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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ultralight Zelte!?


DerLandstreicher
19.12.2005, 20:37
Hallo zusammen!
Ich bin absoluter Einsteiger im Bereich Outdoor!
Meine Ausrüstung ist bis auf das Zelt komplett.

Jetzt hab ich natürlich die Qual der Wahl. Es gibt so viele Hersteller und Modelle.

Zuerst wollte ich mir das Hilleberg Unna kaufen. Aber da es keine Apsis hat, kommt es nicht mehr in Frage.

Zurzeit ist das Vaude Taurus Ultralight mein Favorit.

Von den Daten her ist das Zelt für meine Bedürfnisse voll Ok. Was mich stört ist der fehlende Moskitonetz am Eingang!? Naja.

Hat jemand mit diesem Zelt Erfahrungen? Was mich interessiert ist, ob es ein Schlechtwetterzelt ist.

Da oft in der Schweiz bin...ist das schon wichtig. Jeder weiß das es oben in denn Bergen mal richtig stürmen kann. Außerdem möchte ich mal nach Lappland. Da ist es auch nicht ohne :P

Sind denn Ultralight Zelte allgemein ''Stabil''? Denn ich kann mir das bei knapp 2kg schlecht vorstellen. Lacht mich bitte nicht aus - bin wie gesagt Anfänger in dem Gebiet!

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
MFG, Michael (DerLandstreicher)

Jens
19.12.2005, 21:02
Ein Zelt, das 2 kg und weniger wiegt, ist nicht zwangsläufig "wenig stabil". Es gibt mittlerweile sogar sehr viel sehr stabile Zelte, die weniger als 2 kg wiegen. Mein Favorit wäre derzeit das Mac Pac Microlight, da man nahezu unter freiem Himmel schlafen kann und Nachts die Sterne sieht. Sowas ist in Lappland aber nur mit Moskitonetz möglich.
Viele User hier im Forum schwören auf das Hilleberg Akto, ein Zelt, dass ich persönlich abgrundtief häßlich finde - aber das ist nur subjektiv... :D
Ich selbst nutze immer noch ein The North Face Tadpole, einen freistehenden Geodäten, der knapp 2 kg wiegt und auch für 2 nicht zu große Menschen reicht...
Aber: Ein Zelt ohne Moskitonetz ist heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit.

Mein Tip:
Du mußt ja sicherlich nicht heute oder morgen kaufen. Guck dich noch ein wenig um, stelle Fragen, überlege dir noch mal so Nebensächlichkeiten, welche Farbe dir wichtig ist - dann findest du schon was passendes...

Jens - der über 2 Jahre nach einem passenden Zelt gesucht hat und es nach 14 Jahren immer noch nutzt, ohne es jemals bereut zu haben :)

DerLandstreicher
19.12.2005, 21:23
Beim Vaude Taurus Ultralight gibt es schon sowas wie ein Moskitonetz.

Das heißt das es keine "doppelte" Eingangstüre gibt, bei denen es ein komplettes separates Mosquitonetz gibt. Sondern es gibt nur einen Reißverschluß für die Eingangstür, und diese ist zur Hälfte aus Moskitonetz und zur anderen Hälfte aus normalem Innenzeltstoff.

Die Frage ist - reicht das???

Jens
19.12.2005, 21:37
Also: Ein Zelt, dessen Innenzelt komplett oder zum großen Teil aus Moskitonetz besteht, bringt unter kühlen, sehr feuchten Bedingungen mehr Kondenswasserprobleme mit sich. Das Kondenswasser am Außenzelt tropft ab und durch das Moskitonetz ins Innezelt. Zudem wird es in einem Zelt, dessen Innenzelt nicht komplett aus dichtgewebten Nylon besteht, schneller kalt. Körperwärme sowie vom Kocher / von der Kerze wird doch einen Moment lang gehalten, es wird doch etwas wärmer. Bei großflächigen Moskitonetzen kann es da schon schneller kalt werden.
Wenn du in Regionen unterwegs bist, in denen es häufig kalt, nasskalt, neblig, regnerisch ist, dann ist ein Innenzelt aus geschlossenem Nylon von Vorteil, weil es windstiller und wärmer im Innenzelt ist.
Wenn du nur gelegentlich in kühlen Gegenden anzutreffen bist, dann kannst du den Gewichtsvorteil des Moskitonetzes voll ausnutzen. Die paar kalten Tage wirst du dann auch verkraften...
Merke: Egal was du kauftst; es ist IMMER ein Kompromiss.

jackknife
19.12.2005, 21:39
Es hängt wohl sehr von Deinen Anforderungen ab. Wenn der Eine Wert auf ein Moscitonetz legt, achtet der Andere da nicht einmal darauf.
Ich habe ein Nallo 2 Ultra und ein Helsport Ringstind 2.
Das Nallo ist allseits beliebt und bekannt. Für mich ( im Sommer gehe ich einfach nicht wandern, weil man bequemer am Strand schwitzen kann) ist es vor allem wichtig, ein Zelt zu haben, welches unter widriegen Umständen überlegen ist. Das Nallo ist in der Liegelänge zu klein. Das Ringstind optimal.
Sommer und Winter sind ein Paar verschiedene Schuhe. Kauf dir ein Ringstind, oder ein Nallo. Beide sind super Zelte, die auf jeden Fall jedes Wetter aushalten. Ringstind ist besser.
Matthias

DerLandstreicher
19.12.2005, 22:00
Ach, dass Ringstind ist genau wie das Hilleberg Akto. Und vom Preis auch nicht viel billiger. Das Nallo...also ich weiß es ist bescheuert, aber ich mag keine Tunnelzelte :roll: . Aber trotzdem vielen Dank!

Irgendwie finde ich Vaude Taurus Ultralight von allem bisher gesehenden Zelten am besten.

Jens meinte das ein Zelt mit Moskitnetz bzw. nur aus dem Innenstoffzelt vor und nachteile haben. Somit hat das Taurus wo der Eingang 50/50 besteht doch eigentlich Ideal. Oder nicht?

Ich muß mich jetzt nur Informieren wie das mit der Belüftung/Ventilation aussieht...denn bei der HP von Vaude finde ich nichts drüber.

Also, schon mal vielen dank!
Bye

Schoolmann
19.12.2005, 22:06
@jackknive
Nimmst Du Dein Ringstind 2 mit auf Wintertour in die Vidda?

Ich überlege auch, frag mich aber wie es bei diesem Zelt bei viel Schnee aussieht. Hält es das aus?

Ich überlege gerade welches Winterzelt ich mir für eine Solotour kaufe und später auch noch gut nutzen kann, vielleicht sogar das Kaitum. (Nammatj 2, Kaitum oder kleines Ringstind)

Hast Du Fotos vom aufgebauten Ringstind?

Gruß Stefan

Jens
19.12.2005, 22:11
Also, ich finde das Taurus nicht schlecht, habe es aber bisher nur einmal aufgebaut gesehen. Ich denke es ist ein gutes Kompromiss-Zelt, wenn man mal in wärmeren, mal in kälteren Regionen unterwegs ist. Wenn es draußen so richtig schön nasskalt nebelig und windig ist, wie z. B. bei Schlechtwetter-Bedingungen in den Alpen oder in Skandinavien, dann wird es auch in dem Zelt recht schnell kalt. Die Wärme aus dem Innenzelt kann durch die Netz-Tür schnell entweichen. Wenn du dauerhaft unter solchen Bedingungen unterwegs bist, dann ist es sicherlich das falsche Zelt. Wenn du mit 1 - 2 Tagen pro Woche in solchen Klimaten einkalkulierst, dann wirst du die etwas kühleren und feuchteren Nächte sicher gesund überstehen. Reserven für eine Wintertour oder so hast du dann allerdings nicht mehr...

Erny
19.12.2005, 22:51
Jens meint, dass das Akto von Hilleberg hässlich ist.

Na ja, ueber Geschmack lässt sich sicher streiten. Aber beim kauf eines Zeltes, wuerde ich nicht nach Schönheit gehen. Schonheit ist beim Zelt eigentlich das unwichtigste ueberhaupt.

Ich habe ein Akto, und bin damit sehr zufrieden.

Und auch wenn es egal ist, ich finde es nicht hässlich. :motz: :motz:

Ahnender
20.12.2005, 00:23
OT: wenn mich der geteilte Eingang (Moskito/Nicht Moskito)
und die kurze Liegelänge im Akto nicht schon stören würde,
die Innenzeltfarbe galle-gelb gäbe mir
den Rest. :kotz:
Deshalb kann ich Jens hier verstehen.

Roobert
20.12.2005, 00:29
Hi rundum, hier ist noch ein Neuling ... (Visitkarte hier :-) (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=9832&start=45) ...mit einer Ergänzungsfrage zu Michaels Thema.

Auch ich sichte dieser Tage etliche leichte Zelte bis ca. 2 kg, Microlight, Unna, Akto und die üblichen Verdächtigen halt.

Apsis ja/nein, Moskitonetz, IZ voreingehängt usw. usf. ist alles klar. Aber wie steht es um die Anzahl der nötigen Heringe? Wenn Dauersturm und Schnee kein Thema sind, ist dann weniger nicht deutlich besser?

Aus diesem Grund liebäugle ich sehr mit dem Hilleberg Unna, weil es frei stehen kann. Dh., ich kann es bei Bedarf sicher verankern, brauche mich aber nicht mit evtl. schroffem harten Boden rumärgern, wenns gar nicht sein müsste.
Oder unterliege ich einem anfängerlichen Wunschdenken?

Robert

jackknife
20.12.2005, 01:07
Schoolmann: Würde das Ringstind nehmen. Falls du darüber nachdenkst, ob du das Einer oder das Zweier nehmen solltest, nimm das zweier. Es ist einfach besser und nicht ganz so speziell wie ein Akto oder das Einer. Auch kannst du in dem Zweier auch mal mit einer zweiten Person nächtigen. Wobei es in meinen Augen auch asl zweier kein wirkliches Zweipersonenzelt ist. Eher ein optimales Einpersonenzelt für den Winter.
Am besten mal zur Probe bestellen.
Matthias

Skull
20.12.2005, 10:08
Ich klinke mich auch mal ein! Bei gleichen Vorzeichen suche ich ein Zelt (ca.2Kg) nur zusätzlich mit Platz für eine zweite Person. Hatte bis zum letzten Sommer ein Sierra Leone. Dieses hatte dann einen Wassereinbruch über den gesammten Boden und gleichzeitig beim Außenzelt. War total doof, aber nach 12 Jahren gute Dienste kann dass ja mal passieren...
Suche jetzt schon ne halbe Ewigkeit, und hoffe dass im neuen Jahr was nachkommt. Gibt es das Ringstind auch für 2 Personen? Für weitere Vorschläge würde ich mich freuen :D

Gruß
Alex

underwater
20.12.2005, 10:28
Mit 1,2 bzw. 1,4kg das Firstlight oder Lighthouse von Black Diamond...

Inukshuk
20.12.2005, 10:48
Gibt es das Ringstind auch für 2 Personen? Für weitere Vorschläge würde ich mich freuen :D


Ja, gibt es (http://www.outdoor-discount.com/oscommmerce/product_info.php?cPath=12_16_64&products_id=3286). In eine ähnliche Richtung geht das Terranova Laser, das allerdings in Deutschland wahrscheinlich nicht so einfach zu bekommen ist. Zelte um die 2kg, die für eine Person großzügig und für 2 kuschelig sind, gibt es recht viele. Die von underwater genannten Einwandzelte, dann kleine Tunnel wie das Hilleberg Nallo 2, das Wechsel Rafter Zero G, das Vaude Ferret I Ultralight, oder kleine Geodäten wie das The North Face Tadpole oder Mountain Equipment Dragonfly, und eigentlich alle aus der Vaude Ultralight Serie.
Es kommt natürlich darauf an, wo das Zelt hauptsächlich eingesetzt wird und was so Deine finanziellen Vorstellungen sind...

Skull
20.12.2005, 11:01
Finanzmäßig sollte es die 500€ nicht übersteigen! Es sollte unbedingt Skandinavientauglich sein und auch den einen oder anderen Sturm verpacken können.

Skull

Inukshuk
20.12.2005, 11:12
Dann würde ich kein Einwandzelt nehmen. Wenn ich das richtig verstehe, funktionieren die vor allem dann, wenn es kalt und trocken ist, sonst kann man wohl leicht Kondensprobleme bekommen. Unter 500€ dürfte kein Problem sein. Schau Dir doch mal die genannten zelte an und überlege, was Dir von Konstruktion und Raumaufteilung gefallen würde, den einen oder anderen Sturm sollten sie eigentlich alle abkönnen.

underwater
20.12.2005, 11:15
Finanzmäßig sollte es die 500€ nicht übersteigen! Es sollte unbedingt Skandinavientauglich sein und auch den einen oder anderen Sturm verpacken können.

Skull

Firstlight: 355,- €
Lighthouse: 431,-€

...das liegt doch unterhalb von 500, oder?
Die Einwandzelte funktionieren auch bei wärmeren Wetter - haben zudem größere Lüfter (vor allem das Lighthouse) als die meisten 2-Wandzelte

Skull
20.12.2005, 11:29
Tja, die Mücken werden ein Einwandzelt sicher bevorzugen, aber ich denke ich werde ihnen nicht nachkommen :D ! Kann man denn überhaupt zu zweit im Tadpole schlafen/wohnen? Momentan finde ich ja das Nallo toll, aber mit 90 cm Höhe im Innenzelt ist das nicht mal die Hälfte von mir. Ich finde das Helsport Fjellheimen auch ganz schick, da ja hoch genug und trotzdem recht leicht.
Meine Freundin ist mehr für einen Geodäten, aber ich möchte so ungerne 5Kg aufwärts tragen müssen :old:
Falls jemand den Geodäten mit 2Kg hat :wohoo: ... Sofort mit mir in Verbindung setzen.

Skull

underwater
20.12.2005, 11:51
Falls jemand den Geodäten mit 2Kg hat :wohoo: ... Sofort mit mir in Verbindung setzen.

Skull

Gibt es - allerdings erst kommende Saison - schaust bei mir dann einfach mal in den nächsten Wochen vorbei - Vororder können platziert werden...

4Mann Zelt als Geodät mit 2,5kg oder
3Mann mit 1,9 kg...
:bg:

Hawe
20.12.2005, 12:00
Falls jemand den Geodäten mit 2Kg hat :wohoo: ... Sofort mit mir in Verbindung setzen.

SkullDas ist wohl auch noch ne Marktlücke.
Würde ich auch noch nehmen, trotz schon vorhandener Zeltsammlung.
Es gibt noch mehr Alternativen für Leute, die nicht in Tunelzelte kriechen mögen oder sie aus sonstigen Gründen nicht mögen:
z.B. Golite Hex mit Moskitonetz-Innenzelt, wenn man statt stange einen Trekkingstock nimmt, kommt man damit auch deutlich unter 2 kg, bei Platz für 2.5 Leuten in Bödenfläche, sowie Möglichleit, auch mal gebückt zu stehen. Gut - Apsis gibt es keine, dafür eben viel mehr Platz im Zelt.
Sturmstabil ist es auch. Und in Nicht-Mückengegenden auch ohne Innenzelt unter 1 kg. Mein Liebling.. ,-)
Hawe

Skull
20.12.2005, 12:01
@Beware
Wenn es dann keine Einwandzelte sind, ansonsten :rot:

@Hawe
Das Hex ist schon der Knaller, aber leider besteht meine Freundin auf ein Nylon-Innenzelt (ja sie hat mich im Griff :D ). Ich würde sonst wahrscheinlich ein Hex nehmen.

Skull

Schoolmann
20.12.2005, 12:09
@JAckknive

HAbe mal www.iceolutions.com angemailt:

MAilinhalt:

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das Ringstind ist nicht winterfest. Für eine Solotour wäre das Trollspiret
in rot/gelb geeignet:
http://www.iceolutions.com/templates/produktdetail.php?lang=1&section=38&art
icle=267

Das bietet genug Platz um auch im Zelt zu kochen (große Innenhöhe) und ist
auch sturmstabil genug.

Das Ringstind ist viel zu klein für eine Wintertour und hält auch keine
Schneelasten aus.

Inukshuk
20.12.2005, 12:50
Kann man denn überhaupt zu zweit im Tadpole schlafen/wohnen?
Ich habe schon so einige Nächte in einem ziemlich ähnlichen Modell (JW Spinnaker) zu zweit verbracht, aber es ist eben ziemlich eng, gerade, wenn man etwas mehr Gepäck dabei hat (und es war nie jemand größer als 1,80m). Ich habe es mir gekauft, als ich öfter allein unterwegs war, da fand ich es einen guten Kompromiss. Inzwischen (man wird ja auch nicht jünger :old: ) habe ich aber für Touren zu zweit ein Wechsel Challenger RP (ich mag auch freistehende Zelte lieber), die Gewichtsgrenze hatte ich da bei 3kg gesetzt.

Skull
20.12.2005, 15:55
Wie ist es den beim Callenger mit den Apsiden? Habe gehört diese sind ziemlich klein?!

Skull

DerLandstreicher
20.12.2005, 18:39
Ich glaube ich werde mich nie für ein Zelt entscheiden :bash:

Weiß jemand wann die nächste Ausstellung ist?
Ich meine sowas wie das hier:

http://www.european-outdoor.de/html/de/index.php?/html/de/aussteller/zeltstadt/zeltstadt.php

Michi[/url]

Hawe
20.12.2005, 18:47
Weiß jemand wann die nächste Ausstellung ist?
Ich meine sowas wie das hier:

http://www.european-outdoor.de/html/de/index.php?/html/de/aussteller/zeltstadt/zeltstadt.php

Michi[/url]Sooo gross wie die outdoor-Messe dürfte schwer fallen...
Aber im Frühjahr gibt es in eigentlich jeder Region von den lokalen outdoor-Händlern Zeltausstellungen mit bis zu 100 verschiedenen aufgebauten Zelten.
Der Globi macht sowas in seinen einzelnen Standorten (allerdings als grösster outdoor-Händler in Deutschland mit mickrigen 30-40 Zelten), am Niederrhein gab es in den letzten Jahren das testevent (www.testevent.de) mit zeitweise 180 Zelten. Nach 'Schrumpfkur´im letzten Jahr waren es immerhin noch etwas über 100.

Frag doch einfach mal bei den outdoor-Händlern in Deiner Region herum, oder beobachte die News hier im Forum (;-)) und wirf zuweilen einen Blick auf z.B. die Seiten des Globi oder des testevents.

Alle diese Zeltausstellungen sind allerdings im Frühjahr bis Frühsommer - wenn Du jetzt akut suchst wird es schwierig...


Hawe

DerLandstreicher
20.12.2005, 18:58
Nee, eillig ist es nicht.

Eigentlich gefällt mir das Hilleberg Unna am besten.
Leider hat es keine Apsis. Wo soll ich bei Regen kochen? Oder wenn ich bei regen ins Zelt reinmöchte, dann wird doch das ganze Innenzelt nass. Ich meine ohne Apsis!? Hmm....

Für ein Zelt das fast 500EUR kostst, finde ich total unlogisch.

Seht ihr das auch so?

Eddie
20.12.2005, 19:53
Hallo zusammen!
Ich bin absoluter Einsteiger im Bereich Outdoor!
Meine Ausrüstung ist bis auf das Zelt komplett.

Jetzt hab ich natürlich die Qual der Wahl. Es gibt so viele Hersteller und Modelle.

Zuerst wollte ich mir das Hilleberg Unna kaufen. Aber da es keine Apsis hat, kommt es nicht mehr in Frage.

Zurzeit ist das Vaude Taurus Ultralight mein Favorit.

Von den Daten her ist das Zelt für meine Bedürfnisse voll Ok. Was mich stört ist der fehlende Moskitonetz am Eingang!? Naja.

Hat jemand mit diesem Zelt Erfahrungen? Was mich interessiert ist, ob es ein Schlechtwetterzelt ist.

Da oft in der Schweiz bin...ist das schon wichtig. Jeder weiß das es oben in denn Bergen mal richtig stürmen kann. Außerdem möchte ich mal nach Lappland. Da ist es auch nicht ohne :P

Sind denn Ultralight Zelte allgemein ''Stabil''? Denn ich kann mir das bei knapp 2kg schlecht vorstellen. Lacht mich bitte nicht aus - bin wie gesagt Anfänger in dem Gebiet!

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
MFG, Michael (DerLandstreicher)

Was heisst totaler Anfänger?
Überhaupt schon einmal gezeltet?

Ich kann Dir nur folgenden Ratschlag geben:
Vernichte am Anfang nicht zuviel Geld, es sei denn Du bist Krösus.
Schau erst mal ob dir das Zeltwandern überhaupt Spass macht, ob Du eher der Komfort Typ oder der Ultralighttyp bist, wie sich deine Ansprüche später entwickeln usw.

Gerade bei Zelten gibt es unendlich viele Konzepte, viel mehr als z.B. bei SS. Da musst erstmal Erfahrung sammeln, und das machst nur wenn Du einfach mal losziehst, theoretisieren Forum kann Dir da nur begrenzt helfen und ist eher geeignet wenn Du schon eine Grundidee hast.

Leicht ist oft teuer und mit Haltbarkeits und Handlingsnachteilen verbunden.
Wenn ich sehe was manche leute an unnützen Geraffel mitschleppen, aber trotzdem bei Zelten immer das super-duper Ultralightmodell mitschleppen ist das schon lustig.

Oft ist es z.B. so dass die Böden bei den Leichtzelten extrem dünn sind. Dann wird ein Footprint mitgeschleppt, dass ist fast genauso schwer wie das Zelt selber. Und aus dem vermeintlichem Leichtgewicht wird ein schwerer Brocken.

Nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Fan von Leichtprodukten, verwende die aber nur für Zwecke wo sie Sinn machen.

Deswegen:
Man muss nicht immer gleich das Teuerste kaufen, wenn man nicht genau weiss was man will, man kann sich auch mal bei Kumpels (oder in Shops, Vereinen) etwas ausleihen, später weisst Du dann was Du haben möchtest und setzt nicht soviel Geld in den Sand.

papajoe
21.12.2005, 12:44
also relativ windstabil is das taurus schon, man sollte dann allerdings die beiden abspannleinen an den seitenwänden einsetzen, die man sonst auch mal aus faulheit weglassen kann, ^^ und man musses natürlich richtig aufstellen, volle breitseite is natürlich ungünstiger...
der eingang is schon ok so, kann mich jedenfalls nich erinnern, mich daran irgendwie gestört zu haben... die apsis geht auf beiden seiten zu öffnen, das is recht praktisch...

was du noch beachten solltest, aber das is wohl bei allen leichten zelten so, is ,dass du auf jeden fall ne unterlage mitnehmen musst. ob nun ne teure originale oder ne baumarktplane is ersma egal...

derMac
21.12.2005, 13:26
was du noch beachten solltest, aber das is wohl bei allen leichten zelten so, is ,dass du auf jeden fall ne unterlage mitnehmen musst. ob nun ne teure originale oder ne baumarktplane is ersma egal...
Einspruch, ich hab bisher noch bei keinem Zelt ne Unterlage benutzt und zumindest mein Vela dürfte halbwegs in die Kategorie Leichtzelt passen. Das hängt aber sicher vom verwendeten Zelt ab und ein wenig Umsicht bei der Standortwahl ist auch nicht verkehrt.

Mac

Wolfgang B
21.12.2005, 16:21
Nee, eillig ist es nicht.

Eigentlich gefällt mir das Hilleberg Unna am besten.
Leider hat es keine Apsis. Wo soll ich bei Regen kochen? Oder wenn ich bei regen ins Zelt reinmöchte, dann wird doch das ganze Innenzelt nass. Ich meine ohne Apsis!? Hmm....

Für ein Zelt das fast 500EUR kostst, finde ich total unlogisch.

Seht ihr das auch so?

Dafür, dass es keine Apsis hat, finde ich es zu schwer. Wenn es ohne Apsis unter 1,5kg wiegen würde, fände ich das okay, denn dann würde ich die Apsis einfach durch einen Poncho bilden und hätte doppelten Nutzen von meinem Poncho. Das fände ich logisch.
Bei dem Gewicht lohnt das Unna wohl vor allem für den Wintereinsatz, denn leichtere Winterzelte gibts kaum, oder?

Wolfgang

Jürgen
21.12.2005, 16:59
Hallo,

finde die "ultralight" Diskussion immer wieder amüsant, weil irgend wann der Punkt kommt, an dem deutlich wird, dass weniger Gewicht auch entweder weniger Windstabilität oder weniger Innenraum oder weniger (jahreszeitliche, Boden- bzw. Einsatz-) Flexibilität bedeutet. Und dann will man das meist teure Stück ja auch schonen und nimmt ein footprint mit, dass zusätzliches Gewicht bringt. . . .

Als ich mich für das Haglöfs "Genius 12" entschieden habe (je nach Materialeinsatz zwischen 2,0 bis max. 2,9kg), war klar, dass ich lediglich beim Wandern (in Herbst, Winter und Frühjahr) ein leichtes Zelt brauche. Bei anderen Aktivitäten (Paddeltouren, Wanderreiten, Radtouren) kommt es auf ein paar Gramm mehr oder weniger ja nicht so an. Das Genius 12 ist definitiv kein Ultraleicht Zelt, bietet aber Raum, hohe Windstabilität, absolute Felxibilität, hohe Qualität und ist - im Gegensatz zum Unna - ein wirklich taugliches Winterzelt.

Gruss
Jürgen

papajoe
21.12.2005, 18:11
was du noch beachten solltest, aber das is wohl bei allen leichten zelten so, is ,dass du auf jeden fall ne unterlage mitnehmen musst. ob nun ne teure originale oder ne baumarktplane is ersma egal...
Einspruch, ich hab bisher noch bei keinem Zelt ne Unterlage benutzt und zumindest mein Vela dürfte halbwegs in die Kategorie Leichtzelt passen. Das hängt aber sicher vom verwendeten Zelt ab und ein wenig Umsicht bei der Standortwahl ist auch nicht verkehrt.

Mac

wenn man irgendwo is, wos nur geröll oder schotter gibt, hat man aber keine wahl... auf ner kuscheligen almwiese, würd ich die unterlage vllt auch mal weglassen, aber ich hab noch nie auf ner alm gezeltet... zudem bietet die unterlage noch andere vorteile, dass zelt wird zb nich dreckig (beim einpacken bleibt also das ganze zelt sauber, die unterlage verpackt man denn separat)
und ich sehe die verwendung von ner unterlage auch als vorteil gegenüber zelten, die gleich nen robuisten boden ham an. wenn der nämlich irgendwann im arsch is, kannste dir nen neues zelt kaufen. wer ne unterlage nutzt, kauft sich nur die unterlage neu, wennse durch is. :wink:

derMac
21.12.2005, 18:26
1. du hast mit deinem letzten Text völlig recht
2. die Argumente deines Textes haben nicht unbedingt was mit Leichtgewichtszelten zu tun :wink:
3. lies noch mal deinen und meinen zitierten Text genau durch :wink:

Mac, der auch mit einem dreckigen Zeltboden leben kann

Wolfgang B
21.12.2005, 18:43
@ Jürgen: Sich zu amüsieren ist ja nicht verkehrt :bg:

Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und Ansprüche. Und nicht jeder will immer die Maximallösung mitnehmen.

Leichte Ausrüstung bei Komforteinbussen ist nicht schwierig umzusetzen.
Leichte Ausrüstung ohne Komforteinbussen erfordert Erfahrung und Experimente. Das kann aber jeder schaffen, wenn er sich um das Thema bemüht. Der Rest möge sich weiter amüsieren. :-?

Zu den Unterlagen: Wenn schon Innenzelt nicht verzichtbar erscheint, dann lieber ein leichtes mit dünnem Boden. Da bleibt das Packmass gering und alles bleibt sauber. Die Unterlage ist vielseitig zu verwenden, nicht nur unterm Zeltboden. Es reicht ja, die aus einer PE-Plane zurechtzuschneiden, dann ist sie billig und kann leicht ausgetauscht werden wenn undicht. Das lohnt sich IMO besonders bei Kleinzelten.

Wolfgang

papajoe
21.12.2005, 19:15
ich bzog mich auf die von dir erwähnte umsicht bei der standortwahl...

Inukshuk
21.12.2005, 19:22
Wie ist es den beim Callenger mit den Apsiden? Habe gehört diese sind ziemlich klein?!

Sie sind schon ziemlich schmal, aber immerhin sind sie ja von einem Gestängebogen aufgespannt. Also mir haben sie bisher immer gereicht, der meiste Kram kommt eben mit ins Innenzelt. Das einzige, was mich an dem Zelt wirklich stört, ist, daß es bei Wind trotz Absidenstange ins Innenzelt regnen kann. Aber ansonsten bin ich wirlich zufrieden, allerdings kann ich zur Langlebigkeit noch nichts sagen (hab's erst seit letztem Jahr).

Ewald
21.12.2005, 19:22
Mac, der auch mit einem dreckigen Zeltboden leben kann

.. zumal im Apsidenbereich die Bodenplane sowieso beidseitig dreckig
wird.

eWALd

Jürgen
21.12.2005, 19:22
Hallo noch mal,

. . . versucht es doch mal mit einem "selbsttragenden" Zelt . . . :ignore:

Weiterhin viel Spass beim diskutieren! :wink:

Gruss
Jürgen

DerLandstreicher
21.12.2005, 19:33
Moment mal, das Unna würde ich eh nicht Winter nutzen. Denn ich mache nur Touren im Frühjahr und im Herbst. Selten im Sommer. Naja, und mehr so in feuchten Gebieten wie Skandinavien. Außerdem habe ich grad gelesen, das Unna hat ja doch mehr oder weniger eine Apsis. Man kann das Innenzelt zusammenklappen.

Schaut selbst:

http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=9018&postdays=0&postorder=asc&highlight=taurus&start=40

Ist fast unten von der Seite. Bild Nr. 3.

Also wäre das Unna doch optimal.
Störend ist daher nur der Preis.
470EUR für das Zelt. 40 für die Zeltbodenunterlage.
Also 510EUR :shock: Ziemlich heftig.
Michael (DerLandstreicher)

Rajiv
31.01.2006, 18:10
Es ist wahrscheinlich nicht der Tip für Michael, aber vielleicht doch für den einen oder anderen UL-Fan interessant:

Ultralight Zelte von Sup'Air (http://www.nic-impex.com/index2.php?_langue=en) (auf Produkte gehen und dann auf Sup'Air gehen)

Bemerkenswert finde ich, daß von den zwei Zelten auf der Sup'Air-Seite ( www.supair.fr oder www.supair.com) nichts steht.

Hat diese Zelte schon mal jemand gesehen und kann etwas dazu sagen?

Rajiv

RoJo
31.01.2006, 18:31
Ich besitze das Sup'Air ohne Apsis. Was willst Du wissen?

Die Dinger sind im Berecih "Mountain Marathons" bzw. "Adventure Racing" Standard. Ähnliches gibt es von Raidlight, MandatoryGear, Polaris, KIMM und anderen. Live gesehen habe ich bis auf das MandatoryGear schon alle

Rajiv
31.01.2006, 19:12
Danke für die schnelle Antwort!

Mich würden die Abmessungen, Gewicht etc. interessieren. Weil ich nicht weiß, ob die Angaben auf der oben genannten HP richtig sind. Wie ist so der Gesamteindruck? Machen die Zelte einen guten Eindruck?
Gibt es eine andere Website? Wo kann man die Dinger in Dtl. kaufen? Was kosten die so?
Die anderen Firmen/Zelte kenne ich gar nicht. Wo kann ich mich da kundig machen?

Dank schon vorab!

Rajiv

RoJo
31.01.2006, 19:31
Hi, ohne das ich mich jetzt durch die Seite von nic-impex lese würde ich mal sagen die Angaben stimmen. Die Dinger sind halt recht speziell, da sie einem Reglement unterworfen sind und nicht wie die amerikanische Tarptents frei entworfen werden. Im Prinzip gelten aber fast alle Vor-/Nachteile wie bei Tarptents.
Die Qualität ist Top, sie müssen ja schleißlich auch dem herbstlichen britischen Wetter (Oktober) auf dem Fell (britisches Fjell) standhalten. Ich habe für meins vor 7 Jahren so um die 360,-DM gezahlt.

In Deutschland gibt es die Dinger nicht zu kaufen, in Schweden, England, Frankreich sind sie aber durchaus zu bekommen. Einzig für Raidlight gibt es einen Importeur: www.racelite.com

Noch ein paar Internetadressen dazu:
www.raidlight.com
www.mandatorygear.com
www.polaris-apparel.co.uk
www.litepac.com
www.kimmlite.com (z.Z. nicht verfügbar wird auf www.theomm.com umgestellt)

Rajiv
31.01.2006, 20:35
Danke an Martin!

Werde mir morgen das alles in Ruhe durchlesen.

Rajiv

Wolfgang B
01.02.2006, 15:10
Hallo Martin,

unter Deinen Links finde ich irgendwie keine Zelte, ausser bei http://www.mandatorygear.com/

Mich würde interessieren:

Die Dinger sind halt recht speziell, da sie einem Reglement unterworfen sind

Welche Reglements sind das? Und was beinhalten die Regeln in Bezug auf die Zelte?

Mich interessiert das, weil ich mir gerade selbst ein leichtes Zelt genäht habe. Bin neugierig ob es in eine der Reglements passen würde und wie es im Vergleich zu diesen speziellen Zelten ist. Entworfen ist es nicht dafür, sondern zum Ultraleicht-Wandern/ Kajaken/ Radeln.


Gruss, Wolfgang

RoJo
01.02.2006, 16:21
Moin,
das Reglement besagt, das die Zelte einen fest eingenähten Boden haben müssen, das Überzelt bis zum Boden reicht und ein eigenes Gestänge (keine Trekkingstöcke, Paddel o.ä.) vorhanden ist.
Die Liegefläche muß ausreichend sein damit 2 bzw. 4 Personen ausgestreckt liegen können.

Also bei Polaris finde ich auch kein Zelt mehr aber im Zweifelsfalle hilft dort anzufragen.
Alle anderen haben Zelte sehr offensichtlich auf Ihrer Homepage.