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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Wildnis kehrt zurück!? Wisente im Sauerland


Roene
25.01.2006, 16:24
Hi,

folgenden Artikel habe ich heute zufällig auf der WDR Homepage gelesen.
Widerstand gegen wilde Wisente
Einmaliges Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge (http://www.wdr.de/themen/panorama/15/sauerland_wisente/index.jhtml?rubrikenstyle=panorama)
Demnach sollen in knapp 2 Jahren im Rothaargebirge wieder Wisente beheimatet sein.
Ich denke, das ist ein erster Schritt, vergangene Fehler wieder gutzumachen. Folgen dem Wisent dann auch bald Wolf, Bär und Elch in unsere Wälder? Was ist mit natürlicher Bestandsregulierung?
Was haltet ihr davon?

Homepage des Projekts (http://www.wisente-rothaargebirge.de/)

Gruß, René.

Onkel Tom
25.01.2006, 16:48
Im Bayerischen Wald wurden wieder Wolfsspuren entdeckt! Vielleicht werden's ja noch mehr...
KLICK (http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-10872489&Ressort=bay&BNR=0/)

Gruß

TOM

Dominik
26.01.2006, 21:40
Support!
Find ich gut :D

Dom

Sportkeks
26.01.2006, 22:08
in österreich leben inzwischen wieder rund 30 braunbären. in der schweiz sollen sie bald auch wieder angesiedelt werden. in deutschland sieht es aber für den bären schlecht aus. wenn man ehrlich ist, gibt es gar keinen geeigenten lebensraum für bären in deutschland.

Waldschreck
06.02.2006, 13:43
In unseren sauerländischen Holzplantagen mit autobahnähnlichen
Holzabfuhrwegen wird dem Wisent das alles zu stressig werden.
Halte die Gegend auch zu bergig. Straußenfarmen gibt ja hier auch schon :o Halte das für ein Prestigeobjekt.

chill^out
06.02.2006, 14:40
In den Alpen wurden, wie bereits erwähnt, wieder Braunbären angesiedelt. Allerdings zieht es die Bären in die Nähe der Dörfer, was zwangsläufig zu Reibereien zwischen Mensch und Tier kommt.

Es wurden auch schon einige Wanderer erschreckt, als sie plötzlich einem Bären gegenüberstanden.

Ich denke dass sich die Menschen nur schwer damit abfinden wenn plötzlich wieder "wilde" Tiere, die durchaus auch gefährlich werden können, in der Nähe ihrer Dörfer auftauchen. Im Allgemeinen sehe ich es als Problem an in unserem dicht besiedelten Mitteleuropa wieder solch platzbedürftige Tiere anzusiedeln.

Ich denke auch dass die Leute, die jetzt noch dafür sind, in Zukunft, wenn der Wolf und der Bär die Hühner holen sollten und Elche und andere große Tiere die Felder zertrampeln, noch für diese Art der "Renaturierung" sind. :)

Traeuma
06.02.2006, 18:32
Der Ranger im Bayerischen Wald, mit dem ich ab und zu zu tun hatte, meinte, dass Wisente unberechenbar und deutlich gefährlicher für den Menschen wären, als Wölfe und Bären zusammen.

Weiß nicht, ob ein Zusammenleben von Mensch und Wisent da so einfach möglich wäre... gerade, wenn die Tiere dann auch mal "wandern" wollten...

marcus
27.02.2006, 10:49
als her mit den tierchen---wir mebnschen haben denen ja schließlich schon mehr als genug lebensraum weggenommen....

greets, marcus, der nicht zu den extrem grünen gehört, aber gern in & mit der natur lebt.... :o

bsort
17.09.2006, 19:39
Es gibt afaik auch ein Projekt in dem auf der schwäbischen Alb normale Rinder ausgewildert wurden. Mittlerweile haben sich in der Herde Herdenstrukturen herausgebildet, Kälber weden in die Mitte genommen, etc.

Ich finde es interessant wieviel von diesem Sozialverhalten in den Genen steckt!

sjusovaren
17.09.2006, 20:39
in österreich leben inzwischen wieder rund 30 braunbären. in der schweiz sollen sie bald auch wieder angesiedelt werden. in deutschland sieht es aber für den bären schlecht aus. wenn man ehrlich ist, gibt es gar keinen geeigenten lebensraum für bären in deutschland.
Warum? Eine unberührte Natur brauchen die nicht.
Nahrung gibt es jedenfalls auch in unseren Wäldern/Forsten genug (pflanzl. als auch tierisch). Und gerade Bären sind, wie auch Wölfe, sehr intelligent und damit anpassungsfähig. Die brauchen keine riesigen menschenleeren Gebiete, weil sie sich sonst gestört fühlen. Im Gegenteil, die gewöhnen sich eher zu leicht an ein Leben in unmittelbarer Nähe zu Menschen.
Man kann das ja in anderen Ländern studieren. Nicht nur Bären, auch Wölfe, kommen da bis in die Dörfer und suchen ihr Futter, und wenns nur der Müll ist.
Der Lebensraum ist schon da, nur wir müßten ihn eben mit ihnen "teilen", da steckt das Problem. Und im (unwahrscheinlichen) Extremfall auch akzeptieren, daß jemand zu Tode kommen kann. Die letzten freien Tiger töten jedes Jahr Menschen, und trotzdem sagt keiner, man solle sie präventiv ausrotten. Ein Risiko bleibt.
Wir müßten bereit sein, selbst Abstriche zu machen. Dann ginge das auch, mein ich. Wenigstens lokal/regional, in Kooperation mit den Nachbarländern.
Insgesamt ist Deutschland natürlich viel zu zersiedelt. Da fehlt der Platz für ausreichend große Reviere.
Schwieriges Thema. Bin gespannt, wie sich das entwickelt..

sjusovaren
06.10.2006, 01:26
Nicht Wisent, Bär oder Wolf... aber ein Luchs wurde gesichtet. Oder sind es schon mehrere?
In der Rhön hats das jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben. :D :D

http://www.unserejagd.de/sro.php?redid=107190

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/wildtiere-in-bayern/luchs.xml

Hoffe, er wird nicht beim ersten Riß zum Problemluchs erklärt...

marcus
06.10.2006, 09:20
Nicht Wisent, Bär oder Wolf... aber ein Luchs wurde gesichtet. Oder sind es schon mehrere?
In der Rhön hats das jedenfalls schon lang nicht mehr gegeben. :D :D

http://www.unserejagd.de/sro.php?redid=107190

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/wildtiere-in-bayern/luchs.xml

Hoffe, er wird nicht beim ersten Riß zum Problemluchs erklärt...


Gruß, Göran


ich find die tiere toll. aber ich glaube nicht, das die dem menschen sehr nahe kommen....

sjusovaren
19.12.2007, 00:13
folgenden Artikel habe ich heute zufällig auf der WDR Homepage gelesen.
Widerstand gegen wilde Wisente
Einmaliges Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge (http://www.wdr.de/themen/panorama/15/sauerland_wisente/index.jhtml?rubrikenstyle=panorama)
Demnach sollen in knapp 2 Jahren im Rothaargebirge wieder Wisente beheimatet sein.
Ich denke, das ist ein erster Schritt, vergangene Fehler wieder gutzumachen...

Homepage des Projekts (http://www.wisente-rothaargebirge.de/)

Update:

Dauert wohl noch ein Jährchen. Aber immerhin hat das Projekt bis jetzt überlebt. Respekt!
klick (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=ratg&itemid=10304&detailid=364304)
Manchmal ist es eben doch gut, wenn es (Ex)Adel gibt. ;-)
Die anderen Waldbesitzer haben ja leider wieder einen Rückzieher gemacht. Dadurch fällt das Gebiet jetzt 3000 ha kleiner aus als geplant.
Reicht nur für eine Herde, aber wenn das dort klappt, finden sich ja vielleicht noch andere Gebiete in Mitteleuropa.

Mika Hautamaeki
19.12.2007, 10:29
Jup, wenn das Gebiet für eine Besiedelung geeignet ist (wenige Straßen/Siedlungen) soll man die Viecher aussetzen. Ob mehr Touris kommen, wird die Zeit zeigen, aber das sollte ja auch nicht der Hauptgrund sein.

BialowiezaFan
28.12.2007, 01:35
Update:

Dauert wohl noch ein Jährchen. Aber immerhin hat das Projekt bis jetzt überlebt. Respekt!
klick (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=ratg&itemid=10304&detailid=364304)


Die verwiesene Seite existiert leider nicht (mehr?).

sjusovaren
28.12.2007, 02:09
Die verwiesene Seite existiert leider nicht (mehr?).
Google hat sie noch gespeichert, klick (http://64.233.183.104/search?q=cache:n_cTlliOQiIJ:www.general-anzeiger-bonn.de/print.php%3Fk%3Dratg%26itemid%3D10304%26detailid%3D364304+general-anzeiger-bonn+wisente&hl=de&ct=clnk&cd=1)

TimK
28.12.2007, 15:33
Ohne ein gut durchdachtes Wildtiermanagement ist die Wiederansiedlung des Wisent mehr als gefährlich. Man beachte, dass so ein Tier schon ein riesen Brocken ist - bei unserer Besiedlungsdichte muss da mit Wildunfällen gerechnet werden...
Am Beispiel von Bruno war ja nun deutlich zu sehen, dass Deutschland mit ehemals heimischen Tieren offensichtlich arg überfordert ist.

ich
28.12.2007, 15:41
Am Beispiel von Bruno war ja nun deutlich zu sehen, dass Deutschland mit ehemals heimischen Tieren offensichtlich arg überfordert ist.
Sicherlich ist das generell nicht einfach, aber ich kann mir auch vorsellen, dass die Bären eher die Zivilisoation (leichtes Fressen) unddie Wisente die abgelegene Stille suchen.
Mit nem Wisent bei 100km/h zusammen zustoßen ist bestimmt nicht witzig :o

BialowiezaFan
29.12.2007, 17:57
Für die meisten Autos ist ein Wisent ein wahrlich ebenbürtiger Gegner.

Wenn die Nahrungsvorraussetzungen für eine Vermerhung stimmen, wovon ich ausgehe, werden die Wisente wohl nicht ewig im Wald bleiben. So wie jede Tierart ohne Gegenspieler, werden sie sich bis an die Grenze ihres Nahrungskontingentes vermehren und damit ihren eigenen Abschuß durch den Menschen erwirken. Das zeigen die andern ausgewilderten Herden. In der Winterzeit begeben sich die Wisentgruppen auch in angrenzende Regionen, um dort gemeinsam nach Nahrung zu suchen. Sie fressen von den Feldern, im Wald die schützende Rinde bzw. nachwachsende Bäume.

Man sollte nicht unterschätzen, welche Anziehungskraft freie Wisente auf Touristen haben, auch das zeigen die bereits erfolgten Auswilderungen.

sjusovaren
29.12.2007, 18:12
Wenn die Nahrungsvorraussetzungen für eine Vermerhung stimmen, wovon ich ausgehe, werden die Wisente wohl nicht ewig im Wald bleiben. So wie jede Tierart ohne Gegenspieler, werden sie sich bis an die Grenze ihres Nahrungskontingentes vermehren und damit ihren eigenen Abschuß durch den Menschen erwirken.
Auf der Homepage des Projekts äußern sie sich dazu natürlich...
In dem vorgesehenen ca. 4.300 ha großen Projektgebiet sollen später maximal 25 Wisente frei leben. Alle Tiere oberhalb der Bestandsgrenze werden eingefangen und in andere geeignete Projektgebiete oder in Wildgehege bzw. Zoos umgesiedelt.... Eine jagdliche Nutzung der vom Aussterben bedrohten Wisente ist nicht vorgesehen!
Quelle (http://www.wisente-rothaargebirge.de/)

BialowiezaFan
29.12.2007, 18:30
Ich würde mir es sehr wünschen, wenn Tiere wie Wisent, Luchs, Bär oder Wolf heimkommen und wir ihnen eigenen Freiraum bieten.

Und ich hoffe, dass "überzählige" Wisente den Grundstein für neue Pupulationen bilden werden. Am Ende steht der sich finanziell lohnende Abschuß durch Touristen und der anschließende Fleischvertrieb einer Umsiedlung gegenüber, die nicht etwa Geld einbringt, sondern erstmal kostet. Wir werden sehen, wie die Menschen entscheiden.

stefanh
17.11.2008, 23:34
Weiß jemand was die Wisentsache im Sauerland macht?

sjusovaren
18.11.2008, 00:49
Weiß jemand was die Wisentsache im Sauerland macht?
Leider nicht. Die letzten Pressemeldungen stammen von Anfang des Jahres. Und auf der Homepage (http://www.wisente-rothaargebirge.de/) tut sich seitdem auch nichts mehr. :(
Die Tiere sollen übrigens laut Homepage nur noch im im Kreis Siegen-Wittgenstein ausgesetzt werde. Nicht im Sauerland!

S.-Wittgenstein ist landsmannschaftlich quasi noch "hessisch" (oder besser gesagt fränkisch). :oldman:
Die Barbaren leben erst nördlich davon.... :bg:

Grashalm
16.12.2008, 15:24
In Deutschland leben wieder einige Wölfe. Speziell in der Lausitz, Grenzregion zu Polen.

http://www.wolfsregion-lausitz.de

sjusovaren
17.12.2008, 17:41
Hier (http://www.siegen-wittgenstein.de/standard/page.sys/794.htm#beitrag2802) gibt es auch einige Infos zum Wisentprojekt im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Wie oben schon erwähnt, soll die Auswilderung wohl nur noch dort erfolgen, da im benachbbarten Sauerland der Widerstand zu groß war.
Die Wittgensteiner Lokalpolitikern hören dagegen schon die Kasse klingeln... :grins:
Ob „Wisent Safaris“, spezielle Führungen mit „Wisent-Watching“, besondere Gaumenfreuden auf der Speisekarte der regionalen Küche, Angebote in Sachen Outdoor-Kleidung oder die obligatorische Vielfalt an Souvenirartikeln wie Stoffwisenten – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. In Polen, wo es im Osten des Landes noch freilebende Wisentherden gibt, werden schon seit längerem ein spezielles „Wisentbier“ und für die Hartgesottenen auch ein „Wisentschnaps“ angeboten
Na, ob dafür die max. 25 Tiere ausreichen werden...

Wildniswanderer
17.12.2008, 17:53
Ich finde es vor allem spannend zu sehen, wie diese großen Tiere langfristig die Landschaft gestalten. Erstaunlich und höchst anerkennenswert, dass der Fürst, für den sein Wald sicher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, 4300 ha für das Projekt zur Verfügung stellt.
Zu bergig ist die Gegend übrigens nicht, in Polens Biescady Gebirge leben Wisente in höheren Lagen, wo zudem der Winter auch rauher ist.

Hoffentlich wird das Projekt Wirklichkeit!

Da Mo
19.12.2008, 22:17
Solange sich die Mentalität der Deutschen der "Wildniss" bzw. seinen Mittieren gegenüber nicht ändert, sehe ich eher schwarz für eine Wiederansiedlung von großen Tieren.

Es wird immer von theoretischem Waldwachstum und so geredet.
Ich sehe davon aber nichts.
Hier wird Stück für Stück immer mehr freie Fläche zugebaut.

Grashalm
20.12.2008, 10:56
Wildnis wird es hier nie wieder geben. Es wird heute aber auch keiner mehr einfach los ziehen und ein Rudel Wölfe töten.
Einige Tiere werden vielleicht wieder Einzug finden. Streng beobachtet und vielleicht für alle beobachtbar. Eher wildparkartig wird das ganze wohl sein.

Da Mo
20.12.2008, 11:01
Wildnis wird es hier nie wieder geben. Es wird heute aber auch keiner mehr einfach los ziehen und ein Rudel Wölfe töten.
Einige Tiere werden vielleicht wieder Einzug finden. Streng beobachtet und vielleicht für alle beobachtbar. Eher wildparkartig wird das ganze wohl sein.

Wenn die Pest des Planeten verschwindet, dann kann es auch wieder wildniss geben

sjusovaren
20.12.2008, 15:47
Wenn die Pest des Planeten verschwindet, dann kann es auch wieder wildniss geben
Starke Wortwahl....
Entspricht das tatsächlich deiner Überzeugung? So siehst du dich und deine Mitmenschen? Als Seuche?
Du erlaubst die Frage... Wann darf die Erde also auf deine Selbsttötung hoffen?

Ich habe großes Verständnis dafür, wenn man die durch den Menschen hervorgerufenen Veränderungen in der Natur sehr kritisch betrachtet, und die damit oft einhergehende Artenverarmung bedauert. Nichtsdestotrotz sind und bleiben wir aber ein Teil ebendieser Natur.
Ohne uns wäre die Erde in deinen Augen "gesund"?
Eine Erde ohne uns ist rein fiktiv. Wir Menschen gehören untrennbar zur biologischen Evolution auf diesen Planeten dazu. Unsere Städte sind genauso Naturräume, wie von Menschenhand unberührte Landstriche es sind. "Zivilisation" und "Wildnis" sind rein menschliche Kategorien. Tieren ist das wurscht.
Wir sind keine Seuche. Nichts, was verschwinden müßte. Wir sind einfach eine erfolgreiche Spezies, die mit anderen wechselwirkt.
Wir sollten aber im eigenen Interesse etwas Selbstbeschränkung lernen, bevor wir alle Ressourcen an Land, Nahrung, Wasser, Energieträgern, etc. aufgezehrt haben. Dann könnten wir uns einiges ersparen.
Glücklicherweise hat die Evolution uns auch einen Geist beschert, der zu solchen Einsichten und Vorausplanungen fähig ist. Insofern bin ich da immer noch ein unverbesserlicher Optimist ;-)

Da Mo
20.12.2008, 15:58
Starke Wortwahl....
Entspricht das tatsächlich deiner Überzeugung? So siehst du dich und deine Mitmenschen? Als Seuche?
Du erlaubst die Frage... Wann darf die Erde also auf deine Selbsttötung hoffen?

Ich habe großes Verständnis dafür, wenn man die durch den Menschen hervorgerufenen Veränderungen in der Natur sehr kritisch betrachtet, und die damit oft einhergehende Artenverarmung bedauert. Nichtsdestotrotz sind und bleiben wir aber ein Teil ebendieser Natur.
Ohne uns wäre die Erde in deinen Augen "gesund"?
Eine Erde ohne uns ist rein fiktiv. Wir Menschen gehören untrennbar zur biologischen Evolution auf diesen Planeten dazu. Unsere Städte sind genauso Naturräume, wie von Menschenhand unberührte Landstriche es sind. "Zivilisation" und "Wildnis" sind rein menschliche Kategorien. Tieren ist das wurscht.
Wir sind keine Seuche. Nichts, was verschwinden müßte. Wir sind einfach eine erfolgreiche Spezies, die mit anderen wechselwirkt.
Wir sollten aber im eigenen Interesse etwas Selbstbeschränkung lernen, bevor wir alle Ressourcen an Land, Nahrung, Wasser, Energieträgern, etc. aufgezehrt haben. Dann könnten wir uns einiges ersparen.
Glücklicherweise hat die Evolution uns auch einen Geist beschert, der zu solchen Einsichten und Vorausplanungen fähig ist. Insofern bin ich da immer noch ein unverbesserlicher Optimist ;-)


Optimist?? bitte wo??
Wo soll man denn noch optimistisch sein. Jedne Tag hört man neue Schreckensmeldungen von endlosen Waldflächen die abgeholzt wurden und der Vernichtung jedweder Lebensräume.
Es wird so weitergehen bis alles weg ist.
Und dann wird der Mensch, dumm wie die Masse in ihrem kollektiven Schwachsinn nun mal ist, erkennen welchen Blödsinn er gemacht hat.

Ich bin nicht mehr lange in der "modernen" Welt.
Diese 4 Monate noch und dann bin ich weg für immer.
Aber ich bedauere es, eine der letzten Generationen zu sein die frei über das Steppengras gehen kann. Ich bin irgendwo auch froh irgendwann zu sterben und die schwarze zukunft nicht mehr miterleben zu müssen.

chinook
20.12.2008, 16:09
Optimist?? bitte wo??
Wo soll man denn noch optimistisch sein. Jedne Tag hört man neue Schreckensmeldungen von endlosen Waldflächen die abgeholzt wurden und der Vernichtung jedweder Lebensräume.
Es wird so weitergehen bis alles weg ist.
Und dann wird der Mensch, dumm wie die Masse in ihrem kollektiven Schwachsinn nun mal ist, erkennen welchen Blödsinn er gemacht hat.

Ich bin nicht mehr lange in der "modernen" Welt.
Diese 4 Monate noch und dann bin ich weg für immer.
Aber ich bedauere es, eine der letzten Generationen zu sein die frei über das Steppengras gehen kann. Ich bin irgendwo auch froh irgendwann zu sterben und die schwarze zukunft nicht mehr miterleben zu müssen.


Sag mal ganz im Ernst: Was haben wir mit Deiner Pubertät zu tun?


-chinooook

Da Mo
20.12.2008, 16:17
Sag mal ganz im Ernst: Was haben wir mit Deiner Pubertät zu tun?


-chinooook

Ach komm hör mit dem Quatsch auf. Ich bin nicht so Rückgratlos wie die meisten anderen Menschen, die ihre Überzeugungen verkaufen.

Ich meine schon was ich sage.

Blueface
20.12.2008, 16:20
Ich bin nicht mehr lange in der "modernen" Welt.
Diese 4 Monate noch und dann bin ich weg für immer. Ich bin irgendwo auch froh irgendwann zu sterben und die schwarze zukunft nicht mehr miterleben zu müssen.

Hmm..also das ist mal ne tolle Einstellung: Ist eh alles zu spät, daher geh ich jezt noch mal die letzten Reste der Wildnis genießen und bin dann froh wenn ich (und irgenwann die Menschheit) sterbe.

Das, mein lieber Da Mo, ist wesentlich egoistischer gedacht, als es beispielsweise die Wisent-Auswilderer in Wittgenstein es tun. Wenn du alles so furchbar findest, krieg deinen A..ch hoch und tu was. Ansonsten hast du zumindet NULL Recht darauf, dich moralisch überlegen zu fühlen und hier solche Sprüche zu klopfen.

Ich finde es zumindest sinnvoll solche Projekte zu unterstützen - auch wenn an anderer Stelle vielleicht wieder der Wald abgeholzt wird. Aber sich schmollend in die Ecke zu verziehen ist jedenfalls aus meiner Sicht keine Alternative.

Prost

Tobi

Mephisto
20.12.2008, 16:20
:popcorn: Ich glaube dem Forum würde es besser tun, wenn hier sofort wieder vernünftig zum Thema diskutiert wird.

sjusovaren
20.12.2008, 17:52
Hmm..also das ist mal ne tolle Einstellung: Ist eh alles zu spät, daher geh ich jezt noch mal die letzten Reste der Wildnis genießen und bin dann froh wenn ich (und irgenwann die Menschheit) sterbe.

Das,..., ist wesentlich egoistischer gedacht, als es beispielsweise die Wisent-Auswilderer in Wittgenstein es tun. Wenn du alles so furchbar findest, krieg deinen A..ch hoch und tu was. Ansonsten hast du zumindet NULL Recht darauf, dich moralisch überlegen zu fühlen und hier solche Sprüche zu klopfen.

Ich finde es zumindest sinnvoll solche Projekte zu unterstützen - auch wenn an anderer Stelle vielleicht wieder der Wald abgeholzt wird. Aber sich schmollend in die Ecke zu verziehen ist jedenfalls aus meiner Sicht keine Alternative.

Zustimmung!
Und eine gute Überleitung zurück zum ursprünglichen Threadthema, wie es gewünscht wurde...

Da Mo
23.12.2008, 11:09
Wenn die Pest des Planeten verschwindet, dann kann es auch wieder wildniss geben

Optimist?? bitte wo??
Wo soll man denn noch optimistisch sein. Jedne Tag hört man neue Schreckensmeldungen von endlosen Waldflächen die abgeholzt wurden und der Vernichtung jedweder Lebensräume.
Es wird so weitergehen bis alles weg ist.
Und dann wird der Mensch, dumm wie die Masse in ihrem kollektiven Schwachsinn nun mal ist, erkennen welchen Blödsinn er gemacht hat.

Ich bin nicht mehr lange in der "modernen" Welt.
Diese 4 Monate noch und dann bin ich weg für immer.
Aber ich bedauere es, eine der letzten Generationen zu sein die frei über das Steppengras gehen kann. Ich bin irgendwo auch froh irgendwann zu sterben und die schwarze zukunft nicht mehr miterleben zu müssen.

Ach komm hör mit dem Quatsch auf. Ich bin nicht so Rückgratlos wie die meisten anderen Menschen, die ihre Überzeugungen verkaufen.

Ich meine schon was ich sage.

Ach du Scheisse!!!!!:shock::shock:

Was hab ich da schon wieder für einen Unfug geschrieben??
Ich war sturzbesoffen und dann kommt dabei sowas raus!!

Ich hoffe ich hab nicht noch mehr Schwachsinn verzapft :p

sjusovaren
23.12.2008, 12:12
Ach du Scheisse!!!!!:shock::shock:

Was hab ich da schon wieder für einen Unfug geschrieben??
Ich war sturzbesoffen und dann kommt dabei sowas raus!!

Ich hoffe ich hab nicht noch mehr Schwachsinn verzapft :p
...wie man es nimmt... :grins:
So ich werde dem Internet jetzt den rücken kehren.

Auch die westliche Welt werde ich nach 4 Monaten hinter mir lassen.

Viel Spaß noch in diesem Alptraum

So, genug OT,
hat wirklich keiner neue Infos zu diesen verdammten Riesenzottelrindviechern :motz::bg:

Fernwanderer
06.01.2009, 17:24
[OT]
...hat wirklich keiner neue Infos zu diesen verdammten Riesenzottelrindviechern
Seit dem Frühsommer ist Funkstille. Entweder es hat die im Herbst geplante Auswilderung nicht stattgefunden oder man will sich erst mal bedeckt halten.

Fernwanderer

Blueface
06.01.2009, 17:48
Zwar noch keine Wisente, aber im August/September gab es einen Zeitungsbericht in der Bad Berleburger Westfalenpost, in dem Indizien dafür geschildert wurden, dass es im Rothaargebirge wieder wilde Luchse geben soll.

Aus angrenzenden Kreisen gab es sogar handfeste Beweise dafür.

Wäre ja auch schon mal was ;-)

Gruß

Tobi

sjusovaren
07.01.2009, 01:46
Seit dem Frühsommer ist Funkstille. Entweder es hat die im Herbst geplante Auswilderung nicht stattgefunden oder man will sich erst mal bedeckt halten.

Nach diesem (http://onlineabo.siegener-zeitung.de/archiv/20081202967888) Zeitungsartikel von Anfang Dezember'08, liegt es wohl schlicht am Geld...
Wie die Siegener Zeitung erfuhr, suchen die Wisent-Projektverantwortlichen jetzt den direkten Draht zu Siegmar Gabriel, um dem Bundesumweltminister das Vorhaben schmackhaft zu machen und um die Fördermittel zu werben. »Ja«, bestätigte gestern Abend Landrat Paul Breuer, »wir haben im Januar ein Spitzengespräch mit dem Bundesumweltminister. Willi Brase ist auch dabei und weitere unterstützende Kräfte.« Inwieweit die Gespräche von Erfolg gekrönt sein dürften, steht bislang noch nicht fest.


Ansonsten sind dieser Powerpoint-Vortrag (http://www.bad-berleburg.de/wisent/vortraege/03.pdf), sowie diese WDR-Repotage (https://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/02/08/loksi_01.xml?mzadd=3943) ganz interessant, wenn auch nicht topaktuell.



Zwar noch keine Wisente, aber im August/September gab es einen Zeitungsbericht in der Bad Berleburger Westfalenpost, in dem Indizien dafür geschildert wurden, dass es im Rothaargebirge wieder wilde Luchse geben soll.

:)