Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Orientieren bei Nacht
Hallo,
ich suche Tipps und Tricks für das Orientieren bei Nacht. Dabei soll es nicht mit einer 6D-Maglite vorangehen, sondern möglichst unauffällig, ggfs auch querfeldein durch Wald etc.
Danke!
Grüße, Karsten
Der Wolf
23.01.2003, 21:13
Wenn du die Hinterachse des großen Wagens 5mal vergrößerst, dann triffst du auf einen Stern (Name fällt mir jetzt nicht ein). Dann ziehst du von diesem Stern eine senkrechtgedachte Linie auf den Boden (Erde).
Die Richtung, in die du jetzt guckst, ist Norden.
Müsste eigentlich stimmen, gucke aber nochmal genauer nach.
Gruß der Wolf
Nein, das meine ich nicht. Wie halte ich zum Beispiel den Kurs im dichten Wald im Dunkeln, wie erkenne ich eim Dunkeln einen Weg etc.
Geh doch einfach mal nachts in den Wald. Meistens ist es immer noch hell genug um ausreichend zu sehen, nachdem sich die Augen angepaßt haben. Ich war schon öfters nachts unterwegs, und bisher eigentlich meistens auch ohne Lampe zurecht gekommen. Falls du das Gelände kennst, kannst du auch bei sehr geringer Sicht nach der "Landkarte im Kopf" laufen. Es reicht dann, wenn man ab und zu etwas erkennt.
Nimm eine Lampe mit, damit du wieder rausfindest falls das mit Orientieren im Dunklen nicht klappt.
viel Spaß
Felix
Auch wenn du das eigentlich nicht gefragt hast, wenn du nachts auf einem Weg bleiben willst ist eine möglichkeit nach oben zuschauen, und der freien Linie im Blätterdach zu folgen (funktioniert im Frühling/Herbst besser als im Winter/Sommer).
@Carsten: Da hast du recht. Dominik und ich können von Dunkelheit im Wald nen Liedchen pfeifen... Haben uns hauptsächlich so orientiert, dass wir einfach unsere Lauscher aufgestellt haben. Wenn wir hörten, dass wir Laub unter den Füßen hatten, mussten wir also weiter nach links oder rechts. Am Himmel haben wir uns stellenweise auch orientiert (also an den Baumwipfeln, die waren jedoch nicht immer zu sehen, da es wirklich seeeehr dunkel war).
Gruß
Finn
Ja, man kann schon sagen, dass es dunkel war... :bg:
*Wo bin ich* *Argh weiter links*
hrhr war schon sone aktion! und eine dämliche taschenlampe (und hätte sie auch noch so wenig licht gespendet) hätte uns ziemlich viel zeit ersparen können =)
aber wir waren ja nicht auf der flucht *g*
Wenn es wirklich finster ist im Wald (mondlos/stark bewölkt) und du abseits der Wege unterwegs bist dann solltest du dein Gesicht schützen! Ich bin mal in einen herunterhängenden toten Ast hineingelaufen und zwar von vorne in die Spitze. Da er von oben kam und dann einen Bogen beschrieb der ihn prallel zum Boden verlaufen lies war der für mich unsichtbar. Bin mit dem Auge da rein gelaufen und das war äusserst schmerzhaft! Zum Glück gabs keine ernsthafte Verletzung des Auges, aber mit weitergehen war erst mal Schluss.
Seitdem schleiche ich nachts gebückt durch den Wald und halte das Gesicht unten. Wenn ich während es Gehens doch mal hochsehen muss, dann strecke ich eine tastende Hand vor dem Gesicht aus. Eine Schutzbrille wäre vielleicht auch noch eine Idee, aber wer hat sowas im Wald schon dabei?
Was die eigentliche Orientierung angeht: ich halt mich eben immer grob in eine Richtung, das passte bei mir bislang immer, grosse Strecken legt man nachts ja nicht zurück - ich zumindest nicht. Wenn die Gegend bekannt ist, dann gibt es auch Landmarken, die man nachts noch wiedererkennt (Lichtungen, bestimmte Plätze, Gewässer...). Das Gehör kann einem auch weiterhelfen: Nadelwald, Laubwald, Weg, den Fluss immer zur Linken... Ansonsten gibt's ja auch noch Kompanden mit phosphoriziernder Beschriftung und selbst einen beleuchteten hab ich mal gesehen. Kartenlesen ohne Licht geht allerdings nicht und ich kenne auch keine phosphorizierende Karten ;-) Entweder du hast die Karte im Kopf (tagsüber eingeprägt) oder du brauchst eben doch eine Lampe. Muß ja nicht der Lichtdolch sein, eine MiniMag reicht dafür völlig. Wenn's unauffällig sein soll, dann geh in eine Senke und schirme den Lichtkegel so gut es geht mit der Hand ab.
Falls du zu viel Geld haben solltest, kannst du's ja auch mal mit einem Nachtsichtgerät versuchen ;-)
Cheers,
Loki.
In der Nacht solltest Du kein weißes Licht zum Karten lesen benutzen. Rotes Licht belastet die Augen sehr viel weniger und die Augen müssen sich nicht wieder von neuen an die Dunkelheit gewöhnen. Aufsätze für MiniMagLite und Co sind im Fachhandel zu finden.
Desweiteren sollte man seine Schrittzahl auf ca 50m wissen, so kann man nachts einfach die Entfernung aus der Karte ablesen und dann Schrittzählenderweise in die Natur übertragen. So verpaßt man auch keinen Abzweig. Schrittezählen kann im übrigen auch am Tag helfen.
Außerdem hast Du noch die Möglichkeit nach einer Kompaßmarschzahl zu laufen. Auf der Karte mit Hilfe des Kompasses ablesen, den zweiten Mann mit einer Lampe voraus schicken (Entfernung je nach Gelände) und diesen auf die ermittelte Marschzahl ausrichten. Aufschließen und nochmal bis Du Dein Ziehl erreicht hast.
Desweiteren kannst Du die Goto Funktion eines GPS-Empfängers benutzen. Einfach Koordinate aus der Karte ablesen, das GPS damit füttern, Goto einschalten und immer dem Pfeil oder ähnliches auf dem Display nach.
Das sollte für erste reichen.
Gruß Tobias
hi,
wir sind mal im Tessin nachts auf einen Berg (1700m) gegangen um morgens den Sonnenaufgang bewundern zu koennen. Wir sind auch nur fast ohne Taschenlampe gegangen. Es wurde manchmal ganz schoen gefaehrlich (Abgruende, Baeche, grosse Steine). Ich kann eigentlich gut im Dunkeln sehn, aber man kann nie alles wie am Tage erkennen.
Letzendlich waren wir 1h zu spaet auf dem Gipfel und haben den Sonnenaufgang nicht sehn koennen.
mfg
Sebastian
hallo zusammen,
dies ist mein erster post hier.
vielleicht hilft diese seite weiter (englisch):
http://hikinghq.net/night_hiking.html
Hi Daniel und willkommen im Forum :)
Greetz
Finn
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