die allermeisten Drahtreifen, was die Pannenanfälligkeit angeht, bin ich aber ganz bei Dir. Ich hab und hatte mit dem Rennrad (mit diversen Reifen) deutlich mehr Defekte als mit den anderen Rädern (Auf unserer ersten großen Tour Haltern (Westf.) - Bodensee - Haltern mit Rennmaschine und Gepäckträger hab ich irgendwann aufgehört die Defekte zu zählen - alleine am ersten Tag 3 Stück... :roll:) und ein schmaler Rennradreifen (mit Draht) ist zu allem Übel auch noch deutlich schwerer zu (de)montieren als "normale" Reifen - Faltreifen sind in diesem Punkt besser.
- leichter = schneller den Berg hoch
Je nach Übersetzung, mit 52/42 vorne und 23-11 hinten kommt man die meisten steilen (!) Berge (zumindest ohne Blut-Doping) nicht wirklich schnell hoch --> schieben. :bg:
- Training für den "runden Tritt" (Souplesse, Koordination)
- bessere Kontrolle der Trainingsintensität (Grundlagenausdauer...)
- sexy, schöne Beine (♀♂) kurbeln zu sehen
- Freude an der Technik
Was ist denn daran Rennrad-spezifisch?
Also wenn ich das richtig verstehe: ein reines just for fun Sportgerät
For fun sind doch eigentlich alle teuren Räder, egal ob Rennrad, MTB oder sonstwas. 8) Es klingt komisch, aber Rennrad-fahren ist tatsächlich was "ganz anderes". Probier´s doch einfach mal aus und lass Dich von der Geschwindigkeit berauschen. Rose (Bocholt) hat aktuell übrigens ein IMHO ziemlich schickes, nur 7,7kg schweres Radl im Angebot (http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=8871).
Ich!
:D
Corton
Waldschreck
04.07.2006, 11:16
Für einen 7,7 kg Rennrad mit einem ultraleichten Rahmen muß man aber
einen sehr sauberen Stil fahren. Fahr mal so ein Teil im Wiegetritt den Berg hoch und schau mal wie so ein Rahmen aus der Spur geht. Bergrunter machst Du dir vor Angst in die Hosen wen das Teil anfängt
zu flattern.
Jochen
Je nach Übersetzung, mit 52/42 vorne und 23-11 hinten kommt man die meisten steilen (!) Berge (zumindest ohne Blut-Doping) nicht wirklich schnell hoch --> schieben.
Die Übersetzung ist für Hobbyfahrer in bergigen Gegenden auch nicht wirklich empfehlenswert. Und somit das von die verlinkte Rad auch nicht. :wink: Also entweder vorn 3-fach Kurbel oder Compact (50/36).
Für einen 7,7 kg Rennrad mit einem ultraleichten Rahmen muß man aber
einen sehr sauberen Stil fahren. Fahr mal so ein Teil im Wiegetritt den Berg hoch und schau mal wie so ein Rahmen aus der Spur geht. Bergrunter machst Du dir vor Angst in die Hosen wen das Teil anfängt
zu flattern.
Nö. :wink:
Mac
Waldschreck
04.07.2006, 11:32
@mac
Fahr mal so ein "Leichtgewicht" auf einer Trainingsrolle.
Laß Dich dann mal von hinten filmen. Man sieht dann sehr gut, wie der
Rahmen arbeitet, wenn man nicht sauber und rund tritt.
Jochen
Die Übersetzung ist für Hobbyfahrer in bergigen Gegenden auch nicht wirklich empfehlenswert. Und somit das von die verlinkte Rad auch nicht. :wink:
Das kleine Blatt des verlinkten Rades hat 39 statt 42 Zähne, hinzu kommt
Zahnkranz: Campagnolo Chorus 11 - 23 (oder nach Wunsch), 10-fach
Von Campa gibt´s nen 13-29 Kranz und mit 39 vorne und 29 hinten kommt sogar ein relativ Untrainierter wie ich ne 16%ige Steigung hoch. :wink:
Alpenkönig
04.07.2006, 12:39
Zitat Corton:
Von Campa gibt´s nen 13-29 Kranz und mit 39 vorne und 29 hinten kommt sogar ein relativ Untrainierter wie ich ne 16%ige Steigung hoch.
Ich frage mich immer, was Hobbyfahrer hinten mit 11 oder 12 eigentlich anfangen. Die tritt Zabel nur beim Endsprint. Solche Übersetzungen haben am Amateurrad nichts zu suchen. Das sollte wirklich höchstens mit 13 anfangen. Die kann ein Freizeitradler vielleicht bergab rund treten. Dafür hat man dann mehr Platz für einen 26 oder gar 29-er. Aber so eine Vinyl-LP(:-) )montiere ich mir aus Schamgründen nicht ans Rad, da leide ich lieber mit 42/ 26.
Ich frage mich immer, was Hobbyfahrer hinten mit 11 oder 12 eigentlich anfangen.
Bergab über 80 fahren 8) , ohne Flattern (@Waldschreck :wink: ). Und Scham kenn ich auch nicht, ich fahr 3-fach.
@Corton
Hast recht, hab schlecht geschaut, in der Übersetzung geht es. Compact oder 3-fach ist aber nochn Tick angenehmer.
Mac
@ Mac
Die Kiste gibt´s auch mit 3-fach (53/39/30) Kurbelgarnitur, kostet 50 EUR Aufpreis.
Wie ist denn eigentlich das Fahrgefühl mit einem dieser ultraleichten Räder im Bereich von 6,5 - 8kg? Hätte ich da wirklich gravierende Unterschiede im Vergleich zu meinem 10kg Stahl-Schlachtross zu erwarten? Bis zu welchem Gewicht ist so ein Rad wie das Carbon X-Lite überhaupt geeignet? Alleine die Vorstellung eines nur 6,5kg schweren Rades (http://www2.trekbikes.com/bikes/bike.php?bikeid=1470000&f=1) treibt mir schon fast die Freudentränen in´s Gesicht. :)
Als überzeugter RR-Fahrer muß ich auch meinen Senf dazugeben. Ich fahre relativ häufig in der Stadt rum und benutze dazu ein Offroad-Trecking. Mein MB hab ich nach 3 Monaten meinem Junior vererbt ich konnte mich damit nicht anfreunden. Ein RR ist für die Stadt einfach zu schade wegen der Randsteine etc. Aber richtig Spaß macht mir radfahren erst mit dem RR. Es ist einfach ein geiles Gefühl zu spüren wie flott man mit dem RR unterwegs ist. Ein RR ist nach meiner Erfahrung nicht anfälliger als ein anderes Rad (Ausnahme Randsteine) Ich bin mit dem RR schon ohne Panne bis St. Petersburg und Kiew gefahren. Schlauchreifen benutzt eigentlich nur mehr die Fraktion der wirklichen Rennfahrer oder diejenigen die auf die letzten Sekunden aus sind. Die Mehrheit ist heutzutage mit Drahtreifen bzw. Faltreifen unterwegs, die innerhalb von 5 min problemlos zu wechseln sind. Ist übrigens ein Riesenvorteil wenn man bei einer größeren Rour problemlos einen Ersatzreifen mitnehmen kann.
Alpenkönig
04.07.2006, 17:36
@ Mac
Die Kiste gibt´s auch mit 3-fach (53/39/30) Kurbelgarnitur, kostet 50 EUR Aufpreis.
Wie ist denn eigentlich das Fahrgefühl mit einem dieser ultraleichten Räder im Bereich von 6,5 - 8kg? Hätte ich da wirklich gravierende Unterschiede im Vergleich zu meinem 10kg Stahl-Schlachtross zu erwarten? Bis zu welchem Gewicht ist so ein Rad wie das Carbon X-Lite überhaupt geeignet? Alleine die Vorstellung eines nur 6,5kg schweren Rades (http://www2.trekbikes.com/bikes/bike.php?bikeid=1470000&f=1) treibt mir schon fast die Freudentränen in´s Gesicht. :)
Ein 6,5 kg leichter Carbonrenner? Da sollte der Fahrer imho nicht mehr als 65 kg wiegen. Alles andere ist Risikobehaftet. Beim Radgewicht kommt es mehr auf das Gewicht der sich bewegenden Komponenten (Physik) an, sprich die Laufräder sollten schon schön leicht sein. Da sollte man nicht sparen. Mit der Dauerhaltbarkeit eines Carbonrenners ist es auch nicht so toll bestellt. Profis kriegen ja jedes Jahr mehrere gestellt. Als Privatmann gebe ich nicht 5 Mille oder mehr aus, um maximal 2 Jahre ein sicheres Gefühlt zu haben. Ab dann ist es wie mit 8 Jahre alten Autoreifen rumzufahren. Bei einem Kumpel brach der Carbon-Vorbau bei einer Bergabfahrt. Nach langer Zeit im Krankenhaus sieht er fast so aus wie früher und die neuen Zähne sind sogar schöner als die alten! Er spricht nur etwas komisch: die abgebissene Zunge musste wieder angenäht werden. :bg:
@ Mac
Wie ist denn eigentlich das Fahrgefühl mit einem dieser ultraleichten Räder im Bereich von 6,5 - 8kg? Hätte ich da wirklich gravierende Unterschiede im Vergleich zu meinem 10kg Stahl-Schlachtross zu erwarten?
Subjektiv merkst du einen Unterschied, dieser ist objektiv (lt. Tacho) jedoch eher gering. Und dann ist es nach meinen Erfahrungen noch ein Unterschied ob du einen Carbon oder Alu Renner unterm Hintern hast.
Mein Trek OCLV 5500 hab ich vor Kurzem endlich in Rente geschickt, weil´s mir im Lenkkopfbereich einfach zu labberig war-da sind die meisten meine Stahlrenner dem Trek sogar überlegen.
Mein neuer Alurenner ist einfach nur steif und fährt sich brettermeier hart, ist schon ein tolles Gefühl wenn "alle" Kraft die man aufs Pedal bringt in Vortrieb und nicht in Verwindung verwandelt wird.
Dafür fährt sich Alu nicht so komfortabel wie Stahl oder Carbon.
Zum Thema Leichtbau:
Carbon hat m.E ab einem Fahrergewicht von ca. 75kg nichts an Lenker, Vorbau und Sattelstütze zu suchen. Bei diesen Teilen ist Grammfuchserei einfach nur gefährlich und fehl am Platz. Zudem ist es oftmals effektiver und billiger am Fahrergewicht zu arbeiten.
Grüße!
Was mir noch einviel: Wegen der allgemeinen Federungshype (von der ich immer noch nicht weiss, was ich überhaupt davon zu halten habe, fahre allderdings auch vollgefedert). Ein Riesennachteil ist es, dass man nicht freihändig fahren kann. Auf Erholungsstrecken eine Technik, die ich massiv vermisse. Vor allem bei Touren über 10h, wo man über jede Wechselhaltung glücklich ist, weil einfach alles weh zu tun beginnt. Bei meinem gefederten fängt nach wenigen Metern das Vorderrad an gefährlich zu "Schlackern", so dass ich das immer abbrechen muss.
-chinoook
Mein Rad wiegt komplett (Satteltasche und Flaschenhalter leer) ca. 8 kg. Viel leichter macht in Sachen Stabilität (wenn man so schwer ist wie ich :wink: ) und Preis/Leistungsverhältnis IMHO kaum noch Sinn. Aber so wie es ist macht das Rad einen recht stabilen Eindruck und fährt sich ziemlich gut. Das ich 2 kg mehr ernsthaft merken würde bezweifel ich aber.
Federung aum Straßen-/Feldweg-Rad muss IMHO nicht sein, im Gelände macht es aber schon Sinn, auch wenn es dort ohne trotzdem reizvoll ist. Das Problem mit den gefederten Straßenrädern ist ja auch, dass die dort verbeuten Federungen in vielen Fällen deutlich schlechter sind als an Mittelklasse-MTBs.
Mac
woodswitch
05.07.2006, 07:55
Moin,
auch wenn die Flaggen auf Halbmast stehen, möchte ich euch, nachdem dieses topic so ausführlich geworden ist, von meinem gestrigen RR-Erkundungstag berichten.
Bin also ich in 2 Fachgeschäften gewesen und habe auch erste Probefahrten gemacht. Also, ich fand das Fahrgefühl schon toll. Sehr angenehm empfand ich die Stellung der Hand auf dem Lenker und die Bedienung der Bremsen und Schaltung. (Ich muss bei mir immer umgreifen).
In einem Laden war auch Zeit für ein längeres Gespräch, über das was ich mit dem Fahrrad machen möchte und worauf es mir ankommt. Ich bin kein Gewichtsfetischist, ich möchte einfach fahren (egal ob jetzt schneller als Andere oder nicht) und dabei das RR-feeling haben, was mir ja nun mal irgendwie gefällt und Spass macht. Als Ergebnis und Vorschlag:
http://www2.trekbikes.com/Bikes/Road/Comfort_Road/Alpha_Aluminum/1200C/index.php
In die nähere Auswahl käme dann auch ein Red Bull vom Rose-Versand und zwar eines aus der women-serie. Es geht dann wohl alles eher so in die Kategorie "Fitnessbike", also kein reinrassiges RR sondern eher so ein Verschnitt.
Eines von beiden wird es wohl werden.
Eine Frage habe ich jetzt noch zur Bereifung: hier wurden ja diese faltbaren Drahtreifen angesprochen. Wie pannenanfällig sind diese denn nun wirklich? Also ich meine, wenn ich ganz normal Strassen fahre und es liegt mal ein wenig Schotter oder ein spitzer Stein, ist da schon mit einem Platten zu rechnen?
Interessant fand ich die Aussagen zu meinem jetzigen Rad: da ist noch das alte Shimano-Nexave System verbaut. Die einen meinten, wenns denn noch funktioniert ist es ok. Die Anderen; "Schrott".
Gruß Ute
chrysostomos
05.07.2006, 10:20
Was die Pannenanfälligkeit angeht: sicher sind Rennradreifen anfälliger, trotzdem ist es immer auch Zufall. Manche fahren tausende Kilometer ohne Platten, andere erwischts schon bei der ersten Ausfahrt. Da würde ich mir jetzt nicht so groß den Kopf darüber zerbrechen.
Auf etwa 40'000 RR-Kilometer (CH, D, F, RSA) hatte ich ca. 8 Reifenschäden. Wie beim MTB waren das weit überwiegend sog. "Snakebites" (Durchschlagen der Reifendecke auf die Felge, wobei der Schlauch eingeklemmt wird: pfff....). Meist war ich selber schuld - wäre der Luftdruck etwas höher gewesen, dann hätte die Reifendecke nicht durchgeschlagen. Mit korrektem Luftdruck habe ich schon echt brutale Schlaglöcher überlebt (Training in der Gruppe, beschränkte Sicht...). Pannen wegen Glasscherben, scharfen Steinchen, Nägel/Schrauben o.ä. hatte ich vielleicht 2 bis 3.
RR-Profis fahren in den Rennen Schlauchreifen, weil die leichter sind und einen geringeren Rollwiderstand haben. Zudem sind Schlauchreifenfelgen erheblich leichter als Drahtreifenfelgen. Aus Kostengründen und wohl aus Gründen der Zuverlässigkeit fahren die Pros (http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/fahrrad/allgemein/sport/profiteams_de.html) im Training meist aber mit Drahtreifen. Für 98% der Hobbyradler müsste das genügen...
Meinen Carbonrenner (der in den vergangenen 10 Jahren trotz einigen tausend Trainings- und etlichen Rennkilometern noch nicht zerbröselt ist...) habe ich anfänglich über jeden Meter eines Kiesweges getragen. Inzwischen traue ich den Reifen auch mal 500 Meter Feldweg zu, wenn ich mich wieder mal verfranzt habe... 'nen Platten hatte ich danach noch nie. Mit fetten 28er (Breite) Reifen (http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/fahrrad/themen/reifen/rennrad/grand_prix_4_season/grand_prix_4_season_de.html), die korrekt gepumpt sind, liegen wohl ohne weiteres längere pannenfreie Feldweg-Passagen drin.
Grüsse aus dem Süden
Marc
Eine recht günstige Alternative sind die Rennräder von Canyon. Wenn Du es nicht ganz so eilig hast, lohnt sich ein Abwarten auf den Herbst, dann gibt es bei vielen Herstellern/Händlern und auch bei Canyon vergünstigte Angebote.
Meine Frau hat ein sehr gut ausgestattetes Canyon. Die Größenempfehlung hat per Telefon super geklappt, insgesamt ein sehr gutes Rad.
Gruß Felö
Als Ergebnis und Vorschlag:
http://www2.trekbikes.com/Bikes/Road/Comfort_Road/Alpha_Aluminum/1200C/index.php
Ein Rennlenker alleine macht aus einem Rad noch lange kein Rennrad. Sorry, aber bei dem Furunkel tun einem ja die Augen vom Betrachten weh. Das ist nix ganzes und nix halbes.
Und? Wenn es zu den Anforderungen passt, iss doch ok. Im Zweifel ist Ausprobieren aber nicht verkehrt (und ruhig auch mal "Männermodelle" probieren).
Mac
Nopogobiker
10.07.2006, 15:25
Ohhh, was ein herrliches Thema......
Für einen 7,7 kg Rennrad mit einem ultraleichten Rahmen muß man aber
einen sehr sauberen Stil fahren. Fahr mal so ein Teil im Wiegetritt den Berg hoch und schau mal wie so ein Rahmen aus der Spur geht. Bergrunter machst Du dir vor Angst in die Hosen wen das Teil anfängt
zu flattern.
Neee. Ein anständiger Rahmen verwindet sich nicht und flattert auch nicht. Fahre selbst einen 7,5kg Renner und wiege 82kg. Da flattert nix, auch nicht bei 98km/h (mehr hab ich noch nicht geschafft :shock: )
Carbonlenker etc:
In der Regel sind die Lenker sogar stabiler als vergleichbare Alu Versionen. Aus Sicherheitsgründen sind die Lenker so überdimensioniert, dass da bei fachgerechter Montage nicht viel passieren kann. Austauschen nach einem Sturz ist allerdings ebenso selbstverständlich wie bei einem Alu Lenker.
Zum Thema Gewicht - DAS hier ist mal leicht:
http://www.stenger-bike.de/images/gallery/specialized_tarmac_weight.jpg
Schlauchreifen:
Machen nur Sinn im Wettkampf, da bei Panne der Reifen hin ist - selber flicken ist mal mega aufwändig und lohnt kaum. Dafür geht nunmal der Wechsel vieeel schneller.
Aber alles in Allem: Rennradfahren ist einfach GE..... Ich habe auch mit dem MTB angefangen und dache mir immer: mensch muss das langweilig sein, nur Straße zu fahren, doch irgendwann hat es auch mich erwischt und nun fahre ich nur noch RR.
@woodswitch
Eventuell könntest Du Dich auch mal Cross Räder ansehen: die sind am ehesten mit Rennrädern vergleichbar, haben aber etwas breitere und profillierte Reifen - man kan damit also ohne Probleme Feldwege fahren. Bei Bedarf kannst Du Dir einen zweiten Laufradsatz kaufen mit Rennradreifen und hast ein nahezu vollwertiges Rennrad.
Ansonsten halten gute Rennradreifen auch eine Menge aus: an meinem Trainingsrad hab ich Michelin Krylium Reifen, da geht nix durch - sind aber auch nicht ganz leicht. Hab schon mal überlegt, ob ich nicht mal provokativ durch Scherben fahren soll :bg:
Nopogobiker
woodswitch
10.07.2006, 17:05
@woodswitch
Eventuell könntest Du Dich auch mal Cross Räder ansehen: die sind am ehesten mit Rennrädern vergleichbar, haben aber etwas breitere und profillierte Reifen - man kan damit also ohne Probleme Feldwege fahren. Bei Bedarf kannst Du Dir einen zweiten Laufradsatz kaufen mit Rennradreifen und hast ein nahezu vollwertiges Rennrad.
Ansonsten halten gute Rennradreifen auch eine Menge aus: an meinem Trainingsrad hab ich Michelin Krylium Reifen, da geht nix durch - sind aber auch nicht ganz leicht. Hab schon mal überlegt, ob ich nicht mal provokativ durch Scherben fahren soll :bg:
Nopogobiker
Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Ich möchte ja auch kein superhochwertiges Rennrad oder so. Was nützt mir ein 7kg-Teil, wenn ich
dafür 8kg Schloss mitnehmen muß, damit das gute Stück nirgends geklaut wird (kann ja sen, dass ich mal in den Busch zum pinkeln muss) :bg:
Allerdings fand ich grade den Rennlenker beim Probefahren super angenehm. Mir ist schon klar, dass die reinrassigen RR-Freaks empört auf Stilbruch reagieren, aber wie mac schon sagte; wenn es den eigenen Anforderungen entspricht, warum nicht.
Kannst du mir vielleicht sagen, was die nächst schmalere Reifenstärke nach dem Rennreifen ist? Die Lösung die du vorschlägst klingt nämlich ganz gut.
Danke Ute
Ich halt nicht so viel von der Unterscheidung in Rennradreifen und "andere" Reifen. Ganz grob gibt es Reifen mit viel, wenig und ohne Profil. Und das Ganze noch mal in verschiedenen Breiten. Wenn man nur Straße fährt braucht man kein Profil. "Klassische" RR-Reifen haben eine Breite von ca. 20-25 mm. Breitere Reifen bringen vor allem Fahrkomfort und auch etwas Pannensicherheit. 28 oder 32 mm ist ein guter Kompromiss zwischen Renn- und Trekkingreifen. Die 28er werden oft noch als RR-Reifen verkauft. Bei einem "richtigen" RR-Rahmen passen allerdings dicke Reifen (32 mm oder größer) eventuell nicht rein, bei einem Cross-Rahmen sollte das aber keine Probleme machen.
Mac
PS: Ein RR hast du immer an der Frau, auch beim Pinkeln. :wink:
woodswitch
10.07.2006, 17:32
Ah ja, danke. Werde ich in meine Überlegungen mit einbeziehen. Habe ja Zeit und muß und will nichts überstürzen. Ich denke auch, dass so ein "Kompromiss" das Beste für mich ist. Am WE kann ich mir ein Rennrad leihen, und dann werde ich u.a. auch merken, ob der Lenker nach 30km auch noch so angehnem für mich ist, usw. usf.
Und Alles in Allem, ist mir auch wichtig, auch mal den glatten Asphalt verlassen zu können.
Wenn ich mir ein Crossbike zusammenstellen lassen würde, wäre es doch sicher sinnvoll, nicht nur auf die entsprechenden Reifen mit geringen Rollwiederstand zu achten, sondern auch auf eine hochwertige Nabe?
(oder denke ich da falsch?)
U.
Nopogobiker
11.07.2006, 10:55
Allerdings fand ich grade den Rennlenker beim Probefahren super angenehm. Mir ist schon klar, dass die reinrassigen RR-Freaks empört auf Stilbruch reagieren, aber wie mac schon sagte; wenn es den eigenen Anforderungen entspricht, warum nicht.
Kannst du mir vielleicht sagen, was die nächst schmalere Reifenstärke nach dem Rennreifen ist? Die Lösung die du vorschlägst klingt nämlich ganz gut.
Danke Ute
Zunächst, ich meinte mit Cross Rad ein "echtes" Cross Rad, nicht das was mittlerweile unter diesem Label verkauft wird. Mittlerweile nennt man ja nehazu jedes Trekkingrad Crossrad. Also sowas hier:
http://www.boc24.de/epages/bicycles.storefront/44b3653a002300d82719c240efa20681/Product/View/124125?CatID=350000920&ProdPerPage=20
Damit kannst Du alles fahren: vom 32mm Crossreifen bis zum 23mm Rennradreifen. 19mm wirst Du im Alltagsbetrieb nicht brauchen - machen wenn dann nur im Wettkampf Sinn. Generell gibt es Rennradreifen in 19, 23, 25 und ich glaub 27 mm Breite, da bin ich mir selbst nicht ganz sicher - man braucht aber eigentlich nur 23mm.
Grüße
Nopogobiker
P.S.: Ach ja, was den Stilbruch angeht: ich fahre auch mit MTB-Pedalen am Rennrad - das gibt immer wieder Diskussionen, aber solange ich damit schneller bin hab ich ja das Todschlagargument auf meiner Seite :bg:
Nopogobiker
11.07.2006, 10:57
Wenn ich mir ein Crossbike zusammenstellen lassen würde, wäre es doch sicher sinnvoll, nicht nur auf die entsprechenden Reifen mit geringen Rollwiederstand zu achten, sondern auch auf eine hochwertige Nabe?
(oder denke ich da falsch?)
U.
Also, die Naben sind mitterweile alle recht gut. An meinem Trainingsrad habich einen WHR-500 Laufradsatz, das ist der billigste, den es überhaupt gibt und der hält bei mit nun schon seit 25.000 km. Bevor die Nabe aufgibt, hast Du vermutlich eher die Felgen durch.
Grüße
Nopogobiker
woodswitch
11.07.2006, 14:41
Ich sehe schon, mit eurer Hilfe komme ich so langsam dahin wo ich hin will
(leider nur aufs Fahrradfahren bezogen)
Ich bin inzwischen hier gelandet:
http://www.stevensbikes.de/2006/index.php?bik_id=36&lang=de_DE
Es darf aber ruhig auch etwas preiswerter sein. Na mal sehen. Vielleicht finde ich ja noch einen Sponsor :bg:
Ute
Ich sehe schon, mit eurer Hilfe komme ich so langsam dahin wo ich hin will
(leider nur aufs Fahrradfahren bezogen)
Och, wir sind da extrem vielseitig. :wink:
Ich bin inzwischen hier gelandet:
http://www.stevensbikes.de/2006/index.php?bik_id=36&lang=de_DE
Es darf aber ruhig auch etwas preiswerter sein. Na mal sehen. Vielleicht finde ich ja noch einen Sponsor :bg:
Gleich nebenan gibts das Rad noch mal etwas preiswerter ausgestattet (105er Gruppe). Das tuts auch.
Mac
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