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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ölpreis, Autofahren, Energie und die Zukunft....


Wulfmaster
20.02.2006, 17:28
Ich beabsichtige meinen A3 1.9TDI durch einen Ecofuel Caddy zu ersetzen. Macht mehr Sinn die Karre und erzeugt weniger Schmutz und ist dabei auch noch billiger... also gut.

Bin ich momentan einer der wenigen, der sich Gedanken über diese Energiethemen aus umweltpolitischen und nicht nur aus "Tanken-für-meine-Karre-ist-sauuuu-teuer-geworden"-Gründen macht?

Auf globalem Level sind ja diverse Bewegungen zu erkennen, Schweden will bis 2020 vom Öl weg (ganz!), die USA haben auch gemerkt, dass Sie von Saudis unabhängig werden wollen (leider noch keine Einsicht der Verbrauchsreduzierung, hier Energiepolitik nur als verändertes Sourcing instead of saving). Dazu gibt es diese http://www.princeton.edu/hubbert/current-events.html in meinen Augen brisante Erkenntnis, die ja wohl als bald zu einem verstärkten Anstieg der Ölpreise führen wird.

Dann heute wieder eine schöne Nachricht beim Spiegel http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,402006,00.html

Also was tun??? Wie geht ihr damit um? Oder seid ihr alle schon 100% biologisch? ;) Bin ich der einzige der sich darüber gedanken macht?

Passt zum ökologischen Fussabdruck, den ich durch meine Wohnung versaue. Lichtblick-Strom habe ich von Anfang an, Mülltrennen brauche ich nicht, weil ich fast nur unterwegs bin... Fliegen auch nur selten...

Kleiner Denksanstoss vielleicht...

Gruss aus dem total grauen Hannover (Thema hier: Nach welcher Dauer Grau-in-Grau Regenzeit macht Suizid eigentlich Sinn :-) )

Björn

Erny
20.02.2006, 17:46
Du bist sicher nicht der einzige, der sich daruebe Gedanken macht.

Das mit Schweden habe ich auch gelesen. Ein ergeiziges Ziel. Aber selbst wenn sie es nicht (ganz) schaffen, ist der Wille den Weg einzuschlagen richtig.

Es gibt sicher Möglichkeiten, den Ölverbrrauch zumindest drastisch zu reduzieren.

HDW hat immerhin die ersten beiden Militär-U-Boote mit Brennstoffzellen gebaut, und die nächsten liegen bereits auf Kiel. Die Technik der Brennstoffzelle hat in den letzten 15 Jahren einen Quanternsprung gemacht, und wird in den nächsten 15 Jahren sicher noch einen Quantensprung machen. Rein technisch duerften wir so in 10 bis 15 Jahren soweit sein, dass in jedem Haus eine Brennstroffzelle zur Energieerzeuugung eingebaut werden kann. Es duerfte wohl eher ein politisches Problem sein, wenn die grossen Engeriekonzerne das Gefuehl bekommen, dass ihnen ein grosser Markt wegbrechen wuerde.

Aus ökoligsichen, und ökonomischen Gruenden ist es höchst wichtig von Öl, Kohle usw. los zu kommen.

Auch wenn ich die Spannungen zwischen der westlichen Welt und dem Orient nicht gut finde, werden auch diese Spannungen dafuer sorgen, dass man sich mehr Gedanken um Alternativen machen wird.

flying-man
20.02.2006, 17:57
jaja und der wasserstoff oder das methanol für die brennstoffzelle kommt aus der säule hm? wasserstoff autos sind doch genauso wie elektroautos nur ein gag solange man nicht NACHHALTIG H2 erzeugt.
vielleicht mit kernkraft :ignore: oder vielleicht aus erdöl :ignore:

und von kohle wegzukommen dazu gibt es kein wirlichen ökonomischen grund, die hält noch lange.

flying-man

Wulfmaster
20.02.2006, 18:27
klar, erdgas ist auch fossil, aber immerhin werden da 20% weniger co2 und erheblich weniger andere stoffe freigesetzt... geht ja um schritte, die mit JETZT verfügbarer technologier gegangen werden können. Hybrid ist von der sache her auch cool, aber bringt nicht wirklich viel... ausser dem hersteller.

kernernergie ist ja an sich ziemlich sicher, ausser tschernobyl und harrisburg(hiess der ort so?) gab es ja keine großen unfälle. aber das zeug was rauskommt ist extrem problematisch und auch die uran vorkommen sind nur begrenzt...

wind + solar sollten weiter gepusht werden, wenn da fortschritte in der gesamtenergiebilanz (sprich: wieviel produziert eine anlage und wieviel muss reingesteckt werden, um die anlage zu produzieren) erzielt werden...

genial wäre natürlich ein CO2-wandler, der co2 aus der atmosphäre zieht und wieder in festen stoff umwandelt (müssen ja nicht gleich diamanten sein). so würde sich der treibhauseffekt von co2 reduzieren lassen :) ich geh mal in den keller. forschen!

gruss,

björn

Flachlandtiroler
20.02.2006, 18:48
kernernergie ist ja an sich ziemlich sicher, ausser tschernobyl und harrisburg(hiess der ort so?) gab es ja keine großen unfälle.
Windscale fällt mir noch ein. Im nahen Ostblock und auch in Japan gab es mehrere "kleinere" Störfälle mit Personenschaden (ok., im Kohlekraftwerk fällt auch mal einer die Treppe 'runter ;)). Was im inneren Rußlands alles so passiert ist kann man nur mutmaßen. Eine Korrelation von Leukämie o.ä. zu nahebei angesiedelten Kernkraftwerken ist auch schon mal postuliert worden (Hamburg?). Ok., auch sowas gibt's bei jedem x-beliebigen Chemiewerk. Alles kein großes Problem, solange man selbst nicht betroffen ist :ignore:

Zum Ausgangsthema zurück:
Standen letztens auch vorm Autokauf... Diesel sind IMHO grotesk unwirtschaftlich wenn man eigentlich Autofahren vermeiden möchte (bin Fahrradpendler, für Autopendler sieht die Rechnung natürlich anders aus). Zumal dann noch ohne Diesel-Kat.
Bei den Benzinern gilt scheint's immernoch "citius, altius, fortius". Für unseren marginal gewachsenen Platzbedarf ist das leichteste, verfügbare Auto, in das sich zur Not auch mal fünf Personen hereinzwängen könnten, deutlich über 900 kg schwer. Unser altes (fünfsitziges) Kfz wog 730 kg...
Immerhin braucht die nunmehr fast eine Tonne schwere Karosse nicht wesentlich mehr Sprit als die alte bei mutmaßlich sogar geringerem Schadstoffausstoß. Wenn die ganze Ingenieurskunst mal in Leichtbau investiert worden wäre statt in panzergleiche "Sicherheits"technik... :bash:

Gruß, Martin

Jens
20.02.2006, 18:56
Ich wechsele im Sommer meinen Job und den Wohnort - dann habe ich alles, was ich brauche, in der Nähe und kann mit dem Fahrrad mobil sein. Da es an meinem neuen Wohnort auch einen Bahnanschluß gibt, könnte ich langfristig auch mein Auto ganz abschaffen.
Das alles wird aber nur mir und meinem Portemonnaie gut tun - was nützt es, wenn ich im Jahr 10.000 km weniger Auto fahre, wenn sich jeden Tag 100 Chinesen oder Inder ein Auto kaufen? Das Öl dieser Welt wird bis auf den letzten Tropfen aufgebraucht werden - vielleicht nur nicht mehr in den modernen Industrienationen, die sich ggf. rechtzeitig vor dem Öl-Exodus mit neuen Technologien unabhängig machen werden.
Das wiederum würde bedeuten, dass wir noch reichlich Gelegenheit bekommen werden, all die Klimamodelle und Katastrophenszenarien, die die Wissenschaft bisher errechnet hat, auf ihre Richtigkeit hin übrerprüfen zu können.
Übrigens hat die indische Regierung mittlerweile rund um Banghladesh einen Zaun errichten lassen - angeblich zur Abwehr islamistischer Terroristen. Ich vermute ja eher, dass man in Neu-Dehli weiß, was die Zukunft bringen wird. Und man will sich wahrscheinlich nicht mit Millionen bettelarmen Flüchtlingen belasten, die zudem auch noch anderen Glaubens sind...

Jens - dem der graue Himmel auch zum Halse heraus hängt

cd
20.02.2006, 18:58
genial wäre natürlich ein CO2-wandler, der co2 aus der atmosphäre zieht und wieder in festen stoff umwandelt (müssen ja nicht gleich diamanten sein). so würde sich der treibhauseffekt von co2 reduzieren lassen :) ich geh mal in den keller. forschen!
Naja, die Norweger sind AFAIK dabei, ne Methode zu entwickeln, wie CO2 in die geleerten/zu leerenden Erdöllagerstätten injiziert werden kann. Dabei würden 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen wäre CO2 "versorgt", zum anderen könnten durch das einpressen des CO2 womöglich auch noch die letzten Reste Öl rausgehot werden.
Leider weiß ich nix näheres über das Vorhaben. Vor einiger Zeit kam da was in GEO drüber. Hier (http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/technik/2003_06_special_norwegen_oelfoerderung/index.html?linkref=geode_pager) steht der Artikel, zumindest ein Teil, bei Geo.de.

An "jetzt" verfügbaren Technologien halte ich Biogas (http://de.wikipedia.org/wiki/Biogas) (Aus Gülle, vergorenen Bioabfällen, etc.) zumindest derzeit für am interessantesten. Biogas wird real produziert. Und das Dorf Jühnde in Niedersachsen zeigt, dass da tatsächlich was geht: http://www.bioenergiedorf.info , http://www.bioenergiedorf.de .

Leider weiß ich noch nichts vom Gebrauch von Biogas in Fahrzeugen, denke aber, dass es durchaus möglich sein müsste, da es sich ja im wesentlichen um Methan handelt, wie auch bei Erdgas.

OK, der gesamte Energiebedarf lässt sich wohl kaum über Biogas decken... aber ich denke, da ist noch sehr viel Potential.

Im übrigen halte ich auch die Erdwärmenutzung für sehr erfolgversprechend. Sie steht zwar etwas im Schatten von Solar+Windenergie, ist aber auch in Deutschland (je nach Region unterschiedlich) lohnend einzusetzen. Was in geeigneten Gegenden IMO zum Standard bei Neubauten werden sollte.

Ach ja: zur Atomenergie fiele mir noch die Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield ein. Was da erwiesenermaßen so im Meer landet würde ich schon als mittlere Katastrophe bezeichnen.

chris

MacBundy
20.02.2006, 19:29
Die riesiegen Amikisten (so gross die Motoren auch sein moegen), haben immerhin den Vorteil (die neuen jedenfalls), dass sie dank Multifuel auch anderes als Erdoeldestillate verfeuern koennen.
Letztens hab ick was interessantes in einer OffRoad Zeitung :ignore: gelesen. Da gings um SunDiesel. Ist irgendwie Diesel aus Muell, der bei Verbrennung weniger NOX, weniger CO und so gut wie keinen Feinstaubruss produziert. Hat ein Sachse erfunden, die Erfindung aber leider an (IIRC) Shell verkauft...
Jetzt plant man erstmal zwei Versuchsanlagen (IIRC in Sachsen und Brandenburg).

Wulfmaster
20.02.2006, 19:29
Ich nochmal!

Thema Autokauf: Ich hatte den A2 1.2 TDI, sprich "3 Liter-Auto". Geiles Teil, Innenausstattung war ein "echter" Audi, also top! Fahren war auch spitze, auch mit 60 PS und windschnittiger Karosse kann man >180, einmal sogar 220 (bei tachoende 200 :-) ) fahren. Aber energiebilanzseitig dürfte die Karre ein wenig hinken, weil Alu bekanntermaßen SEHR energiefressend produziert wird... der Verbrauch war ok, auf Landstrasse bei gemäßigter Fahrweise wirklich nur knapp über 3l. Da ich aber primär Stadt und Autobahnfahre lag der Verbrauch dann doch bei 4.5l Diesel, was auch ok ist... Aber die Karre wurde ja eingestellt. Auch der Lupo 3l ist ja nicht mehr verfügbar. Sparsame Autos scheinen nicht vom Markt akzeptiert zu sein... dann muss ich als Frühadopter wohl auf Gas umsteigen ;-)

Thema CO2 in die Erde, Öl raus: Es gibt ja diverse neue Techniken zur Ölförderung, in den USA hat eine Ölfirma (ich glaube Shell) eine Technik in Erprobung, bei der Steine isoliert werden in überdimensionierten Wannen und dann quasi ausgekocht werden, das Öl steigt dann auf... So kann man sich die Ölförderung auch schönrechnen, denn mit den gestiegenen Ölpreisen steigt auch die Anzahl der "Quellen" die bisher unwirtschaftlich auszubeuten waren... aber man bedenke: es wurden mal bspw. mit einem barrel 18 barrel gefördert, heute ist diese Quote erheblich schlechter. Netto wird also erheblich weniger Energie gefördert... auch kritisch. Diese "unwirtschaftlichere" Ölförderung ändert aber ja nichts daran, dass bisher gebundenes CO2 in die Atmosphäre gepumpt wird...

Hoffentlich wird die Erde nicht bis 2074 umkippen - dürfte mir egal sein... 100 werde ich wohl nicht :ill:

In dem Sinne: Glück auf!

Gruss,

Björn

Wulfmaster
20.02.2006, 19:32
Da gings um SunDiesel. Ist irgendwie Diesel aus Muell, der bei Verbrennung weniger NOX, weniger CO und so gut wie keinen Feinstaubruss produziert.

Wie hiess noch der Forscher aus Zurück indie Zukunft? Doc Brown?

Du meinst den Fluxkompensator V. 2.0 ??? :lol:

Klingt auf jedenfall interessant! Habe neurlich auf DLF o.ä. auch einen Bericht über so eine Technik gehört (Wo? Im Auto natürlich). We need more info!

Gruss,

Björn

Spinoza
20.02.2006, 19:54
Eines ist sicher, den ultimativen Ersatz für Öl und Kohle wird es nicht geben. Mittelfristig wird es wohl bei Immobilien auf Holzpelletts, Solarpanele und Geothermie hinauslaufen, während Mobilität wohl über Pflanzenöl, Rapsmethylester, Sunfuel und - mein heimlicher Favorit - Bio-Ethanol sichergestellt werden wird. Wasserstoff jedenfalls wird es auf lange Sicht wohl nicht sein - zu energieaufwendig, hohe Risiken bzw. aufwändige Sicherheitsvorkehrungen.
Unser Auto jedenfalls fährt schon mit 85% Bio-Ethanol im Tank, nur die Beschaffung ist hier noch etwas aufwändig.

cd
20.02.2006, 21:03
Unser Auto jedenfalls fährt schon mit 85% Bio-Ethanol im Tank, nur die Beschaffung ist hier noch etwas aufwändig.
Näheres bitte :)
Normaler Benziner? Mit oder ohne Umbau? Woher bekommst du das Zeug? Kosten? ...

In Brasilien ist Bio-Ethanol aus Zuckerrohr ja wohl schon gang und gäbe.

Ich plane zwar nicht die Anschaffung eines Autos (hab keins, brauch keins), würde mich aber doch sehr interessieren. Vielleicht kann ich ja meine schon etwas ältere BMW R45 damit füttern :wink:

chris

Erny
20.02.2006, 21:46
Eines ist sicher, den ultimativen Ersatz für Öl und Kohle wird es nicht geben. Mittelfristig wird es wohl bei Immobilien auf Holzpelletts, Solarpanele und Geothermie hinauslaufen, während Mobilität wohl über Pflanzenöl, Rapsmethylester, Sunfuel und - mein heimlicher Favorit - Bio-Ethanol sichergestellt werden wird. Wasserstoff jedenfalls wird es auf lange Sicht wohl nicht sein - zu energieaufwendig, hohe Risiken bzw. aufwändige Sicherheitsvorkehrungen.
Unser Auto jedenfalls fährt schon mit 85% Bio-Ethanol im Tank, nur die Beschaffung ist hier noch etwas aufwändig.

Deine Bedenken beim Wasserstoff sehe ich nicht. Das neue U-Boot funktioniert auf der Basis. Das wäre vor 15 Jahren noch undenkbar gewesen. Ich gehe davon aus, dass diese Technik in den nächsten 15 Jahren einen Quantensprung macht, wie das Mobiltelefon (kennt jemand noch die Koffe, die es vor 15 Jahren gab), oder Computer. (Was fuer Gurken waren das vor 15 Jahren. Die Festplatte von damals war kleiner, als heute die Arbeitspeicher.

Många hälsningar

Wulfmaster
20.02.2006, 22:00
Was mir gerade so auffällt bei der interessanten Diskussion über die verschiedenen Alternativen (ich würde auch häufiger Biodiesel tanken, wenn die Karre das "offiziell" verkraften würde) und ichnicht in meinem ersten Artikel geschrieben habe:

Scheint es nur so oder haben sich die Meldungen zu den Themen Öl-bald-weg (Hubbards peak), Weg vom Öl, CO2-Gehalt lässt Ozeane kippen, Nachweis auf Grund von Messungen dass sich der Golfstrom verlangsamt (great ocean conveyor), etc.... massiv gehäuft oder bin ich nur sensibler geworden?

In den letzten Wochen und Monaten scheinen sich die Meldungen bzw. Erkenntnisse zu häufen. An Medienalternativen kann es ja nicht liegen - Allah und Vogelgrippe usw. bieten ja medienwirksame Themenoptionen.

In dem Sinne ein besinnlchen Abend noch!

Björn

chinook
21.02.2006, 05:23
wenn sich jeden Tag 100 Chinesen oder Inder ein Auto kaufen?


Harharhar. Allein in Beijing kaufen sich pro Tag mehr als 1000 Familien ein Auto, Tendenz völlig ungebremst ...

Ich hab vor 8 Jahren mein Auto verkauft und erledige alles mit Fahrrad, Bus, Bahn, Flugzeug, Schiff. In genau dieser Reihenfolge. Dabei wohne ich auf dem Dorf und habe täglich mit dem Rad 36km bei 500 Höhenmetern zu bewältigen. Der Schritt weg vom Auto war für mich der grösste Zugewinn an Lebensqualität so lange ich lebe. Der ökologische Gewinn ist für mich zweitrangig, freut mich aber ungemein.

-chinook

Spinoza
21.02.2006, 09:10
Moin Cris,

Näheres bitte :)
Normaler Benziner? Mit oder ohne Umbau? Woher bekommst du das Zeug? Kosten? ...

Normaler Benziner mit dezenter Umrüstung ab Werk (Ford Flexifuel). Der kann jede beliebige Benzin/Ethanol-Mischung tanken. Nordbrand in Nordhausen z.B. liefert in verschiedenen Gebindegrössen.
Es gibt aber auch schon einige Tankstellen, die direkt E85 (85% Ethanol, 15 %Benzin) verkaufen. Kostenpunkt etwa zwischen 0,90 bis 1,05 € pro Liter. Durch den brennwertbedingten Mehrverbrauch spart man aber nicht wirklich, dafür verbrennt Bio-Ethanol CO²-neutral, russ- und schwefelfrei. Genaueres findest Du hier (http://www.e85.biz/).

Vielleicht kann ich ja meine schon etwas ältere BMW R45 damit füttern :wink:

Möglich, mein Susen-Eintopf jedenfalls verträgt maximal so um die 20 % Ethanol als Beimischung, danach wird der Leerlauf sehr unberechenbar.

cd
21.02.2006, 14:11
Merci! :D

Wulfmaster
21.02.2006, 14:14
Moinsen!

Wie ich sagte, verstärkt in den Medien diese Themen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,402216,00.html

Lustig das Resümee, dass nicht klar wurde wo und warum die USA nun "kurz vorm Durchbruch" stehen.

Wir sind gespannt... :kaffee:

Gruss,

Björn

Robiwahn
21.02.2006, 17:11
Moin an die Spritalternativensuchen

Hier in Bolivien fahren ganz viele Autos mit Erdgas rum, was in Dtl. bzw. Holland und Belgien ganz groß als LPG oder GLP verkauft wird. Ich habe hier schon Landcruiser mit 4,5l Maschine damit gesehen, uralte Toyota Corollas, neue Autos, Ami-Pickups, also quer durch die allgemeine Fahrzeugpalette.
Und dann habe ich in Dtl. meinen alten T4 mit dem 2,4l Schiffsdiesel mit reinem Pflanzenöl betankt. Nähere Infos dazu im Salatölforum www.fmso.de.

@Spinoza
du verfährst hoffentlich nicht das gute klare Feuerwasser, was ich mir ab und zu gern mal in den Hals schütte, oder ?

Grüße aus Bolivien, Robert

Orchid MKII
21.02.2006, 17:27
hi

ALso ich fahre einen Subaru Justy (baujahr 03) und dne habe ich bei meinem Subaru-Händler auf Gas umrüssten lassen. Das ist das LPG. Ich find das klasse. Leistungsverlust gibt es fast keinen und der mehr Verbrauch macht sich nicht bemerkbar. da der Liter Gas im mom bei uns 62 Cent kostet.
So macht das Tanken richtig Spaß. Der Tank ist an der Stelle wo normalerweise das Ersatzrad ist. nun hab ich mit Gas eine reichweite von 440km... und wenn ich mal kein Gas bekommen sollte schalte ich einfach (während der fahrt ) mittels eines im Amaturen brett eingelassenen Schalters auf Benzin um. das geht während ich fahre... sprich ich kann mit Gas oder Benzin fahren. Ich bin mit dem Auto in den letzten 11 Monaten 20000 km gefahren.. das macht sich dann Preslich echt bemerkbar.

noch was zu ROBIWAHN:
bei meinem Subaru händler lassen inzwischen ganz viele Leute ihre Großen Dodge Ram und Hummer und so umrüsten, das man ca sagen kann , dass man mit diesen Autos für ca die Hälfte fährt. die lassen sich teilweise einen 220L Tank auf die Britsche montieren. da Diese aber riesig sind, macht das fast nichts aus.. ist immernoch Genug stauraum vorhanden.

-greetz-

Wulfmaster
02.03.2006, 10:34
Mal wieder eine schöne Meldung zu diesem Themenpark:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,402214,00.html

Arved Fuchs ist echt ein ebensolcher - wohl einer der wenige Deutschen Abenteuerer...

Gruss aus dem hey-was-ist-gelbe-ding-da-oben Hannover!

Björn

Erny
02.03.2006, 10:43
Mal wieder eine schöne Meldung zu diesem Themenpark:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,402214,00.html

Arved Fuchs ist echt ein ebensolcher - wohl einer der wenige Deutschen Abenteuerer...

Gruss aus dem hey-was-ist-gelbe-ding-da-oben Hannover!

Björn

Was habt ihr denn fuer ein gelbes Ding da oben. Hab mal in Luebeck in den Himmer geschaut. Wir haben so etwa nicht. Alles brav grau zugedeckt.

Was Arved Fuchs sagt, weiss eigentlich schon jeder - seit längerem. Es ist schon komisch, wie penetrant man das einfach ignoriert. Man weiss kurzfristig keine Lösung, also ignoriert man das einfach. Und die, die vielleicht in 20 Jahren damit wirklich Probleme bekommen, gehen ja heute noch nicht an die Wahlurne. Also interessiert uns deren Probleme doch heute nicht.

Ragnar
03.03.2006, 19:25
mOIn,ach es gibt so viele alternativen,energie zu erschaffen-in den 80´ern wurde von den deutschen ein umluftkraftwerk auf der weltaustellung vorgestellt,wurde in spanien in miniatur ausgabe gebaut und getestet,Funktioniert!(p.s.funktioniert nur in heißen ländern,braucht viel platz son teil). so da hat die öl lobi gesagt,ne halt-wir wollen unser öl verkaufen,und so wurde das projekt auf eis gelegt,und jetzt hatten die australier-so weit ich weiß,die pläne und rechte erworben,und wollen sich die teile innne wüste aufstellen......hier gehts nur ums geld,und die öl lobi ist groß,man glaubt garnicht wer da alle mit drin sitzt!!
lg randy

Wulfmaster
04.03.2006, 02:05
also ich war gerade lecker bierchen trinken... ein kumpel von mir ist im bereich der ölförderung aktiv: seit 1 bis 2 jahren hat brasilien den markt aufgemacht und brasilien ist als 3. größter produzent bzw. lieferant zu sehen...

der kollege stellt steuerungstechnik für ölförderung her und da geht wohl gerade richtig was ab. klar: bei höheren ölpreisen werden auch bisher unwirtschafliche felder interessant.

das ganze thema ist extrem interessant, allerdings hilft nicht die devise der usa: "wir müsssen vom arabischen subkontinent unabhöngiger werden [ohne den verbrauch einzuschränken]". wichtiger ist: wie verbrauchen wir weniger...

und da sind wir wohl alle gefragt - ich werde auch zusehen, dass ich mein rad häufiger nutze stand mit meinem auto zum kunden zu fahre.... wenns geht.

c ya und gut nacht!

björn

Ragnar
04.03.2006, 11:36
Good morning germany :lol:
sicher hilft es,sein rad zu benutzen,kleinvieh macht auch mist,....das was mich hier in england ärgert ist,z.b. auf jeder baustelle laufen für strom-dieselgeneratoren,teils laufen hier mehr als die hälfte der mörtelmaschinen auf diesel,nicht wie in ger mit strom,nä die teile hier haben nen dieselmotor,das selbe ist,mit den häusern hier,wir in germany haben ne energieeinsparverordnug EnEV, wir müssen unsere häuschen mit 100mm 0.45 glaswolle(z.b.) dämmen,unsrer mauern haben mit innen und aussen mauerwerk und dämmschicht zwischen o.38cm-o.42cm,hier in england sinds zwischen o.25-o.34....man glaubt garnicht was hier an fossilebrennstoffe verheizt werden,es ist traurig wirklich,soviel zum thema ToKioprotokoll,emissionen reduzieren.....der baustill hier ist wie in ger vor 20jahren,und in den niederlanden ist´s das selbe..... :bash:
lg Randy

Wulfmaster
05.03.2006, 01:16
es geht weiter

http://today.reuters.com/news/articlenews.aspx?type=scienceNews&storyid=2006-03-03T053817Z_01_N02437593_RTRUKOC_0_US-ENVIRONMENT-ANTARCTIC.xml

Ragnar
05.03.2006, 19:26
mmh,Hi,
is nen endloser rattenschwanz,luftverschmutzung-klimawandel-polkappen schmelzen,sicher unweltschutz fängt bei jedem zuhause an,aber ich denke mitunter is die resignation der meisten unwissenden menschen ein problem,ich denke-wenn man mal mehr in den medien offenlegen würde,in welch problematischer situation wir uns befinden,und was jeder selber dazubeitragen könnte zum thema UWS,dann würd sich da vielleicht mal was regen,ach ich weiß auch nicht :(
Lg Randy

Wulfmaster
05.03.2006, 20:01
Hey Ragnar,

schon klar dass das alles weitergeht. Ich meinte ja eingangs, dass es mir so erscheint, als ob in den Medien mehr und mehr dieses Klima/Natur-Thema mit kritischen Nachrichten gebracht wird. Deswegen in meiner letzten Antwort "und es geht weter...". Das finde ich beängstigend... vor allem die Erkenntnisse werden ja auch genauer, dank nunmehr 10 Jahren Bewußtsein über diese Klimaentwicklung. Was bisher gemutmaßt wurde, ist nun Sachstand, wie z.B. die erhebliche Verlangsamung des "big ocean conveyors".

Nun ja, wir hier in unserem kleinen Forum Mikrokosmos können eh nicht viel anrichten. Nur jeder ein bisschen - und das finde ich schon mal einen guten Anfang.

Schönen Abend!

Gruss,

Björn

Ragnar
05.03.2006, 20:09
Hiya,
da haste recht,DITO!
Naja,zumindest können Wir ja dann vielleicht mit einem einigermaßen beruhigten Gewissen den Löffel abgeben,und sagen- Wir haben´s versucht,DER WILLE WAR DA :wink:
LG

Raphi
05.03.2006, 21:50
nochmal zu den Chinesen (und auch Inder):

das ist ein riesiges Problem!

Deren Wohlstand ist/wird absolut verheerend für die Erde. Einfach auf einen Schlag 2 Milliarden Autos mehr, dazu wohl weniger "umweltfreundliche".
Schon die verhältnismässig wenigen in Europa und Amerika haben ziemliche Folgen mit sich gebracht, siehe u.a. die Antarktis oder gerade vor der eigenen Haustüre.
mich wunderts ja, wie das herauskommen wird. Immerhin, wir leben wirklich in einer spannenden Zeit...

Ragnar
05.03.2006, 23:31
Spannend?!,ja schon-aber auch beunruhigend! :cry:

Wulfmaster
08.03.2006, 23:10
BP macht seinem neuen Auftritt "beyond petroleum" nun alle Ehre und wirbt schön für co2-fussabdruck.de - wenn auch der CO2-Rechner gerade nicht funktioniert.

Interessant trotzdem: http://www.deutschebp.de/sectiongenericarticle.do?categoryId=9007731&contentId=7014670

Viel Spass und gute Nacht!

Björn

Wulfmaster
14.03.2006, 19:22
Und immer weiter geht es...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,405921,00.html

Das ist in meinen Augen SEHR beeindruckend und vor allem auch beängstigend...

Warum kann ich kein Hybrid-Auto fahren? Verdammt...

CO2-armer Gruß!

Björn

Wulfmaster
16.03.2006, 00:46
Und immer weiter. Schlimm nur, dass selbst eine SEHR publike Quelle wie Spiegel.de darüber auf der "Startseite" darüber berichtet...

Keine Wort bei der Anzahl und Tiefe der Meldungen nur in dem ersten Quartal 2006....

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,406113,00.html

Wohl besser zu ertragen, wenn man sowas auch sieht: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,406163,00.html

People are strange.

Verzweifelter Gruss aus Hannover

Björn

PS: Kauf mir ne neue Mopete und egal. Macht Spass! Jetzt.

Wulfmaster
20.03.2006, 13:37
Gerade bei Spiegel einen ganz guten Artikel zum Thema "Schwedens Ausstieg aus der Ölabhängigkeit" gesichtet, Umstieg auf Bioethanol usw. Sehr interessant: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,406698,00.html

Gruss,

Björn

Wulfmaster
20.03.2006, 13:37
Gerade bei Spiegel einen ganz guten Artikel zum Thema "Schwedens Ausstieg aus der Ölabhängigkeit" gesichtet, Umstieg auf Bioethanol usw. Sehr interessant: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,406698,00.html

Gruss,

Björn

ekke
22.03.2006, 22:52
neu ist das ja alles nicht kohlenwasserstoffe aus pflanzen zu gewinnen. so wurden vor der erschliesung des öls im grossen masstab unmengen gedreide und andere feldfrüchte zur alkoholerzeugung genutzt und holz wurde trocken destiliert (holzvergaser) um zb methanol (holzgeist) und gas zu gewinnen. neben der verkokung von steinkohle (welche damals der hauptrohstoff für energiegewinnung und chemie war) hatte man damals nicht viel anderes.
und wer mal in älteren schulchemiebüchern blättert, aus der zeit als man begann erdöl industriel zu erschliesen, bekommt in einem kapitel etwas vorgerechnet: die menge an fläche welche nicht mehr mit zur energiegewinnennung beackert werden müssen und sinnvoller genutzt werden können.
und es wäre naiv zu glauben der ökosprit ensteht aus sonne und liebe, sondern ist letztendlich auch ein land/forstwirtschaftliches produkt mit allen folgen und nebebenwirkung wenn man es nicht nur als spielerei betreiben will: züchtung, saat, anpflanzung, hege und pflege, ernte und chemiesche umsetzung zu treibstoff sind dinge die natürlich auch flächenverbrauch (monokultur?) und energieeinsatz erfordern.

ekke
22.03.2006, 22:52
neu ist das ja alles nicht kohlenwasserstoffe aus pflanzen zu gewinnen. so wurden vor der erschliesung des öls im grossen masstab unmengen gedreide und andere feldfrüchte zur alkoholerzeugung genutzt und holz wurde trocken destiliert (holzvergaser) um zb methanol (holzgeist) und gas zu gewinnen. neben der verkokung von steinkohle (welche damals der hauptrohstoff für energiegewinnung und chemie war) hatte man damals nicht viel anderes.
und wer mal in älteren schulchemiebüchern blättert, aus der zeit als man begann erdöl industriel zu erschliesen, bekommt in einem kapitel etwas vorgerechnet: die menge an fläche welche nicht mehr mit zur energiegewinnennung beackert werden müssen und sinnvoller genutzt werden können.
und es wäre naiv zu glauben der ökosprit ensteht aus sonne und liebe, sondern ist letztendlich auch ein land/forstwirtschaftliches produkt mit allen folgen und nebebenwirkung wenn man es nicht nur als spielerei betreiben will: züchtung, saat, anpflanzung, hege und pflege, ernte und chemiesche umsetzung zu treibstoff sind dinge die natürlich auch flächenverbrauch (monokultur?) und energieeinsatz erfordern.

ekke
22.03.2006, 22:57
und noch was: wenn wie im spiegel geschrieben klärschlamm zur düngung eingesetzt wird ist das auch nicht unproblematisch: in der gartenwirtschaft geht man im allgemeinen davon aus das derart gedüngte böden nur noch zb für zierpflanzenanbau oder zur landschaftsgestaltung geeignet sind da aufgrund der möglichen schadstoffbelastung (schwermetalle) der anbau von nahrungsmittel nicht risikolos ist.

ekke
22.03.2006, 22:57
und noch was: wenn wie im spiegel geschrieben klärschlamm zur düngung eingesetzt wird ist das auch nicht unproblematisch: in der gartenwirtschaft geht man im allgemeinen davon aus das derart gedüngte böden nur noch zb für zierpflanzenanbau oder zur landschaftsgestaltung geeignet sind da aufgrund der möglichen schadstoffbelastung (schwermetalle) der anbau von nahrungsmittel nicht risikolos ist.

Wulfmaster
23.03.2006, 00:14
Hallo ekke!

Klar ist das nicht neu, aber insgesamt muss hier ja abgewägt werden, was schlimmer ist: Monokulturen in manchen Gebieten bei mehr oder minder CO2-neutralen Energien oder aber Hebung der CO2-Potenziale aus fossilen Brennstoffen...

Ganz einfach ist diese Energiethematik nicht... Eigentlich machen nur Wind+Solarenergie sinn. Bloss ist hier die Energiebilanz aufzustellen, die die Produktion der Teile mit einschließt... Wenn es eine einfache Lösung wäre, dann wären wir schon da nehme ich an. Es sei denn Shell, BP und Konsorten haben die "goldene" Idee aufgekauft und unten in der Schublade. Bezweifel ich aber auch, ob das so geheimgehalten hätte werden können :-)

Ich seh zu, dass ich vom normalen Benzin/Gas wegkomme. Zwischenschritt Gas-Auto.

Gruss,
Björn

Wulfmaster
23.03.2006, 00:14
Hallo ekke!

Klar ist das nicht neu, aber insgesamt muss hier ja abgewägt werden, was schlimmer ist: Monokulturen in manchen Gebieten bei mehr oder minder CO2-neutralen Energien oder aber Hebung der CO2-Potenziale aus fossilen Brennstoffen...

Ganz einfach ist diese Energiethematik nicht... Eigentlich machen nur Wind+Solarenergie sinn. Bloss ist hier die Energiebilanz aufzustellen, die die Produktion der Teile mit einschließt... Wenn es eine einfache Lösung wäre, dann wären wir schon da nehme ich an. Es sei denn Shell, BP und Konsorten haben die "goldene" Idee aufgekauft und unten in der Schublade. Bezweifel ich aber auch, ob das so geheimgehalten hätte werden können :-)

Ich seh zu, dass ich vom normalen Benzin/Gas wegkomme. Zwischenschritt Gas-Auto.

Gruss,
Björn

Wulfmaster
04.04.2006, 18:20
und es gibt sie doch. einsichten.

wenn man umfragen trauen darf...

http://www.suntimes.com/output/news/cst-nws-warm02.html

Gruss,

Björn

Erny
04.04.2006, 19:13
Hallo ekke!

Klar ist das nicht neu, aber insgesamt muss hier ja abgewägt werden, was schlimmer ist: Monokulturen in manchen Gebieten bei mehr oder minder CO2-neutralen Energien oder aber Hebung der CO2-Potenziale aus fossilen Brennstoffen...

Ganz einfach ist diese Energiethematik nicht... Eigentlich machen nur Wind+Solarenergie sinn. Bloss ist hier die Energiebilanz aufzustellen, die die Produktion der Teile mit einschließt... Wenn es eine einfache Lösung wäre, dann wären wir schon da nehme ich an. Es sei denn Shell, BP und Konsorten haben die "goldene" Idee aufgekauft und unten in der Schublade. Bezweifel ich aber auch, ob das so geheimgehalten hätte werden können :-)

Ich seh zu, dass ich vom normalen Benzin/Gas wegkomme. Zwischenschritt Gas-Auto.

Gruss,
Björn

Sicher muss man den Energieverbrauch der Herstellung von Solaranlagen mit reinrechnen. Aber das musst du bei einem Kohlekraftwerk auch. Das fängt an von Fundeament schuetten, Betonwände,bauen, Kuehlturm Steuerzentrale. Den Diesel den die Beton-LKW´s verbrauchen, Die Stahlherstellung fuer den Stahlbeton,dessen Transport zur Baustelle, und, und, und ,und ,und, und,


´Många hälsningar

winter
11.04.2006, 19:09
Interessante, wichtige Diskussion habt ihr da. Lese gerade "The weather makers" von Tim Flannery.
Das ist nicht meine erste Lektüre zu diesem Thema, ganz und gar nicht, aber der Autor und seine Kumpels beleuchten Probleme die mit dem Klimawandel in Verbindung zu setzen sind, von denen wir nicht geträumt haben. Wirklich empfehlenswerte Lektüre.

@Ekke: Energieverbrauch reinrechnen für den Bau von Solaranlagen Wasserkraftwerken (z.B.)...?
Schon mal was von Bilanzieren und Amortisationszeit gehört?
Und Klärschlamm zum Düngen ist nur bei Ackerbau erlaubt. Früchte und Gemüse dürfen nicht mit Klärschlamm gedüngt werden. Schwermetalle sind schon giftig (in zu hohen Konzentrationen) aber sie sind auch die berühmten Spurenelemente (ohne die wir nicht sein können u.a. weil das aktive Zentrum unserer Enzyume oft solche enthält).

Schaut wie weit unsere Wissenschaft ist... wenn ich daran denke was ich im Labor mache... und auf der anderen Seite sind wir unfähig effizienz aus jedem Tropfen was auch immer zu quetschen.
Die Autos und die Verbrennermotoren sind da ja ein gutes Beispiel. Genügend Menschen lachen heute über Hybrid und Smart (harrharrharr ist ja wirklich ein komisches Ding... ups) und in 50 Jahren bereuen genau diese Leute ihre frühere Einstellung. Ich fahr lieber mit der Bahn.

In der Schweiz, EU oder "ersten Welt" (ist's nicht ein fürchterlicher Ausdruck) ist es nicht mehr möglich einem grossen Energieverbrauch auszuweichen.
Aber wenn man es versucht... Wenn man sich die Mühe gibt, Sorge zu tragen, ja, ich glaube, dann hat man schon etwas gutes getan.
und darum; weiter so

Grüsse aus der Kälte und dem 4,5m hohen Schnee

gian

Wulfmaster
23.05.2006, 13:11
und es geht weiter: Spiegel Bericht http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,417544,00.html.

Wenn das der Fall ist, wird es ja spannend. Aber wenigstens sind ja für Deutschland höhere Temperaturen angesagt. HLX ade, endlich wieder Urlaub im eigenen warmen Land (ohne "große Aktionen wie Ende der 30/Anfang 40er Jahre ;-) ).

Motorradfahren das ganze Jahr
Super, ein Traum wird wahr.

In dem Sinne...

Björn

sULoZ
01.06.2006, 18:22
Habe letztens ne interessante Dokumentation gesehen, die folgendes besagte.
Durch den Treibhauseffekt wird unsere Erde immer wärmer. Sonnenstrahlen treffen auf den Planeten und werden durch Treibhausgase und Wasserdampf (dann wäre Wasserstoff vielleicht auch nicht die beste Lösung) in unserer Atmosphäre gehalten. Ein Großteil der Strahlen würde zurück ins Weltall reflektieren, wenn da nicht diese Treibhausgase wären, die die Reflektion verhindern. Soweit das bekannte Szenario.

Nun kommt hinzu, dass wir durch unsere Abgase viel Dreck aufwirbeln, Stichpunkt Feinstaub. Dieser Staub legt sich ebenfalls in unserer Atmosphäre ab und verweilt dort einige Zeit. An diese feinsten Staubteilchen heften sich Wasserteilchen*. Dies führt dazu, dass wir auf der Erde weniger Sonnenenergie abbekommen, die Erde kühlt aus.

Dem entgegenwirkend wirkt allerdings der Treibhauseffekt. Es gibt also zwei Effekte die in die entgegengesetzte Richtung zerren. Der eine Effekt lässt die Sonnenstrahlen nicht auf die Erde, der andere verhindert eine Reflektion der Sonnenstrahlen von der Erde hinaus in den Weltraum.

Ich hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt.


*Nun gerade beim erklären dieses Szenarios fällt mir ein scheinbares Paradox auf. Wenn sich Wasserteilchen an den Staub heften, so beschreibt das ja gleichermaßen den bekannten Treibhauseffekt wie auch den eben erklärten Effekt, den ich in der Doku als neue Erkenntnis vermittelt bekommen habe. Demnach würde der Treibhauseffekt schizophren erscheinen. Er lässt weniger Sonnenstrahlen auf die Erde treffen und gleichzeitig sorgt derselbe Effekt dafür, dass weniger Sonnenstrahlen die Erde verlassen. Dadurch müsste eigentlich ein Gleichgewicht geschaffen sein. Bin jetzt ziemlich verwirrt und muss das nochmal durchspielen.

Robiwahn
01.06.2006, 23:01
Moin

Ich weiß nicht wo du die Doku gesehen hast, aber soweit ich mich meiner Meteorologievorlesung erinnere, ist der Staub und die angelagerten Wassertropfen in der Atmosphäre ebenfalls für eine Verstärkung des Treibhauseffektes verantwortlich. Beispiel für die Wassertropfen sind z.B. Kondenstreifen von Flugzeugen, die auch mit dem Effekt in Verbindung gebracht werden. Desweiteren habe ich letztens erst einen Artikel gelesen (im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch des M........ in Indonesien oder Phillipinen), der besagte, das bei einem der letzten großen Ausbrüche im vorletzten Jahrhundert sich ebenfalls der Staub in die Atmosphäre gelegt hat und dort ebenfalls zu einem Treibhauseffekt verstärkt hat, der u.a. die Dürreperioden (um 1815, wenn mich nicht alles täuscht)in Europa ausgelöst hat, aufgrund deren so viele Schotten oder Iren nach den USA ausgewandert sind.

Grüße aus Bolivien, Robert

Wulfmaster
02.06.2006, 09:53
Kann dazu deas Buch Anthropogener Klimawandel empfehlen Link: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3623008567/qid%3D1149234638

Ist zwar nicht mehr sooo aktuell, vermittelt aber die wesentliche Punkte in dem Bereich ganz gut, also Treibhauseffekt, Great Ocean Conveyor (daher hier warm) usw...

Die neuesten Erkenntnisse zu dem Thema dürfte versierten Nature, Science usw. Lesern vorbehalten sein, da es auf Grund der neuesten Publikationen wohl auch noch keine neuen Bücher geben dürfte... ist ja auch egal.

Es wird warm! Wenn auch es dieses Jahr (Juni: Schneefallgrenze unter 1.000m in Deutschland :-)) nicht viel davon zu merken ist.

Gruss,

Björn

Inukshuk
02.06.2006, 10:29
Das Klimasystem ist eben sehr komplex, und es spielen nicht nur zwei oder drei Prozesse eine Rolle. Beim Ansteigen der Temperatur gibt es sowohl selbstverstärkende als auch selbstregulierende Prozesse. Die Auswirkungen und Wechselwirkungen dieser Prozesse zu verstehen und vorherzusagen, ist natürlich sehr schwierig, weswegen sich die Vorhersagen der Klimaforscher ja auch nicht wenig unterscheiden. Eine sehr gute Seite zum Thema Klimawandel ist die von Stefan Rahmsdorf am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (http://www.pik-potsdam.de/~stefan/).

sULoZ
02.06.2006, 17:21
Ich weiß nicht wo du die Doku gesehen hast, aber soweit ich mich meiner Meteorologievorlesung erinnere, ist der Staub und die angelagerten Wassertropfen in der Atmosphäre ebenfalls für eine Verstärkung des Treibhauseffektes verantwortlich. Beispiel für die Wassertropfen sind z.B. Kondenstreifen von Flugzeugen, die auch mit dem Effekt in Verbindung gebracht werden.

Ist ne Doku von BBC Exklusiv, nennt sich "Schwarze Sonne, die Folgen der globalen Verdunklung". Der beschriebene Effekt nennt sich ebenso: Global Dimming.
Das mit den Flugzeugen ist nen guter Punkt! Der Mensch der darauf aufmerksam geworden ist, hat den 11. September als Bestätigung für seine Forschungen genommen. Nach dem 11.9. herrschte Flugzeug Verbot in den USA und genau während dieser Tage konnte er eine erhebliche Erwärmung feststellen! Was diese Theorie ja bestätigen würde. Ich muss mir die Doku nochmal ansehen.

LoQ
06.06.2006, 01:24
mal wieder ne "Öko"-nachricht:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,419717,00.html

bin übrigens mitte 40 und habe KEINEN führerschein (wozu auch, komme auch so überallhin).....
Grüße LoQ