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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aussteigen


Chalk2
04.01.2006, 21:20
Hi,

Ich habe vor aus unserem System auszusteigen. Jetzt stellt sich die frage, was nehme ich mit? Und in welches Land Region bietet sich an? Stellt euch dabei vor ihr würdet für immer gehen, steht jetzt noch nicht fest ob ich wieder Zurückkommen werde, aber man sollte mal vom extrem ausgehen. Bitte keine Diskussionen über das für und wider dieser Entscheidung da diese bereits gefallen ist, ein blick in die Nachrichten bestätigt mich immer wieder.

edit: bitte von Rucksackgepäck ausgehen da ich von dar Haustür wegstarte.

Vielen dank für eure Mühen,
Mathias

derMac
04.01.2006, 21:25
Hm, um dir einen Rat zu geben musste ich wissen, wie du "unser System" abgrenzt.

Mac

Chalk2
04.01.2006, 21:31
mit „unser System“ meine ich die Gesellschaft/Zivilisation im globalen sinn. Es ist mir klar das es kaum Wege geben wird jeglichen Menschlichen Kontakt zu vermeiden, ist auch nicht so gedacht, sondern eher ein Leben wie es, meinetwegen, ein Pelzjäger in Alaska leben würde, allerdings bin ich so der Fan der kalten Gefilde.

Christian J.
04.01.2006, 21:35
der einzige erreichbare Ort, der mir einfällt und der "frei von unserem System" ist, ist dieser hier:

http://www.starkenburg-sternwarte.de/pics/mond/mond2_bearb.jpg
(c) Starkenburg-Sternwarte

Verkehrsanbindung ist "unregelmäßig", aber dafür scheint alles, was man braucht (abgesehen von der Fahne), in einen Rucksack zu passen.

http://www.iris-media.com/final_04/IMG/jpg/Neil_Armstrong_auf_dem_Mond.jpg

Was ich dir damit sagen will:

Deine Idee klingt wie ein ganz fixer Vorschlag. Überleg erstmal, wovon du leben willst, dann, wo es hingeht, dann, ob du wirklich alles, was dir wichtig ist, in einen Rucksack packen willst (wäre doch doof, wenn die Zeugnisse und die Geburtsurkunde sich im Dauerregen des Amazonas auflösten). Dann sei dir bewusst, dass du wahrscheinlich der erste Mensch wärst, der mal eben mit dem Rucksack auf dem Rücken total aussteigt (sicher träumen tausende davon und es gibt wohl auch gute Gründe, warum sie es nicht getan haben), dann sei dir bewusst, dass das "unser System" (in Form des Außenministeriums) dich ggf. aus der Scheiße zieht (ob nun wegen einer Entführung oder einer Malaria oder einfach, weil du von Hartz IV leben musst, wenn deine Träume gescheitert sind). Dann denke über die tausend anderen Fragen nach, die ich hier nicht stelle weil ich mir nicht wie Finger wund tippen will und dann überlege, was du eigentlich genau willst. Damit dürfte sich die Ortsauswahl von selbst ergeben (oder besser: hinfällig werden)

Dann kannst du mit unserer Hilfe mal drüber nachdenken, was du in deinen Rucksack packen willst.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen: Wie alt bist du?
Welche "Lebenserfahrungen" hast du (Beruf, Fähigkeiten)?
Welche Reiseerfahrungen hast du?

Viele Grüße!

Christian

Chalk2
04.01.2006, 21:42
@Christian J
Ich bin 26, Dachdecker 4 Jahre Bund, und mit Survival beschäftigt seid ich ungefähr 15 bin. Vielen Dank für deinen erheiternden Beitrag und die Kritische Einschätzung meines Vorhabens. Wie vorher erwähnt ist die Entscheidung bereits gefallen. Die frage der richtigen Region stellt sich insofern da ich eure Meinungen und Erfahrungen in verschiedenen gebieten hören möchte.

Christian J.
04.01.2006, 21:46
@Christian J
Ich bin 26, Dachdecker 4 Jahre Bund, und mit Survival beschäftigt seid ich ungefähr 15 bin. Vielen Dank für deinen erheiternden Beitrag und die Kritische Einschätzung meines Vorhabens. Wie vorher erwähnt ist die Entscheidung bereits gefallen. Die frage der richtigen Region stellt sich insofern da ich eure Meinungen und Erfahrungen in verschiedenen gebieten hören möchte.

Gut, da wir damit ja augenscheinlich ausgeschlossen haben, dass es sich um einen 12-jährigen Spinner handelt, können wir ja mal ernsthaft drüber nachdenken.
Ich kann maximal bei dem Thema "Rucksackinhalt" helfen da ich alles andere immer noch für nicht durchführbar halte. Aber wenn die Entscheidung schon getroffen ist, ist das ja deine Sache.

Viele gute Tipps wünschend!

Christian

PS: Ohne dich umstimmen zu wollen: Denk mal drüber nach was passieren würde, wenn alles "aus diesem System" austiegen und in die wenigen Naturlandschaften gingen.

Chalk2
04.01.2006, 21:54
PS: Ohne dich umstimmen zu wollen: Denk mal drüber nach was passieren würde, wenn alles "aus diesem System" austiegen und in die wenigen Naturlandschaften gingen.

Dann würde sich das Problem der Überbevölkerung schnell lösen, und Städte wieder Naturlandschaften werden. :) [/quote]

Christian J.
04.01.2006, 21:56
PS: Ohne dich umstimmen zu wollen: Denk mal drüber nach was passieren würde, wenn alles "aus diesem System" austiegen und in die wenigen Naturlandschaften gingen.

Dann würde sich das Problem der Überbevölkerung schnell lösen, und Städte wieder Naturlandschaften werden. :) [/quote]

Städte mit versiegeltem Boden sind für immer versaut. Aber die Naturlandschaften würden zu Städten werden und ebenfalls versaut.

Jimmilukulukuhua
04.01.2006, 21:59
Ich glaube in ganzjärig warmen Ländern gibt es nicht viele möglichkeiten
so zu leben. Es sei denn du schließt dich einem Indianerstamm am Amazonas an was vielleicht sogar möglich wäre. In anderen warmen Gefilden wirst du als nicht Eingebohrener wahrscheinlich nicht genug Vorraussetzungen mitbringen um Nahrung, Schutz etc. zu finden. Mir
persönlich gefiel dein Vorschlag Alaska sehr gut. Ein tolles Land. Allerdings
viel Winter und wenig Sommer. Hab neulich gerade einen Beitrag über einen Aussteiger dort gesehen der sein Haus und seine Frau auf ein Floß gestellt hat und sich dort fast selbst versorgt. Toll! Ich wünsch dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Vielleicht findest du ja dein Paradies aber vergiss dabei nicht deine Gesundheit :ill:

Chalk2
04.01.2006, 22:02
Also, ich spar mir jetzt den Kommentar über Städte oder was weis ich was noch alles Diskussion.

Eigentlich wollte ich was ganz anderes wissen. Aber wahrscheinlich sollte man sich da sowieso nur auf sich selbst verlassen.

Also, danke soweit,
Mathias

derMac
04.01.2006, 22:09
Also ich hab jetzt ne ganze Weile darüber nachgedacht, aber ich komme immer wieder zu dem logischen Schluss, dass du mit dieser Einstellung eigentlich gar nichts mitnehmen kannst (ok, vielleicht ein Messer oder so). Und als Zielgebiet käme nur einer der wenigen dünn besiedelten tropischen Wälder in Frage. Du müsstest jetzt nur entscheiden, ob du dich irgendwelchen naturnah lebenden Völkern (da gibts aber nicht mehr viele) anschließen willst oder lieber vollkommen allein leben.

Mac, etwas ratlos

Erny
04.01.2006, 22:18
Bei so was gebe ich ja auch immer mein Senf dazu. Obwohl, so richtig möchte ich nicht wieder ins Thema einsteigen. Wir haben dies schon oft hier diskutiert. Totalaustieg ist nach meiner Meinung illusorisch ist. Das absolute ausklinken, ohne Krankenversicherung, und somit ohne keine medizinische Betreuung, birgt einfach Risiken. Was glaubst du, wie alleine dein Gebiss ausehen wird, wenn du nicht regelmässig einen Zahnarzt besuchst. In 20 Jahren (also so mit 46) duerftest du bereits auf der Felge kauen. Schon Jahre davor duerftest du Schmerzen haben, so dass du zähes Fleisch nur noch mit Schmerzen essen kannst. Von allen anderen medizinischen Problemen ganz zu schweigen.

Aber, wie wäre es denn mit einem Kompromiss. Der deutsche Entwicklungsdienst, oder sicher auch Organisationen der Uno suchen vielleicht Dachdecker, die bereit sind, in der 3. Welt als Helfer und Ausbilder tätig zu sein. Damit kannst du dich sicher aus diesem System des stupiden Geldverdienens verabschieden. Wuerdest was Sinnvolles machen. Schwer arbeiten, aber vielleicht eine "Berufung" finden.

Denke mal an Ruediger Nehberg, der auch nie ganz ausgestiegen ist, und seine Berufung in dem Kampf fuer die Indianer, und gegen die Beschneidung von Frauen gefunden hat.

Oder an Karl Heinz Böhm, der nach einer verlorenen Wette bei "Wetten das", die Organisation "Menschen fuer Menschen" aufgebaut hat, und in Äthiopien "Hilfe zur Selbsthilfe" leistet.

Nichts fuer ungut.

Många hälsningar

Erny

Jens
04.01.2006, 22:20
hmmm...

also das mit dem aussteigen und in der natur leben ohne andere menschen wird extrem schwierig... ich glaube, da geht gar nix mehr. was aber durchaus geht ist eben "die gesellschaft verringern", d. h. du ziehst irgendwo hin, wo sehr wenig menschen leben. dann vermindern sich auch viele deiner probleme, die du mit der gesellschaft hast.
warum packst du in deinen rucksack nicht einfach einen schwung werkzeug, den ein guter dachdecker / zimmermann überall auf der welt gut gebrauchen kann und ziehst einfach deines weges? so ähnlich wie das die zimmerleute "auf der walz" machen? vielleicht findest du irgend einen netten ort auf dieser welt, wo es dir gefällt und dort läßt du dich dann häußlich nieder. wer weiß, vielleicht braucht man in der südsee gerade einen dachdecker... wäre ne nette ecke, die mir z. b. gefallen würde...

jens

Kunga
04.01.2006, 22:21
Gibt es hier im Forum eigendlich ein Nest der Aussteiger?

@ Mathias bei deiner Erfahrung stellt sich mir die Frage wieso Du nicht selbst entscheidest was Du mit nehmen willst. Die Frage nach dem wohin kann ich ja verstehen aber in einen Rucksack passt nur so wenig, dass sich die Frage eigendlich nicht stellt oder?

G-ruß Ralf

Thomas
04.01.2006, 22:25
Du willst aussteigen, weißt aber weder wie, noch wohin? Dann kannst Du ja gar nicht wissen, ob die Alternative besser ist.
Ohne Konzept bist Du nach 3 Wochen wieder in der Heimat. Aber Erny hat ja schon mal grob skizziert, was gehen könnte.

Loon
04.01.2006, 22:38
Ich kann die mal das Buch In die Wildnis (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=pip51001&artbez=Krakauer+In+die+Wildnis&k_id=1619&h_kat=B%FCcher%2C+Karten&u_kat=Romane+%26+Abenteuer) von Krakauer empfehlen. Der Typ hatte Ähnliches vor, was dann jedoch am Schluss schief ging.
Nur mit dem Rucksack auszukommen stelle ich mir persönlich schwer vor. Angenommen du gehst nach Alaska oder Kanada (meine beiden Traumländer :bg: ) hast du als 1. das Problem mit der Aufenthaltsgenehmigung (wie bei den meisten Ländern). Dann stellt sich die Frage wo du leben möchtest. Um selbst eine Hütte zu bauen wirst du wohl etwas mehr Material benötigen als in einen Rucksack passt. Vorher brauchst du natürlich das Grundstück, bzw. die Erlaubnis des Eigentümers, das du dich dort aufhalten darfst.
Als nächstes musst du im Norden die Winter bedenken. Weniger als -30° sind in Alaska schnell erreicht. Also musst du auch auf solche Temperaturen vorbereitet sein.
Dann gibts das Problem der Nahrungsmittelversorgung. Willst du immer mal wieder in die "Stadt" um dich mit dem Nötigsten einzudecken, oder willst du völlig autark leben?
Und und und...

Solche Träume lassen sich in die Tat umsetzten, doch benötigt so ein Vorhaben sehr viel Überlegung und imo auch Vorbereitung, viel Material und einen unerschütterlichen Durchhaltewillen.
Aber unmöglich ist es nicht, wenn man bedenkt das Männer vor gut 250 Jahren mit einigen Kanuladungen ganze Forts errichtet hatten. Allerdings nicht alleine und oft mit Hilfe indianscher Stämme.

Gruß Loon

Silas
04.01.2006, 22:44
das wird er wahrscheinlich nicht hören wollen :old:

Aguara
05.01.2006, 00:08
Dann sei dir bewusst, dass du wahrscheinlich der erste Mensch wärst, der mal eben mit dem Rucksack auf dem Rücken total aussteigt


Nanana, das glaub ich aber nicht^^.

grmbl, alle wollen aussteigen, warum kämpfen wir nicht hier gemeinsam darum??? und dann machen wirs uns alle gemütlich ;) wär doch maln netter vorschlag.

hmm, dachdecker....geiler beruf! will ich auch werden. ähm, warum gehst du nicht nach südamerika, ländliche region (da hats viel platz) und baust dir ne hütte? das hast du dann ja sicher im griff! also mein vorschlag, argentinien, brasilien, phillipinen (spontan länder die nicht gross von gewalt, allzu mieser wirtschaft usw betroffen sind, und warm sind)

sonst hab ich da keine erfahrung, und lass lieber mal die älteren, erfahreneren (hoff ich doch) reden. (wo ist denn der alte mitm stock-smile?^^)

mbg diego

Christian
05.01.2006, 00:44
Von der Region musst du natürlich einschätzen wie deine Erfahrung ist. Kanada oder Alaska eignen sich sicherlich sehr gut. Aber auch Afrika, Indien, Russland...überall ist es möglich. Am besten du nimmst dir eine Weltkarte und schaust wo am wenigsten los ist und genau fährst du hin.
Aber denke wirklich drüber nach, dass du nicht ewig jung bist..schon bald kommen Altersbeschwerden. Du wirst dich auch verletzen, was zum Beispiel machst du bei einem Bruch? Wenn eine Arterie beschädigt ist (einfach ausbrennen ist nicht der Hit)? Nach ein paar Jahren wiederkommen ist auch eine riskante Lösung, weil du dich zum einen nicht mehr einfinden wirst in die Gesellschaft und die Gesellschaft dich auch überhaupt nicht unterbringen kann.

Also wie gesagt von der Location her gibt es soviele Möglichkeiten, da kann dir keiner was genaues sagen. Letztendlich kannst nur du das entscheiden und das auch nur vor Ort. Irgendwo wird es dir gefallen und da läßt du dich nieder. Du brauchst halt die wichtigen Versorgungen, wie Trinkwasser, Holz, Früchte/Beeren, ein guter Boden wäre nützlich. Möglichst eine Verbindung zu einer Stadt/Dorf, wo du Kontaktpersonen hast die mit dir handeln (Felle tauschen) und die dich Notfalls erstmal rausholen auch ohne zuerst auf die Brieftasche zu schaun.

Aber im Ernst, denk darüber nach das ist keine Larifari heutehiermorgendort Entscheidung! Fehltritte treffen einen bei so einer Geschichte immer mit 10facher Energie in den eigenen Arsch.

Silas
05.01.2006, 00:50
Auch auf die Gefahr hin, das du das hier nicht liest und, selbst wenn, sicherlich ignorierst:

man steigt nicht von heute auf morgen einfach so aus.
es stellt sich ja für dich schon als großes hindernis dar ein passendes gebiet zu finden. wie willst du es dann bewerkstelligen _das_ richtige gebiet zu finden welches dir auch die einreise und eine aufenthaltsgenehmigung gewährt (wieso sollte eine regierung sowas tun .. schließlich trägst du wirtschaftlich nichts bei - im gegenteil). und wenn du sowas nich tust hängt ganz schnell die deutsche regierung mit drin. so oder so würdest du etwas illegales behegen. es sei denn du stellst dich schonmal auf einen langen papierkreig ein.

wie willst du überhaupt an dein ziel gelangen? machste dann nen thread hier im forum auf und fragst nach wer denn bitte so nett ist und dich dort hinfährt? aber bitte nicht noch vorher woanders hin - das hast du ja schließlich nicht verlangt.
mit dem zug, bus, bahn, trampen? so oder so müsstest du geld mitnehmen ... für jmd der aus dem system aussteigen will wäre das lächerlich und nicht konsequent.

so nun bist du an deinem ziel angelangt. wie willst du überleben? was willst du essen, trinken? wo willst du schlafen? wer soll dir helfen wenn du dir im wald ein bein brichst oder ne lungenentzündung zuziehst?
einfach in einem fremden land fremde bäume (evtl. sogar eigentum von ansässigen) fällen und ein haus bauen (nimm genug ziegeln), die einheimischen tiere (wahrscheinlich in der schonzeit oder anderweitig unter artenschutz) abschlachten. darin biste auch sicherlich ein profi. warst ja beim bund -.-

so dann hast du also fleisch...was soll sonst noch so mittags auf den tisch? warmes blut? kochendes wasser?
dein ganzer körperhaushalt ist doch an diesen lebenswandel überhaupt nicht gewöhnt. keine vitamine und was weiss ich was alles fehlt.
deine abwehrsysteme fallen in den keller ... wobei wir schon wieder beim thema gesundheitliche versorgung wären.

alles in allem nennt man das wildern? schon mal gehört? wildern!
aber ja, fallen wir einfach in fremde länder ein wenns uns hier nicht mehr gefällt. fallen wir doch alle dort ein und zerstören die letzten fleckchen unberührter natur.

aber weisst du was ... machs doch einfach. zieh einfach mit deinem rucksack los (zahnpaste, shampoo und ein paar warme socken nicht vergessen). denn hier in unserem land können wir solche naiven ignoranten wohl eher schlecht gebrauchen.

DU bist Deutschland. :bash:

Loon
05.01.2006, 01:01
*popcornhol* :popcorn:

Aguara
05.01.2006, 01:02
hey junge!

du magst ja recht haben, aber trotzdem....wuusssaa ;)

es gibt ganz viele landstriche auf der erde, dort kräht kein hahn danach, wenn dort ein baum wegkommt oder ein hase geschlachtet wird (ich sage nicht, dass ich damit unbedingt sympathisiere).

das ein aussteiger kein wirtschaftlicher aufsteiger ist, haste vollkommen recht. man muss das den sesselfurzern ja nicht gerade auf die nase binden.

Fazit: wenn jemand den wunsch hat auszusteigen, sollte er/sie es auch tun. es gibt heutzutage übergenug leute die nicht den mut haben ihre träume zu leben (meiner meinung nach bemitleidenswert)

klar, dass man dabei auf die fresse fallen kann....aber die schlacht schon aufgeben bevor sie geschlagen ist....neeee ;)

gute nacht euch allen, egal ob aussteiger oder daheimgebliebene 8)

Loon
05.01.2006, 01:08
Irgendwie scheint es hier Parallelen zum mxgyver-Thread zu geben. Da liegt doch der Verdacht nahe, dass :ignore: :bg:

Aguara
05.01.2006, 01:10
hmmm...

also das mit dem aussteigen und in der natur leben ohne andere menschen wird extrem schwierig... ich glaube, da geht gar nix mehr. was aber durchaus geht ist eben "die gesellschaft verringern", d. h. du ziehst irgendwo hin, wo sehr wenig menschen leben. dann vermindern sich auch viele deiner probleme, die du mit der gesellschaft hast.
warum packst du in deinen rucksack nicht einfach einen schwung werkzeug, den ein guter dachdecker / zimmermann überall auf der welt gut gebrauchen kann und ziehst einfach deines weges? so ähnlich wie das die zimmerleute "auf der walz" machen? vielleicht findest du irgend einen netten ort auf dieser welt, wo es dir gefällt und dort läßt du dich dann häußlich nieder. wer weiß, vielleicht braucht man in der südsee gerade einen dachdecker... wäre ne nette ecke, die mir z. b. gefallen würde...

jens

der mann hat übrigens recht...

Silas
05.01.2006, 01:13
natürlich hat jeder tief in seinem innern den wunsch mal wegzukommen, sich alleine durchzuschlagen etc.
aber so blauäugig kann man doch nicht in die welt ziehen :roll:

auch stimm ich dir zu das es auf der welt noch genügend unbesiedelte fleken gibt. aber genau weil ja niemand dort ist ... sind sie unbesiedelt und unberührt. und sich einfach darauf zu verlassen das kein hahn danach kräht find ich auch mehr als fraglich.
folgendes klingt vielleicht wirklich übertrieben sollte aber auch bedacht werden. auch wenn du dort keinem menschen auf den senkel gehst, besetzt du immernoch den lebensraum der tiere dort.

wenn jeder so denken würde währen die schönen fleckchen der erde bald komplett besiedelt. und im nächste Äon wandern wir wieder in die von Natur verschonte Industrielandschaft Deutschlands aus.

klar soll man die schlachtnicht schon aufgeben bevor sie geschlagen ist ... aber man kann sich doch wenigsten dessen bewusst sein das es überhaupt eine schlacht ist :roll:

semmi
05.01.2006, 01:13
geh nach Australien, kauf dir da in der Pampa ne Hütte und geh Wildschweine jagen. Warm isses da.

Denke mal dass du dir Nahrungsmittel, abgesehen von lecker Wildschwein, in zukunft weiterhin käuflich erwerben willst? Weil irgendwann hast du Bock auf Getreideprodukte etc. weil du das zeug mit dem inhalt eines Rucksackes nie wirst kultivieren können. Und Kanada/Alaska wäre auch sehr Fleischkonsumlastig.

oder geh erst mal ein jahr lang wandern und bettel dich durch. Hab einen auf dem Jakobsweg kennengelernt, der ist in den letzten paar Monaten 6000km alle möglichen Jakobswege gelaufen, zuhause stress mit der alten und ausserdem grad keine fischsaison (der mann war fischer).

la reunion. da gibts bananen und früchte und tiere und zur not für deutsches geld was zu essen und ausserdem komme ich da in ein paar jahren dann nach, kannsch mir dann erzählen, wos die besten bananen gibt...

Russland, geh mit Pelztierjägern...ne zu kalt..

china, vietnam...dachdekkerlehrer für asiaten...

Fremdenlegion, da kommsch auf andere gedanken und kannsch ausserdem nach paar jahren auf la reunion rente beziehen und mir ebenfalls mit den bananen weiterhelfen

zentralafrika. reichlich buschfleisch aber wahrscheinlich krankheitsintensiv für uns europäer

Aguara
05.01.2006, 01:18
klar soll man die schlachtnicht schon aufgeben bevor sie geschlagen ist ... aber man kann sich doch wenigsten dessen bewusst sein das es überhaupt eine schlacht ist :roll:

gut pariert ;), wie gesagt. ich denke auch kaum, dass leben a la survival lange zeit gut geht (sagen wirs so, der mensch wird diese fähigkeit verlernt haben, oder besass sie gar nie...menschen haben in stämmen, sippen wwi gelebt.) ich sage aber nicht das es unmöglich ist, und wenn dieser mann denkt, dass sei sein lebenstraum...gib gas 8)

Silas
05.01.2006, 01:22
im mxgyver-Thread wurde das wirklich schon ausführlich besprochen :lol:
nur scheint er jetzt seine 300 kg mehl nur in den rucksack packen zu wollen :P
wenn du doch dachdecker bist, dann bietet es sich doch regelrecht an mal ein jahr auf die walz zu gehn.
auch wie im mxgyver-Thread kann man dir nur empfehlen dir erstma irgendwo (skandinavien oder canada oder auch was südliches) ne hütte zu mieten und mal zu schaun wie lange du wirklich und ernsthaft durchhalten würdest.

Chalk2
05.01.2006, 01:52
Leute, Leute.. ist schon lustig. Ich hab’s gewusst, ich hab’s gewusst das es ausarten wird und jeder zweite Post mir die Nachteile klarmacht und andere mich sogar schimpfen. Werde mir in Zukunft noch besser überlegen ob ich eine zweite Meinung hören möchte. Mir dann auch noch Ignoranz vorwerfen weil ich doch bitte eine Antwort auf meine Frage möchte und keine Pro- und Contradiskussion, na ja. Hier war die Rede von Vorbereitung und Blauäugigkeit wurde mir Vorgeworfen, steht in meinem Thread irgendwo von mir geschrieben das ich Morgenfrüh losgehe?

Für diejenigen die glauben man müsste wenn man aus unserem System aussteigen will dieses völlig ablehnen sei gesagt dem ist nicht so. Es gibt gutes wie schlechtes hier und dort. Auf regelrechte Hassantworten kann ich gerne verzichten, Silas.

Einigen bin ich dankbar mir die Nachteile noch einmal aufzuzeigen, da diese mit konkreten Alternativen gepaart wurden. Anderen danke ich dafür mir einfach nur Tipps zu geben.

Mathias

Inukshuk
05.01.2006, 11:05
Hallo Mathias,

hehe, mal wieder eine hitzige Diskussion zum Thema. Hast Du die maxgyver Threads gelesen (hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=165749), hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=11487) und hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=11127))? Dann verstehst Du vielleicht eher, warum einige etwas genervt reagieren.
Und was für Antworten Du bekommst, hängt auch immer davon ab, wie Du fragst, z.B. finde ich es etwas unlogisch, danach zu fragen, was Du mitnehmen solltest, wenn Du noch gar nicht weißt, wohin es gehen soll. Und vor allem hast Du uns nichts darüber verraten, wie Du Dir das eigentlich vorstellst. Willst Du völlig autonom leben, also vom Jagen, Fischen, Sammeln und Anbauen? Das ist für eine Person allein verdammt schwer, vor allem in einer Gegend, in der sie sich nicht auskennt. Oder eher im Sinne von Kleinbauer oder Trapper, dass Du einiges selber produzierst, aber auch verkaufst bzw. tauschst? Oder auch in einer kleinen Gemeinschaft (ein Dorf irgendwo am Ende der Welt, eine Gruppe Gleichgesinnter)? Willst Du das ganze legal aufziehen d.h. mit Aufenthaltsgenehmigung und gekauftem bzw. gepachtetem Land oder willst Du Dich einfach irgendwo niederlassen und hoffen, dass es keinen stört? Letzteres würde ich definitiv bleiben lassen (meine Meinung). Erzähl doch einfach mal ein bißchen, was Du Dir so vorstellst...

Wenn Du tatsächlich irgendwo völlig autonom leben möchtest, reicht eine Rucksackladung an Ausrüstung sicher nicht aus (außer Du kaufst vor Ort nach).

Silas
05.01.2006, 13:02
du könntest auch mit nem selbstebastelten hausboot durch den amazonas brettern ... durch die karibik etc. hab schon von aussteigern gehört die das gemacht haben und ihren lebensunterhalt mit kleineren arbeiten wie fischen, zeugs reparieren etc verdienen.
so oder so wird dabei ein rucksack einfach nicht reichen. gründliche vorarbeit ist hier gefragt - auch was bürokram angeht.
welches holz eignet sich am besten zum bootsbau? wie baut man eigentlich ein bot/floss? wo findet man diese bäume im gewünschten gebiet? kosten die was, wenn ja wieviel? welche utensilien brauch ich noch dazu?

wenn wir wüssten das du sowas vor hast könnte ich dir empfehlen in deinen rucksack genügend baubücher einzupacken. nen vernünftigen hammer, säge, beil.

aber so dürftig wie du dich ausdrückst und so sparsam du mit informationen arbeitest bleibt einem doch keine andere wahl als weit auszuholen und sich in den eigenen überlegungen zu überschlagen.

Heike
05.01.2006, 13:29
Weißt Du denn überhaupt schon, wovon Du leben willst? Das wäre für mich die erstmal grundsätzlichste Frage....,

am besten wäre natürlich, man hat im Lotto gewonnen, geerbt oder sonstwie Kohle, die einem dieses Problem schonmal abnimmt...., der Idealfall sozusagen....,

wenn nicht, würde ich irgendwas machen, was meinen Hobbys entspricht und etwas Geld zum Leben reinbringt, Reiseleiter, Wanderführer, etc.,

dann wäre auch noch interessant, ob Du es lieber warm oder kalt magst, Natur wahrscheinlich sowieso, ob total abgeschieden oder ob das Leben trotz Stille in der Nähe sein sollte, Möglichkeiten gibt es ja so viele...., Ideen auch...

Gruß
Heike

Erny
05.01.2006, 13:40
am besten wäre natürlich, man hat im Lotto gewonnen, geerbt oder sonstwie Kohle, die einem dieses Problem schonmal abnimmt...., der Idealfall sozusagen....,

wenn nicht, würde ich irgendwas machen, was meinen Hobbys entspricht
Gruß
Heike

Das 1. wäre sicher die beste Möglichkeit. Unter den Bedingungen hätte ich schon längst meine Holzhuette in Lappland. Igendwo in der Nähe von Gällivare, und dann Richtung Westen (på Fjäll).

das 2. muss man sich uebelegen. Ist aber eben auch ein Möglichkeit. Nur, dann muss man na klar auch in seinem Hobby gut sein. Fotografienn tun ja viele gerne. Aber wenn man damit Geld verdienen will, muss man eben auch gut sein. Aber es gibt sicher viele Beispiele, die es geschafft haben.
Und es gibt noch viel mehr, die es nicht geschafft haben. Aber solange man eben nicht aussteigt, ist eben auch der Sozialstaat in der Nähe.

Många hälsningar

Chalk2
05.01.2006, 15:13
Hehe, gut. Nachdem ich mir nun den Post von maxgyver durchgelesen habe denke ich, ich sollte euch etwas detaillierter an meinen Gedankengängen teilhaben lassen.

Es ist nicht vorgesehen völlig autark zu Leben, dabei würde ich eingehen, ich lebe von mir gewählt schon sehr einsam und das gefällt mir. Allerdings möchte ich mich nicht komplett vor der Welt verstecken, vielleicht einmal pro Monat in die Stadt und ein paar Burger einwerfen und Vorräte einkaufen und hier im Forum posten und ein paar Mails verschicken sollte mir als weit genug ausgestiegen reichen.

Momentan befinde ich mich in der Blutigsten Planungsphase, das Heißt Informationsbeschaffung daher kann ich mich jetzt auf kein definitives Reiseziel festlegen, um es ein wenig zu umreißen erwähnte ich die wärmeren Klimazonen, vielleicht die Südsee, Südamerika, Afrikanischer Dschungel, Indien, Thailand, Australien. Es muss sich nicht auf die erwähnten Regionen/Länder beschränken, ein wenig Kälte vertrage ich schon, aber 3 Meter Schnee und das 8 Monate im Jahr, nein danke.

Nachdem das Zielland feststeht, werden Informationen über das Land und im speziellen die Zielregion gesammelt und die Visalage geklärt. Während die Bürokratie meinen Antrag bearbeitet, werden Reiseberichte von Touristen und Survialisten im Zielland studiert und daraus die erste Ausrüstung zusammengestellt, mein Rucksackgepäck. Auch sollte in diesem Zeitraum die Landessprache in ihren Grundzügen erlernt werden.

Jetzt sollte ich ein Unbegrenzt- oder Langzeitvisum für das Gastland haben. Abfliegen in die Zielregion und ein paar tage Klimagewöhnung betreiben. Danach touren in die Abgelegenen Dörfer unternehmen und Informationen der Einheimischen nach einem Platz der mir zusagt durchforsten. Ist der Platz gewählt und die Formalitäten geklärt über Pacht oder Kauf geht’s an die Beschaffung der Materialien für den Hausbau, und die Nutzbarmachung für ein wenig Landwirtschaft.


Ich rechne mit rund 5 Jahren bis zum Abfliegen in die Zielregion wobei sich die vorhergehenden Abschnitte überschneiden werden. Einen Großteil meiner Nahrung möchte ich selbst herstellen, wie man im Zielgebiet Geld erwirtschaftet werde ich mir von den Einheimischen abkucken. Mir ist klar dass die Vorbereitung und Durchführung dieses Vorhabens einiges kosten wird, aber die Sache ist es mir wert.

Mathias

Silas
05.01.2006, 15:52
geht doch :wink:

Mammut
05.01.2006, 20:40
Endlich mal einer, der n'bisschen Realismus durchsickern lässt, das lob ich mir.

Waldhoschi
05.01.2006, 21:46
Heho.
Ich hatte mal nen richtig leeten ;) Typen kennengelernt. War über Silverster 02/03 in Griechenland an einem Strand. Er selbst war deutschstämmiger Brassilianer und mit einem Fort Transit von Deutschland (alles verkauft) über Türkei, Iran, Afganistan usw. nach Indien gefahren. Immer iweder so 20. 30 km weitergefahren, n bissl gearbeitet. Hund dabei, superfreundlich und außerdem noch freier Fotograph. Haben Silvester und die folgenden Tage zusammen an einem einsamen Strand verbracht.
Das war meiner Meinung nach die sinnvollste Art auszusteigen. Er hatte alles dabei, war autark und autonom. (Übrigens hatten wir das Hinterraddifferential auseinander gebaut, weil es in den Kurven rattelte. Siehe da, der Bus fuhr mit trockenem (!!!) Differential von Deutschland nach Indien und zurück. Ungleublich.
Vielleicht willst du dich auf so eine Art des aussteigens einlassen.

Grüße Joe

Christian
05.01.2006, 23:50
Es gibt auch so Selbstversorger Angebote, ich glaube Dominik hatte mir mal etwas darüber erzählt das es das auf Island gibt. Ich habe eben ca ne halbe Stunde gegoogelt aber leider nichts gefunden. Vielleicht kann Dominik etwas dazu schreiben. Sowas wäre eventuell ganz interessant um Erfahrungen zu sammeln, über den Anbau von Nutzpflanzen, Kochen, etc...
Ansonsten hört sich dein Plan ja ganz gut an. Aber wichtig ist, dass du halt etwas verdienst um gewisse Dinge kaufen oder mal zum Arzt gehen zu können. Weiterhin solltest du immer was zurücklegen, weil irgendwann die Zeit kommt wo du nicht mehr alleine leben kannst. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel deine Erlebnisse aufzuschreiben oder hin und wieder als Referent zu arbeiten, so kannst du dein Wissen und deine enormen Erfahrungen (die du ohne Zweifel machen wirst) an Dritte weitergeben. So erfüllst du auch einen gewissen "Zweck" und kannst anderen noch helfen (es ist wunderschön anderen helfen zu können).
Meinst du denn du willst wirklich dein gesamtes Leben so verbringen? Wie sieht es mit Familie aus?

Aber ich muss sagen das ich echt beeindruckt bin, weil dein Plan eine gewisse Realitätsnähe hat, realisierbar und abenteuerlich klingt. Ich entschuldige mich dafür wenn ich mir vorschnell eine Meinung gebildet habe, begründe jenes aber damit das man es einfach zu oft hört und es sich viele zu einfach machen.

Waldschreck
06.01.2006, 10:41
Durch das "abseilen" in eine andere Region und autarkes Leben werden
die Probleme nicht weniger sondern mehr. Mit "Sprache erlernen" ist das
auch nicht so einfach. Je nach Region wechseln Dialekte oft schon nach
wenigen Kilometer. Es gibt nicht überall eine allgemeingültige Sprache.
Ich kenne etlich Missionare die im Urwald leben. Die kommem aber
fast jedes Jahr einmal "zum Erholen und auskurieren" zurück nach Deutschland.
Man sollte auch einmal überdenken, was mache ich, wenn ich älter werde und Hilfe benötige. Man sollte einmal einen ehrlichen Fragenkatalog er-
stellen, mit allen erdenklichen Problemen, die eintreffen können, insbe-
sonders medizinischer Art und hierzu eine realisierbare Lösung nennen.
Wer möchte sich schon gerne von einem Medizinmann behandeln lassen ? Krank sein ist immer teuer, Medikamente nicht immer greifbar.
Hatte dieses auch in einer "Frustphase" einmal vor, habe es aber dann aufgrund der Fülle an Problemen in die man dann reinrutscht gelassen.

Chalk2
06.01.2006, 20:33
@ Viralranger&Christian
Danke. Das sind ja ganz neue Alternativen, cool. Werd mir das mal durch den Kopf gehen lassen.

@Christian
Familie gibt’s genauso wie Freunde, aber ich bin es der darüber bestimmt was mit meinem Leben geschieht, und richtige Freude sind werden sie mich Unterstützen. Und die Idee mit den Referaten/Buch schreiben, ja, hatte das schon ins Auge gefasst, in jedem Fall werde ich ein Tagebuch führen.

@Waldschreck
Ja, ein bisschen Risikobereitschaft gehört schon dazu, auch glaube ich nicht das die Probleme mehr werden sondern anders, z.B. von „hoffentlich verpass ich den Bus nicht“ zu „hoffentlich krieg ich den Mais noch rechtzeitig ausgesäht“, außerdem will ich dort niemanden davon überzeugen das meine Religion die beste ist, stell ich mir auch schwierig vor ohne jeden Beweis dahinzugehen und dem Medizinmann zu erklären das sein Baumgeist nicht existiert. Kein wunder wenn der mal ne pause braucht.

In meinem Fragenkatalog taucht eigentlich nur eine Frage auf:
Will ich wirklich als seniler alter Trottel im Altersheim enden weil ich immer so gut aufgepasst hab dass mir nur ja nichts passiert?

Das Sprachproblem lässt sich doch mit Hand und Fuß regeln biss man einigermaßen verstanden hat wies Funktioniert, und Gemeinsamkeiten in der Sprache wird es immer geben, wie der Norddeutsche auch den Österreicher in Grundzügen verstehen wird.

Mathias

Mammut
07.01.2006, 21:36
Bisch da do fix drüba? :bg: (wengan Norddeitschn und Östreicher)

Chalk2
08.01.2006, 00:48
Yep, bin mir sicher. :bg: Wenn man auch wirklich genau Zuhören muss damits was wird.

ice
08.01.2006, 07:10
Na endlich mal jemand der sich realistisch damit beschäftigt wo anders hinzugehen (ich sag bewußt nicht aussteigen)
@chalk2 Ich geb jetzt mal meinen Senf dazu.
Deine Herangehensweise ist gut und raealistisch. Mit deinem Beruf und Alter läßt sich al over the world was anfangen und Geld zum Leben verdienen. Sprachen lassen sich lernen, vor allem wenn man darauf angewiesen ist. Gesundheit und krankenkassenärtzliche Bedenken hat man oder hat man nicht. Auch in asiatischen, afrikanischen, südamerakanischen u.s.w. Ländern gibt es Ärtze.
Ich an deiner Stelle würde mal die Länder ,die du in die engere Wahl bezogen hast, im Urlaub besuchen und feststellen, ob es paßt oder nicht.
Zum Schluß noch eine kleine Eigenerfahrung:
Auch ich dachte darüber nach wegzugehen. Ziel war Tailand. Lebensunterhalt Kletterguide. In einem Urlaub das Ganze mal Mental und praktisch durchgedacht. Mein Ergebniss war:
Auch als Kletterguide ist die Arbeit irgendtwann mal routine, alltag und genauso nervig wie in Deutschland. Die tollen Sonnenuntergänge, der tolle Sand , das Meer, und was auch immer an anderen Ländern toll ist, ist irgendtwann mal Alltag.
Hab auch viele Tauchlehrer kennengelernt die "ausgestiegen" sind wesentlich mehr arbeiten als wir das in Deutschland tun. Ob sie glücklicher sind????????????????
Ich denk mal die Frage ist nach wie vor warum man eigentlich "aussteigen "will?

manati1977
08.01.2006, 09:26
Hallo,

etwas OT, aber: mal mein Senf zu dem Thema arbeiten in seinem Hobby / arbeiten mit seinem Hobby:

Wenn ich mein Hobby zur Arbeit mache, dann habe ich IMHO mein Hobby verloren! Denn wie Ice schon sagte, es wird irgendwann zur Routine. Und dann stellt sich mir die Frage, wie ich mich vom Alltagsstress erhole - dann brauche ich doch wieder ein anderes Hobby oder?

Viele Grüß
Thomas

Erny
08.01.2006, 09:35
Hallo,


Wenn ich mein Hobby zur Arbeit mache, dann habe ich IMHO mein Hobby verloren! Denn wie Ice schon sagte, es wird irgendwann zur Routine. Und dann stellt sich mir die Frage, wie ich mich vom Alltagsstress erhole - dann brauche ich doch wieder ein anderes Hobby oder?

Viele Grüß
Thomas

Spricht sicher viel dafuer, dass man, wenn man das Hobby zum Job macht, ein neues Hobby braucht. Es ist sicher aber schöner, sich mit einer Arbeit zu beschäftigen, fuer die man sich interessiert.

Wenn jemand,der schon immer gerne fotografiert hat, dieses zum Beruf machen kann, ist das sicher schöner, als wenn er Klempner wird. Meistens hat man ja mehrere Hobbys. Dann wird man als Freizeitgestaltung ein anderes Hobby machen.

manati1977
08.01.2006, 10:00
@Erny:

Ich wollte damit nicht sagen, dass man kein Interesse an seiner Arbeit haben, oder dass man bei seiner Arbeit keine Freude empfinden sollte - ohne dies, wäre eine langfristige Motivation zu Arbeiten sicherlich nicht vorhanden. Nur möchte ich keinesfalls mein größtes Hobby zum Beruf machen, denn das ist immernoch der "Ort" an dem ich entspanne und mich regeneriere :).

Vielleicht falsch ausgedrückt.

Grüße
Thomas

Silas
08.01.2006, 14:53
Ich an deiner Stelle würde mal die Länder ,die du in die engere Wahl bezogen hast, im Urlaub besuchen und feststellen, ob es paßt oder nicht.


^^ find ich auch ne super Idee. Erst klapperst du mal ein paar Ziele ab, machst dir selbst ein Bild von der Situation vor Ort und vielleicht findest du dort sogar im Urlaub schon _das_ Fleckchen an dem du alt werden möchtest. Dies würde alle weiteren Planungen extrem erleichtern.

Voll motiviert in eine Gegend zu ziehen die dir bis dato völlig unbekannt ist hört sich vielleicht romantisch und abenteuerlich an - aber immerhin willst du was endgültiges, und nicht in weiteren 10 Jahren _dort_ wieder "aussteigen"!

Indi
31.01.2006, 12:56
OT: Oder einfach ein Gedanke dazu...


Warum nicht aussteigen?
...jeder muß des selbst entscheiden.. wenn er sich bereit dazu sieht soll er´s machen.
Wenn´s schief läuft muß er halt mit großen Problemen rechnen und die konsequenzen tragen.

Würd ich aussteigen, hätte nach Jahren altersbedingte Beschwerden, wäre einsam und allein... würd ich die Selbsttötung dem "zurück in die Zivilisation" warscheinlich vorziehen.

Dann is wenigstens ruhe im Wald :ignore:

seiklo
03.02.2006, 15:26
Sorry, immer noch

@Indi: Jawoll, hatte gard nen ähnlichen Gedanken.

Ich kann´s mir auch sehr gut vorstellen mich zum Sterben vor die Hütte zu legen (wie in Afrika bei einigen Stämmen immer noch üblich) und meine verrauchten Lungen irgendeinem Tier zu Frass darzubieten.
(Vorraus gesetzt es will mich überhapt noch was fressen. ´N paar Teile werden wohl noch gehn) Damit hätte ich dann wohl auch einen ZWECK erfüllt, wenn auch nur als Frass/Dünger.

Eher als durch übermässigen Medikamentenkonsum mein Ende unnötig hinaus zu zögern.
(Nebenbei hab ich seit 3 Jahren ne Infektion im Gehörgang, Schmerzen wie Sau ohne mir ständig ASS[KindergartenMedi] in die Birne zu knallen, und die blödenAntibiotika wirken auch nur sehr vermindert. Woran das auch immer liegt? Teinkwasser/(Schweine)Fleisch)
Hallte ich ausser vom Zahnartzt der einem hin und wieder die Mahlstellen auffüllenkann von Ärtzen gar NIX. Wenn´s wirklich drauf ankommt stehn die auch nur blöd daneben: Gehn´se ma dahin oder gehn´se ma dort hin.
Alles schon gehappt 2 Jahre lang, mittlerweile isses mir sch**** Egol!

"Etwas" OT, aber das nur mal zum Thema Ärtze/Altersheim.


Hatte letztes Jahr auch so nen Gedanken.
Wollte nach Spanien, nicht richtig aussteigen sondern eher für ein Jahr die Touristen mit anhaltendem Lautstarken Getrommel nerven. (Musikalisch ambitionierter Bettler zgD)
Hatte aber dann doch nicht die Entschlusskrafft und das nötige Startkapital.
Ausserdem wäre mir nur Das als alleinige Einkunft ein bischen unsicher um letzendlich da zu bleiben.

Mit ner Ausbildung als Dachdecker müsstest Du in Spanien (oder wo auch sonst in der EU) gute Karten haben da Du dich ja dort recht einfach zum Arbeiten anmelden kannst.
Ist halt wieder ne zivilisierte möglichkeit, aber als Wanderarbeiter ist der Papierkrieg (hab ich mir sagen lassen) nicht so wild. Du nimmst den Job an oder lässt es. Grad wie die Finanzen oder der Sinn so steht.
Hätt ich was vernünftiges gelernt wär ich. . . . was solls.

Viel Glück bei Deinem Unterfangen

Grüße vom nicht so gesellschaftlichem
Stephan

karlson
18.02.2006, 17:06
Du könntest mal von Thor Heyerdahl "Fatu Hiva" lesen. Ich denke das sind ganz realistische Ausstiegserfahrungen:
http://cgi.ebay.de/THOR-HEYDERDAHL-FATU-HIVA-ABENTEUER-IN-DER-SUDSEE_W0QQitemZ7009039242QQcategoryZ44403QQrdZ1QQcmdZViewItem

Raphi
25.02.2006, 01:46
@Waldschreck
Ja, ein bisschen Risikobereitschaft gehört schon dazu, auch glaube ich nicht das die Probleme mehr werden sondern anders, z.B. von „hoffentlich verpass ich den Bus nicht“ zu „hoffentlich krieg ich den Mais noch rechtzeitig ausgesäht“,


als kleine Anmerkung:
die Folge bzw Konsequenz des verpassten Bus ist ein Rüffel, im besten Fall ein Ignorieren, im schlimmsten Kündigung oder so

die Folge bzw Konsequenz des vergessenen Mais' ist im besten Fall ein schlechtes Gewissen, im schlimmsten Hungersnot/Hungertod

sonst, ich hatte einen ziemlich ähnlichen Plan, werds nach Möglichkeit mit Beruf kombinieren (Ökologe in einer abgelegenen Gegen Thailands oder so, warum nicht? :D )

Erny
04.03.2006, 07:20
Ich finde den Thread TV-Tipp nicht. daher schreib ich hier rein.

Fuer jeden den es inteessiert. Nacher um 12:00 gibt es auf Phönix einen Bericht ueber den Wilden Osten (Russland und noch ein bisschen weiter gen Sonnenaufgang). Unter an zeigen sie wohl auch die Problematik der ärztichen Versorgung, wenn man am A...... der Welt wohnt.

Fuer Leute, die so etwas ausprobieren wollen, vielleicht mal ansehen.

waterfriend
05.03.2006, 11:36
Hallo Silas,

Deine spießigen Ansichten, die Du ganz oben von Dir gibst, reizen selbst mich noch zum Auswandern. Deine Einstellung erinnert mich an all die arroganten Vorurteile vor denen ich früher selbst weggelaufen bin. Und ich bin heute noch dankbar, dass ich es irgendwann einmal versucht habe.

Es gibt durchaus mehr oder weniger dünn besiedelte Ecken auf der Welt, wo man sich häuslich einrichten und glücklich sein kann, sofern man bereit ist mit den dort lebenden Menschen zu kommunizieren und von ihnen zu lernen. Wenn man bereit ist nur mit dem Allernötigsten auszukommen und bereit ist anfangs 12 Stunden am Tag fürs Überleben zu schuften, hat man durchaus auch reelle Chancen. Vom Jagen allein wird heute niemand mehr überleben können.

Den Ausstieg haben viele versucht. Einige wenige haben es geschafft und sind glücklich. Jeder - selbst diejenigen die nicht das große Glück hatten - sind dankbar darüber, dass sie es wenigstens versucht haben. Die gewonnennen Erfahrungen sind mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

Zum wirklichen Aussteigen braucht es jedenfalls mehr Mut als in einem eingefahren und satten sozialen System unglücklich zu verharren.

Jeder hat das Recht und die Chancen für sich neue Wege zu suchen, unvorhergesehene Möglichkeiten zu ergreifen oder dabei auf die eigene Nase zu fallen.

Deutschland braucht keine arroganten Spießer, die sich im warmen Bett unserer Gesellschaft suhlen, sondern Menschen die bereit sind neue Wege zu gehen, selbst auf die Gefahr hin, dass sie mit dem Kopf irgendwo an eine Wand rennen. Anschließend sind sie klüger und um viele Erfahrungen reicher, als all die Anderen die ihr Glück niemals herausgefordert haben. Lass jedem die Chance eine Stelle in der besagten Wand zu finden, an der sie besonders dünn ist.

Wer sein Glück niemals auf die Probe stellen wird, kann auch niemals wirkliche Chancen haben aus seiner ungeliebten Situation auszubrechen.

Klaus

Crosswind
05.03.2006, 12:02
Hallo Klaus,

hast einen sehr wahren Beitrag geschrieben. Vielen Menschen fehlt es an solchen Gedanken, oder sie wagen es einfach nicht den ersten Schritt zu tun. Du hast das ja vortrefflich beschrieben.

Das gilt übrigens nicht nur für Aussteiger und Nicht-Aussteiger, sondern auch für die Wirtschaft. Wo sind all die mutigen Illusionäre hin?

Neulich habe ich eine Dokumentation über einen ehemaligen spanischen Skifahrer gesehen, der genug von seinem Sportlerleben hatte und mit ein paar Ziegen in die Berge gezogen ist. Dort hat er ein neues Leben angefangen, mit wenig gesellschaflichem Kontakt und ganz neuen Werten. Klar kam abundzu ein Wanderer oder ein Ziegenhirte oder der Käsemachen vorbei, aber der Mann hat diesen kontakt nicht gemieden sondern sehr intensiv genossen.

Im Sommer übrigens ist er ins Tal gefahren und hat Rafting-Kurse gehalten...also so ganz ausgestiegen ist er nicht.

Für mich wars einfach eine realistische Dokumentation über jemanden der den Mut hatte seine eigenen Vorstellungen von einem glücklichen Leben umzusetzen - und das sollte doch für uns alle sehr wichtig sein.

Aussteigen muss ja nicht heißen, in einer ostsibirischen Hütte ein Einsiedlerleben zu führen, aussteigen kann es ja oft schon sein kein Handy mehr zu benutzen und nur einmal die Woche ins Internet zu schauen.

Nagelt mich bitte nicht wegen der Doku fest, leider habe ich sie nicht komplett gesehen...

und noch eine OT-Frage an Dich, Klaus: Kennst Du das Fachmagazin Desktop Dialog?

Gruß
Philip

waterfriend
05.03.2006, 12:41
Hallo Philip,

danke für den Hinweis. Ich schaue mir das Magazin einmal in Ruhe an.

Viele Grüße

Klaus