Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Getränkelogistik bei Wintertour
thomas.sc
29.10.2005, 03:33
Hallo zusammen,
ich plane eine Wintertour in Norwegen (Hardangervidda), hierbei stellt sich mir die Frage, wie man das am besten mit dem Getränke macht.
Ich gehe mal davon aus, das ich das Wasser für Getränke duch Schneeschmelzen gewinne.
Das heißt ich schmelze am Abend Schnee für das Abendessen sowie eine Siggflasche voll Wasser zum Trinken am Abend. Dann schmelze ich noch Wasser für den nächsten Tag (1 Isolierkanne voll), sowie Wasser für das Frühstück (ebenfalls eine Isolierkanne voll), damit ich am Abend schon den Kocher wegräumen kann, und am nächsten morgen den Kocher nicht mehr brauche.
Ich denke mal das das Wasser in einer Siggflasche den Tag über gefrieren wird. Das würde dann heissen ich bräuchte mindestens 2 Isolierflaschen (1 für Frühstück, 1 für unterwegs), das scheint mir etwas
wenig Flüssigkeit zu sein.
Wieviel Isolierflaschen nehmt ihr so mit, bzw. wie bewahrt ihr euer Getränke für den Tag auf? Unterwegs den Kocher auzubauen um Schnee zu schmelzen macht auch keinen Sinn, und Schnee zu essen ist wahrscheinlich auch nicht so prickelnd.
Gruss
Thomas
Warum willst Du denn unbedingt morgens den Kocher nicht mehr anschmeissen ? Du kannst ja locker abends Töpfe voll Wasser schmelzen, über Nacht frieren lassen, und morgens mit relativ wenig Aufwand (ausser etwas mehr Zeit und Brennstoff) aus Eis wieder in Wasser verwandeln ?
Und, wenn Du nicht unbedingt nur im absoluten Hochland unterwegs bist (wo denn überhaupt): es gibt auch im strengen Winter reichlich offene Bäche, schlimmstenfalls etwas verschneit. Selten komplett zugefroren wenn das Wasser fliesst.
Wenn Du einen zuverlässigen Kocher hast, brauchst Du Dir mit Wasserversorgung keinen Stress machen. Auch für das Wasser tags über. Wenn Du nicht eine Pulka hast (wie ich) und das Wasser teilweise für mehrere Tage im Wassersack mitnimmst - auch wenn es im Schnitt nachts -15° hat, ist es tagsüber warm und das Wasser friert nur als Schale, innen ist es fülüssig - kannst Du bei einer empfehlenswerten Mittagspause von sagen wir 1 h zum Geniessen der Landschaft locker heisses Wasser aus Eis (mitgebracht, am lezten offenen Wasser mitgenommen) machen.
Gruss Hawe
Ich nehme eine 1l-Isokanne mit. Wassertechnisch sieht mein Tag dann soaus:
Abends: Für den Abendgebrauch, isokanne voll.
Morgens: 0,5l PET-Flasche voll, Isokanne auffüllen.
Die PET-Flasche bewahre ich am Körper auf. Dort dauert es etwa 3-4 Stunden bis der Inhalt gefroren ist. Bis dahin habe ich sie aber schon ausgetrunken.
Wenn man besonders viel Wasser braucht, und nicht noch einmal kochen will (zb Tagesausflug ohne Kocher), kann man das Wasser aus der Isokanne auch "strecken". Man tut (heisses) Wasser aus der Kanne halbvoll in einen Becher und fügt solange Schnee hinzu, bis das Wasser angenehme Trinktemperatur hat.
Anne
Thomas75
29.10.2005, 12:16
Am Abend schmelzen wir für den sofortigen Gebrauch (Essen, Trinken und für die Hunde), plus Thermoskanne(n) mit Tee. (Wenn die Flasche voll ist, dann ist der Tee auch morgens noch warm. Ist sie nur halbvoll, dann ist der Tee morgends kalt.)
Morgens im Prinzip das Gleiche. Für unterwegs haben wir eine 1l Thermosflasche pro Person mit Tee (und viiiel Zucker) und eine Extraflasche mit Wasser für die Hunde. Wird dann auch noch mit Schnee gestreckt, wie Anne schon geschrieben hat.
Selten kochen wir auch unterwegs noch mal.
Wenn wir unterwegs auf offenes Wasser stossen, dann füllen wir alle leeren Flaschen auf.
@Hawe, was ist der Vorteil abends Schnee zu schmelzen und dann wieder einfrieren zu lassen? Da hast Du ja fast den doppelten Brennstoffverbrauch! Ist das die Zeitersparnis am Morgen wert?
@Thomas.sc, warum willst Du am Morgen nicht kochen? Bist Du auf der Flucht?
alaskawolf1980
29.10.2005, 12:21
Ich habe 2 Theomosflaschen mit. Beide mit Tee gefüllt.
Frühs Schnee schmelzen für Essen, Tee (direkt trinken) und Tee um 2 Thermosflaschen aufzufüllen.
Abends dann Wasser für Nudeln herstellen und eine Thermosflasche Tee für die NAcht (falls es richtig kalt wird, ist man doch glücklich über einen Schluck warmen Tee, mitten in der Nacht, aus einer Thermosflasche). Der Tee ist früh dann meist noch lauwarm.
thomas.sc
29.10.2005, 17:42
Hallo Hawe,
Warum willst Du denn unbedingt morgens den Kocher nicht mehr anschmeissen ?
Zum einen aus Zeitersparnnis, und zum anderen aus Faulheit. Dann muss ich den Kocher nur einmal reinigen.
Wenn Du nicht eine Pulka hast (wie ich) und das Wasser teilweise für mehrere Tage im Wassersack mitnimmst - auch wenn es im Schnitt nachts -15° hat, ist es tagsüber warm und das Wasser friert nur als Schale, innen ist es fülüssig
Doch, ich will mit Pulka auf Tour gehen, ich dachte nur das das Wasser im Faltkanister (Wassersack habe ich keinen, was hast du für einen) gefrieren könnte, und ich es dann gar nicht mehr aus dem Kanister bekomme.
Gruss
Thomas
meiner bescheidenen erfahrung nach dauert es eine weile bis das wasser in der flasche gefriert. also keinen stress. nur einige punkte solltest du beachten.
1. wenn möglich flaschen auf den kopf stellen, denn oben gefriert das wasser zuerst.
2. die flaschen sollten eine möglichkeit haben den verschluss mit gewalt zu öffnen. entweder bei weich-pe flaschen einfach drauftreten oder (zb sigg) durch die öse einen knebel stecken.
3. nimm weithalsflaschen, dann stören die eiswürfel nicht beim ausgiesen.
kanst ja alles mal im gefrierfach ausprobieren.
Thomas75
29.10.2005, 21:02
Dann muss ich den Kocher nur einmal reinigen.
??? Ich reinige meinen Kocher auch nur einmal - nämlich nach der Tur! ;)
Wie Hawe schon schrieb gibt es auch im kältesten Winter reichlich offenes Wasser. Dieses sollte man unbedingt nutzen - allein aus dem Grunde, dass es SCHMECKT! Geschmolzener Schnee bzw. Eis schmeckt einfach extrem widerlich. Um beim Schöpfen des Wassers (evtl. mit Ski oder Schneeschuhen an den Füßen) nicht an der Eiskante einzubrechen empfiehlt es sich, einen einfachen Plastikbecher mit 2 oder 3 Metern dünner Schnur daran mitzunehmen - so kann man vom schicheren Ufer aus Waser schöpfen.
Nordland_peter
30.10.2005, 11:23
Wir haben abends die Thermosflasche (ca. 1 l pro Person) mit heißem Wasser gefüllt, so hat man morgens schon heißes Wasser fürn Kaffee und Müsli.
Während dem Frühstück kann man wieder Schnee schmelzen und in die Thermosflasche füllen.
Während der Mittagspause haben wir uns eine Suppe und Tee gekocht.
Man sollte auch bedenken, das geschmolzener Schnee keine Mineralien enthält. Man muß sich die verlorenen Salz durch Salztabletten bzw. Nahrung zu führen.
Nicht übertreiben
01.11.2005, 10:54
3 Thermoskannen für 2 Leute, die werden abends gefüllt + soviel wie möglich davon getrunken und entweder sofort oder morgens wieder gefüllt.
Meinen Kocher reinige ich eigentlich so gut wie nie und schon gar nicht während der Tour :bg:
Offenes Wasser habe ich auf meinen Wintertouren bisher nur sehr selten gesehen und unisolierte Flaschen nehme ich auch nicht mit. Dafür aber einen großen (3l) Topf um viel Schnee auf einmal schmelzen zu können.
Thorben
wir haben bei einer wintertour die platypus-flaschen (klein, leicht und halten auch kochendes wasser aus) abends gefüllt und so gleich eine wärmeflasche im schlafsack gehabt und morgens ungefrorenes wasser......weniger brennstoff-verbrauch......warme füsse
DANKE QuMoMo :D
ansonsten 1l pro person in thermoskannen
viel spaß
für mich gibts wenig schönere sachen als im schnee/winter draußen zu sein
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