Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Füllmenge Gaskartusche bestimmen
Gibt es eine Methode, ohne Waage (!) festzustellen, wie viel noch in einer normalen Schraubkartusche drin ist?
Leider sieht man so einem Ding ja nicht an, ob man damit noch ein paar Tage auskommt oder ob man ne neue braucht bis zum Ende der Tour.
Warum bauen die Hersteller eigentlich keinen Sichtstreifen ein? Das fänd ich echt praktisch.
Oder gibts irgendeine technische Lösung?
Oder nen einfachen Trick?
Man könnte natürlich messen, wie tief eine schwimmende Kartusche im Wasser liegt.
Dazu müsste aber zumindest das Gewicht der leeren Kartusche bei allen Herstellern gleich sein. Ist das so?
Dann könnte man eine Skala erstellen, die man auf die Kartusche pappt. Leider habe ich im Moment weder eine volle noch eine leere Kartusche da. Hat jemand sowas und könnte sie mal wiegen?
Kanem
Hi,
ich mach ich die Gefühl-Methode:
Ich mach den Kocher an die Kartusche und lass den ein oder zwei Minuten auf Hochtouren laufen(Teekochen). Dann streiche ich mit dem Finger an der Kartusche runter. Da wo das Metall kalt wird, ist die momentane Füllhöhe.
Warum bauen die Hersteller eigentlich keinen Sichtstreifen ein? Das fänd ich echt praktisch.
ist sehr aufwaendig die blech/kunststoff-verbindung dicht zu bekommen.
allerdings gibt es 11kg-gasflaschen aus GFK in den man die fuellmenge sehen kann.
Oder gibts irgendeine technische Lösung?
man koennte z.b.
1. die waermekapazitaet der gaskartusche messen.
2. oder den temperaturabfall nach entnahme einer bekannten gasmenge in einer bestimmten zeit auswerten.
3. alternativ kann man kartusche auf eine bestimmte geschwindigkeit beschleunigen und die hierzu noetige energie messen und auswerten
4. bei gaskartuschen mit einem gemisch aus mehreren gasen kann man auch die noch in der kartusche vorhandene mischung bestimmen und unter zuhilfemahme von einigen weiteren daten die noch in der kartusche vorhandene gasmenge berechnen
5. alternativ koennte man am kocher einen durchflussmesser instalieren und die entnommene gasmenge bestimmen. hierraus laesst sich die in der kartusche vorhanden ganmenge berechnen
6. genausogut kann man das gas in einen anderen (durchsichtigen und mit einer skala versehenen) druckbehaelter zur bestimmung des volumens druckbehaelter umfuellen, das volumen des fluessiggases (das in der kartusche und im druckbehaelter eine fluessigkeit ist) ablesen und wieder in die kartusche zurueckfuellen
7. koennte man versuchen eine geringe menge eines geeigneten gases (z.b. stickstoff) in die kartuche zu fuellen und und danach eine gasprobe aus der kartusche entnehmen. aus der konzentration des zuvor in die kartusche gefuellten gases laesst sich das volumen in dem keine fluessigkeit ist berechnen. daraus kann man die noch vorhandene gasmenge bestimmen.
es wurde nur gesagt dass keine wage verwendet werden soll; es wurde nicht gesagt dass der aufwand ertraeglich bleiben soll :wink:
Flachlandtiroler
16.01.2006, 10:06
4. bei gaskartuschen mit einem gemisch aus mehreren gasen kann man auch die noch in der kartusche vorhandene mischung bestimmen und unter zuhilfemahme von einigen weiteren daten die noch in der kartusche vorhandene gasmenge berechnen
Ist das nicht von der Vorgeschichte abhängig? Was aus der Mischung zuerst vergast hängt maßgeblich von der Umgebungstemperatur ab: Bei Kälte kann z.B. die Kartusche noch weitestgehend voll sein, aber die Komponente mit dem niedrigsten Siedepunkt / höchsten Dampfdruck ist schon verbraucht und der Rest rührt sich nicht mehr... :-?
Rosis Methode hört sich geschickt an; dürfte am praxistauglichsten sein.
Ein anderer Tip: Es gibt ja diese sehr länglichen Kartuschen (die billigen aus dem Baumarkt). Bei denen ändert sich der Schwerpunkt doch sehr schnell mit dem Absinken der Füllung; einmal Schwenken und man hat ein Gefühl wieviel da noch drin ist.
Gruß, Martin
Genau für den Zweck, die Restfüllmenge einer Schraubkartusche zu bestimmen, womöglich noch unhterwegs, gibt (gab ?) es von Primus mal eine Mini-Federwaage.
Ich bevorzuge zwar Schütteln und Schätzen, aber die Idee klang nicht schlecht, als ich das Ding entdeckte.
Hawe
Thomas75
16.01.2006, 10:21
... Da wo das Metall kalt wird, ist die momentane Füllhöhe.
Manchmal beschlägt der kalte Teil der Kartusche auch - dann hat man fast einen "Sichtstreifen" :D
Ich finde volle Kartuschen klingen auch nicht so dumpf wie leere.
underwater
16.01.2006, 16:40
a) Benzinbrenner nehmen (ist ohnehin billiger
b) Rosis Methode
c) Berechnen & Messen: p*V=m*R*T :bg:
c) Berechnen & Messen: p*V=m*R*T :bg:
Ein kleiner, aufschraubbarer, temperaturkompensierender Druckmesser wäre doch die Lösung.
Könnte man auch in den Kocher integrieren, ist allerdings wahrscheinlich nix für die Lightweight-/Puristen-Fraktion :bg:
Inukshuk
16.01.2006, 17:03
@hrrh :bg: erinnert mich irgendwie an die Geschichte mit Niels Bohr, dem Barometer und dem Hochhaus (http://www.joerg-rudolf.lehrer.belwue.de/diverses/fun/humor5.htm) :lol:
Ein kleiner, aufschraubbarer, temperaturkompensierender Druckmesser wäre doch die Lösung.
Könnte man auch in den Kocher integrieren, ist allerdings wahrscheinlich nix für die Lightweight-/Puristen-Fraktion :bg:
Gute Idee, solltest du dir patentieren lassen. :wink: Ich hab da gleich mal Google (http://www.elektronikpraxis.de/sh/fachartikel/ep_sh_fachartikel_9529.html) gefragt. Das wäre schon machbar.
Mac
Sehe da wegen der verschiedenen Gasmischungen ein Problem bei der Kalibrierung. Eine reine Butankartusche wäre mit 1 bar bei -5°C ja unter Umständen immer noch voll, während eine reine Propankartusche schon als leer gelten müsste.
Ohne Temperaturkompensation wäre die Messung ziemlich ungenau (eine Kartusche, die in der Sonne stand, wäre plötzlich wieder "voll"...)
Vielleicht eine Alternative: Eine Art Stift, der einen berührungslosen Näherungssensor an seiner Spitze hat und den Flüssigkeitsstand beim Entlangfahren auf der Hülle der Kartusche akustisch oder optisch erfasst. Weiß blos nicht genau, ob es so etwas für Metallbehälter überhaupt gibt.
*Brainstorming Ende* :bg:
Wie wärs mit nem Manometer und einer Art "Deklinationsskala" nur eben für die verschiedenen Temperaturen.. am besten gleich n Manometer mit eingebautem minithermometer
Aber seit ich Rosi´s Methode gelesen hab denk ich halt auch...was will man mehr :wink:
Schütteln und schätzen hat mir bisher gereicht.
Wozu eine Wissenschaft draus machen...
Dirk
Ein kleiner, aufschraubbarer, temperaturkompensierender Druckmesser wäre doch die Lösung.
Geht nicht: Solange noch flüssiges Gas in der Kartusche ist, ist der Dampfdruck konstant.
Geht nicht: Solange noch flüssiges Gas in der Kartusche ist, ist der Dampfdruck konstant.
Hm, da haste wohl Recht :bash: , zumindest bei konstanter Temp.
Gilt das nicht nur für reine Flüssigkeiten/Gase? Kann man da vielleicht Rückschlüsse auf die verbleibende Gaszusammensetzung ziehen?
Wie wärs mit ner durchsichtigen Gaskartusche?
@Dirk
Es wurde doch gewünscht das Niveau des Ausrüstungsforums zu heben. Obwohl ich mich gerade mit dem Niveau noch etwas schwer tue. :wink:
Mac
Wie wärs mit ner durchsichtigen Gaskartusche?
technisch sicher machbar aber zu teuer.
die kartuschen (die normalen aus metal) sind ein stueck gebogenes blech. dies laesst sich sehr kostenguenstig fertigen
fuer druchsichtige kartuschen muesste man entweder eine enorme wandstaerke oder glasfaserverstaerkte kunststoffe herstellen. bei ersterem waehren die kartuschen unendlich schwer, bei zweiterem zu teuer.
mit entsprechend kleingeld bekommt man aber sicher eine sonderanfertigung :wink:
durchsichtig gibts meines wissens nach nur 11kg flaschen, die allerdings wiederbefuellt werden (wodurch die kosten ertraeglich werden).
Mist, hab' ich mir wohl doch zu einfach vorgestellt. ;)
Bleibt noch der kapazitive Füllstandssensor. Aber ob der auch durch Metall hindurch funktioniert? Kenne die bisher nur für Glas- und Plastikbehälter.
ihr kommt auf ideen :bg: krass ...
ich selbst habe immer geschuettelt und in der hand gewogen und beschlossen das die noch fuer die mahlzeit reicht .. :)
und eine als resever nimm ich meist eh mit .. wobei ich mir nen spiritus brenner zugelegt habe und der gas somit aussen vor ist .. erstmal
Bleibt noch der kapazitive Füllstandssensor. Aber ob der auch durch Metall hindurch funktioniert?
nein.
Es gibt Ultraschallsensoren, die Flüssigkeiten in Edelstahlbehältern erfassen können: Link (http://www.turck-globe.de/De/articles_pdf/levelprox_beruehrungslose_Fuellstandserfas_in_Metallbehaelter.pdf)
Allerdings benötigen die Sensoren ein Kontaktgel, was den flexiblen Einsatz wieder stark einschränkt.
Könnte man höchstens im unteren Teil aufkleben, um gewarnt zu werden, wenn eine bestimmte Restmenge erreicht ist.
Das wiederum erfährt man näherungsweise auch durch Schütteln.
Man könnte auch dem Gas ein radioaktive Komponente beimischen, die so stark strahlt, dass die Strahlung das Metall durchdringt. Dann kann man mit dem Geigerzähler die Restmenge abschätzen (wird so ähnlich bei Ölbohrungen praktiziert). Die Halbwertszeit sollte nicht zu klein gewählt werden, damit eine alte Kartusche nicht fälschlischerweise als leer erkannt wird.;-)
Also ich nehme die Kartusche normalerweise einfach in die Hand.
Gruß
Felix
Eine Idee habe ich noch:
Die Kartsuche aus Alu oder Titan fertigen. Dann einen Schwimmer mit Magnet in die Kartusche packen. Und schon kann der Flüssigkeitsspiegel bequem mit dem Kompass (den man sowieso dabei hat) bestimmt werden.
@Dirk
Es wurde doch gewünscht das Niveau des Ausrüstungsforums zu heben. Obwohl ich mich gerade mit dem Niveau..... :wink:
Mac
hebt ruhig weiter... :)
Die Kartsuche aus Alu oder Titan fertigen.
titan waehre nicht mer bezahlbar. alu geht entv. noch
allerdings koennte man die gaskartusche auch roentgen :wink:
Der einzige praktikable Vorschlag kam bisher von Rosi in der ersten Antwort!! :bash:
Wenn keiner die Frage ernst nimmt und den Thread mit Sachen zumüllt, die nur knapp am OT vorbeischrammen braucht man sich nicht wundern, wenn das Niveau abnimmt. :kotz:
Dass ich kein halbes Atomkraftwerk und ein Analyselabor mit mir herumtragen will, um herauszufinden, wie lange meine Kartusche noch lebt, das hätte man sich unter umständen denken können. Naja, manche vielleicht nicht. :ignore:
Und in die Hand nehmen, um zu sehen, ob sie noch voll ist... da wär ich nie drauf gekommen. :roll: Ok, kann sein, dass meine Frage schlecht vormuliert war.
Ich wollte es eigentlich nur mit einfachen Mitteln etwas genauer.
Kanem
@Kanem
Was hattest du erwartet? Das jetzt 100 Tolle praktikable Möglichkeiten kommen? Die Idee mit dem Schwimmen lassen war übrigens gar nicht so schlecht. Da Problem ist nur, dass die Kartuschen nicht alle die gleiche Form haben. Aber als 1. Näherung sicher nicht verkehrt. Mann könnte sie auch in einem randvollen Topf schwimmen lassen und das übergelaufene Wasser messen. Das könnte sogar ziemlich genau werden, wenn die Kartuschen nicht einfach ganz untergehen. Aber ab und zu muss man ein wenig rumspinnen um gute Ideen zu haben und lernen kann man auch was dabei. :wink:
Mac
Vielleicht verstehen die alle nicht, warum Du unterwegs plötzlich wissen wisst, wieviel noch drin ist - Du bekommt da schließlich trotzdem keinen Nachschub. :)
Für mich ist das schon wichtig, wenn ich zur Halbzeit der Tour merke, daß die Kartusche noch zu 2/3 voll ist, dann wird geschlemmert, aufwändiger gekocht, Trinkwasser nicht mehr gepumpt (in Kanada) sondern abgekocht.
- und im anderen Fall geht dann das Sparen beim Teekochen los. :D
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