Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GossamerGear Spinnshelter - Erfahrungen?
Lightfoot
12.01.2006, 00:02
Ich möchte eine (sommerliche) Schwedentour im "gemäßigten" Norden unternehmen. Hütten/Unterstände sind häufiger verfügbar.
Als Zwischenunterkunft brauche ich etwas leichtes, möglichst unter 500 gr.. Ich liebäugele etwas mit dem Spinnshelter (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/Spinn-Shelter.html) von GossamerGear, weil man es im Gegensatz zu Tarps ganz zu machen kann. Dann dürfte allerdings eine Tropfsteinhöhle drohen. Und sehr großzügig geschnitten ist das Ding ja nicht. Oder?
Kennt jemand das Teil und kann mir etwas dazu sagen?
Ansonsten bliebe ich vielleicht beim Poncho + Leichtbiwaksack, wenn mir nur endlich eine Idee käme, den Poncho aufzutarpen, ohne naß zu werden... (man könnte einen zweiten mitnehmen :bg: )
hikingharry
12.01.2006, 02:20
Hallo Lightfoot,
zuerst einmal, es werden Dir hier im Forum sicherlich einige von diesem Zelt abraten und Dir eher ein "normales", nordlandtaugliches Zelt empfehlen.
Ich bin gerade dabei, mir ein Spinnshelter selber zu schneidern, für eben solche Zwecke. Aber sicherlich wird es ein Kondenswasserproblem geben. Allerdings glaube ich, das mensch dem mit den verschiedenen Aufbaumöglichkeiten begegnen kann. Siehe dazu bei gossamergear.com (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/spinnshelter_images.html)
Generell, das Zelt mit der niederen Schmalseite in den Wind stellen, und so offen wie möglich aufbauen.
Ich habe erfolgreich ein selbstgenähtes Tarptent nach dem Schnitt von Henry Shires (http://www.tarptent.com/projects/tarpdesign.html) unter anderem in Skandinavien verwendet. Siehe auch die Fotos in diesem Thread (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=11930) weiter unten. Allerdings beginne ich immer früh auf die Windrichtungen zu achten, und suche manchmal schon 40 Minuten nach einem Zeltplatz.
Etwas Kondenswasser habe ich schon ab und zu im Zelt, aber nur selten sehr viel.
Weiters kannst Du Dich für Skandinavien noch mit der Mückenfrage beschäftigen, und vielleicht z.B. gleich noch ein Bug-Canopy (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/Bug-Canopy.html) mitbestellen.
Zu der Frage Poncho und Biwaksack noch ein paar Seiten:
adventurealan.com (http://www.adventurealan.com/Montana_2002/beartooth_fishing/index.htm) ( auf der Seite runter scrollen)
und noch einmal adventurealan.com (http://www.adventurealan.com/sierra2001/index.htm) (nach etwas Scrollen gibts ein Foto mit 2 Poncho Tarps)
backpackinglight.com (http://ftp.backpackinglight.com/galleries/Winds03/index2.html) Aufbau eines Ponchos ist ganz gut zu sehen, aber sie verwenden auch noch einen Biwaksack, wie z.B. das Vapr Bivy (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/vapr_pertex_quantum_ultralight_bivy_sack_r.html)
Alles zusammen nicht gerade günstige Lösungen.
Aber: Bei all diesen Übernachtungsmöglichkeiten sollte mensch einiges an Erfahrung mitbringen, das alles wiederholt bei widrigen Wetterbedingungen getestet haben, bevor mensch damit nach Skandinavien fährt.
So weit, so gut.
Gruß hikingharry
Lightfoot
12.01.2006, 11:16
Danke für die schnelle und ausführliche Antwort, hikingharry. Super auch die Links; ein paar Sachen von Dir hatte ich schon bewundert. So ein Ding wie den Shelter selber machen ist toll; würde ich auch gerne können, bin ich aber zu ungeschickt zu. :roll:
Ich bin im Norden früher immer mit Zelt unterwegs gewesen, aber man wird alt und schwach und faul, daher ist schweres Gepäck passe.
Poncho (2,40 x 1,50 m oder so) und Biwaksack (nur wasserabweisend) habe ich schon öfter in gemäßigten Breiten verwendet, aber bisher immer das unglaubliche Glück gehabt, den Poncho nicht im Regen aufspannen zu müssen. Denn während des Aufbaus würde man ja wohl ziemlich naß, mein Regenschirm hülfe da wenig. Für solche Fälle hatte ich immer noch so einen durchsichtigen Notfallponcho (50gr.) zusätzlich dabei, aber toll ist das wirklich nicht. Für Schweden möchte ich diese Kombi eher nicht probieren, zumal der Lebensraum bei Regen und Wind wirklich arg knapp ist.
Versuch macht ja kluch. Ich habe mir mal eine Unterkunft mit den ungefähren Maßen des Spinnshelter provisorisch gebaut; ich glaube, das ist auszuhalten, auch mit Kondenswasser an den Wänden. Vielleicht nehme ich noch einen Biwaksack dazu, aber die 200 gr. wollte ich eigentlich sparen.
Das Bug Canopy wird auf jeden Fall geordert, mein Schlafsacknetz reicht mir da oben nicht.
Ich werde übrigens auch den Mariposa Rucksack bestellen (Risiiiko!!) und zum Probieren die Dribucks Regensachen, da ich keine Querdurchsgebüschtour plane. Das spart noch mal richtig Gewicht bei mir.
Viele Grüße und trockene Füße :wink:
Wolfgang
Dribucks=Dryducks?
Snuffy
Lightfoot
12.01.2006, 12:30
Nun ja, wir sind beide falsch gewickelt, aber die Kombination macht's. :bg:
Ich meinte natürlich die Driducks (http://www.gossamergear.com/cgi-bin/gossamergear/driducks_rainsuit.html).
Schande über mich.
hikingharry
12.01.2006, 13:33
Danke Lightfoot :) Übrigens handwerklich bin ich auch eine Niete, aber beim Nähen gehts ganz gut. Vielleicht doch mal Probieren.
Zu den Driducks: Ich verwende sie seit ca. 9 Monaten, und bin ganz glücklich damit. Das Material ist sowas von atmungsaktiv und wasserdicht, echt ein Wahnsinn, trotz der Leichtigkeit. Allerdings auch SEHR empfindlich. Alleine durch das totale Zusammenquetschen der Jacke und wohl etwas Scheuern am RV hat ein Ärmel eine kleine Beschädigung erhalten. Also Ducttape nicht vergessen.
Regenschirm würde ich trotzdem mitnehmen.
Also das mit dem Glück kenne ich, aber hatte es auch schon ganz anders. Siehe dort (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=159779&highlight=#159779). Beim ersten Foto hat es die ganze Nacht geschüttet, wie aus Kübeln. Ob Du einen Biwaksack brauchst (a la Vapr Bivy), würde ich auch von dem Aussenmaterial des Schlafsackes abhängig machen. Gerade bei einem kleinen Tarp ist das sicher essentiell, eine Reserve gegen hereinspritzenden Regen zu dabei zu haben.
Zu dem Thema Aufbau im Regen: Ich habe mein Tarp schon öfters im Regen aufgebaut, unter zu Hilfenahme des Regenschirmes. Oder ich hatte ein Windshirt an, welches für kurze Zeit schon hilft.
Und der Mariposa: Ich habe den GG G4, und bin sehr zufrieden damit. Auch 2 Monate in Skandinavien waren kein Problem, mußte allerdings nach einer Komplettüberladung (19kg Gesamtgewicht - Essen für 10 Tage und Spiritus) bei einem Schultergurt ein paar Stiche nachnähen. Ansonsten gute Qualität, allerdings verträgt das Material keine grobe Behandlung. Also denke ich mir das auch der Mariposa in Ordnung ist.
Lesenswert sind vielleicht auch Reviews bei backpackgeartest (http://www.backpackgeartest.org/reviews/Packs/Internal%20and%20External%20Framed%20Backpacks/Gossamer%20Gear%20Mariposa/), besonders die von Carol Crooker, die ja auch beim Backpackinglight-Team ist.
Na, noch schönen Mittag
Gruß hikingharry
Wolfgang B
12.01.2006, 13:54
Hab mal so ein ähnliches Zelt gebaut:
http://www.liegerad-online.de/tour14.htm
Gruss, Wolfgang
hikingharry
12.01.2006, 14:44
Hallo Wolfgang,
danke für den Link zu Deiner Seite. Hast Du das Zelt auch schon bei einigen Regenfällen ausprobiert, und hat das Icarex-Nylon dichtgehalten?
Gruß hikingharry
Wolfgang B
12.01.2006, 14:56
Hallo Wolfgang,
danke für den Link zu Deiner Seite. Hast Du das Zelt auch schon bei einigen Regenfällen ausprobiert, und hat das Icarex-Nylon dichtgehalten?
Gruß hikingharry
Nein, konnte es leider noch nicht praktisch verwenden.
Bei einem Test mit einem nassen Schwamm hält das Icarex aber deutlich besser dicht als Silnylon. Es ist nur sehr raschelig und nicht so gut komprimierbar wie Silnylon. Ich würde es beim nächsten mal eher aus Silnylon bauen, bei gleicher Form.
Gruss, Wolfgang
Lightfoot
13.01.2006, 12:28
Noch mal danke für die Antworten, ich hatte eigentlich gar nicht mit Resonanz gerechnet.
Zum Biwaksack, z.B. der Link von hikingharry im verlinkten Thread mit den Bildern: Bozeman ist, finde ich, einfach schrecklich teuer; 230 $ für so ein Nylonsäckchen? Ich wäre ja kurz davor, einen Kredit aufzunehmen, um die leichten Wärmesachen (Cocoon Pullover, Hose und Handschuhe) von Bozeman zu bestellen, wenn sie denn mal lieferbar wären, was nicht der Fall ist, aber für den Bivy?
Ich habe mal den Sack von Equinox (http://www.backcountrygear.com/catalog/bivydetail.cfm/EQ3000) verlinkt, kostet nur 60 $ und wiegt (angeblich!) auch nur 6,5 Unzen, also ca. 185 gr. (ich rechne immer x 28,4, stimmt glaub ich nicht ganz genau). Ob der so viel schlechter wäre als der von Bozeman?.
Interessant finde ich auch die Dinger von Oware, z.B. den (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/00058) mit Moskitonetz mit ca. 350 gr./110 $.
Ich hab übrigens noch nie in den USA bestellt, ist das ein sehr großes Abenteuer? Wieviel muß man denn prozentual dazuschlagen an Zoll, Steuer etc, gibt es da eine Faustregel?
hikingharry
13.01.2006, 18:34
Ja die Bozemansachen sind echt teuer, und außer dem Lightweight Backpacking & Camping (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/00070.html) Buch habe ich noch nichts gekauft.
Zu dem Eqinox-Sack: lies doch mal hier die reviews (http://www.backpackgeartest.org/reviews/Shelters/Tarps%20and%20Bivys/Equinox%20Ultralight%20Bivy/). Der gefällt mir nicht sooo gut.
Und dann las ich noch gerade diesen Report (http://www.backpackgeartest.org/reviews/Shelters/Tarps%20and%20Bivys/Gossamer%20Gear%20Spinnshelter/Mark%20Verber/Long%20Term%20Report/), und frage mich, wie wichtig ist hier ein atmungsaktiver, wasserresistenter Bivy Bag, im Gegensatz zu der Verwendung eines Tarps mit 2,70m x 1,55m. Also doch nur ein Groundsheet und ein Bug Canopy. Also mein Eigenbau hat auch nur ein Groundsheet, und sonst keinen Boden und funktioniert gut.
Ich denke, das ist eine persönliche Entscheidung.
Mark Verber hat sowieso noch einiges interessantes zu lesen >> verber.com (http://www.verber.com/mark/outdoors/gear/shelter.html), hier nur zu Zelten und Bivys, aber einfach dem Link ganz oben zu seiner hauptseite folgen.
Also doch wieder die Entscheidung zwischen Tarp und Bivy oder GG Spinnshelter. Apropos Bivy, ich habe noch dieses gefunden: Superlight Bivy (http://www.mountainlaureldesigns.com/bivys.php) (• 1.25 Silnylon PRO bottom and .8 Nylon Ripstop DWR top, $105, 6.25 oz), und ein Review (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/reviews/display_reviews?forum_thread_id=1954&cat=Shelters%20%2D%20Bivy%20Sacks&cid=34). Klingt auch interessant.
Bestellen aus den USA: Kleinere Sachen habe ich schon öfters bestellt, das war kein Problem, bei meiner ersten Stoffbestellung (ca. 16m Stoff) im Wert von ca. 70$ bezahlte ich noch ca. 30€ an Zoll (Einfuhrumsatzsteuer und so), wenn ich mich recht erinnere. Faustregel gibt es keine, soviel ich weiß. Aber wenn mensch was haben will..... :bg:
Aber daher auch das Selbernähen.....kommt billiger und macht Spaß, allerdings darf mensch nicht die eigene Zeit dazurechnen.
Aber jetzt lasse ich es mal. Hast ja eh´mal was zu lesen :D
Gruß hikingharry
Lightfoot
14.01.2006, 09:19
Ja, super die vielen Links. :wohoo:
Kommt mir gerade recht, bin von einem Kurzwanderurlaub auf Teneriffa zurück, habe mir hier prompt eine Erkältung gefangen :bash: und somit viel Zeit zum Lesen. :bg:
Übrigens war der Bozeman Cocoon Pullover gestern wieder erhältlich (haben nur wenige da). Es juckt in den Fingern...
Also ans Werk, nur noch 7 Monate bis Schweden. :roll:
Lightfoot
14.01.2006, 10:55
So, hab mal einiges gelesen.
Der aktuelle Equinoxbiwaksack ist, glaube ich, anders konstruiert als der "so lala" Getestete; hat mittlerweile wohl normale Mumienform.
Den Bericht von Verber kannte ich schon (dank Deines letzten Posts, hikingharry); hat meine Entscheidung eigentlich schon in eine bestimmte Richtung gelenkt.
Mit Spinnshelter, ähnlichem Leicht"zelt" oder Normaltarp und seperater Regenkleidung ist man, finde ich, einfach flexibler als mit Ponchotarp und Biwaksack. Man kann sein Lager aufgeschlagen lassen und etwas unternehmen, ohne den hauptsächlichen Regenschutz (= Poncho/Tarp) mitnehmen zu müssen.
Und wenn ich ein großes Tarp nähme, würde ich irgendwie gerne auf einen Biwaksack verzichten (obwohl es von Bozeman ja so was von leichten Leichttarps gibt, diese neuen Nanodinger, z.B. 2,74 x 2,13 m bei 145 gr. :shock: , da könnte ruhig noch ein Biwaksack dazu; denn ich habe bisher, zu meiner Schande sei es gesagt, immer einen normalen PU-Poncho mit ca. 500 gr. plus Biwaksack benutzt), genauso wie beim Spinnshelter. Also Spinnshelter oder Normaltarp.
Meine Zuneigung zum Spinnshelter statt zum normalen Tarp hat, fürchte ich, ziemlich psychologische Gründe: es ist halt so abschließbar, zeltähnlich, eine kleine Burg gegen die grausame, unerbittliche und böse Welt da draußen. Bin eben ein echter Naturbursche. :bg:
Bisher heißt es also: Spinnshelter - Biwaksack > Tarp > Poncho/Tarp + Biwaksack. Sobald der Mariposa wieder lieferbar ist, werde ich GossamerGear mit einer Großbestellung beglücken.
Christian Wagner
14.01.2006, 12:47
Hatte mir mal ein Spinshelterähnliches Teil gebaut. Ob die Abmessungen jetzt hundertprozentig gestimmt haben weis ich nicht, war aber sicherlich im gleichen ballpark.
Fazit: Ewig Kondenswasser, und das bekam man eigentlich gar nicht rausgelüftet, und zweitens streifte man aufgrund der engen und geschlossenen Form fast vollständig mit dem Schlafsack ab. Die Folge war das der Schlafsack patschnass war.
Am nächsten Tag habe ich das Teil dann als Pseudo lean- to aufgebaut- um einiges trockenener aber halt auch wieder offen, und für offene Tarps gibts definitiv bessere Schnitte als ein Spinshelter.
hikingharry
14.01.2006, 17:47
Das ist interessant, ich dachte, wenn ich das Spinnshelter so ähnlich aufbaue, wie ein Ray-Way-Tarp, d.h. Ränder weg vom Boden, und die Enden halb geschlossen ( dann entstehen ja auch Beaks ), dann gäbe es gleich viel/wenig Kondens wie unter einem normalen Tarp. Komplett schließen muß mensch ja nur im Falle eines richtigen Sturms.
Und für eine gelegentliche Unterkunft reicht es sicher auch in Schweden zu. Na ja, mal sehen, wie es mir mit meinem Teil dann gehen wird.
Gruß hikingharry
Lightfoot
14.01.2006, 18:39
Ich gehe davon aus, daß man beim Spinnshelter bei geschlossenem Aufbau ziemlich viel Kondenswasser hat. Damit muß man sich wohl abfinden. Aber wenn so ein Aufbau nötig ist, dürfte man mit einem Tarp auch nicht die reine Freude haben. Wie hattest Du das ähnlich-Teil denn aufgebaut, Christian?
Habe auch schon mal gehört, daß Leute bei einem größeren Tarp starkes Kondenswasser hatten, das wegen der flacheren Dachschräge leichter tropft. Liegt scheinbar an vielen Faktoren beim jeweiligen Mikroklima begründet.
Es bleibt eben schwierig... (grübel, grübel, nicht ans Ringstind 1 denkend)
hikingharry
14.01.2006, 20:22
Ringstind I - da habe ich den größeren Vorläufer - Stetind II. :D
Das ist auch ein super Zelt, etliche Jahre beim Seekajakfahren und Wandern verwendet. Aber Kondenswasser gibt es da auch, wenn das Zelt nicht richtig steht (-> sprich, mit dem niederen Ende in den Wind) oder wenn es fast keinen Wind und hohe Luftfeuchtigkeit gibt.
Und selbst hier http://www.harrydesign.de/hikingharry/forum/bei_regen.jpg
- Tarp sehr offen - gabs viel Kondens. Den wische ich morgens, noch im Schlafsack, mit einem Geschirrtuch ab.
Schwierige Entscheidung. :bg:
Gruß hikingharry
Lightfoot
14.01.2006, 20:58
Eben, Kondens gibt es immer. Die Welt ist halt schlecht. :bg:
Habe mich jetzt für das Spinnshelter entschieden.
Nur beim Mariposa Rucksack bin ich mittlerweile wieder skeptisch. Die reviews auf Backpacktestgear.com haben mir da zu denken gegeben (noch mal ein dickes Danke für den Link). Ich mag keine Rucksäcke, die am Rücken anliegen, was beim Mariposa ja wohl der Fall wäre, wie bei allen anderen ultraleichten auch. Der Plan, den ich für die Modifikation des Mari hatte, wird nicht funktionieren.
Vielleicht probiere ich mal einen Lightwave S Rucksack, 54 l aus, wiegt zwar 1 kg, aber na ja. Wäre dann ca. so viel wie bei meinem alten ~35 l Deuter ohne Hüftgurt, den ich sonst für meine kürzeren Touren bis 5 Tagen immer nehme und der viel zu klein ist, aber toll sitzt (bis ca. 10 kg).
hikingharry, Du hast doch den G4; der sitzt doch sicher am Rücken dicht an, mit der eingeschobenen Matte? Oder gibt es da Belüftungsraum zwischen Rücken und Rucksack?
hikingharry
14.01.2006, 21:44
G4: Nein, da gibt es keinen Zwischenraum, der liegt total dicht am Rücken an. Ein bißchen kann ich die Schultergurte locker machen, und erhalte so einen kleinen Spalt. Aber so richtig Lüftung ist das nicht.
Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Ich habe bei mir festgestellt, das ich sowieso immer am Rücken schwitze, ob mit Außengestellrucksack, oder sowas wie einem Lowe Cerro Torre, oder mit so VauDe Rucksäcken mit einem System, das den Packsack vom Rücken abhält. Bei kaltem Wind pfeift es da sogar ziemlich durch.
Da lege ich mehr Wert auf die Kleidung, z.B. Merinowollunterwäsche oder T-Shirts aus Polypropylen. Bei einer Rast ein Windshirt drüber und gut ists.
Gruß hikingharry
Lightfoot
15.01.2006, 10:02
Danke für die prompte Antwort. Ich bin total vom Deuter Abstandssystem verwöhnt (wobei mir das neue nicht gefällt, mein Rucksack ist über 10 Jahre alt; schwerer als früher sind die Dinger auch geworden); der Sack liegt nur am unteren Rücken an. Schwitzen tue ich dabei überhaupt nicht.
Ich wollte den Mariposa etwas tunen, z.B. nur das untere Meshfach mit einer Schaummatte (bei der Rast für die Füße) befüllen, so daß der Sack auch nur unten Kontakt zu mir hätte, aber nach den Beschreibungen in den reviews wird das nicht gehen.
Ich hatte schon mal den Golite Breeze probiert und dabei festgestellt, daß ich lieber 500 gr. mehr Rucksack schleppe, als auf den Rückenabstand zu verzichten. Na ja, man kann nicht alles haben.
Den 35 l Deuter kann ich für Schweden auch bei Leichtausrüstung wohl eher vergessen, genauso wie meinen 75 l Lowe Patagonia (will gar nicht wissen, was der wiegt :ill: ), also muß was neues her, stöhn.
Den 35 l Deuter kann ich für Schweden auch bei Leichtausrüstung wohl eher vergessen
Wieso denn das? Versteh ich jetzt nicht ganz.
Hast du vor viel mehr als 35 l reinzupacken, dann ist das aber kaum mehr Fastpacking oder Leichtgewichtwandern. Da kommst du doch mindestens über 15 Kilo und das ist doch so definitonsgemäß die absolute Obergrenze. Dann kannst du nämlich auch deinen 75 Liter Rucksack nehmen und hast einen super Tragekompfort.
Schau dazu auch mal auf die Seite von Carsten (http://www.fastpacking.de). Da findest du auch sehr viele Infos zum Leichtausrüstung und Fastpacking.
MfG,
Jasper
Lightfoot
15.01.2006, 10:34
Einen Versuch wäre es wert.
Der Patagonia (super Tragekomfort? also ich weiß nicht, war immer zu erschöpft für solche Beobachtungen) hat schon ein paar mal Schweden gesehen, deshalb darf der auch zu Hause bleiben. Beim 35 l bin ich skeptisch. Für meine hiesigen Touren bis 5 Tage (am/im Rucksack Artiach Superduperlightschaummatraze, Poncho, Windshirt, Yeti Pound + Biwaksack oder ME Glacier 300, JW Wärmejacke, 1 Ersatzshirt, lange Unterhose, Badelatschen, 2 x 1 l Flaschen und der übrige Krimskrams) war der proppenvoll. Dabei war kein Kocher/Brennstoff und nur minimal berechnete Kaltnahrung an Bord. Gewicht ca. 10 Kilo.
Vieles, was ich habe, ist (noch) nicht ultralight (z.B. der Poncho mit 500 gr.oder die JW Kunstfaserjacke mit 450 gr.), aber vom Volumen her wird es kaum kleiner gehen.
Als Schlasa kommt ein WM Apache mit, der wird wohl nicht kleiner sein als der ME Glacier, Tarp, Regensachen, Kocher und Brennstoff und gut bemessene Fressalien (ich mache kein Survival)... ob da 35 l reichen?
Wahrscheinlich kann ich nur nicht richtig konsequent packen. :bg:
Wenn ich mir Andrew Shurka anschaue, der seine Touren mit einem Golite Jam mit ca. 38+ l macht..., da wird man schon neidisch. :wink:
Christian Wagner
15.01.2006, 11:48
Das ist interessant, ich dachte, wenn ich das Spinnshelter so ähnlich aufbaue, wie ein Ray-Way-Tarp, d.h. Ränder weg vom Boden, und die Enden halb geschlossen ( dann entstehen ja auch Beaks ), dann gäbe es gleich viel/wenig Kondens wie unter einem normalen Tarp. Komplett schließen muß mensch ja nur im Falle eines richtigen Sturms.
Nun, die Bedingungen unter denen ich das Teil benutzte waren halt auch genau so das man das Teil geschlossen hält. Der Regen ist nur so runtergepladdert. An ein erhöhtes Abspannen war nicht zu denken. Die Maße des Tarps waren einfach zu klein als das dann nicht Spritzwasser meinen Schlasa erreicht hätte. Eingang offenlassen ging auch nur bedingt, da das Tarp insgesamt von der Länge her sehr kurz war und der Regen dann 10 cm von der Schlafsackkapuze auf den Boden getroffen wäre.
Mein Tip für Schweden und ähnlich mückenreiche Gebiete ist das Tarptend von Henry Shires mit kurzen Beaks- Die Abmessungen sind sehr großzügig, man kann locker im Tarp kochen und die Beaks und das Moskitonetzt hält einiges an Spritzwasser bzw. schräg fliegenden Regen ab.
Lightfoot
15.01.2006, 14:25
Mmmh, mußte das sein? :bg:
Ich hatte schon den Bestellkorb bei GG voll, aber Deine Schilderung trifft voll meine (nur theoretischen) Bedenken.
Henry Shires Tarptents hatte ich zunächst verworfen, weil zu schwer. Aber wenn man's recht bedenkt...
Virga 2 wiegt ca. 24 Unzen/680 gr. (wobei ich davon ausgehe, das da Heringe und Stange schon dabei sind!?)
Spinnshelter mit Heringen, Stangen und Bug Canopy wiegt ca. 500 gr..
So gewaltig ist der Unterschied ja nicht und das Tarptent sieht wirklich praktischer aus, wenn ich z.B. nur an das Besteigen des Schlafsacks denke.
Hallo!
Ein Vorteil des Tarptent (meiner Meinung nach) im Gegensatz zum Spinshelter ist das größere Platzangebot wenn es mal sch... Wetter hat-kannst gut drin kochen usw. Dies alleine rechtfertigt das etwas höhere Gewicht allemal. Bei den Gewichtsangaben sind Heringe und die Abspannungen sowie die hintere Stange dabei. Die vorderen Stangen sind optional, da sie durch Trekkingstöcke ersetzt werden können.
Ich habe das Squall 2 seit zwei Wochen :bg: und brenne darauf, es mal zu testen!
Flieger
Lightfoot
16.01.2006, 11:37
Kann ich sehr gut verstehen. :wink:
Da Du noch einigermaßen fröhlich erscheinst und sogar Geld fürs Internet hast :bg: , vermute ich mal, die Wirren mit Zoll, Steuer etc. waren nicht so schlimm. Na egal, habe jetzt mal "probehalber" was in USA von Bozeman bestellt, werde es also bald am eigenen Leib erfahren. :ill:
Bei der Tarpfrage bin ich wieder mitten beim Überlegen. Zum Glück bin ich nicht immer so wankelmütig. :roll:
Hallo Lightfoot!
Das mit dem Zoll und der Einfuhr war schon sehr argerlich. :grrr: Zumal einige hier im Forum kein Zoll usw. zahlen durften! Glück für sie und Pech für mich :bash: . Nach welchen Kriterien der Zoll zuschlägt kann ich Dir nicht verraten-vielleicht brauch man wirklich nur Glück.
Naja- von sowas lass ich mich aber nicht unterkriegen 8)
Gruß Flieger
hikingharry
16.01.2006, 19:09
War über das Wochenende am Berg :D , war super.
@Christian: Wie ich sehe hat das Spinnshelter eine Länge von 2,54m ohne die 2 Enden, mit denen dann noch ca. 1,60m dazu. Also da würde das mit Regen 10cm von der Schlafsackkapuze nicht so schnell zutreffen, oder meinst Du nicht? Da sehe ich dann schon die Möglichkeit an den Enden etwas offen zu lassen. Was meinst Du?
Die vordere Breite ca. 1,40m, die hintere Breite ca. 96cm. Klingt auch nicht so schlecht.
Mich interessiert das vor allem nun auch, weil ich mir ein Spinnshelter ja auch selber nähen will.
Aber ein Henry Shires Tarptent ist sicher auch eine gute Wahl.
@Jasper: Auch ein G4 von gossamergear ist noch leicht, aber riesig - mit allen Netzaußentaschen über 70 Liter. Genug Platz, um den Schlafsack locker reinzustopfen, mal 5 Liter Wasser mitzunehmen. Oder auch mal Essen für 10 Tage mitzunehmen. Also schon ultraleichttauglich, allerdings nichts für Lightfoot, der Rucksack liegt ganz am Rücken an.
Gruß hikingharry
Christian Wagner
16.01.2006, 20:43
Hm, also die Maße sind deutlich größer als das Teil das ich mir damals gemacht habe :bash: - Länge 2,2m Breite ca. 1,2m/ 80 cm.
Bei den Abmessungen des Spinshelters könnte die Sache dann vielleicht doch funktionieren...
Werde mir jetzt aber trotzdem kein spinshelter mehr machen (grade erst ist ein neues HS- tarptent fertig geworden)- obwohl in den Fingern jukts ja schon- gggg.
Lightfoot
17.01.2006, 10:49
Ich bin momentan Internetmäßig etwas gehemmt, da ich mich schon wieder mal nicht mit DSL verbinden kann (verflucht sei Lycos!), daher nehm ich 56k (noch 10 Objekte...noch 8...noch 7...), aber meine Zeichnungen vom Spinnshelter sagen mir:
2,18 m ist der Hauptteil am Boden lang. Das Shelter läuft dann nach oben wie bei einem Vorbau als gleichschenkliges Dreieck zu. Zwischen den Spitzen des Daches des Hauptteils ist es dann 2,54 m lang. Breit ist es vorne 1,40 m (hoch übrigens 1,01 m), hinten 96,5 cm.
Unten ist der Schlafsack also nicht sehr weit vom Rand entfernt, aber gehen wird das schon..
Mittlerweile scheint mir aber der Mückenrundumschutz der Shires-Tarptents wichtiger zu sein. Ich reagiere recht allergisch auf die Biester und stelle es mir nicht so lustig vor, in einem Schwarm die Einfädelung unter das Bug Canopy zu versuchen.
hikingharry
17.01.2006, 13:53
@Lightfoot: Danke für das nochmalige Nachschauen auf der Skizze, da habe ich nicht genau darauf gesehen. :bash:
Und wenn Du allergisch auf Mückenstiche reagierst, wäre es sicher zu empfehlen, für sehr guten Mückenschutz zu sorgen. Also vielleicht das Virga gleich mit dem Boden drinnen bestellen.
@Christian Wagner: Ein neues Tarptent, gratuliere :)
Mit SilNylon oder Spinnakernylon? Vielleicht könntest Du ja im MYOG-Forum mal ein paar Bilder posten. Wäre super.
Gruß hikingharry
Carsten010
18.01.2006, 16:59
Hab da auch noch was schönes gefunden und schon hier gepostet:
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=170562#170562
CU
Carsten
Christian Wagner
18.01.2006, 18:52
@Christian Wagner: Ein neues Tarptent, gratuliere
Mit SilNylon oder Spinnakernylon? Vielleicht könntest Du ja im MYOG-Forum mal ein paar Bilder posten. Wäre super. Der letzte Rest Spinnackernylon. Bilder sind noch in der Kamera (war ne Faltboottour- da nehme ich meine Digitalkamera nicht mit). Im Endeffekt ganz simpel, ein Einmanntarptent von HS (zumindest mit den Abmessungen) mit catenary ridgeline (etwa 5 cm Durchhang) und dann noch beaks a la Jardine hingefriemelt. Moskitonetz wird noch bei Gelegenheit ergänzt.
Erinnere mich bei deiner Gratulation (Danke übrigens :D ) grade wie das früher war. Für mein erstes Tarptent hab ich etwa 3 Wochen gebraucht und war danach mächtig stolz. Heute ist sowas in 3 Stunden fertig und irgendwie kaum mehr der Rede wert. Netterweise sehen die neuen Sachen sehr viel profimäßiger aus als die Alten. Man macht halt eine Menge Fehler einfach gar nicht mehr, aber auch das experimentieren ist weggefallen. Heute weis ich halt wie was am einfachsten zu machen ist. Im Endeffekt kommt man nach vielen Sackgassen eben wieder zum Ausgangspunkt zurück, meist ist dies wieder der "normale" langweilige 0815 Standardweg.
Ist halt am schnellsten, und ich muß mich z. B. nicht mehr mit irgendwelchen abgerundeten Eckenverstärkungen rumärgern wenn es einfache Dreiecke auch tun.
Zum Gatewood Cape: Das Teil ist der Hammer- da hab ich mich sofort reinverliebt. Das Teil wird in Zukunft meinen Biwaksack ersetzen.
Lightfoot
18.01.2006, 20:56
Das Gatewood ist, find ich, etwas minimalistisch, aber ne gute Idee. Könnte ich auch gebrauchen. Bestellst Du das in den USA, Christian?
Mal sehen, wie meine Erfahrungen mit dem Versand aus den USA sind, bis März ist ja noch Zeit.
Ich habe jetzt jedenfalls ein Virga 2 von Henry Shires geordert, nach langem hin und her Grübeln; erschien mir doch "wohnbarer" als ein Spinnshelter, bei verkraftbarem Mehrgewicht (nehme als Kompensation vielleicht nur einen Schuh mit statt zweien :bg: ).
Christian Wagner
18.01.2006, 22:31
Das Gatewood ist, find ich, etwas minimalistisch, aber ne gute Idee. Könnte ich auch gebrauchen. Das ist auch nicht die Hütte die ich für eine Wochentour nehmen würde, aber so als Notunterkunft oder auch mal als Schönwettershelter ist das Teil doch eigentlich ideal. Rundum geschlossen fürs böige Sommergewitter, ein trockener Platz um sich ein Süppchen aufzuwärmen.
Bestellst Du das in den USA, Christian? Warum bestellen wenn man nähen kann?
Lightfoot
19.01.2006, 00:51
Bestellst Du das in den USA, Christian? Warum bestellen wenn man nähen kann?[/quote]
Grmmbrllrmh. :o :bg:
hikingharry
19.01.2006, 07:57
Gratuliere zu Deiner Entscheidung Lightfoot, wirst sehen, es ist super. Ich hoffe, Du hast das mit dem eingenähten Boden bestellt.
@Christian Wagner: Dann kann ich mir schon ungefähr vorstellen, wie es aussieht. Ist es schwierig eine catenary ridgline zu schneiden? Ich habe bis jetzt davon abgesehen, da ich immer Angst habe, die Kurve zu verhauen.
Und da mit dem Vereinfachen kenne ich. Manche Sachen gehen jetzt wirklich einfacher. Für mein erstes Campfire-Tent (Schnitt von Bill Mason) brauchte ich über 100 Stunden. War aber auch schwere Baumwolle und viel schwerer zu nähen. Und jetzt denke ich, ich kann das Nähen selber an einem Wochenende schaffen, aber sicher nicht in 3 Stunden (*staunboahistderschnell*).
Und das Gatewood Cape, ja das wäre lässig, aber ich kann ja nicht alles nähen. :)
Gruß hikingharry
Christian Wagner
19.01.2006, 19:56
Catenary lines sind eigentlich simpel. Ob du nun gerade schneidest oder einen leichten konkaven Bogen reinmachst ist eigentlich wurscht. Markiere in der Mitte einfach 5 cm, und bei nochmal jeweils der Hälfte markierst du 3,5 cm von der Geraden aus eingerückt. Bei den 2,5 bis 3 m einer "normalen ridgeline reichen diese drei Punkte m. A. nach aus. Die Punkte werden dann mit Kreide o. Ä. schwungvoll verbunden und ausgeschnitten (eigentlich schneide ich gleich ohne zu markieren). Möglichst in einem "Rutsch" dann ists flüssiger. Ob du jetzt 1cm hin oder her abweichst ist eigentlich wurscht.
Hauptsache ist, die Konkavität der Kurve ist über die gesamte Länge gewährleistet. Damit meine ich das die Steigung der Kurve bis zur Mitte ständig abnimmt und danach ständig zunimmt. In welchem Maße dies geschieht ist erstmal egal.
Will sagen: Die Firstlinie bleibt auch dann straff wenn die Kurve nicht exakt der catenary curve entspricht. Schneidest du irgendwo kleine "Hügel" (= Konvexe Bereiche oder auch Schlangenlinien genannt) hinein, so musst du an den Stellen halt nachbessern, ist kein Weltuntergang.
Lightfoot
20.01.2006, 20:26
@ hikingharry:
Nö, ich habe die Version ohne Boden genommen. Finde ich flexibler. Das mit den Mücken wird schon gehen, zur Not hätte ich ja noch mein Kopfnetz.
Bin schon ganz gespannt, wann es denn nun ankommt. Erster Einsatz wird -hoffe ich- am Ligurischen Höhenweg im Mai sein.
hikingharry
20.01.2006, 22:44
@Christian: Dann werde ich mal den catenary cut probieren. Noch eine Frage: Schneidest Du die beiden Stoffbahnen auf einmal, übereinandergelegt?
"... auch Schlangenlinien genannt ..." der war gut :bg:
@Lightfoot: Wegen Mücken und Boden: In Ligurien kenne ich mich ja nicht aus, aber fÜr Skandinavien noch ein Tip: Baue das Zelt nicht im hohen Gras auf. Mit hoch ist so knöcheltief gemeint. Das war das einzige Mal, das wir Mücken im Zelt hatten. Wir hatten da etwas Myggspiral dabei, und haben damit das Zelt ausgräuchert. Aber natürlich im Freien gegessen. Drinnen ists während der Zeit nicht zum Aushalten.
Gruß hikingharry
Lightfoot
21.01.2006, 09:10
Ich werde mich mit Myggspiral eindecken. :bg: Danke für den Tipp.
Ich hoffe, ich habe die Mückenplage nicht unterschätzt, war bisher eher Ende August/ Anfang September oben, da ging es eigentlich. Einmal Anfang August, allerdings da im Süden ein Stück nordwestlich des Vänern, da kam kaum mal eine Mücke angetorkelt. Hatte aber auch immer ein Zelt dabei (Caravan Trip 3 seligen Andenkens, hihi)
Ich werde wohl Ende Juli/ Anfang August in die Nähe von Östersund fahren und zittere jetzt schon vor den Stechmonstern.
Aber das Tarptent sollte ja nicht nur für Schweden sein.
So, liebe Tarpbenutzer.
Eins müsst ihr mir jetzt schon mal verraten. Klar, ein Tarp bei schönem Wetter, trockenem Boden etc. ist ja alles kein Problem.
Aber was macht ihr, wenn es zwei Tage lang geregnet hat, auf jeder geraden Fläche am Boden eine Pfütze zu finden ist und einfach alles pitschepatsche nass ist.
Da hab ich nämlich schon Probleme mit dem 1-Personen Zelt, dass alles nur noch ein rumräumen von nassen Sachen ist. Durch den Boden drückt es dann recht schnell durch, dann hab ich eine nasse Isomatte und irgendwann ist auch der Schlafsack nass. Mit dem Tarp ist es doch dann noch um einiges schlimmer, oder?
Ich frage aus dem Anlass, dass ich auf dem AT letztes Jahr zwei Tage lang Dauerregen hatte. Wenn ich jetzt mit einem Tarp unterwegs gewesen wäre, hätte ich die absolute Krise bekommen (hatte ich so schon :wink: ). Allerdings will ich ja Gewicht sparen und da ist ein Tarp halt ganz recht!
Und zwei Tage Dauerregen sind nun mal auch nicht so selten, wenn man auf Tour ist!
Vielen Dank für eure Hilfe,
Jasper
Lightfoot
21.01.2006, 11:52
Ich habe mit dem Tarp noch nicht getourt, sondern mit Poncho/Biwaksack, wobei ich nicht Dauerregen hatte, aber nasse Zeiten schon. Ich hatte Dauerregen schon beim Zeltgebrauch.
Bei Dauerregen ist ein gut belüftbares (gibt's das?) großes (!) Zelt sicher angenehmer, weil es dicht von allen Seiten ist. Aber hinsichtlich des Bodens kann ich da keinen Vorteil beim Zelt entdecken, eher im Gegenteil.
Das ganze hängt imho vom Schlafplatz ab. Wenn Du auf durchlässigem Material zeltest (z.B. Baumnadeln oder Laubschicht), klappt es auch bei Dauerregen einigermaßen. Bei total nassem, vlt. sogar matschigem Untergrund sifft ein Zeltboden früher oder später doch auch durch. Eine zusätzliche Plane unter dem Zeltboden hilft bei solchen Verhältnissen auch nicht sooo viel.
Als Tarpboden habe ich für Schweden eine spezielle Unterlegplane aus dem Baumarkt vorgesehen, die ich jetzt manchmal unter dem Biwaksack nutze; die ist sowohl stabil als auch völlig wasserdicht ("Klimaplane", war so ein Rest); funktioniert besser als PU-Zeltboden, da sifft nichts durch. Wenn das Wasser seitlich draufläuft...ok, dann habe ich verloren :bg: (-> besseren Zeltplatz suchen).
Bei den Henry Shires Tarptents gibt es ja auch die Versionen mit eingenähtem Boden. Den Boden kann man "wannenförmig" aufspannen, so daß kein Wasser vom Boden seitlich drauflaufen kann. Für nur nasse Gebiete sicher eine gute Sache, obwohl das auch (nur) PU-beschichtetes Nylon ist.
Mal sehen, was die Tarp-Profis sagen. :wink:
Carsten010
21.01.2006, 15:17
Aber was macht ihr, wenn es zwei Tage lang geregnet hat, auf jeder geraden Fläche am Boden eine Pfütze zu finden ist und einfach alles pitschepatsche nass ist.
Bei Tarps oder Tarptents ohne Boden gehört die Suche nach dem richtigen
Zeltplatz schon ein bisschen mit zur Strategie.
Gerade in waldreichen Gebiten sollte man immer einen passablen Platz finden und zur allergrößten Not gräbt man nen Graben oder so, wobei ich
das noch nie habe machen müssen.
Ich bin auf dem AT einmal des Nachts quasi unterspült worden, weil ich
zu faul war zu suchen. Ich hab dann den Schlafsack weggepackt, alle
Klamotten angezogen und in meinen Gore-Sachen gepennt, war ok.
Man muss ja auch ehrlich bleiben. Wenn ich mit den allerfiesesten Verhältnissen
rechne, nehme ich halt auch kein bodenloses Tarp, sondern irgendwas
Zeltiges mit.
CU
Carsten
Naja,
hab ich mir schon so gedacht. Es ist halt einfach bescheuert, wenn man Dauerregen hat. :-?
Zum Glück gibts oft genug Schutzhütten.
MfG,
Jasper
Carsten010
21.01.2006, 15:41
@Jasper
Du hast aber diesen fiesen Boden auf dem AT nur in der Nähe von
den Sheltern. Sonst hast Du ja auch Waldboden mit Blättersche etc.
CU
Carsten
hikingharry
22.01.2006, 13:08
@ Jasper
Mein MYOG-Tarptent hat ja auch keinen Boden. Also suche ich schon frühzeitig nach einem geeignetem Platz, der trocken genug sein könnte, und merke mir diesen, und wieviel Zeit von einem zum nächsten vergeht. so kann ich im Notfall wieder zurückgehen, wenn es so aussieht, das nichts mehr besseres kommt. Dafür würde ich vielleicht höchstens 20-30 Minuten in Kauf nehmen.
Auswahlkriterien: Meine Erfahrungen beschränken sich dabei auf Skandinavien, die Alpen und etwas Sierra Nevada.
- Boden mit möglichst wenig Bewuchs
- Platz eher an einer Hangseite anstatt am Talgrund
- vielleicht ein etwas abschüssiger Platz
- ich versuche mir vorzustellen, wie das Wasser am in Frage kommenden Platz läuft, wenn eine Höhe von ca. 5cm erreicht wird
- ich nehme vielleicht einen unebenen Platz in Kauf, und polstere ihn etwas unter der Matte aus (Stein in ein Loch, etwas Reisig o.ä.)
Als Unterlegplane verwende ich je nach dem ein Stück Silnylon, oder dünne Malerplane vom Baumarkt, oder eine doppelt gelegte Rettungsdecke (hält nun schon 20 Wochenendtouren durch!).
Dabei habe ich auch schon einmal verkehrt herum im Zelt geschlafen. :bg: Windrichtung und Zeltplatzauswahl ließen es nicht anders zu. Etwas seltsam, das dünne SilNylon-Zeltdach ein paar Zentimeter über mir, und dazu prasselnder Regen.
Ein Link dazu: >>Klick (http://www.sixmoondesigns.com/support/max_ul_tent.asp) - etwas weiter unten 'Planning Your Camp'
Oder so ungefähr..... 8)
Gruß hikingharry
Christian Wagner
23.01.2006, 01:20
Cat cut: beide Zeltplanenhälften werden auf einmal geschnitten. Vielleicht mit Nähnadeln sichern.
Zur Regenproblematik: Solchen Regen wie du ihn beschreibst hatte ich noch nicht. Das auf oft benutzten Zeltplätzen die erde festgetreten ist und nix mehr versickert mag sein, aber irgendwo abseits wird schon noch ein Plätzchen sein wo man das Tarp aufspannen kann. Sobald das Tarp steht versickert der Regen im Boden und der Untergrund trocknet.
Halt nee, hab schon mal auf ner Feuchtwiese gepennt- war halt gar zu malerisch so direkt am Flußufer.
Am Morgen war auf der brettelebenen Wiese überall ein cm hoch das Wasser gestanden. Ich schlief auf nem Poncho, auf dem Kapuzenloch lag die Isomatte. Das umliegende Gras hat die Ponchoränder etwas angehoben. Am Schlafsack war kein Fitzelchen Nässe- also alles nicht so wild.
hikingharry
23.01.2006, 02:07
Cat cut: beide Zeltplanenhälften werden auf einmal geschnitten. Vielleicht mit Nähnadeln sichern.Dachte ich mir fast.
Danke und Gruß
hikingharry
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