Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leben ohne motorisierte Fahrzeuge
Könntet ihr euch das vorstellen? Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen. Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar? Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen? Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen? Und wäre eben DAS dann schon eigentlich nicht mehr das gleiche Leben wie MIT Auto...?
Ich kann monatelang ohne Auto leben: meine Arbeitsstelle befindet sich 3km entfernt und meine Eltern gehen jede Woche einkaufen. Also kein Problem, solange ich mich nicht weit fortbewegen möchte...
Mfg Mütze
Ein leben ohne Auto ist für mich unvorstellbar! Im Moment wo ich keinen Führerschein hab ist es echt seehr schwierig und langweilig. Ich wohne in einem kleinen Dorf. Mehr als Metzger, Rewe, Bank, Getränkemarkt, Autohaus und Bäckerei haben wir hier nicht wirklich. Zum arbeiten kann ich momentan mit meinem Dad...allerdings auch nur weil ich z.Z. vorübergehend zuhause wohne.
Klar würd´s gehen.. nur eben wie.. ohne lebensqualität... ich kann dann nicht mal kurz und spontan sagen.. "jetzt fahr ich mal schnell nach Italien.. oder zum Globi nach Frankfurt"
Dazu bin ich ein Fan von motorisierten Fahrzeugen vorallem Auto´s...allein deswegen könnte ich nicht verzichten!
LG, Indi
Mütze...wie siehts aus.. schreib mal PN
Trekkman
16.03.2006, 12:36
Ohne Auto geht gar nicht. Bei mir hier in der Gegend gibt es kaum Paddelgewässer. So muss ich am Wochenende ca. 1 bis 3 Stunden rausfahren um aufs Wasser zu kommen. Allerdings fahre ich auch oft mit dem Rad zur Arbeit.
Inukshuk
16.03.2006, 12:47
Könntet ihr euch das vorstellen?
Nicht nur vorstellen :wink: Ich hatte noch nie ein Auto, und habe es eigentlich auch nur sehr selten vermisst. Klar kommt es darauf an, wo man wohnt und arbeitet. Ich habe mir eben immer eine Wohnung gesucht, von der ich gut mit dem Rad zur Uni/zur Arbeit kommen konnte.
Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen.
Langlaufen? In der Stadt meistens nicht so einfach (zur Schule bin ich so 1-2 mal pro Jahr auf Skier oder mit dem Schlitten gefahren), aber meistens kann man ja auch im Winter ganz gut Rad fahren. Und Öffis gibt es ja auch noch.
Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar?
Warum nicht? Gibt natürlich Ausnahmen, bei denen es sehr viel Unbequemlichkeit bedeutet (Arbeitsplatz irgendwo am Ar... der Welt). Aber wo man wohnt, kann man ja meistens selbst entscheiden (wenn man nicht mehr zu Hause wohnt). Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwohin zu ziehen, wo ich auf ein Auto angewiesen bin. Das wäre für mich ein Verlust von persönlicher Freiheit.
Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen? Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen? Und wäre eben DAS dann schon eigentlich nicht mehr das gleiche Leben wie MIT Auto...?
Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass ein Auto meine Lebensqualität steigern würde. Und abgesehen von ein paar Tomaten habe ich noch keine Lebenmittel selber angebaut. Man kann durchaus auch mit dem Fahrrad oder Öffis einkaufen (man muss ja nicht immer zum Riesensupermarkt ausserhalb der Stadt fahren :o ). Und für weitere Entfernungen gibt es ja die Bahn und Busse. Ich fahre wirklich gerne Bahn, viel lieber als Auto auf langen Strecken. Klar ist die Bahn nicht billig, aber wenn man nicht gerade jedes Wochenende quer durchs Land fährt, lebt man ohne Auto sicher billiger!
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, dass sich viele Leute kaum noch vorstellen können ohne Auto zu leben.
... und meine Eltern gehen jede Woche einkaufen. Also kein Problem, solange ich mich nicht weit fortbewegen möchte...
Als noch meine Eltern für mich Einkaufen waren, brauchte ich auch kein Auto :roll:
Flachlandtiroler
16.03.2006, 13:31
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, dass sich viele Leute kaum noch vorstellen können ohne Auto zu leben.
Das kommt drauf an wo Du lebst.
Gruß, Martin *auch Städter und Radpendler*
Seit dem ich nicht mehr zur Arbeit fahren muss, und mein Arbeitsplatz am Schreibtisch im Wohnzimmer ist, habe ich kein Auto mehr. Ab und zu muss ich nach Hamburg. Das kostet mich mit Bahncard 50 13.40 €. Wenn ich beruflich wieder mehr unterwegs sein muss, stellt sich die Frage, ob ich ein Wagen benötige, oder ein Stattauto reicht.
Hier in Luebeck brauche ich keinen Wagen.
Im Umkreis von 15 Minuten Gehweg sind ca. 50 ? Kneipen. Einige Billardtische, Kinos. Lebensmitelläden, andere Läden. Der Elbe-Luebeck-Kanal ist ca. 5 m von meiner Wohnung entfernt, der Krähenteich ca. 80 m. Alles mit einem schönem gruenem Umfeld. Spazierweg am Kanal, Bäume Wiesen. Da kann man sich im Sommer auf die Wiese legen, und in einem Buch schmöckern. Ca 8 m von meiner Wohnung an ein Restaurant/Cafe eine Aussenterasse direkt am Kanal gebaut. Da kann man abends schön sitzen, suelzen, und sehen, wie die Touribotte, und Lastkähjne direkt vorbeifahren. Alles was weiter weg ist, kann man auch ohne Auto erreichen. Es gibt auch Busse und Bahnen.
Das einzige was etwas störend ist, ist, dass nebenan gleich eine Disko ist, und Donnerstags der Diskobesitzer immer an der Wohnungstuer klingelt, und ich den Diskeintrittspreis bezahen muss, weil ich ja immerhin auch bis 3 Uhr morgens auch seine Musik geniessen kann. :bg: :bg: :bg:
Zur Zeit stört es mich also ueberhaupt nicht, dass ich kein Auto habe. Und solange ich beruflich nicht unbedingt eins brauche, kommt mir auch keins mehr ins Haus. Na ja, es wuerde hier auch richtige Parkplatzprobleme geben. Die sind hier nämlich Mangelware :bg:
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, dass sich viele Leute kaum noch vorstellen können ohne Auto zu leben.
... und unter welchen Lebensbedingungen.
Versuche mal für eine mittelgroße Familie mit Fahrrad oder Öffentlichen einkaufen zu gehen. Und nicht täglich, da das mit der Arbeitszeit und Arbeitsreisezeit nicht vereinbar, sondern Wocheneinkäufe.
Oft kann man tatsächlich auch mit Alternativen zur Arbeit reisen, manchmal ist jedoch der Arbeitszeitplan so ausgelegt, dass man ein Auto unbedingt benötigt.
dike
Inukshuk
16.03.2006, 14:03
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, dass sich viele Leute kaum noch vorstellen können ohne Auto zu leben.
Das kommt drauf an wo Du lebst.
Klar. Es gibt viele Gründe, ein Auto zu haben. Was ich ehrlich gesagt etwas absurd finde, ist die Vorstellung, ohne Auto könne man keinen so hohen Lebensstandard haben oder müsse Lebensmittel selber anbauen :o
Flachlandtiroler
16.03.2006, 14:18
Was ich ehrlich gesagt etwas absurd finde, ist die Vorstellung, ohne Auto könne man keinen so hohen Lebensstandard haben oder müsse Lebensmittel selber anbauen :o
Naja wenn Du in einem Kaff lebst gibt's da in der Regel weder Arbeit noch ÖPNV und dazu nur ein deutlich reduziertes Angebot z.B. an frischen Lebensmitteln; von Konsumartikeln ganz zu schweigen. Klar wird da niemand verhungern aber das meint "niedrigerer Lebensstandard" ja auch nicht.
Und ob Du Deine Besorgungen per eigenem Auto machst oder z.B. im Netz bestellst und liefern läßt macht vom Umweltaspekt her keinen Unterschied.
Gruß, Martin
carola_trekking
16.03.2006, 18:25
Könntet ihr euch das vorstellen? Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen. Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar?
In den letzten 5 Jahren bin ich 2-3 mal mit dem Auto zur Arbeit gefahren (weils direkt danach ins Wochenende ging), einmal mit der Straßenbahn und die anderen 1000+x male mit dem Fahrrad - dank der Wohn- und Arbeitsplatzsituation machbar. Mein Mann wiederum ist beruflich aufs Auto angewiesen - ins Büro würde er ja noch mit dem fahrrad kommen, aber viele Termine auswärts wären unmöglich weil man einfach nicht hinkommt mit ÖPNV.
Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen?
Wenn man in der Stadt wohnt, ist es problemlos möglich. Die Wochenend- Freizeitaktivitäten sind auch mit ÖPNV machbar, weitere Strecken mit der Bahn. Wenn ich nicht gerade für ne Party einkaufe, mache ich die Lebensmitteleinkäufe alle mit dem Rad. Als ich noch Studentin war und kein Auto hatte, habe ich alles, inklusive Bügelbrett, Zimmerpalme und sonstige sperrige Dinge, mit dem Fahhrad eingekauft.
Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen?
Das ist wieder das Problem des Wohnortes: in der Stadt kein Problem, da gibt es ausreichend Lebensmittelläden in radfreundlicher Entfernung.
In ländlichen Gegenden braucht man wohl ziemlich viel Enthusiasmus dafür - für mich auch ein Grund das Stadtleben zu bevorzugen, ich bin froh, nicht aufs Auto angewiesen zu sein. Und versuche gerade wieder verstärkt, es möglichst wenig zu nutzen (mit ÖPNV zum Langlaufen an die Schwarzwaldhochstraße ist sogar billiger als Autofahren!)
Gruß Carola
Was sagt ihr nun aber dazu, wenn ihr versuchen würdet ohne motorisierte Fahrzeuge zu leben? ...ich weiß, ich wiederhole mich. Aber dazu würde theoretisch auch die Bahn (Straßenbahn ausgenommen, ist ja elektrisch) und alle anderen öffentlichen Beförderungsmittel zählen.
Ihr werdet euch jetzt vielleicht nach dem Sinn fragen... Naja, is ja im Prinzip auch Quatsch, wenn man als einziger versucht, der Umweltverschmutzung und vor allem der Beschleunigung der Welt zu entsagen. Aber mich interessieren mal eure Ansichten.
Mfg Mütze
manati1977
16.03.2006, 18:51
Was sagt ihr nun aber dazu, wenn ihr versuchen würdet ohne motorisierte Fahrzeuge zu leben? ...ich weiß, ich wiederhole mich. Aber dazu würde theoretisch auch die Bahn (Straßenbahn ausgenommen, ist ja elektrisch) und alle anderen öffentlichen Beförderungsmittel zählen.
Meine Ansicht :): Sorry, aber das halte ich für Quatsch!!
Gruß
Thomas
Nicht übertreiben
16.03.2006, 19:00
Geht nicht...dann musst du nämlich auch ohne den Traktor leben, der die Äcker bestellt, keine Lieferwagen, die dem Supermarkt deiner Wahl die Regale füllen, keine Post...stimmt, ganz vergessen - früher ging das ja auch :roll:
Ohne sie persönlich zu nutzen geht es bestimmt, aber das wären mir zuviele Einschränkungen, dafür sind mir meine Freundschaften zu viel wert, meine Hobbies zu wichtig...
Ich könnte selbst ohne Auto nicht leben, obwohl ich zum EInkaufen etc. meist das Rad nehme.
Gruss
Thorben
ohne auto auszukommen is kein problem. ohne zug hingegen würde mich doch einschränken... dann müsste ich mir wohl noch nen reiserad aufbauen.
Ohne Auto - das geht vielleicht für alleinstehende Stadtmenschen - aber sobald Du auf dem Land lebst und Kinder hast, ist es nicht mehr möglich.
Wenn die Tochter eine Stunde nach Schulende im anderen Landkreis, 18 km entfernt, beim Kiefernorthopäden sein soll, da gibt es schlicht keine öffentlichen Verkehrsmittel - und gleich nach dem Termin wieder heim, denn dann muß der Sohn an einer 6 km entfernten Kreuzung in der Landschaft (letzte Bushaltestelle im anderen Landkreis) vom Schulbus abgeholt werden.
Landkreisübergreifend gibt es keine Busse.
Ach ja - und vorher war ich noch 24 km entfernt im 3. Landkreis an meinem Arbeitsplatz.
Oder letzte Woche - abends um 19.00 Uhr bekommt meine Tochter Zahnschmerzen, also schneller Anruf beim Zahnarzt - nur 5 km im Nachbarort - und rein ins Auto. Aufs Fahrrad hätte die zu der Zeit keiner gebracht.
Umziehen kommt nicht in Frage - das Anwesen ist seit 1768 im Besitz der Familie - und soll es auch bleiben.
also sind wir eindeutig zu weit fortgeschritten....?
Inukshuk
16.03.2006, 19:22
Oha, das wird hart! Ich denke wie Thorben, dass es möglich ist, aber eben mit ziemlich großen Einschränkungen, und dass Du trotzdem indirekt motorisierten Verkehr nutzt. Ich persönlich bewundere Leute, die bereit sind, für ihre Ideale auf einiges zu verzichten, mir persönlich wäre der Verzicht hier aber viel zu groß, eben zum Beispiel bei Freundschaften und Hobbies.
manati1977
16.03.2006, 19:29
also sind wir eindeutig zu weit fortgeschritten....?
... hmmm, das ist eine schwierige Frage. Dazu wäre vor allem erst mal zu klären, was der anzustrebende Zustand ist. Oder?
Warum sollte man auf den gesamten Fortschritt verzichten?
Und: Welchen Teil des Fortschritts meinst Du? Denn nur die Motorisierung an den Pranger zu stellen ist dann IMHO zu wenig. Was ist Deiner Meinung nach denn der "Motor" allen Übels. Und was ist das Übel?
Viele Grüße
Thomas
@Rosi
für den Sohn ein Fahrrad? Ich weiss nicht, ich selbst hatte 6 Jahrelang einen kilometerlangen Schulweg, musste zu Fuss los. Das hat zwar unter anderem dazu geführt, dass ich selten mal zu spät war, aber was ich alles erlebt habe! Das möchte ich nie und nimmer weghaben.
habe einmal 150 Franken gefunden, die brav aufs Fundbüro gebracht und einige Wochen später waren sie mir, und das im Kindergarten mit 6 Jahren! :D
Oder ich habe Schnecken gesammelt und die daheim zu züchten versucht :bg:
Oder ich habe das "Hexenhäuschen" unterwegs untersucht. Oder bin in der Drogerie gelandet und hab später der Lehrerin erzählt, ich hätte die Schönheiten der Natur bewundert. Oder oder oder
ausserdem wäre ich spätestens jetzt meinen Eltern überaus dankbar für die Kraft, Ausdauer und Kondition, die 6km über mehrere Jahre hinweg sicher bringen. Aber ich will da nicht dreinreden :ignore:
Meiner Meinung sind wir leider schon zweis drei Schritte zu weit als dass wir noch großartig zurückgehen könnten. Die Menschenvon früher haben auch keine Autos gebrauch...sie kannten aber auch keine!
@Rosi
für den Sohn ein Fahrrad? Ich weiss nicht, ich selbst hatte 6 Jahrelang einen kilometerlangen Schulweg, musste zu Fuss los. Das hat zwar unter anderem dazu geführt, dass ich selten mal zu spät war, aber was ich alles erlebt habe! Das möchte ich nie und nimmer weghaben.
Ein Fahrrad hat er - aber ein Rad an einer Straßenkreuzung ohne Baum und Strauch abstellen - wie lange dauert es, bis es weg ist? :o
Ich habe vor 9 Jahren mein Auto verkauft in folgender Situation:
Wir (ich, mein Sohn (16) und am Wochenende meine Freundin) leben auf einem Dorf, dass 17km von der nächsten (mittelgrossen) Stadt entfernt ist. Im Dorf gibt es einen Fleischer, einen Supermarkt, eine Drogerie und noch ein paar in diesem Zusammenhang unwichtige Betriebe/Geschäfte.
Früher bin ich mit dem Auto in die Stadt gefahren, das waren dann im günstigen Fall 20min. Im ungünstigen Fall (Wochenende, rush hour) auch mal locker eine Stunde.
Die Landschaft hier ist stark profiliert, ein Weg in die Stadt macht 250 Höhenmeter.
Ich habe mir ein sehr gutes Fahrrad gekauft und fahre nun täglich (!) mit diesem Rad. Ausnahmen gibt es nur bei Schnee, wenn es einfach nicht geht. Dann fährt hier stündlich ein Bus.
Meine Bewertung dieser Situation nach nunmehr 9 Jahren:
- es war der grösste "boost" an Lebensqualität den ich je erfahren habe
- zusätzlicher Ausdauersport (ich laufe Marathon) ändert bei mir konditionell wenig
- alle anfallenden Sachen kann ich problemlos mit [Taxi, Bus, Fahrrad] erledigen
- ich spare (selbst bei offensiver Taxi-Benutzung) irre viel Geld
- ich vermisse gar nichts und bin mir sicher, ich vermisste das Radfahren
- Einkäufe sind leicht mit guten Packtaschen oder einem Anhänger erledigbar
-chinook
Könntet ihr euch das vorstellen? Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen. Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar? Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen? Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen? Und wäre eben DAS dann schon eigentlich nicht mehr das gleiche Leben wie MIT Auto...?
Ich kann monatelang ohne Auto leben: meine Arbeitsstelle befindet sich 3km entfernt und meine Eltern gehen jede Woche einkaufen. Also kein Problem, solange ich mich nicht weit fortbewegen möchte...
Mfg Mütze
um es kurz zu machen .. ich ahbe lkein auto unbd bin somit auf meine fuesse und mein fahrrad angewiesen . und ich fahre ueberall mitm rad hin .. wenn es denn mal weiter weg gehen soll .. wie zb heute abend in die 35 km entfernte kreisstadt, werde ich mitm freund afhren .. er faehrt .. denn er faehrt immer ..
OzExperijens
17.03.2006, 16:08
Hey - ich lebe mitten in München! Was besseres als kein Auto zu haben, kann mir gar nicht passieren!!!
Deswegen glaube ich, dass man ohne EIGENES Auto ganz gut leben kann. Aber ab und zu ein Taxi brauch ich dann doch...
Inukshuk
17.03.2006, 16:44
Nur nochmal zur Erinnerung (ich hab's am Anfang ja auch nicht gepeilt), darum geht es:
Was sagt ihr nun aber dazu, wenn ihr versuchen würdet ohne motorisierte Fahrzeuge zu leben? ...ich weiß, ich wiederhole mich. Aber dazu würde theoretisch auch die Bahn (Straßenbahn ausgenommen, ist ja elektrisch) und alle anderen öffentlichen Beförderungsmittel zählen.
und nicht um Leben ohne eigenes Auto.
Leben ohne motorisierte Fahrzeuge zu benutzen würde ziemliche Einschränkungen bedeuten, besonders auch bei der Berufswahl. Dafür muss man schon *sehr* idealistisch sein...
Dann muss man sich eben ein Pferd zulegen. Ist nur die Frage, ob sich das ohne Verstimmung 8 Stunden auf dem Firmenparkplatz anbinden lässt. ;)
carola_trekking
17.03.2006, 17:20
wenn es darum geht, dass man selbst keine motorisierten Fahrzeuge benutzt (im Sinne von selbst fahren oder mitfahren) ist es bei entsprechendem Enthusiasmus machbar. Aber ein Leben ganz ohne Hilfeleistung motorisierter Fahrzeuge - irgendwie müssen ja die Lebensmittel in den Laden. Oder, bei Selbstanbau muss der Acker bestellt werden, das Saatgut muss irgendwo herkommen. Das Haus will beheizt sein, das Öl (oder auch Holz) muss irgendwo herkommen. Wohl kaum per Kiepe aus dem Wald nebenan, eher mit dem LKW.
Ich glaube nicht, dass man heute in Deutschland völlig ohne Verursachung von motorisiertem Verkehr leben kann!
carola_trekking
Da hast du vollkommen recht. Ich kann auch Leute vestehen, die Abseits von grösseren Städten wohnen, oder beruflich einfach Auto fahren muessen, ein Auto haben muessen.
Aber wer im einer Stadt wohnt, und innherhalb dieser Stadt nur in eine Firma fahren muss, um dort zu arbeiten, braucht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, erst recht, wenn es eine U-Bahn gibt, die ohne Stau fährt, schneller ´zur Arbeit, als mit den Auto.
Man kann auch vieles mit dem Fahrrad eredigen. Was na klar die Herzkrankheiten, senken wuerde, und na klar schlecht fuer die Rentenkasse wäre, weil viele, die jetzt mit 50. oder 60 durch Herzinfakt sterbern, dann der Rentenkasse auf der Tasche sitzen wuerden. Aber disen volkswirtschaftlichen Nachteil könnte man ja vielleicht in kauf nehmen.
Sich selbst mehr bewegen, ist eigentlich fuer jeden besser. Es ist wirklich die Frage, ob man wirklich ungedingt ein Auto braucht. Und wenn man der Meinung ist, man braucht unbedingt eines, sollte man trotzdem nicht immer, wenn man nur neue Zigaretten holen muss, zum Wagenschluessel greifen.
Många hälsningar
Markus K.
17.03.2006, 17:48
Hm,
würde bei mir nicht funktionieren:
-meine Grundstücke die ich selbst bewirtschafte (ca. 20ar) müsste ich abweiden lassen. Bisher hänge ich meinen Autoanhänger ans Auto und lade die Leitern, geerntetes Obst, Rasenmäher etc. drauf und ackere los.
Mit ÖPNV nicht zu machen.
Ich müsste ein Pferd oder ein Rindvieh anschaffen und dann vor den Wagen spannen um die Sachen zu transportieren. Rasenmäher geht ja dann auch nicht also ein paar Euros hingeblättert und ein paar Schafe gekauft. Dann dürfte ich aber nicht mehr berufstätig sein, da ein Acker ca. 10 km entfernt ist. Bei durchschnittlichen 4km/h wäre das eine reine Transportzeit von 5h am Tag, ohne dass ich was gearbeitet hätte.
-beruflich bin ich ab und zu gezwungen (Diesel-)Stapler zu Fahren. Wenn mir einer von Euch erklärt, wie ich Teile von bis zu 3to manuell ablade, werde ich das gerne mal versuchen. Ja wir haben in der Halle auch Kräne. Besonders schwere Teile lassen sich auch nur damit abladen. Aber manchmal muss halt auch mal der Stapler ran. Ich kann halt im Freien nicht gerade mal eben einen Kran aufbauen, der mir 5 to hebt.
Das sind nur 2 Aspekte die bisher noch nicht genannt wurden.
Aber der wichtigste Grund ist mit Sicherheit die eigene Bequemlichkeit.
Und wir können den Fortschritt nicht aufhalten indem wir auf Motorisierung verzichten.
Gruss Markus K.
Fernwanderer
17.03.2006, 22:33
also sind wir eindeutig zu weit fortgeschritten....?
oder eben noch nicht weit genug.
Übrigens kamen im 19. Jahrhundert mehr Leute im Straßenverkehr ums Leben als heute, Pferde gehen schon mal durch.
Gruß
Fernwanderer
Nur mal so zum überdenken.
Der preiswerteste Wagen kostet derzeit 23 Cent/Kilometer (laut Berechnung ADAC und Konsorten) bei einer Nutzung von etwa 10.000 bis 15.000 km/Jahr. Das macht 2.300 bis 3.450 Euro im Jahr.
Wenn ich jetzt glücklicher Besitzer eines Fahrrades bin und mir einmal im Monat für den Großeinkauf einen Lieferwagen leihe, mir für die anderen Wochen einmal in der Woche ein Taxi nehme, komme ich auf etwa 1200 Euro im Jahr.
Wenn ich jetzt täglich eine Stunde Fahrrad fahre, bedeutet dies Konditionstraining, welches viele Leute entweder in der Muckibude ableisten oder dafür einen Hometrainer haben. Diese Zeit und das Geld kann ich mir dann auch sparen. Von der Zeit für die Parkplatzsuche und die Parkgebühren einmal ganz abgesehen.
Wenn ich von einem größeren und teureren Fahrzeug ausgehe, dann wird der Spareffekt noch größer.
Wo bitte liegt jetzt der Sinn des Autos?
Das dies auf dem Lande nicht funktioniert liegt auf der Hand.
Viele Fahrradgetriebene Grüße
Balu
Crosswind
22.07.2006, 17:26
Hallo zusammen,
habe hier gerade nur quergelesen und möchte jetzt auch mal meinen Senf dazu geben:
Wer kein Auto braucht, weil er in der Stadt wohnt, oder alles vor Ort findet, der spart eine Menge Geld. Das ist wohl klar.
Ich selbst wohne auf dem Land und bin froh ein eigenes Auto zu haben: Das ist einfach ein Mehr an Lebensqualität und natürlich Luxus, und es ist mir fast das Geld wert, das ich dafür zahle.
Es geht doch nichts drüber einfach mal wegfahren zu können, egal ob zum Klettern oder in den Urlaub, mit meinem Hund zum Training beim DRK oder Abends mit Kumpels in die Stadt.
Und so denke ich hat sich unsere Gesellschaft so sehr an diese Unabhängigkeit gewöhnt, dass wir auch als ganzes nicht auf diesen Luxus verzichten wollten.
Und wenn ich auf der einen Seite auch sehr gerne Fahrrad fahre und unnötige Strecken vermeide, würde ich auf der anderen Seite auch gerne ein Auto fahren das richtig Spass macht: Einen Defender oder einen Wrangler, das wär voll mein Ding.
Muss denn der Mensch immer rational und vernünftig sein? NEIN 8)
Und klar mach ich mir um die Umwelt gedanken, aber dass ich deshalb auf mein Auto verzichten soll, wenn Staaten und Firmen mit ihrer CO2-Emission ein geschätzes Tausendfaches mehr an Umweltbelastung uneingeschränkt in die Luft entlassen, das will ich nicht verstehen.
Irgendwie ist es mein Wunsch einmal in einem nicht ganz so weitentwickelten Land wie Deutschland zu leben, in einem Land in dem man noch echte eckige Autos mit großen Rädern braucht und die Umwelt trotzdem nicht so kaputt ist wie bei uns.
Ist das verständlich?
Gruß
Philip
(der gerade einen Ethnologie-Text über Gender und Kinship liest und sich fragt wieso man sonen Sch... braucht :kotz: )
manati1977
22.07.2006, 17:28
Hallo,
ich stimme Dir da ja schon zu Balu ..., nur frage ich mich immer wie Fahrradfahrer das machen, die eine Stunde zur Arbeit fahren oder auch nur 30 min.
Denn wenn ich 15 min oder mehr Fahrrad fahre, dann fange ich unweigerlich an zu schwitzen :-?. Und das möchte ich meinen Arbeitskollegen/Studienkollegen, etc. nicht zumuten, dann den ganzen Tag neben mir sitzen zu "dürfen" :) .
Für die Rückfahrt geht sowas, wenn man dann duschen kann ... aber wie hinkommen. Klar mit Öffentlichen ... aber dann ist der Spareffekt den Balu gerade vorgerechnet hat leider nimmer da.
Viele Grüße
Thomas *etwas ratlos*
Fingerhut
03.12.2006, 08:35
Es geht tatsächlich ohne Auto.
Allerdings muß man ein wenig umdenken. Was bedeutet denn Auto? Warten an roten Ampeln, Abgase, Lärm... Da gibt´s bestimmt noch viele Punkte. Und wir sind doch hier im Outdoorforum weil wir draußen genau diese Dinge nicht wollen.
Wer handwerklich geschickt ist hat sich schnell einen Transportkarren gebaut, mit dem man auch größere Einkäufe im Baumarkt etc erledigen kann. Wer nicht selber ziehen kann oder will kann Hunde, Pferde, Esel, Rinder, Ziegen etc. vorspannen.
Im Winter dann per Schlitten.
Kleinere Transporte funktionieren ganz gut mit Kraxe oder Rucksack.
Das beste daran ist, daß die Landschaft nicht wie im Auto vorbeirast und man mehr erleben kann. Des weiteren gefährdet man keine Wildtiere, spart Steuern, Versicherung und Sprit. Ganz zu schweigen von den Anschaffungskosten.
Man sollte nur planen, wo man sein tierisches Gefährt abstellt. Zum einen hat man bei tierischen Antrieb die Düngung einer fremden Wiese. Deswegen macht das parken auf Asphalt keinen Sinn. Zum anderen sollten die Tiere Besucherresistent sein. Denn Aufmerksamkeit erregt man so von alleine!
Die Idee dazu kam mir als ich im TV mal gesehen habe, daß eine Frau in Berlin nur noch mit dem Hundewagen fährt.
Waldschreck
04.12.2006, 17:47
Also, ich habe es ca. 8 km zur Arbeitsstelle.
Genutzt für die Wegstrecke habe ich schon Inliner, Rollski, Fahrrad
und auch die eigenen Füße. Wenn es regnet wird Porsche gefahren.
Jochen
Könntet ihr euch das vorstellen? Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen. Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar? Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen? Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen? Und wäre eben DAS dann schon eigentlich nicht mehr das gleiche Leben wie MIT Auto...?
Ich kann monatelang ohne Auto leben: meine Arbeitsstelle befindet sich 3km entfernt und meine Eltern gehen jede Woche einkaufen. Also kein Problem, solange ich mich nicht weit fortbewegen möchte...
Mfg Mütze
beruflich ginge das zB gar net, könnte ich grad die türen zuschließen. es sei denn mütze schleppt meinen kram hinter mir her :bg:
Waldhoschi
08.12.2006, 00:32
Ich habe zum Bleistift gar kein Auto. Im Sommer fahre ich mit den Inlinern in die Uni, im Winter falle ich mit Inlinern in die Uni. #
Angekommen siind Micha und ich aber immer.
Neben dem NAturschutz ist es auch schöner Sport. Jeden Tag mindestens 10 km Inlinen (An manchen Tagen auch 25) ist schon ganz okay
Beruflich gehts bei mir net ohne Auto, weil ich Warenlieferungen habe. Den letzten Kombi habe ich zwölf Jahre gefahren, aber nie "spazieren". Im Neuen (wieder gebraucht gekauft), finde ich die Technik völlig überladen. Das ging schon beim erstmaligen tanken los, als ich in der Schlange endlich dran war und der Tankdeckel nicht zu öffnen war. Der Nachbar dahinter hat dann geholfen und mir das Knöpfchen in der Fahrertür gezeigt :ill: Bei 4 Grad Celsius piepst es und es wird mir eine Schneeflocke angezeigt, aha, der Frostwächter. Ohne den kam ich die letzten Dekaden auch sehr gut klar, unfallfrei, weil ich auf die Straße achte und nicht auf technische Spielereien. Ganz nett ist die aktuelle Verbrauchsanzeige, barfuß und mit Gefühl gefahren, spart man doch etwas Treibstoff als in Schuhen. Einkäufe lege ich mit den geschäftlichen Fahrten zusammen, ohne dafür Umwege zu machen. Fazit: Beruflich dient das Auto quasi als Werkzeug und privat nutze ich es praktisch nicht. Ausnahme: Das aufgearbeitete Holz aus dem Wald transportieren.
waldschrat
12.12.2006, 19:19
Wohne z. Z. (leider) in der Stadt. Normale Einkäufe usw. per Fahrrad kein Problem. Mein Auto ist ein VW-Bus, Nutzungsprofil: Langstrecken, insbes. Transporte.
Das bedeutet, dass ich öfters mal so ein oben erwähnter Freund bin, der fährt, weil ich diejenige bin, die sich ein Auto hält.
Hat nichts mit euch zu tun, ist aber in gewissen Kreisen verbreitet.
Möchte folgende 2 Unsitten bemängeln, die mir bei "miltanten Autoablehnern" begegnet sind.
Ich mag es nciht, wenn ich mir von Leuten, die einerseits irgendwelche Umzüge gefahren haben wollen, dann andererseits anhören soll, dass Autofahren totale Scheiße ist...
Das sind dieselben Leute, die sich beim Besuch auf dem Land (wo ich herkomme) dann aber trotzdem per Auto vom Bahnhof abholen lassen ohne sich auch nur ansatzweise bewusst zu machen, dass dafür jemand doppelt so weit gefahren ist und eine ganze Menge Zeit einsetzt (weil man z. B. nicht einfach arbeiten kann, bis X da ist, sondern entsprechend vorher los muss).
Es geht tatsächlich ohne Auto.
...
Wer handwerklich geschickt ist hat sich schnell einen Transportkarren gebaut, mit dem man auch größere Einkäufe im Baumarkt etc erledigen kann. Wer nicht selber ziehen kann oder will kann Hunde, Pferde, Esel, Rinder, Ziegen etc. vorspannen.
Im Winter dann per Schlitten.
Kleinere Transporte funktionieren ganz gut mit Kraxe oder Rucksack.
Man sollte nur planen, wo man sein tierisches Gefährt abstellt. Zum einen hat man bei tierischen Antrieb die Düngung einer fremden Wiese. Deswegen macht das parken auf Asphalt keinen Sinn. Zum anderen sollten die Tiere Besucherresistent sein. Denn Aufmerksamkeit erregt man so von alleine!
An dieser Stelle ist sicher noch zu bedenken, dass Kraxe, Fahrrad und Auto die Gemeinsamkeit haben, dass man sie einfach stehen lassen kann, wenn sie nicht gebraucht werden.
Was auch immer das Zugtier (oder Rasenmähschaf) für eines ist, klar ist, dass man sich ständig drum kümmern muss. Das bedeutet auch: Auslauf / Arbeit, wenn das Tier grade nciht gebraucht wird. Arbeitspferde müssen auch Weihnachten, Sonntags und bei Scheißwetter Arbeit haben. Und Pflege und Futter. Schafe oder Ziegen brauchen vielleicht oft nur etwas Aufsicht zur Kontrolle, aber andererseits muss man doch ziemlich flitzen, wenn sie ausbüxen und als Lasttier geben sie auch keine heldenhafte Figur ab.
Wenn's um die 23 ct/km (die bei mir ganz gut hinkommen) geht: wenn ich die Zeit rechne, die ich arbeite, um mir das Auto leisten zu können, dann könnte ich in der Zeit kein Arbeitspferd versorgen. Nicht gerechnet, dass das auch bestimmte Kosten verursacht, die in Geld bezahlt werden müssen. Und nicht gerechnet, dass ich damit halt doch sehr viel langsamer bin.
Müsste ich ohne motorisierte Fahrzeuge auskommen, dann wäre mein Fahrrad (um einen Anhänger erweitert) das Transportmittel der Wahl und (für meine Zwecke) einem Lasttier deutlich überlegen, solange ich davon ausgehe, dass das, was ich kaufen möchte, irgendwie in den Laden gelangt. Einschließlich Fahrrad und Ersatzteilen. Sieht vermutlich auch für viele Landbewohner so aus.
VG & schönen Advent
Claudia
Fingerhut
20.12.2006, 10:23
Und nicht gerechnet, dass ich damit halt doch sehr viel langsamer bin.
Ich genieße die Langsamkeit und freue mich über all die Dinge, die ich nicht sehen würde, wenn ich im Auto vorbeirase.
Natürlich muß man die Tiere versorgen. Das kostet Zeit und Geld. Aber den Spaß darf man auch nicht vergessen!
nachtschatten
27.11.2007, 22:06
ich lebe ohne motorisierte fahrzeuge.. mein job ist 20km entfernt un im winter kann man auch problemlos fahrrad fahren.. mach ich seit jahren.. geht ohne probleme.. der nette nebeneffekt: nahezu immun gegen erkältung! das immunsystem gewöhnt sich an die beißende kälte :)
alter Schwede
29.11.2007, 07:53
[UOTE=Mütze;160788]Könntet ihr euch das vorstellen? Im Sommer laufen oder Fahrrad fahren und im Winter Langlaufen. Ist das mit dem Arbeitsverhältnis vereinbar? Ist es überhaupt möglich, wenn man ansonsten einen normalen bis hohen Lebensstandard hat? Müsste man für die Verwirklichung zwingend ein ortsgebundenes Leben führen? Dürfte man weiterhin auf Lebensmittelläden in größerer Entfernung angewiesen sein oder müsste man selbst anbauen? Und wäre eben DAS dann schon eigentlich nicht mehr das gleiche Leben wie MIT Auto...?
Ich kann monatelang ohne Auto leben: meine Arbeitsstelle befindet sich 3km entfernt und meine Eltern gehen jede Woche einkaufen. Also kein Problem, solange ich mich nicht weit fortbewegen möchte...
Mfg Mütze[/QUOTE]
SwissFlint
29.11.2007, 09:36
Mir ist aufgefallen, dass die Leute, die kein Auto haben, gerne andere fragen irgendwo hingebracht zu werden... hemmunslos!
Wenn man denn schon Geld spart ohne Auto, dann soll man halt mal ein Taxi rufen.. sicher bestens sich mit ÖV auskennen und nicht den anderen bitten, denn der muss dann 2x fahren.. hin und zurück...
ich frag mich ja schon lang wo Mütze bloß abgeblieben ist?!?
Letzte Aktivität: 01.11.2006 17:49
Hat niemand was von ihm gehört?
Oh man.. scheiß Sektendörfer :(
Ob ihrs glaubt oder nicht, aber der Indi fährt die letzte Zeit fast immer mit dem Fahrrad, denn seit er in Illertissen wohnt benötigt er es kaum. Ausserdem kommt der so richtig auf den Ökotrip und findets geil mit dem Bike herumzuheizen!
MfG, Indi
bergzwerg61
01.12.2007, 16:30
Mir ist aufgefallen, dass die Leute, die kein Auto haben, gerne andere fragen irgendwo hingebracht zu werden... hemmunslos!
Wenn man denn schon Geld spart ohne Auto, dann soll man halt mal ein Taxi rufen.. sicher bestens sich mit ÖV auskennen und nicht den anderen bitten, denn der muss dann 2x fahren.. hin und zurück...
Das kann ich bestätigen:
Freunde baten mich, sie mit dem Auto zum klettern abzuholen. Während der Fahrt wurde ich dann "belehrt", wie toll es doch ist, mit Bus und Bahn zu fahren--und dass man überall hinkäme! :roll:
Also ich komm auch vollkommen ohne Auto aus, obwohl ich jetzt nicht gerade in einer Metropol-Region wohne. ich zahl 110€ euronen für ein halbes Jahr ÖPNV (kann Busse, Züge, Anruf-Sammel-Taxen benutzen).
Mit dem Rad fahr ich auch sehr oft(obwohls bei uns sehr hügelig ist), bzw. kombieniere es mit dem Zug.
Was das mitfahren angeht: ich fahr auch gerne mal bei jemanden mit. Aber nur wenn es auf dem weg liegt, und somit keine Umwege entstehen.
Wenn ich z.B. Klettern gehe, mach ich mit meinem Kletterpartner aus er soll mich dort oder dort abholen. Diese Punkte liegen aber immer auf seiner route!
Das einzig blöde ist halt abends/nachts nach Hause zu fahren, wenn man z.B. den ganzen Tag klettern war. Dann ist die Motivation heimzufahren sehr niedrig... (Sau kalt, dunkel, schwerer Rucksack auf Buckel, Berge)
rumtreiberin
01.12.2007, 16:49
Wenn man als Taxi mißbraucht wird, ist das nicht ok - außer in besonderen Fällen wie Flug in den Urlaub, Fahrt zum Arzt oder der Transport einer besonderen Geburtstagsüberraschung. Wenn mehrere Leute gemeinsam irgendwo hin fahren und die "Nichtautobesitzer" die bequemere Variante nutzen und beim Autobesitzer mitfahren ist das ok, bei längeren Strecken ist es dann fair sich an den Kosten zu beteiligen. Da ich beruflich viel fahre, bin ich froh, wenn ich das in meiner Freizeit nicht tun muß, auf die Idee mit dem Auto aufs Klo zu fahren komme ich daher gar nicht. Auto zum Getränke oder ähnlich schweres Zeug einkaufen finde ich aber doch sehr angenehm. Für die Fahrten in die Firma (keine Öffis in der Nähe, vielfach völlig unkalkulierbarer Arbeitsbeginn oder Feierabend zu Zeiten wo nichts fährt und auch noch schwere Sachen die mitgeschleppt werden müssen) komme ich aber nicht um ein Auto drumrum. Ich biete meine Privatfahrten gerne über eine Online-Mitfahrzentrale an, einfach weil es öfter auch lange Strecken sind wo ich froh bin wenn ich etwas Zuschuß zu den Spritkosten und (hoffentlich) angenehme Unterhaltung habe. Wenn sich eine bezahlbare Bahnfahrt (das 29Euro-Spiel;-))mit vernünftiger Verbindung findet, packe ich gern meinen Faltbootkram auf den Bootswagen und turne per Bahn los. Ist zwar manchmal ganz schön Würgerei das Zeug irgendwelche Treppen rauf und runter zu kriegen, aber oft gerade bei Touren über längere Strecken angenehmer als am Ende der Tour irgendwohin zurück zu müssen um das Auto nachzuholen.
Ich komme bis her auch gut ohne Auto zurecht.
Fahre jeden Tag 40min mit dem Bike in die Arbeit :-D egal wie das Wetter ist,
mit den Auto würde ich zwar am Morgen nur ca die Hälfte brauchen aber an Feierabend das doppelte. Genau so mit den Öffentlichen.
Konnte mir ja raussuchen weniger Geld 5min in die Arbeit oder mehr Geld 40min in die Arbeit.
Das letztere war meine Entscheidung, egal man bleibt fit :-D
Zu einer Trekkingtour; fahre ich allerdings lieber mit dem Auto.
Erstmal kann man so viel Gepäck mitnehmen wie man will, keine GewichtsBegrenzungen wie im Flugzeug...
und zweitens kann man auch noch Sachen mitnehmen die man sonst zu Hause gelassen hätte wie Taucherausrüstung, KlettertZeug...
und kann dadurch auch mehr machen und nicht nur Zelten.
Muss man halt so planen das man irgendwie wieder zum Auto zurück kommt.
Man muss ja nicht gleich das Auto verteufeln und abschaffen. Davon halte ich nichts, zumal ja - ob uns das gefällt oder nicht - zigtausende von Arbeitsplätzen von der Autoindustrie abhängig sind. Ich behaupte einmal, man könnte viel positives für die Umwelt erreichen, wenn man ein bisschen umdenkt. Vielleicht mal ein kleineres, sparsameres Auto anschaffen oder Mitfahrgelegenheiten/Fahrgemeinschaften bilden, etwas mehr zu Fuß oder mit dem Rad unternehmen. Also einfach nur mal jede Fahrt in Frage stellen: Muss ich sie unternehmen oder bietet sich eine Alternative? Ich bin mir sicher, viele Fahrten würden wegfallen. Ganz ohne Auto wird es nicht gehen. Ich selber habe zwar kein Auto, lebe aber in einer Region mit sehr guten ÖPNV-Anschluss.
Und so könnte man sicherlich noch viel mehr Bereiche mit einbeziehen. So habe ich es mir angewöhnt unter der Woche nicht mehr zu heizen. Bin Alleinstehend und eh den ganzen Tag aus dem Haus. Und abends, wenn ich lese oder fern sehe, kuschel ich mich eben zwei Stunden in eine Decke. Am Wochenende heize ich dann normal. Das geht natürlich bei einer Familie nicht.
vBulletin® v3.7.4, Copyright ©2000-2009, Jelsoft Enterprises Ltd.