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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlafsack-Außenmaterial: Dryloft oder Microlite ???


alex_der_Streuner
12.02.2006, 03:31
Hallo,
Ich stehe gerade vor dem Problem mir einen Winterschlafsack kaufen zu wollen.
Zweck: Schneeschuh-Wandern im Hardanger Vidda (Norwegen) im März
Temp.: ich rechne mit -20°C (bis max -30°C) Außentemp. nachts

Ins Auge gefasst habe ich den "Puma" oder "Big Horn" von Western Mountaineering
nun gibrt es beide Schlafsäcke mit Dryloft oder Microlite Außenmaterial und jeder Händler (Globetrotter, Camp4 etc) erzählt was anderes.

Einige sagen:
die normale Verdunstungs-Feuchtigkeit des Körpers würde an der Dryloft-Membran stärker (als an Microlite) kondensieren und damit der Schlafsack schneller feucht
Andere Sagen:
Das Kondenzwasser (z.B. der Atmung) schlägt sich auf dem Schlafsack nieder. Damit dieses Wasser nicht in die Daune hinein kriecht, benötigt man eine Membran.
Meine Meinung:
Sicher sind beide Argumente (in Ansätzen) richtig - die Frage ist nur, welcher Effekt ist dominant?

Wer hat Erfahrungen und kann mir bzgl. Dryloft an- oder zuraten?
Normalerweise bekommt ein Schlafsack bei mir nicht viel Feuchtigkeit ab, außer das normale Kondenzwasser, da ich immer einen Biwak-Sack oder Zelt verwende.

Danke für Ratschläge
Alex

lupold
12.02.2006, 09:10
Moin² und herzlich Willkommen im Forum.
Was die anderen sagen ist "richtiger".
Atemkondens von außen soll draußen bleiben. Körperfeuchte von innen darf gar nicht erst rein in die Daune sonst droht Loftverlust in nicht unerheblichen Umfang.
Dafür gibt nen`VBL. Eine dampfdichte Innenhülle für Daunensäcke im Wintereinsatz (gibts auch als Socken=>ähnl. Problem) . Die Körperfeuchte bleibt in der Wäsche und die Daune trocken. Klingt wie "im eigenen Saft", soll aber mit guter Unterwäsche nicht so schlimm sein. Das Unterzeug kann tagsüber am Körper "trocknen".
Hast du allerdings vor einen Biwaksack zu benutzen oder kannst alle drei Tage in irgendeiner Hütte den Sack trocknen tuts auch Microlite.

Hannes1983
12.02.2006, 12:06
Hi Alex!!

Ich persönlich habe mir vor kurzem auch ein Dryloft Schlafsack von MacPac zugeleget. Für meine Verhältnisse war es die richtige Entscheidung. Mein Zelt von Hilleberg hat eine schlechte Belüftung und dadurch viel Kondenz und hohe Feuchtigkeit im Zelt. Des Weiteren möchte ich auch mal unter freiem Himmel ohne Biwak schlafen können.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich am Kopfteil aussen im Winter einiges an Kondenz sammelt (durch die Luftfeuchtigkeit im Atem).

Dir würde aber glaube ich auch ein Schlafsack ohne Dryloft reichen, wenn de wie gesagt, im Biwak oder im Zelt schläfst.

Gruß Hannes

derMac
12.02.2006, 15:41
Im Bereich Kopf und Fuß kann der Schlafsack von außen nass werden, entweder durch Atemfeuchtigkeit oder durch Anstoßen an das Nasse Zelt, die Schneehöhle o.Ä. Deshalb finde ich Konstruktionen, bei denen Kopf und Fuß auf Dryloft oder vergleichbarem sind und der Rest aus Microfaser, am sinnvollsten. Machen leider nur sehr wenige Hersteller.

Mac

alex_der_Streuner
12.02.2006, 20:52
Erst mal danke für die schnellen Antworten!

Zu dem Thema VBL: ich wollte eigentlich keine VBL-Tüte verwenden, da ich alle paar Tage an einer Hütte vorbeikommen werde und mir nicht noch ein VBL kaufen wollte.
Zudem habe ich gelesen, dass man über 10 Tage auch ganz gut ohne VBL auskommt. Vermindert dann eine Dryloft Membran die Menge abgedampfter Feuchigkeit des Schlafsackes sehr?
Oder anders formuliert: ist es ohne VBL wichtiger, dass meine Körperfeuchtigkeit aus dem Schalfack raus kommt, oder dass keine von Außen hinein dringt?

Nächste Frage: kennt jemand einen Onlineshop in der EU, der den BigHorn im Sortiment hat?

Danke, Alex