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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WIRKLICH wasserdichte schuhe


Troubadix
22.02.2006, 14:10
bitte um eure hilfe:

ich hatte bis ende dez. 2005 einen raichle-goretex- wanderschuh (alpin-trekker), keine ahnung, welches modell genau. haben vor 2 jahren rund 180,- dafür bezahlt, also kein billigschuh!
im besagten dezember in wien (sehr viel schnee) war er auf einmal undicht. ich hab ihn noch mit snow-seal imprägniert, was kaum bis nicht geholfen hat.

im intersport-geschäft (beratung recht ordentlich) hat mir der verkäufer gesagt, dass die goretex-membrane bei den zehenspitzen nach einiger zeit kaputt werden (aus dem grund gibt goretex auch nur 2 jahre garantie auf die schuhmembrane????), da kann man halt nix machen.

jetzt hab ich mir einen lowa goretex um rd. 140,- gekauft, da lt. verkäufer die goretex-schuhe alle irgendwann undicht werden.

diesen wieder mit snow-seal behandelt und ab ins vergnügen. auftauender schnee, daher recht nass und dass 2 stunden lang.

und der schuh ist wieder undicht!

erwarte ich einfach zu viel oder gibts keine wasserdichten schuhe, abgesehen von gummistiefeln.

mir ist die sache sehr wichtig, da ich aufgrund meines hundes JEDEN tag und bei JEDEM wetter raus muss.

vielen dank erstmal fürs "zuhören", vielleicht kann mir doch jemand ein modell empfehlen.

JC-N
22.02.2006, 14:31
Vll werde ich jetzt von einigen ausgelacht :bg: aber ich verwende die Einsatzstiefel der Bundeswehr (bisl älteres Modell ohne Stahlkape und -sohle)
Wenn die gut eingefettet sind sind die Wasserdicht selbst bei langen stehen im Wasser! Ich finde die Schuhe einfach klasse die verzeihen es mir auch wenn ich mal Grillgut aus ihnen mache zum trocknen.
Alle Schuhe aus Leder sind meiner Meinung wesentlich besser wie die mit Membran, da sie unempfindlicher sind wie die mit Membran & sie halten länger.
Ist irgendwie auch ein Glaubenskrieg die einen schwören auf die Membran die anderen nicht.

MfG JC-N

Sebi
22.02.2006, 14:41
hi

also ich hab die snow trail schuhe von raichle mit goretex

bis jetzt sind meine füße noch nicht naß geworden obwohl ich sogar schon mal in nen weiher damit eingebrochen bin !!
Sind bei mir absolut wasserdicht

bin von den schuhe wircklich begeistert

underwater
22.02.2006, 14:47
Gummistiefel!!!

Ich würde sagen, daß meine Bergstiefel ausdauernd wasser abweisend sind - zumindest tun sie das stundenlang auf der Jagd: Und ich habe NUR normale Stiefel, allerdings mit Wachs behandelt... Vom Gore-Blubber in Schuhen halte ich nämlich nichts...

Hannes1983
22.02.2006, 14:51
Hi Du!!

Ich habe einen leichten Lowa Wanderschuh, ebenfalls mit Membran. Der ist noch recht neu und ist sehr zuverlässig, was die wasserabweisende Funktion angeht. Das ähnlich Modell das ich vorher hatte wurde über die Jahre auch wasserdurchlässig. Besonders an den Fussspitzen, das ist auch logisch, weil man an diesen Stellen auch des öften mit dem Schuh irgendwo entlang schrampt und somit der Membran dort sehr schnell defekte aufweisen kann.

Gruß hannes

Sebi
22.02.2006, 14:58
Meine schuhe haben unten rum Leder was ich sehr gut finde

Kann man schön einwachsen und ist damit auch strapazierfähiger was auch den bereich bein den fußspitzen betrift.

Bastieeeh
22.02.2006, 15:01
Ich selbst hab mehrere Goretex-Modelle, zuletzt Meindl irgendwas (halbhoch) und Raichle irgendwas flach. Beide waren ca. 1,5 Jahre nahezu wasserdicht (mit dem Raichle stand ich schon in tiefen Pfützen), aber mit der Zeit (die Füße arbeiten ja auch im Schuh) wurden sie undicht. Meine Empfehlung sind da wirklich Lederschuhe mit relativ wenig Nähten. Zum Beispiel Hanwag Alaska (GTX muss da nicht sein). Den gut mit SnowSeal bearbeiten (Backofen auf niedrigste Stufe (<50°C)) und du hast lange Freude dran. Sicher kosten die etwas mehr, aber ein Lederschuh hält auch länger als Stoff.

Rajiv
22.02.2006, 15:35
Probiere einen Hanwag Yukon(der hat 'nen Lederfutter im Gegensatz zum quasi baugleichen Alaska), wenn er paßt, dann kaufen. Aus meiner Erfahrung einer der besten Bergstiefel überhaupt(wenn es sein muß auch bedingt steigeisentauglich, aber dann für Steigeisen mit "Körbchenbibdung"), durch das Lederfutter halte ich den Yukon sogar noch für etwas stabiler als den Alaska.

Imprägnieren mit G-Wax von Grangers oder Sno-Seal, dann hat man viele Jahre Freude am Schuh. Ach ja, kleiner Tip: Wenn du jeden Tag den Schuh für längere Zeit(also etliche Stunden täglich) anziehst, dann überlege dir, ob du zwei Paar kaufst und die jeden Tag abwechselnd trägst, dann hat jedes Paar immer einen "Ruhetag" zwischendurch. Damit hast du dann die Gewähr, daß du die Yukons ewig haben wirst(lediglich aller paar Jahre 'ne neue Sohle dranmachen lassen). Aber das lohnt nur, wenn dir der Yukon perfekt paßt und du die Schuhe wirklich jeden Tag lange anhast.

Rajiv, seit 6 Jahren mit einem Paar Yukon unterwegs(nicht täglich in Gebrauch) und sehr zufrieden

Orca
22.02.2006, 16:12
Ich trage einen Lowa Trekking (Leder) der allerdings über eine zusätzlich GoreTex-Membran im Schuhfutter verfügt. Dieser Schuh hat kaum Nähte und ist wenn er vor langen Touren gut gewachst wird ("die Ofenmethode") absolut wasserdicht. Wozu brauch man dann das Goretex? Im vergleich zum Vorläufermodell ohne Gorefutter empfinde ich die Feuchtigkeitsregulierung im Schuh vorteilhafter, sprich der Fuß bleibt auch bei größerer Beanspruchung trocken (auf einer Denali-Wanderung bei Flußdurchquerungen bis zur Hüfte blieben meine Füße als einzige in der Truppe trocken). Auch ich gehe täglich mit dem Hund in die Wildnis und bin sehr zufrieden. Einziges Manko ist die Sohle, die könnte ruhig etwas stabiler sein (ist so aber sehr bequem).

Fazit: Volleder mit Membranfutter :o

p.s. Meiner Meinung nach hat man, wenn man mit den Zehen die Membran vorne am Schuh beschädigt, die falsche Größe verkauft bekommen!

eifelranger
22.02.2006, 16:44
ich habe den lowa tibet mit gore tex !

und den habe ich 3 bis 5 mal die woche seit knapp 1 1/2 jahren im gebrauch !

nächste woche geht er raus zum besohlen !

von undichtigkeit keine spur!

habe jetzt aber gerade auch noch mal nachgeguckt und ich erkenne im zehenbereich keine gore tex abnutzungserscheinungen !


in der freizeit trage ich den lowa renegade II und den nun seit 2 jahren und auch dort weder abnutzung der gore tex oder nasse füße !


ok ich spreche jetzt von offensichtlichen ablösen des gore tex futters.

ob das jetzt ausgedünnt ist kann ich nicht sagen.


wobei ich meine stiefel auch mit snow seal behandle !


eifelranger

Schloma
22.02.2006, 17:09
Habe einen LOWA der nahezu ohne Nähte gebaut wurde.
Eine Naht gibt es nur bei der Zunge und an der Ferse, Material ist Leder und jetzt das Beste, der Schuh ist bereits 7 Jahre alt und aufgrund der regelmässige Pflege mit Lederfett und Bienenwachs noch immer DICHT!! :shock:
Besohlt wurde er bereits 2 mal, momentan mit einer Vibram-Sohle.

Mein Tipp: IMMER FESTE FETTEN!!!!!!!

SY

RoJo
22.02.2006, 18:31
Schon mal an "halbe" Gummistiefel gedacht: www.lundhags.se

downunder
22.02.2006, 18:49
Ich habe das Gefühl, dass hier vieles vermischt wird. Entweder kauft man einen Wanderschuh mit Gore-Membran oder einen Volllederschuh. Ersterer hat innen ein Synthetikfutter, letzterer ist mit Leder gefüttert.

Eine Gore-Membran ist lt. Gore wasserdicht. Wenn man trtozdem nasse Füße bekommt, kann die Membran natürlich defekt sein, es gibt aber auch andere Erklärungen:

- eingeschränkte Atmungsaktivität bei hohen Temperaturen
- Wasser dringt über das Futter am Oberrand des Schafts ein (auch bei matschigem Schnee denkbar)

Einen Lederschuh mit Gore-Membran muss man dennoch wachsen, aber nur zur Lederpflege. Das ist sicher ein anderes Thema und wurde schon ausgiebig besprochen.
Mit der Zeit kann die Membran durchaus verschleißen, aber nicht unbedingt durch äußere Einwirkung oder Fußkontakt im Innern des Schuhs. Üblich sind undichte Stellen dort, wo der Schuh abknickt, weil das eine immer wiederkehrende Belastung ist und sicher zur Brüchigkeit der Membran führen kann. Mit Wachs kann man sowas unter Umständen wieder ausgleichen.

Ein Volllederschuh wird niemals als wasserdicht verkauft. Richtig ist, dass ausgiebiges Wachsen, den Schuh sehr wasserfest machen kann, aber Schwachstellen gibt es dort immer - und wenn es nur die Nähte der Laschen sind. Wenn Leute also das Gefühl haben, ihr Lederschuh ist wasserdicht, mag das stimmen, muss aber nicht für die Schuhe anderer Leute gelten.
Vorteil ist natürlich das angenehme Fußklima bei höheren Temperaturen, Nachteil dafür die hohe Trockenzeit in kalt-nassem Klima.

Um mal zur ursprünglichen Frage zurück zu kehren:
Der alte Schuh kann bei täglichem Gebrauch durchaus gelitten haben, wenn aber der neue Lowa schon nach kurzer Zeit undicht ist (wenn also andere Erklärungen ausgeschlossen werden können), dann kann man das reklamieren und im Zweifel wird der Schuh eingeschickt und überprüft.

fritzn
22.02.2006, 19:18
In vieler Hinsicht ein Problemlöser und auch ein Spar-Tip:
lange Gore Tex Socken, etwa SealSkinz, 50 €

- sind 100% dicht (Wassereimer)
- wahrscheinlich auch nahtlos, weiss es aber nicht genau
- warm, aber nicht zu sehr (tolle materialien, Merino-Wolle usw.)
- wenn aussen nass, trocknen sie schneller als Schuhe
- man kann in nasse Schuhe einstiegen und loslaufen, radfahren, was auch immer
- man kann in jeden Schuh einsteigen, den man hat. Auch in Sandalen z.B.

Sollte man allerdings unbedingt anprobieren! Es ist normal, dass sie sich nicht so elastisch um den Fuss schliessen, wie ein normaler Strumpf. Doch zu weit dürfen sie nicht sein wg. Blasenbildung. Innen am besten eine leichte CoolMax-Sommersocke tragen zum Feuchtigkeitstransport.

Thrawn
22.02.2006, 20:31
Vll werde ich jetzt von einigen ausgelacht :bg: aber ich verwende die Einsatzstiefel der Bundeswehr (bisl älteres Modell ohne Stahlkape und -sohle)

Die neuen Modelle haben auch keine Stahlkappe/-Sohle... :wink:
Die Verstärkungen bestehen aus Kunststoff.

Ich verwende die BW-Stiefel auch ganz gerne für die verschiedensten Aktivitäten.
Ob das jetzt auf dem Bau, beim Zelten+Grillen oder bei Wanderungen+Trekking ist.
Probleme betreffend die Wasserfestigkeit konnte ich noch keine feststellen (mal das durchqueren eines hüfthohen Baches ausgenommen :D). Wenn man seine Stiefel immer schön pflegt und die Nähte regelmäßig mit der empfohlenen Creme behandelt, hat man damit sehr lange Spaß.

Ein Problem ist sicherlich die lange Trockenzeit, wenn man mal irgendwo einsinkt o.ä.
Eine brutale Schnelltrocknung an Heizung/Lagerfeuer sollte im Fall der Fälle möglich sein.

Pan Tau
22.02.2006, 21:50
Hallo,
ich habe beides - Hanwag Yukon (nur Leder) und Lowa Tibet (GTX) - beide sind wasserdicht, wobei ich den Lowa eher sparsam wachse. Positiv ist, dass beide vorne einen hochgezogenenen Rand haben - den brauche ich auch, weil ich mitunter bei Höhlentouren arg ins Kriechen komme, da ginge die Kuppe sonst schnell kaputt - dieser Schutz für die Kappe liegt aber natürlich auch an einer Stelle, an der bei anderen Schuhen gerne Wasser eindringt. Die Yukon waren am Anfang nicht ganz wasserdicht, die Naht an der Zunge liegt recht tief, so dass sich hier Wasser sammeln kann - mit Sno-Seal (Backofen darf ich nicht :o( - aber ich nehm nen Fön - hier muss man aber sehr auf die Temperatur achten!) war es dicht. Beide Schuhe sind außerdem aus dem "B/C"-Bereich und haben eine etwas höhere Sohle.
Der Yukon neigt mehr zu Knickfalten, der Tibet ist steifer, was vielleicht auf längere Sicht Wasser abstoßender wirkt. Dafür steh ich im Yukon einfach besser drin am Leder hat die Socke m.E. mehr Halt als am glatten Textilfutter.

Andreas

karlson
23.02.2006, 00:32
Bei mir sind bisher (fast) alle GTX Schuhe undicht geworden.
Ein Merell Stormrider mit XCR hat nur ca. 3-4 Monate bei wenig gebrauch gehalten!!! :kotz:
Ein Hanwag Mountainlight GTX hat ca 10 Monate gehalten.
Die Membran war tatsächlich hinüber, da gibt´s keine billigen Goreausreden!!!
Beim Merell konnte man einen tollen Eimertest machen: Eimer voll mit wasser machen, dann den Schuh bis zur hälfte rein, zwei bis drei "Gehbewegungen" machen und siehe da, man hatte sofort klatschnasse Pfoten!!!
Beim Hanwag war´s nicht ganz so drastisch, ich hab´s aber dummerweise erst im Fjell bemerkt... :grrr:
Folge war eine Tour mit nassen, kalten Füßen und vielen Blasen. Da konnte ich auch feststellen dass GTX-Schuhe nicht unbedingt sehr schnell trocknen. Ich hab´s sogar mal im beheizten Trockenraum einer Fällstation versucht: der Aufenthalt über Nacht hat nicht gereicht um den Schuh annähernd durchzutrocknen!!! Wenn Goretex, dann kommen mir nurnoch Vollederstiefel an die Füße, die kann man im Notfall dann noch mit Wachs dicht bekommen.
Ich hab mir daraufhin einen Leder/Gummistiefel besorgt, den Andrew Rubber Hunter ("Billiglundhags" bei Globetrotter), der hatte zwar einen kleinen Konstruktionsfehler, das ließ sich aber mit etwas Nahtdichter ausbessern... Und seitdem habe ich trockene Füße. Bisher hat der Stiefel alle Schlammschlachten und Bachdurchquerungen von meinen Füßen abgehalten! Die Stiefel trocknen etwa genausoschnell wie meine gefütterten GTX-Winterstiefel (Danner Fort Lewis).
Man sollte halt zwei Paar Socken tragen (möglichst hoher Wollanteil) und allzugroße Hitze ist auch nicht so angenehm.
Lundhags scheinen mir die bessere Wahl zu sein, aber auch die teurere...

Wulfmaster
23.02.2006, 00:32
Ich musste doch bei der Überschrift des Threads schmunzeln und war verwundert, dass erst recht spät die klare Antwort "Gummistiefel" kam... 8)

Für ausgiebige Wanderungen denke ich auch, dass gute Gummistiefel keine schlechte Wahl sind. Ich habe auf dem vorvogelgrippalen Rügen vor zwei oder drei Jahren mal 10km mit Gummistiefeln abmarschiert durch Feld&Flur. Ich weiss nicht mehr was für Stiefel das waren, aber mit dicken Socken war das guter Laufkomfort, trotz Herbst/Winter war der Fuss auch nicht kalt. Also gute Bereifung für das Geläuf...

Da die Treter geliehen waren, weiß ich nicht wo die beschafft wurden.

Frage ans Plenum: Wo gibbses gute Gummistiefel? Bei globi: sehr enge Auswahl. Frankonia hat keinen richtigen Online-Shop. Kriege ich sowas online oder muss ich in die verhasste Innenstadt [lebe zwar mitten in der Stadt, hasse aber einkaufen mit Ausnahme vom Supermarkt]?

Danke für Hinweise!

Gruss,

Björn

Dekkert
23.02.2006, 00:47
Ich würde gute Gummistiefel zB im Jägerbedarfsladen suchen.
aber ich will hier auchmeine Erfahrungen mit meinen Hanwag Alaske GTX kundtun:
Alter: 5 Jahre
Einsatz: Trekking, Winter, Renovieren, "Holzmachen/Waldarbeiten"
Pflege: ausschließlich Nikwax

Sie haben bislang tadellos gehalten, konnte mich um Silvester noch davon Überzeugen, als ich 2 Tage im Schlamm, nicht einfach feuchter Boden, im Wald war Holzmachen. Alles wunderbar trocken. Wenn ich kleinere Spaziergänge mach laufe ich häufigermal ein wenig im Bach, um die "Dichte" zu testen, wenn er einestages undicht wird fette ich halt wie alle anderen...

Was ich im Laden schon mitbekommen habe ist, daß leute mit den Schuhen kommen, behaupten sie seinen undicht, und bei Meindl stellen sie das Paar dann in die Zentrifuge: alles in Ordnung - kein Leck. Tia und man weiß nie was man wovon halten soll.

Flieger
23.02.2006, 07:58
Hallo!
Gehört zwar nicht wirklich hierher aber: was ist denn die BACKOFENMETHODE :o ?
Ich habe auch die Hanwag Yukon GTX Schuhe und hatte auf meiner sehr nassen Norwegentour zweimal nasse Füsse. Habe die Schuhe dann eingeschickt. Kamen nach einem Zentrifugentest mit dem Kommentar wieder, daß sie dicht sind. Es lag wahrscheinlich daran, daß ich in meinen TK1 Socken von Falke sehr geschwitzt habe und deswegen den Eindruck hatte, daß die Schuhe undicht sind! Habe jetzt Smartwoolsocken und alles ist
gut :bg:
Flieger

Lightfoot
23.02.2006, 09:01
In jener mühseligen Zeit, als ich auch frühjahrs/sommers/herbstens Stiefel getragen habe, habe ich einen Renegade GTX von Lowa und einen Air 3.0 von Meindl benutzt, den Renegade ca. 6 Jahre lang, den Meindl nur kurz. Keinerlei Undichtigkeit.

Im Winter trage ich entweder einen über 12 (oder 15?, jedenfalls erste Generation Gore-Schuhe) Jahre alten Meindl-Goretex-Lederstiefel und neuerdings auch mal den Air 3.0. Auch keine Undichtigkeiten.

Bei einem extrem nassen Marsch letztes Jahr im Winter bei Tauwetter, lange Strecken durch 10 cm Wasser-Schneegemisch, hatte ein Freund mit seinen Volleder-Goretex-Stiefeln nasse Füsse, ich dagegen nicht. Es scheint wirklich Glückssache zu sein.

Außerhalb des Winters nehme ich mittlerweile nur noch Laufschuhe. Füße trocknen auch wieder.

Bastieeeh
23.02.2006, 09:05
Die Backofenmethode: Lederschuh, der eingewachst werden soll, auf einen Rost in den Backofen stellen. Backofen auf NIEDRIGSTE Stufe (maximal 50°C) stellen und den Schuh durchwärmen - dauert ca. 20 Minuten. Nun den Schuh mit dem Wachs deiner Wahl bearbeiten, durch die Wärme im Leder schmilzt das Wachs und durchdringt auch schwer zu erreichende Stellen und zieht ein. Hernach den Schuh nochmals ca. 20 Minuten in den Ofen schieben (da kann man den aber ausgestellt lassen, die Restwärme sollte reichen).
Wenn man eine Zeitung / Backpapier unterlegt, gibt es keine Probleme mit der Frau im Haus...

Schelli
23.02.2006, 09:58
BACKOFENMETHODE:

Ich nehme mal an, der Schuh wird in den warmen Backofen gestellt, um das Leder zu erwärmen. Dadurch lassen sich diverse Wachscremen, etc wie bspw. Snowseal besser auftragen und dringen in die Poren des Leders ein. Ergebnis: Wasserdichtheit

Übertreiben sollte man es halt nicht... :bg:

Ad Abnutzung bei der Zehenspitze:
Ich glaube auch, dass hier etwas nicht passt. Wie bei Laufschuhen sollte man den Schuh eine Nummer grösser kaufen. Wie kann es da zu Abnutzung vorne kommen!?

Ich habe ebenfalls Lowa Tibet GTX (Lederschuh mit Gore) und bin hochzufrieden.

LG
Schelli

satch73
23.02.2006, 10:41
Anstatt mit einem Backofen kann man das Leder natürlich auch mit einem Fön erwärmen.

Grüße,
Sascha
(der mit Meindl Engadin & Snow-Seal selbst auf feuchten Schwedentouren noch keine nassen Füsse gehabt hat & von Gore in Stiefel nix hält - weil schlechte Erfahrung mit Meindl Island gemacht)

Wulfmaster
23.02.2006, 11:22
Kurzer Einfall: Kann es sein, dass die GoreTex-Schühchen einfach vom Schweiss feucht werden? Hitzestau? Hatte das gleiche Problem mal bei einer Jacke, trotz "toller" Gore-Membran habe ich geschwitzt wie ein großer in der Jacke - war halt zu warm angezogen... in Verbindung mit der "Erwartung" dass Wasser von außen in den Schuh eindringt kann ja schnell der Eindruck entstehen, dass der Schuh undicht ist.

Denkbar?

Gruss aus dem erleuchteten Hannover (endlich Sonne, oder wie auch immer der unbekannte, helle, gelbe Kreis da oben genannt wird)

Björn

derklaus
23.02.2006, 11:56
die gore membran macht meines wissens bei einer temp. von >27°c zu.
und die erreicht man in nem schuh ja doch relativ schnell.
zum thema regenstiefel: aigle
es gibt meines erachtens keine alternative
und es gibt keine alternative zu einem guten vollederschuh im stile eines meindl borneo.

Troubadix
23.02.2006, 13:00
vielen herzlichen dank für euren bisherigen beiträge und tipps.

kurzes statement dazu:

- gummistiefel scheiden für mich aus, die mag ich einfach nicht.

- feuchtigkeit im schuh ist definitv durch wassereintritt von außen, wobei das ganze im bereich von den zehen bis zum mittelfuß passiert. gefühlsmäßig vorne an der fußspitze.

- zu klein sind sich definitiv auch nicht, ich stoße mit den zehen vorne nicht an.

- ich werd mir mal den hanwag yukon sowie den alaska anschauen.

weitere meinungen lese ich gern.

ThomasMerten
23.02.2006, 17:08
Moin moin!

Ich hatte vor einigen Jahren die Meindl Island und die waren alle 1,5 Jahre undicht. Mittlerweile hat sich an den Fertigungstechniken einiges geändert und die Membrane in vielen Schuhen hält etwas länger.

Derzeit trage ich seit etwa einem Jahr den Lowa Combat Boot GTX und das nahezu jeden Tag. Nur bei den sechs Sommertagen 2005 gab es eine Ausnahme, da durfte ein Wüstenstiefel ran. Bisher sind die Teile 100%ig dicht, nahezu ungepflegt und auch schon bei 15 cm Wassertiefe im Hundeschul-Dauereinsatz war alles gut. Aber was in drei Jahren ist - nichts hält ewig.

Man muss sich vor Augen führen, welche Belastungen so ein Schuh ausgesetzt ist, besonders mit Gepäck und in schwerem Gelände. Gute Pflege ist die halbe Miete, kann aber am Verschleiß der Membrane kaum etwas ändern.

Die Sache mit dem Backofen/Fön/Wachs verflüssgen kann man nur bei Schuhen ohne Membran empfehlen - wenn überhaupt. Dringt das flüssige Wachs zu tief ein, wird eine atmungsaktive Membran leicht zur beidseitigen Dampfsperre. Ist die Temperatureinstellung des Ofens unpräzise (Pizzabacken ist keine Wissenschaft und benötigt daher auch kein Präzisionsinstrument :wink: ), kann der Schuh Schaden nehmen.

Ich würde es so halten: das Schuhwachs mit den Fingern auftragen und in das Leder einmassieren. Den Rest erst mit einem Lappen, dann mit einer mittelharten Bürste entfernen. Es gibt Dinge, die gibt es IMHO immer noch nicht und dauerhaft wasserdichte Stiefel gehören einfach dazu. Wer seine Springerstiefel mit Froschfett und Olivenöl wasserdicht bekommt, gehört zu einer beneidenswerten Minderheit und verdient unseren Respekt.

Die Sache mit den GORE-Socken würde ich mir gut überlegen. Als weicher Gummistiefel (z.B. im Boot, mit Teva o.ä.) sind die klasse, werfen aber in sehr vielen Fällen bei langen Märschen im Stiefel Falten mit allen daraus resultierenden Konsequenzen (Defekte an Socke und Füßen).

Dass Membranen nur bei Kühle bis Kälte funktionieren (Temperaturgefälle), wurde ja schon mehrfach erwähnt. Leidet man unter feuchten Schweißfüßen, kann ein GORE-Schuh aber auch bei 5°C überfordert sein. Eine Membrane ist eben keine Lenzpumpe :wink:

Wenn man sich mental darauf einstellt, bei einer Tour einfach hin und wieder nasse Füße zu haben, erspart man sich viel Kummer. Wenn man Schuhe möchte, die trotzdem schneller trocknen, nimmt man welche mit GORE.


Grüße,

Thomas

Troubadix
23.02.2006, 18:26
hallo thomas,

find ich nett, dass sich der "chef" persönlich einschaltet. und dann noch mit so einem gutverständlichen beitrag :)

die trockendauer der schuhe ist mir absolut wurscht.
so gesehen brauch ich auch keine gore-tex-schuhe.

etwas ist mir noch nicht ganz klar? haben die hanwag yukon eigentlich goretex oder sind das reine lederschuhe?

Rajiv
23.02.2006, 18:32
Der Yukon ist ein reiner Leder-Schuh, die GTX-Variante nennt sich Alaska, genauer eigentlich Alaska GTX. Hanwag setzt bei Gore-Tex-Schuhen hinter den Namen noch GTX, damit es ganz sicher ist.
Gibt noch mehr solche Schwester-Modelle bei Hanwag, z. Bsp. Peru(ein Lederschuh) und Lima GTX(Gore-Tex-Modell vom Peru).

Schau einfach nach unter www.hanwag.de

Rajiv

Fjaellraev
23.02.2006, 21:29
In einem Punkt muss ich das (sehr gute) Posting von Thomas Merten etwas präzisieren:
Leidet man unter feuchten Schweißfüßen, kann ein GORE-Schuh aber auch bei 5°C überfordert sein. Eine Membrane ist eben keine Lenzpumpe :wink:
Auch in diesem Fall kann der Gore-Schuh von Vorteil sein, wobei die Membrane eigentlich eher unschuldig ist, das Textil-Futter ist in feuchtem Zustand irgendwie robuster als ein Lederfutter.
Ich habe, gerade im täglichen Einsatz, noch jeden ledergefütterten Schuh in kürzester Zeit gekillt, was meines Erachtens auf das feuchte Lederfutter zurückzuführen war. Schuhe mit Textilfutter (eben meistens mit Membrane) oder ohne Futter (Lundhags :) oder meine Armeestiefel) halten dagegen bis Nähte oder Sohlen das Ende der Lebensdauer einläuten...

Gruss
Henning

Flieger
23.02.2006, 21:43
Hallo!
Vielen Dank fürs erklären :D :D :D
Flieger!

Der Waldläufer
23.02.2006, 22:15
- ich werd mir mal den hanwag yukon sowie den alaska anschauen.

weitere meinungen lese ich gern.

Ich hab den Alaska GTX und kann sagen, dass ich noch nie einen besseren Trekking-Schuh anhatte. (Bisher immer Lowa, allerdings kleinere "Klassen")

Sehr stabil, absolut "wasserdicht" und auch nach den Touren waren die Füße nie schweißgebadet!

Ein grandioser Schuh!

http://www.areadvd.de/vb/images/smilies/areadvd/love.gif

Elch
23.02.2006, 22:37
Ich muss mich andieser Stelle auch mal einschalten. Nachdem meine alten Lundhags sich langsam auflösen, denke ich gerade auch über neue GTX Schuhe nach. Neue Lundhags kann ich mir im Moment leider nicht leisten.
Bei der Suche bin ich neben dem von vielen gelobten Hanwag Alaska GTX auch über den Alaska Top GTX gestoplpert, der sich wohl in der Sohle ünterscheidet. Hat einer von euch da genauere Informationen zum Unterschied. Auf der Webseite von Hanwag bin ich nicht so ganz schlau geworden.

Christian

Fjaellraev
23.02.2006, 22:54
Kurz gesagt hat der normale Alaska eine Trekkingschuhsohle und der Top eine Vibramsohle also eher bergstiefelartig. Er macht mir auch sonst einen steiferen Eindruck.
Ich hab neben meinen Lundhags den normalen Alaska (schon den zweiten) und bin echt zufrieden damit, für meine Einsätze wäre der Top wohl meistens Overkill.

Gruss
Henning

Wulfmaster
23.02.2006, 23:25
Hallo beisammen!

Der LOWA Combat Boot scheint ja ein ehrliches Stück Arbeit zu sein. Auf jedenfall ist das Geläuf mit dem Apparat gut vorbereitet - auf so ziemlich alles.

Kriegt man DAS Teil im normalen Einzelhandel? Herr google und Kamerad ebay haben nur ein paar Army-Läden ausgeworfen... Globi hat die Dinger wohl kaum im Angebot...

@Thomas: Sehe ich das richtig, dass Du die Teile als allround Trekking Schuhe verwendest? Die Teile reizen mich, daher die Frage.

Gruss,

Björn

K.B.
24.02.2006, 00:24
Hallo!

Beim Lesen des Threads offenbaren sich einige interessante Aspekte, die kommentiert werden möchten. Außerdem sollen noch einige fachliche Argumente in die Runde geworfen werden.

1. Es gibt Leute, die sind in der Lage, den Zustand der Membran im Bereich der Zehenspitzen von innen zu überprüfen. Respekt! 8)
2. Andere Forumsmitglieder verfügen über Lowa-Stiefel, die selbst bei dem Durchqueren hüfthoher Gewässer trockene Füße garantieren – diese Stiefel hätte ich auch gern. :wink:

Nun aber zur Sache:

3. Es wird gesagt, dass bei Feuchtigkeit im Gore-Stiefel dies vom Fußschweiß kommen kann – immerhin können auch Membranen keine Wunder vollbringen. Dabei schwingt für mich mit, dass dies bei einem Lederstiefel unproblematischer sein soll.
Ich bezweifle, dass der Wasserdampfdurchgang durch zwei Lederschichten (wovon eine noch wachsgetränkt ist) größer sein soll als der durch das System Textilinnenfutter-Membran-Lederaußenhaut.
Bisher konnte ich da zwischen Meindl Island, Lowa Mountain Boot (beide GTX) sowie BW Kampfstiefel und Scarpa Ladakh (beide Lederinnenfutter) keine Unterschiede feststellen.
OK – soweit meine subjektive Meinung.

4. Hier kommt jetzt das Totschlag-Argument gegen die Lederfraktion. :D
Herr Merten schreibt (unwidersprochen), dass ein gründliches Wachsen von Gore-Stiefeln die Atmungsaktivität gegen null sinken lässt. Gilt dies etwa nicht für Lederstiefel? Glauben die Leder-Jünger denn wirklich, dass nach Anwendung der Backofen-Methode ihre Stiefel noch eine echte Atmungschance haben?
Für den Lederstiefel gilt also: Wachst man ihn nicht, hat man vielleicht eine höhere Atmungsaktivität als bei einem Gore-Stiefel, aber ganz sicher einen schlechteren Nässeschutz. Wachst man ihn, kann man ihn genauso dicht (oder undicht) bekommen wie einen Gore-Stiefel, allerdings ist dann die Atmungsaktivität schlechter!
Somit gibt es in keiner Konstellation einen Vorteil für einen Lederstiefel.

5. Textilinnenfutter trocknen schneller als Lederinnenfutter. Dies ist (für mich) fakt und hat sich beim Vergleich Hanwag Yukon (Leder) gegen Lowa Mountain Boot (GTX) (wieder einmal) ganz klar gezeigt.

6. Dass beim Wandern undichte Stiefel in der Zentrifuge dicht sind, sollte einen nicht wundern. Und den real existierenden Wassereinbruch sollte man auch nicht auf Fußschweiß oder Regenwasser von oben schieben.
Tatsache ist doch, dass bei jedem Schritt der Stiefel ordentlich durchgewalkt wird. Dabei drückt sich das Wasser natürlich eher durch Knicke in der Membran oder fehlerhafte Stellen in der Außenhaut als in Ruheposition in der Zentrifuge.

7. Zum Abschluss soll es um die Frage gehen, wie es zu derart unterschiedlichen Einschätzungen (nahezu) gleicher Stiefel kommt. Dies liegt - meiner Meinung nach - an der individuellen Fußgestalt, Gangart und Abrollbewegung jedes Menschen. Dementsprechend bilden sich beim gleichen Stiefel bei verschiedenen Menschen unterschiedlich starke Gehfalten an unterschiedlicher Stelle. Dass dies bedeutende Auswirkungen auf Dichtigkeit und Haltbarkeit eines Stiefels hat, muss sicherlich nicht weiter erläutert werden.

Welche Empfehlung bleibt?

Wenn man nicht auf die Trockenzeit seines Stiefels achten muss, dann kann man sich durchaus für einen gut passenden Volllederstiefel von Hanwag, Lowa, Meindl oder Scarpa entscheiden. Dies fördert auch gleich noch die Fußgesundheit, da Lederinnenfutter irgendwie antibakteriell wirken sollen.
Wenn man aber weder Gelegenheit noch Zeit zum Trocknen hat, sollte man sich schon für einen Gore-Stiefel entscheiden.
Denn: Auch Wasserdichtigkeit ist (leider meist) eine Funktion der Zeit.

@Wulfmaster: Meine Mountain Boots sind die flachere Ausführung der Combat Boots. Und da lösen sich bei meinem Paar bereits nach 9 Monaten die Wetterschutzränder und Feuchtigkeit dringt ein. Aber wie gesagt: Das heißt nicht, dass dir das auch passieren muss. Ansonsten finde ich die Stiefel super bequem und absolut klasse!
(Habe sie beim Rangershop online gekauft.)

Kristof

Rajiv
24.02.2006, 00:50
Wenn man einen reinen Lederstiefel täglich benutzt über längere Zeit, dann kann er nie richtig trocknen. Henning(Fjaellraev) hat ja geschrieben, daß er jeden Lederschuh in relativ kurzer Zeit "kaputt kriegt"(aufs Futter bezogen).
Hilft dann nur ein Wechselpaar.

Zu den Hanwag-Schuhen(die HP von Hanwag arbeitet momentan nicht :x deswegen kann ich nicht im neuesten Katalog nachsehen; mein Wissen bezieht sich auf Angaben von vor einem Jahr, aber da hat sich wohl nix geändert):

Alaska GTX Top: Vibram Breithorn, bedingt steigeisenfest, Zunge aus Cordura, wiegt knapp 100g mehr als der Alaska GTX "normal"
Alaska GTX: Vibram Fuora(wie der Yukon), von Hanwag nicht als bedingt steigeisenfest eingestuft

Der Top ist etwas stabiler(besonders Sohlenkonstruktion, die Sohle ist steifer), deswegen auch die bedingte Steigeisenfestigkeit

Rajiv

ThomasMerten
24.02.2006, 10:16
Moin Björn!

Der LOWA Combat Boot scheint ja ein ehrliches Stück Arbeit zu sein. Auf jedenfall ist das Geläuf mit dem Apparat gut vorbereitet - auf so ziemlich alles.

Er ist bisher mein absoluter Lieblingsstiefel, ein wirklich ausgezeichneter Schuh mit einer recht geringen Einlaufzeit (bei mir zwei Wochen im täglichen Einsatz).

Kriegt man DAS Teil im normalen Einzelhandel? Herr google und Kamerad ebay haben nur ein paar Army-Läden ausgeworfen... Globi hat die Dinger wohl kaum im Angebot...

Wenn mir die Werbung an dieser Stelle ausnahmsweise gestattet ist: Die bekommst den Schuh bei Globi über die Sonderbestellung (http://www.globetrotter.de/de/service/sonderbestellung/). Aber auch Mil-Ausrüster wie Ranger-Shop und ASMC haben den im Sortiment, wenn ich mich recht erinnere.

Sehe ich das richtig, dass Du die Teile als allround Trekking Schuhe verwendest? Die Teile reizen mich, daher die Frage.

Noch viel mehr, ich benutze ihn als Alltagsschuh im Büro, beim Trekking, manchmal beim Geländelauf, unterwegs mit den Hunden, Kletter- und Abseilübungen (Schwierigkeitsgrad 0++ :wink: ) usw. Die für mich ideale Sockenkombination ist dabei die Falke Walkie. Und, wie bereits gesagt, zu jeder Jahreszeit. Und drin geschlafen hab' ich auch schon :)

Grüße,

Thomas

Fernwanderer
24.02.2006, 10:30
Im wesentlichen schlage ich in die selbe Kerbe wie K.B., teile seine Meinung aber nicht ganz:
1. Wenn der Wassereinbruch stark genug ist läßt sich sehr wohl sagen woher es kommt. Bei meinen alten Hanwag Yukon konnte ich bei schlechtem Pflegezustand sehr wohl beim Durchqueren einer nassen Wiese die Stelle des Wassereinbruchs lokalisieren. (Es war der Zungenansatz)
2. -
3. Wer stolzer Besitzer einer Lederjacke oder (noch besser) Lederhose ist, weiß um die "überwältigende" Luftigkeit und Dampfdurchlässsigkeit des Materials, ohne Lederinnenfutter oder besonderer Wachs/Fettpflege, sie geht gegen Null. Sehr wohl aber konnte ich einen Unterschied zwischen meinem Yukon und dem Island feststellen. Nach schweißtreibenden Märschen hatte ich mit dem Yukon die wohl allseitsbekannte Waschhaut an den Zehen, das ist mit dem Island Geschichte.
4. Herr Merten schreibt hier unkommentiert, daß seine Schuhe nahezu ungepflegt bei täglichem Einsatz nach ca. 1,5 Jahren undicht werden. Das glaub ich ihm, wird aber wohl dem Umstand geschuldet sein, daß er an der Quelle sitzt und sich das leisten kann. So etwas würde ich als kaltblütigen Schuhmord bezeichnen.
Das durch das Leder nicht viel Dampf kommt setze ich jetzt voraus. Das heißt aber eben auch, daß durch das (schlecht trocknende Lederfutter) kaum Dampf kommt, im Gegensatzt zum Textilfutter bei Gorestiefeln. Ergo kann die auch bei Lederstiefeln eingebaute "Klimaanlage" nicht allzuviel bringen, bei meinem Island funktioniert sie in einer Weise wie ich es beim Kauf niemals geglaubt hätte.
5. -
6. Bei entsprechender Zentrifugalkraft muß bei einem Riß oder Loch der Membran Wasser austreten, da beißt die Maus keinen Faden ab. Entweder wird beim Test gepfuscht oder man muß sich den (dichten) Schuh anziehen, daß die Nässe woanders her kommt.
7. Ich denke was übersehen wird ist die Innenschuhpflege. Bei einer Gorejacke hat sich ja wohl herumgesprochen, daß die Poren nur offenbleiben wenn ich die Jacke regelmäßig wasche. Auch bei Goreschuhen wird das Auswaschen mit Wasser empfohlen. Nur löst Wasser kein Fett. Man müßte also eingentlich eine schwache Waschlauge mit einschlägigen Waschmitteln ansetzen und damit die Schuhe von innen reinigen, gut spülen und dann trocknen. Allerdings empfiehlt keiner der Hersteller eine derartige Vorgehensweise - weil es aussichtslos ist wie der Fachmann Mertens beweist? Ich werde diesbezüglich mal Meindl anmailen.

Gruß
Fernwanderer

ThomasMerten
24.02.2006, 10:37
Moin, Herr Fernwanderer!

4. Herr Merten schreibt hier unkommentiert, daß seine Schuhe nahezu ungepflegt bei täglichem Einsatz nach ca. 1,5 Jahren undicht werden. Das glaub ich ihm, wird aber wohl dem Umstand geschuldet sein, daß er an der Quelle sitzt und sich das leisten kann. So etwas würde ich als kaltblütigen Schuhmord bezeichnen.

Nanana, so gefühllos bin ich nun auch wieder nicht :wink:

Man kann einen Schuh allerdings noch so lange liebevoll wachsen und liebkosen, die GORE-Mebran macht das nicht haltbarer. Die Schuhpflege nützt dem Leder und den Nähten und die waren bei allen undichten Schuhen noch tadellos.

Grüße,

Thomas

Markus K.
24.02.2006, 10:53
Hallo!

Beim Lesen des Threads offenbaren sich einige interessante Aspekte, die kommentiert werden möchten. Außerdem sollen noch einige fachliche Argumente in die Runde geworfen werden.

1. Es gibt Leute, die sind in der Lage, den Zustand der Membran im Bereich der Zehenspitzen von innen zu überprüfen. Respekt! 8)
2. Andere Forumsmitglieder verfügen über Lowa-Stiefel, die selbst bei dem Durchqueren hüfthoher Gewässer trockene Füße garantieren – diese Stiefel hätte ich auch gern. :wink:

Nun aber zur Sache:

3. Es wird gesagt, dass bei Feuchtigkeit im Gore-Stiefel dies vom Fußschweiß kommen kann – immerhin können auch Membranen keine Wunder vollbringen. Dabei schwingt für mich mit, dass dies bei einem Lederstiefel unproblematischer sein soll.
Ich bezweifle, dass der Wasserdampfdurchgang durch zwei Lederschichten (wovon eine noch wachsgetränkt ist) größer sein soll als der durch das System Textilinnenfutter-Membran-Lederaußenhaut.
Bisher konnte ich da zwischen Meindl Island, Lowa Mountain Boot (beide GTX) sowie BW Kampfstiefel und Scarpa Ladakh (beide Lederinnenfutter) keine Unterschiede feststellen.
OK – soweit meine subjektive Meinung.

4. Hier kommt jetzt das Totschlag-Argument gegen die Lederfraktion. :D
Herr Merten schreibt (unwidersprochen), dass ein gründliches Wachsen von Gore-Stiefeln die Atmungsaktivität gegen null sinken lässt. Gilt dies etwa nicht für Lederstiefel? Glauben die Leder-Jünger denn wirklich, dass nach Anwendung der Backofen-Methode ihre Stiefel noch eine echte Atmungschance haben?
Für den Lederstiefel gilt also: Wachst man ihn nicht, hat man vielleicht eine höhere Atmungsaktivität als bei einem Gore-Stiefel, aber ganz sicher einen schlechteren Nässeschutz. Wachst man ihn, kann man ihn genauso dicht (oder undicht) bekommen wie einen Gore-Stiefel, allerdings ist dann die Atmungsaktivität schlechter!
Somit gibt es in keiner Konstellation einen Vorteil für einen Lederstiefel.

5. Textilinnenfutter trocknen schneller als Lederinnenfutter. Dies ist (für mich) fakt und hat sich beim Vergleich Hanwag Yukon (Leder) gegen Lowa Mountain Boot (GTX) (wieder einmal) ganz klar gezeigt.

6. Dass beim Wandern undichte Stiefel in der Zentrifuge dicht sind, sollte einen nicht wundern. Und den real existierenden Wassereinbruch sollte man auch nicht auf Fußschweiß oder Regenwasser von oben schieben.
Tatsache ist doch, dass bei jedem Schritt der Stiefel ordentlich durchgewalkt wird. Dabei drückt sich das Wasser natürlich eher durch Knicke in der Membran oder fehlerhafte Stellen in der Außenhaut als in Ruheposition in der Zentrifuge.

7. Zum Abschluss soll es um die Frage gehen, wie es zu derart unterschiedlichen Einschätzungen (nahezu) gleicher Stiefel kommt. Dies liegt - meiner Meinung nach - an der individuellen Fußgestalt, Gangart und Abrollbewegung jedes Menschen. Dementsprechend bilden sich beim gleichen Stiefel bei verschiedenen Menschen unterschiedlich starke Gehfalten an unterschiedlicher Stelle. Dass dies bedeutende Auswirkungen auf Dichtigkeit und Haltbarkeit eines Stiefels hat, muss sicherlich nicht weiter erläutert werden.

Welche Empfehlung bleibt?

Wenn man nicht auf die Trockenzeit seines Stiefels achten muss, dann kann man sich durchaus für einen gut passenden Volllederstiefel von Hanwag, Lowa, Meindl oder Scarpa entscheiden. Dies fördert auch gleich noch die Fußgesundheit, da Lederinnenfutter irgendwie antibakteriell wirken sollen.
Wenn man aber weder Gelegenheit noch Zeit zum Trocknen hat, sollte man sich schon für einen Gore-Stiefel entscheiden.
Denn: Auch Wasserdichtigkeit ist (leider meist) eine Funktion der Zeit.

@Wulfmaster: Meine Mountain Boots sind die flachere Ausführung der Combat Boots. Und da lösen sich bei meinem Paar bereits nach 9 Monaten die Wetterschutzränder und Feuchtigkeit dringt ein. Aber wie gesagt: Das heißt nicht, dass dir das auch passieren muss. Ansonsten finde ich die Stiefel super bequem und absolut klasse!
(Habe sie beim Rangershop online gekauft.)

Kristof

Moin Moin,
hier meine eigenen Erfahrungen:

Schuhe mit Gorefutter -> Schweissfüße
Schuhe mit Lederfutter -> trockene Füße

Für mich bedeutet ein Schuh mit Lederfutter ein besseres Fussklima.

Meine Stiefel (Lowa was weiss ich was fürn Modell) Alter ca. 4-5 Jahre wasserdicht bis an die Oberkannte durch regelmäßige Pflege. Ist das Leder ausgetrocknet, kommt auch Feuchtigkeit mal durch. Ist das Leder gefettet, ist es dicht.

Dann kommt es auch auf die Socken an. Dicke und wärrmende Socken
fördern natürlich die Schweissbildung und somit Feuchtigkeit im Schuh.
Dies kann dazu führen, dass es sich anfühlt als würde von aussen Wasser eindringen.
Hatte diese Woche das Vergnügen, mit dicken Wintersocken in meinen
Sicherheitsschuhen.
Folge: total nasse Socken, was mir mit dünneren Tennissocken nicht passiert.

Es kommt also auch auf die Socken an!

Gruss Markus K.

derMac
24.02.2006, 11:53
Schuhe mit Gorefutter -> Schweissfüße
Schuhe mit Lederfutter -> trockene Füße
Hast du schon mal 2 Wochen am Stück unter wiedrigen nasskalten Bedingungen mit Schlafen im Zelt (also ohne ernsthafte Trockenmöglichkeit) Schuhe mit Lederfutter getragen? Der große Vorteil des Lederfutters ist IMHO, dass es ne Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann ehe es sich nass anfühlt. Wenn es dann aber einmal wirklich nass ist, hat man kaum eine Chance, es wieder trocken zu bekommen.

Mac

Rajiv
24.02.2006, 12:10
So, nachdem die Debatte hier sich vom eigentlichen Thema(Wasserdichte Schuhe) ein ganzes Stück wegbewegt hat(wir sind jetzt bei trockenen Füßen und Vorteilen der beiden Schuh-Fütterungsarten{da wird sich jetzt sicher gleich wieder ein Witzbold melden, der noch ein paar Beiträge braucht, und uns allen mitteilen, daß er seine Schuhe nicht füttert; ist auch besser so, weil er sollte sie vielleicht futtern}).
Also egal welches Innenfutter, ein Bergstiefel ist an sich nicht sonderlich atmungsaktiv. Die Fuß-Feuchtigkeit wird zumeist über entsprechende Funktionsstrümpfe aus dem Schuh geleitet.
Deswegen muß jeder selber ausprobieren welche Kombination aus Innenfutter(also Leder oder Membran) und Funktionssocke(ich spare mir hier die Aufzählung von ca. 20 Herstellern mit jeweils ca. 30 Modellen) für ihn selber am besten paßt.

Aus meiner Sicht macht bei einem Leder-Bergstiefel ein Membran-Innenfutter dann besonders Sinn, wenn man in feuchten/nassen(nicht zu warm) Gebieten unterwegs ist. Wie Mac schon sagte, weil dann wird das Futter auch im Zelt über Nacht wieder einigermaßen trocken.
Ansonsten bevorzuge ich persönlich ein Lederfutter, weil ich meist die Chance habe, den Schuh über Nacht zu trocknen(oder in ein zweites Paar Bergstiefel zu wechseln) und mir das Lederfutter von der Feuchtigkeitsaufnahme und Fußklima etc. wesentlich besser bekommt. (Außerdem ist der Yukon billiger als der Alaska, was aber bei den Preisen, dann akaum noch eine Rolle spielt).

Rajiv

Elch
24.02.2006, 22:59
Auch wenn es nicht mehr ganz in den Thread passt.
Danke an Henning und Rajiv zur Erläuterung des Unterschieds Alaska / Alsaka Top. Da ich mehr auf steifere Sohlen stehe, werde ich versuchen mir die Top mal etwas näher anzusehen.

Etwas mehr zum eigentlichen Thema, ein kleiner Erfahrungsbericht mit meinen Schlußfolgerungen: Im letzten Sommer musste ich leider kurzfristig auf meine geliebten Lunhags verzichten und bin dann weil ich innerhalb einer Woche keine neuen Schuhe mehr einlaufen wollte mit meinen Mendel Borneo durch den Padjelanta. Das hat mich dann daran erinnert, warum ich mir vor vielen Jahren nach ähnlichen Erfahrungen in Schottland die Lundhags gekauft habe :bg:.
Die Borneos mit Ledefutter, ohne Membran und jahrelang mit Nikwachs "getränkt" waren nach drei Tagen voll durchnäßt und hatten im Zelt auch keine Chance mehr zu trocknen. :ill: Zum Glück hatte ich dicke Smartwool Mountaineer Socken mit, die haben mir die Füße dann leidlich "trocken" und angenehm warm gehalten. Zum Vergleich waren die Lowa Renegade meiner Tochter (Goretex mit Texilfutter) auch wenn tagsüber mal von oben Wasser reigelaufen war am nächsten Morgen wieder einigermaßen trocken.

Aus dieser Erfahrung habe ich nun beschlossen es auch mal mit mit der bisher von mir strikt abgelehnten Goretex Membran in Schuhen zu versuchen. Ich verspreche mir dadurch in nassen Gebieten ähnlich trockene Füße, wie ich sie in meinen Lundhags Jakt jahrelang hatte. Leider sind die Lundhags mittlerweile in Preisregionen vorgestoßen, dass ich sie mir wohl erstmal nicht mehr leisten kann :( .

Christian

karlson
24.02.2006, 23:54
Hast du schon mal 2 Wochen am Stück unter wiedrigen nasskalten Bedingungen mit Schlafen im Zelt (also ohne ernsthafte Trockenmöglichkeit) Schuhe mit Lederfutter getragen? Der große Vorteil des Lederfutters ist IMHO, dass es ne Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann ehe es sich nass anfühlt. Wenn es dann aber einmal wirklich nass ist, hat man kaum eine Chance, es wieder trocken zu bekommen.

Mac

Ich werde in 3-4 Wochen Berichten, wie sich meine Gummi/Lederstiefel behauptet haben... Bisher hatte ich in 6 Monaten (fast) Dauerbenutzung eigentlich keine Probleme mit Trockengeschwindigkeit oder defektem Lederinnenfutter. Ich hab in der Zeit allerdings auch keine Touren über 3-4 Tage gemacht.

Die erwähnten Haltbarkeitsprobleme mit Ledeinnenfutter sind mir eigentlich auch bei anderen Lederschuhen nie untergekommen. Das einzige mal, dass ich mit Lederinnenfutter Probleme hatte war bei einem Reitstiefel. Ich denke da lag es auch einfach an der Dauerbelastung: 4,5 Jahre praktisch täglich 5-6h Tragzeit (Stallarbeiten + Reiten). Ich hatte auch mal Reitstiefel mit Kunstfaserfutter und das war deutlich schneller hinüber...Wenn man Sachen ohne GTX und sonstigem Hitechkram benutzt kann man die Sachen auch schneller mal wieder reparieren(lassen).

Grundsätzlich finde ich beim Thema Fußfeuchtigkeit auch wichtig öfter die Socken zu wechseln. Im Lundhagskatalog stand ganz simpel und einleuchtend, dass man feuchte Socken schneller mal wechseln kann als feuchte Schuhe (egal ob Leder oder GTX, wenn nix feucht wird braucht´s auch nicht zu trocknen). So banal das klingen mag, es ist praktischste Lösung und ein zwei Paar Smartwoolsocken mehr im Gepäck machen sogar das Tragen von reinen Gummistiefeln fast erträglich, ohne dass das Mehrgewicht unerträglich hoch wäre. Außerdem trage ich immer 2 Paar Socken übereinander (in der Regel Smartwool am Fuß und Alpakawollsocken von Oma dadrüber). Das habe ich auch schon bei GTX-Schuhen so gemacht, weil es sowohl Fuß, als auch das Innenmaterial schont und bei meinen schmalen Füßen auch deutlich bequemer ist...
Das Ganze wird bei großer Hitze zwar sehr warm, aber wenn´s wirklich warm ist brauche ich auch keine dichten Schuhe, weil sie dann am Fuß oder über Nacht trocknen...

Ich denke mit GTX vs. Leder in Schuhen ist es das selbe wie mit Plastik- vs. Wollunterwäsche oder reine Kunstfaser vs. Baumwollmischgewebe bei Hosen/Hemden... Die Liste läßt sich noch fortführen. Auf dem Papier haben die Chemomaterialien die Nase vorne, aber trotzdem empfinden doch viele die Naturmateriallien in der Praxis als angenehmer. Es ist in gewisser Hinsicht einfach nur Geschmackssache (und wie wir bei Schuhen gesehen haben manchmal auch Glückssache). Grundsätzlich denke ich aber, dass modern verarbeitete Naturmaterialien, bzw. Matrerialmixturen (Smartwoolsocken, Seideninelt, Klättermusen Baumwolljacke, Lundhagsstiefel,...) in der Praxis den künstlichen oft ebenbürtig sind und oft mehr Komfort bieten. Ich will aber nicht abstreiten, dass Kunstfasern ihre Berechtigung haben und oft die billigere, oft eine gute Wahl und manchmal die einzige Lösung sind. Trotzdem freut mich der Trend zu immer mehr Naturmaterialien.
Ab und zu sollten wir mal in der Geschichte des "draußenseins" zurückschauen, dann merken wir, dass wir nicht immer alles neu erfinden müssen (eine Softshell ist auch nix anderes als eine G1000 oder eine M65 Jacke, mit der man früher sehr zufrieden war...). Zudem waren vor 50 Jahren die Menschen zwar mit nassen Füßen aber dennoch mit der gleichen Freude draußen unterwegs wie wir heute!

Ansonsten fiel mir gerade noch ein, dass mir ein Fachverkäufer gesagt hat, dass ein GTX Schuh auch nur etwa 20% der Feuchtigkeit entweichen läßt, der Rest läuft über gute Socken, Belüftungssyteme in Schaft und Zunge oder bleibt im Futter. Das hat Rajiv ja schon angedeutet...

@K.B.
Beim Merrel Stormrider XCR konnte man die Stellen, an denen dass Wasser eindrang sehr leicht ertasten, weil:
1. die Wassereinbrüche so massiv waren!!!
2. das Material nur unwesentlich dicker ist als bei einer Funktionsjacke, das heißt es konnte sich nix ausbreiten.
Zum Eimertest hatte ich den Schuh extra 3 Tage lang vollkommen durchtrocknen lassen...

Fernwanderer
27.02.2006, 11:59
Man kann einen Schuh allerdings noch so lange liebevoll wachsen und liebkosen, die GORE-Mebran macht das nicht haltbarer. Die Schuhpflege nützt dem Leder und den Nähten und die waren bei allen undichten Schuhen noch tadellos.


Und weil es der Gore-Membran nicht hilft, wäscht Du Deine Gore-Jacken auch nur aus ästhetischen Gründen- oder wie?

(Hier im Forum wird sich eigentlich durchgängig geduzt, ich persönlich hätte da auch kein Problem bei einem (in)offiziellen Vertreter eines Handelshauses.)

Gruß
Fernwanderer

ThomasMerten
27.02.2006, 12:09
Und weil es der Gore-Membran nicht hilft, wäscht Du Deine Gore-Jacken auch nur aus ästhetischen Gründen- oder wie?

Dein Vergleich hinkt ein wenig, oder wäscht du deine Wanderstiefel?

(Hier im Forum wird sich eigentlich durchgängig geduzt, ich persönlich hätte da auch kein Problem bei einem (in)offiziellen Vertreter eines Handelshauses.)

Na, denn man los :wink:

Grüße,

Thomas

Fernwanderer
27.02.2006, 14:05
Dein Vergleich hinkt ein wenig, oder wäscht du deine Wanderstiefel?


Wenn Du mich so fragst: Ja, von innen, wie es alle(?) Hersteller empfehlen.

Fernwanderer

ThomasMerten
27.02.2006, 14:26
Wenn Du mich so fragst: Ja, von innen, wie es alle(?) Hersteller empfehlen.

Beeindruckend :wink: Außer bei Han Wag habe ich einen ähnlichen Hinweis bisher nicht entdecken können, aber ich lasse mich gerne belehren.[/url]

Markus K.
27.02.2006, 14:35
Schuhe mit Gorefutter -> Schweissfüße
Schuhe mit Lederfutter -> trockene Füße
Hast du schon mal 2 Wochen am Stück unter wiedrigen nasskalten Bedingungen mit Schlafen im Zelt (also ohne ernsthafte Trockenmöglichkeit) Schuhe mit Lederfutter getragen? Der große Vorteil des Lederfutters ist IMHO, dass es ne Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann ehe es sich nass anfühlt. Wenn es dann aber einmal wirklich nass ist, hat man kaum eine Chance, es wieder trocken zu bekommen.

Mac

Hi Mac,
nein solche Bedingungen hatte ich noch nie. Ich werde aber bei Schuhen mit Lederfutter bleiben.
Gruss Markus

Gruss Markus

Nicht übertreiben
27.02.2006, 14:46
Gore-Schuhe hatte ich bisher noch nicht, aber die Nachteile von Lederfutter bei längeren Wanderungen mit Zelt kenne ich. Bei 3 Wochen auf dem Kungsleden, auf dem die Stiefel (Hanwag Yukon) mehrmals komplett nass waren, sind diese eigentlich gar nicht mehr getrocknet. Meine Füße fanden dass auf jeden Fall nicht sonderlich lustig... Ich finde selbst unter normalen Bedingungen fühlt sich das Lederfutter am nächsten Tag immer noch leicht feucht an, meine beiden Bergschuhe (Scarpa Freney lite und Salomon Super Mountain Expert) haben Synthetik-Futter und von denen kenne ich die o.g. Probleme nicht (wobei ich beide auch noch nicht unter nass-kalten Bedingungen länger genutzt habe)

Soweit,
Thorben

Fernwanderer
27.02.2006, 15:08
Außer bei Han Wag habe ich einen ähnlichen Hinweis bisher nicht entdecken können,

Bei Meindl findest Du den entsprechenden Hinweis auf der Hompage unter Service und Pflege.
Lowa äußert sich tatsächlich nicht zur Innenreinigung, stellen dafür aber einen direkten Effekt bei schlechter Lederpflege fest:
http://www.lowa.de/german/wissenswertes/service/undicht.php

Fernwanderer

ThomasMerten
27.02.2006, 16:14
[quote=ThomasMerten]Lowa äußert sich tatsächlich nicht zur Innenreinigung, stellen dafür aber einen direkten Effekt bei schlechter Lederpflege fest:
http://www.lowa.de/german/wissenswertes/service/undicht.php

Dazu sage ich jetzt besser nix mehr außer: wer seine Schuhe so (http://www.lowa.de/german/wissenswertes/service/pflege.php) pflegt, hat kaum noch Zeit, sie auch zu tragen :o

Offenbar ändern sich Pflegeanleitungen so oft, wie die Haarfarbe eines G. Schröder ...

Fernwanderer
01.03.2006, 10:59
wer seine Schuhe so (http://www.lowa.de/german/wissenswertes/service/pflege.php) pflegt, hat kaum noch Zeit, sie auch zu tragen

oder sonst nichts zu tun - wenn er es jedesmal so macht wenn er zwei Stündchen im Wald war. Aber vor (und nach) jedem großen Einsatz macht das wohl schon Sinn. Zumindest halten meine Stiefel länger als Deine.

Bisher treffen hier genau gegensätzliche Positionen aufeinander. Bei den einen werden die Füße im Lederstiefel naß, bei den anderen im Gorestiefel.
Daß ich persönlich zur Gorefraktion gehöre habe ich schon geschrieben, allerdings unter Einschränkungen
- der Stiefel muß passen (Scheuerstellen an der scheuerempfindlichen Membran),
- der Stiefel ist pflegeintensiver,
- nicht in jedem Gorestiefel funktioniert die "Klimaanlage" wie sie wohl sollte (mein "überragend" getesteter Cheyenne ist nicht so luftig wie der Island - eigentlich ein Witz),
- richtig trocken bleibt der Fuß nur in einer dickeren Wollsocke mit hohem Wollanteil (ca. 70%)

Fernwanderer

ThomasMerten
01.03.2006, 11:19
Aber vor (und nach) jedem großen Einsatz macht das wohl schon Sinn.

Das hat Du natürlich völlig Recht. Und da ich nicht mehr als zweimal im Jahr einen großen Einsatz habe, sind meine Schuhe weitgehend ungepflegt :wink:

Zumindest halten meine Stiefel länger als Deine.

Dafür habe ich immer einen Stiefel der neusten Modewelle :wink:

Rajiv
01.03.2006, 13:10
...
Dafür habe ich immer einen Stiefel der neusten Modewelle :wink:

Dieses Argument läßt sich selbstredend in keinster Weise entkräften oder gar negieren. :bg:

Meinen Yukon pflege ich eigentlich nur nach der alljährlichen zweiwöchigen großen Alpen-Tour und evtl. noch nach harten Wintertouren.

Aus meiner Erfahrung ist es ausreichend.

Den zeitlichen Aufwand finde ich nicht sonderlich hoch; einmal im Jahr kann ich mir für solche Dinge die Zeit nehmen. Ist mir meine Ausrüstung dann doch wert; aber bei mir sollte die Ausrüstung eben auch lange halten(habe keine Lust quasi jährlich alles neu zu kaufen, mit dem Geld kann ich bessere Sachen machen) und Mode ist mir ja so etwas von egal, daß hebt mich so wenig an, daß man nicht einmal ein Blatt Papier gespalten drunter kriegen würde.

Rajiv

Fernwanderer
02.03.2006, 12:47
Hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=1047) gehts um die Schuhpflege (damit die Schuhe dicht bleiben).
Ich hab die Antwort von Meindl auf meine Mail dort gepostet.

Fernwanderer

Nammalakuru
08.05.2008, 23:06
Ich kenne das Problem sehr gut. Ich hatte auch zwei, drei Paar Membranschuhe mit Synthetik d.h. Cordura außen etc. die undicht waren. Weil nasse Füsse unterwegs in kühlen Gebieten einfach sch**** sind hab ich mir vor einigen Jahren Hanwag Alaskas gekauft - Leder + GTX. Auf die Gefahr hin dass die GTX-Membran überflüssig ist :bg:, hab ich die Schuhe zusätzlich noch gefettet ... das mach ich bis heute so. Alles trocken!

Meiner Meinung nach sind Membranen in Schuhen einfach nicht ausgereift. Was bei Jacken und Hosen wunderbar funktionieren mag, klappt bei Schuhen nicht. Vielleicht liegts an der höheren Beanspruchung ...

... ich empfehle Volllederschuhe oder, trotz overkill :bg:, die obige Doppellösung.

Nam

Der Förster
09.05.2008, 07:06
http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?t=21453 :bg: